Agfa Box
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Die Agfa Box ist eine Serie von Boxkameras, meist im Format 6×9
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Agfa Box; Box 600, auch Synchro-Box genannt (1949 bis 1957) |
Agfa Clack |
Vorkriegszeit
Die erste Agfa-Box
Im September 1930 kam folgende Ankündigung heraus: „Die Agfa I. G. Farbenindustrie A. G., bringt neuerdings eine Kleinkamera im Kastenformat für das Format 6 x 9 in den Handel, die zum niedrigen Preise von 13 RM angeboten wird …“. Im weiteren Verlauf war von einem lichtstarken Objektiv (dabei handelte es sich allerdings um eine Übertreibung), einem widerstandsfähigem Aluminiumgehäuse und gefederter Filmandruckplatte die Rede. Von dieser Box gab es sogar eine Spezial-Ausführung, die man am silberfarbenen Zierrahmen auf der Frontplatte erkennen konnte und für nicht einmal 2 RM Aufpreis eine erheblich bessere Ausstattung bot: Musste sich das Standardmodell mit einem einfachen Rotationsverschluss ohne Auslöserrückstellung und Mattscheibensucher begnügen, gab es beim Luxusmodell einen Zweilamellenverschluss und Brilliantsucher, zudem ein lichtstärkeres Objektiv und eine Entfernungseinstellung. Letztere bestand aus einem dreistufigem Hebel mit den Positionen Fern (ab 5 m), Gruppe (2,5 m bis 5 m) und Portrait (1,5 m bis 2,5 m), auf diesen Aufwand verzichteten alle Nachfolger. Schon im Weihnachtsgeschäft verkaufte sich der neue Apparat ausgezeichnet, beide Modelle brachten es noch 1930 auf eine Stückzahl von 44.000.
England-Box
Werbeaktion
Der ersten in Deutschland vorgestellten Agfa-Box ging ein groß angelegter Test auf dem englischen Markt voraus. Dort verteilte die Zeitung Daily Herald eine große Menge von Kameras, dem weitere Tageszeitungen und auch Zigarettenfabrikanten folgten. Die Fotohändler gaben sich über die Aktion zunächst verärgert, erfreuten sich aber kurz darauf am gigantischen Filmverkauf: die passenden Rollfilme waren sehr schnell vergriffen.
Modelle
Bei den verschenkten Apparaten handelte es sich um die ältesten Agfa-Boxen. Vertragsfirmen stellten sie in England her. Für ein Werbegeschenk kam kein teures Aluminium infrage, die Gehäuse bestanden vielmehr aus Stahlblech. Weitere Merkmale waren die beiden recht kleinen Sucher, sie lagen beide an derselben Gehäusekante, und das fehlende Stativgewinde – Sparmaßnahmen, die später die deutschen Aktionen übernahmen. Es kamen drei Ausführungen im Umlauf: Die England-Box 1 besaß schwarzen Schrumpflack und als Version 1a Mattscheibensucher, als Version 1b bereits Brilliantsucher. Die Box 2, ebenfalls mit Brilliantsucher ausgestattet, trug genarbtes Kunstleder.
Schulprämie
Vorgeschichte
Agfa hielt sich mit dem Studienrat Richard Lange schon seit Mitte der 1920er einen „Kulturbeauftragten für die Schularbeit“ und hatte dadurch exzellente Verbindungen zum preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Lange verfasste Artikel und hielt zahlreiche Vorträge über die pädagogischen Aspekte der Fotografie. Diese Aktivitäten führten sogar zum Schulfotografie-Erlass vom 9. Juli 1928, der forderte: „Lerne lesen, schreiben und photographieren.“ Es handelte sich um eine Empfehlung an die Lehrer, die Fotografie in den Unterricht mit einzubeziehen. Dies konnte aber mangels Kameras kaum irgendwo verwirklicht werden. Gleiches galt für den Heimatphotographie-Erlass vom 21. Mai 1930, der „… das wertvolle Heimatgut, das die Natur darbietet, in Form von technisch einwandfreien und ästhetisch befriedigenden Aufnahmen zu bergen …“ wollte. Die Bilder sollten 1931 im Rahmen einer Naturschutzausstellung in Berlin ausgestellt werden.
Aktion
Im Januar kündigte Agfa an, Apparate zu verschenken: „Die Kamera wird zweckmäßig solchen Schülern und Schülerinnen zu überreichen sein, die sich auf irgendeinem Gebiet hervorgetan haben.“ Gemeinsam mit dem preußischen Kulturministerium beschloss man, je eine Kamera abzugeben an die 10- bis 14-jährigen Klassenbesten, die 2 besten der letzten Jahrgänge der Mittelschule und den letzten Jahrgang der Volksschule. Da sich die meisten anderen deutschen Länder der Aktion anschlossen, kam eine Zahl von rund 50.000 Kameras zustande. Sie gelangten im Februar 1932 mit den Zeugnissen in die Schülerhände. Die Aktion stieß auf Begeisterung, das Fachmagazin Photo-Woche schrieb darüber: „Es wird ein Lobgesang auf die Kulturfreudigkeit der Agfa angestimmt werden.“ Und es stellte sich heraus, dass den Schülern ausgezeichnete Aufnahmen gelangen.
Kamera
Bei der Schulprämie handelte sich um eine besonders einfache gehaltene Box, an der zahlreiche Sparmaßnahmen die Herstellungskosten senkten. Insbesondere besaß sie kein Blech-, sondern nur ein Pappgehäuse, wie man es bereits von Kodak kannte. Des Weiteren waren nur diese Pappteile (blau) beledert, Front- und Rückwand hingegen bildeten dunkelblau lackierte Bleche. Als Verschluss kam natürlich nur die einfache Variante ohne Auslöserrückstellung infrage, ein Stativgewinde gab es nicht und die kleinen Sucher lagen an einer Kante, also jener für das Hochformat. Im Handgriff war der Schriftzug „Schulprämie“ eingeprägt.
Preisbox
Vorgeschichte
Die Werbeaktionen in England gerieten zwar zu einem großen Erfolg, konnten aber dennoch nicht für den deutschen Markt übernommen werden. Hier achtete jeder Händler darauf, dass branchenfremde Geschäfte seine Produkte nicht anboten. Als beispielsweise die Fotohändler Bildbände und Fotoliteratur in ihr Sortiment aufnahmen, veranstaltete der Reichsverband der Buchhändler einen gewaltigen Aufschrei. Der Agfa-Direktor Bruno Uhl (*1896, † 1990) setzte unter diesen Umständen eine vollkommen neue Kampagne gegen alle Widerstände durch. Hierzu führte er autorisierte Händler ein, die eine Agfa-Strahlkrone über ihrem Eingang mit der Aufschrift „autorisierter Agfa-Verkauf“ anbringen durften.
Aktion
Ab dem 9. Juni 1932 lief jeweils um die Mittagszeit eine Radiowerbung mit der Frage: Kennen Sie die deutschen Markstücke? Brachte man Markstücke mit den Prägungen A - G - F - A zum autorisierten Agfa-Händler, so gab es dafür die Box des Typs 44. Bei den Buchstaben handelte es sich um einen Code für die Prägestelle, A stand für Berlin, G für Karlsruhe und F für Stuttgart. Zu dieser Zeit kostete die billigste Kamera, die Balda Poka 0, 10 RM, so dass 4 RM ausgesprochen günstig erschien; der Händlergewinn lag bei 40 Pfennig. Agfa bevorratete seine Händler mit 100.000 Kameras, die Aktion geriet aber zu einem derart gigantischen Erfolg, dass die Kameras bereits nach zwei Tagen ausverkauft waren. Agfa konnte schließlich nur noch zusichern, allen Kunden irgendwann eine Kamera abzugeben, die bis zum 15. September die Markstücke bei ihrem Händler abgegeben haben. Mitte Oktober gingen dann die letzten Kameras über die Ladentheke, insgesamt waren es rund 900.000.
Balda konnte bei der Aktion nicht tatenlos zusehen und kopierte die Agfa-Kampagne. Allerdings konnte man nicht den Prägestellen-Code verwenden, es stand weder ein B, noch ein L zur Verfügung, so dass man einfach vier Markstücke aus dem Prägejahrgang 1932 verlangte. Dafür gab es eine kaum veränderte Poka 0, also ein Apparat mit Blechgehäuse, der gegenüber der Preisbox als besserer Kauf erschien. Die Balda-Aktivitäten überraschten sehr, stellte dieses Unternehmen doch keine Filme her, die das Kameraprogramm subventionieren konnten. Die Balda ging insbesondere bei nichtautorisierten Agfa-Händlern über den Ladentisch, dabei handelte es sich typischerweise um Optiker und Drogisten, die nebenher Fotogeräte verkauften.
Balda setzte seine Werbeaktion im Oktober 1932 in Österreich fort, woraufhin sich Agfa gezwungen sah, im November mit der Preisbox nachzuziehen. Beide Unternehmen hatten damit aber keinen Erfolg – Boxkameras waren eben mehr etwas für das Sommerhalbjahr. Für die Agfa musste man einen 10 Schilling-Schein zum Händler bringen, dessen Kontrollnummer zwei Vieren enthielt, passend zur Fabrikbezeichnung Box 44.
Kamera
Die Box 44 besaß entsprechend der Schulprämie ein Pappgehäuse, sie war aber gewöhnlich schwarz und wies belederte Blechdeckel auf. Ausführungen in blau oder schwarz mit lackierten Deckeln gab es ebenfalls, aber selten. Der Handgriff trug entsprechend der Schulprämie ebenfalls eine Prägung, sie lautete „Agfa-Box“.
Für die Preisbox erschien einiges Zubehör, sowohl von Agfa selber, wie auch von Fremdfirmen – darunter auch Balda. Dazu gehörte Stativhalter (gab es doch kein Stativgewinde an der Box), Portraitlinse für den Bereich zwischen 1 m und 2 m, Gelbfilter und Selbstauslöser, letzterer war – gemessen an der Kamera – technisch recht aufwendig.
Weitere Werbeaktionen
Die Fotohändler nahm bis zum 3. Juni 1933 eine Preisbox zum vollen Kaufpreis zurück, wenn der Kunde die 26 RM teure Taschenklappkamera Billy Record kaufte. Die zumeist kaum benutzten Apparate verwendete Agfa für eine große Werbeaktion im Sommer 1934: An Nord- und Ostseeständen warfen „Glücksflieger“ mit dem Agfa-Logo bedruckte Bälle ab. Wer einen besonders gekennzeichneten Ball fand, konnte diesen bis zum 31. August 1934 gegen eine Preisbox eintauschen.
An der Küste fuhr auch der „Isochrom-Dampfer“. Er steuerte sehenswerte Ziele an, woraufhin Megaphone den fotografierenden Gästen die geeignete Belichtungseinstellung mitteilten. Dabei kamen auch Box-Besitzer zu guten Bildergebnissen. Die Fahrscheine dazu gab Agfa kostenlos ab.
Isochrom-Box
Zur Einführung des Isochrom-Films kam die Isochrom-Box heraus. Den neuen Film durfte man in sämtliche Kameras einlegen, aber Agfa führte ihn mit einer gigantischen Werbekampagne ein. Die Isochrom-Box besaß eine Alufront mit silberfarbenen Zierleisten, große Mattscheiben-Sucher (links und rechts, also nicht über Eck angeordnet), ein Schutzglas vor dem Auslöser, Scharniere für den hinteren Deckel, eine Auslösesperre und eine Raste für die Umschaltung von Moment- auf Zeitaufnahme. Es gab aber weder Stativgewinde noch Abblendmöglichkeit. Diese Box ging aber zumeist in den Export, auf den deutschen Markt kam ihre 7,50 RM Verkaufspreis nicht gut an.
Pappfamilie
Eigentlich sollte die Preisbox ein einmaliges Sonderangebot bleiben, hieß es doch bei ihrer Ankündigung: „Die Agfa-Peisbox ist eine besonders für diesen Zweck hergestellte Box-Kamera. …. Sie erscheint nicht in der Agfa-Liste und ist regulär als Markenartikel nicht käuflich.“ Schließlich erschien ein Pappgehäuse auch dann recht primitiv, wenn Agfa dafür den Begriff „Sperrpappe“ verwendete. Aber Balda und Eho boten weiterhin preisgünstige Konkurrenzmodelle an und die teure Isochrom-Box verkaufte sich schlecht, so dass Agfa noch bis Ende 1938 Pappmodelle im Programm hielt:
Bei der so genannten Augenbraue-Box verliefen die Zierlinien in Form von Augenbrauen über den beiden Eintrittsöffnungen der Brilliantsucher. Die nachfolgende Box 94 unterschied sich mit einer Front im Art Déco-Design. Sie nannte sich nach der deutschen Bezeichnung für den Rollfilm vom Typ 120 auch B 2, so konnte man sie von der Cadet A 8 unterscheiden, der einzigen Agfa-Box für den kleinen Rollfilm, Typ 127 (entsprechend A 8). Die Ausstattung der beiden Modelle unterschied sich nicht. Auch die Box 04 gehört zu den Pappkonstruktionen, sie ließ sich durch Umlegen zweier Klappen an der Filmbühne für zwei Formate verwenden, entsprechend bestand das Zählwerk aus zwei Sichtfenstern, eins für 6 x 9 und ein weiteres für 4,5 x 6. Alle Pappkonstruktionen verzichteten auf ein Schutzglas vor dem Verschluss.
Trolix-Box
Die zu den Olympischen Spielen 1936 erschienene Box 14 besaß ein Gehäuse aus Trolitan. Dies ist der Handelsname für den braun-schwarzen Kunststoff Bakelit der Dynamit AG in Troisdorf, ein ebenfalls zur I.G. Farben gehörendes Unternehmen. Mit modellierten Vertikalstreifen kam diese Kamera im – allerdings recht strengen – Art-Déco-Design daher. Die beiden Brilliantsucher lagen versenkt, um Spiegelungen zu vermeiden, und es gab einen versenkbaren Metallgriff auf der Oberseite. Das Gehäuse wurde zunächst in einer Form gegossen, dann gehärtet. Der Agfa-Katalog warb mit seiner Widerstandsfähigkeit gegen Wasser, verdünnte Säuren und Laugen, Hitze und Kälte und pries seine gute Haltbarkeit. Tatsächlich zeichnete sich Bakelit durch seine Sprödigkeit aus, was diesen Werkstoff für Kameragehäuse wenig geeignet erscheinen und die große Zeit der Kunststoffgehäuse erst nach dem Krieg beginnen ließ, bei Agfa mit der Clack. Auch führte es zum höheren Gewicht von 540 g. Die Trolix besaß ungeachtet ihres hohen Preises von 9,50 RM ebenfalls nur ein einlinsiges Objektiv, den einfachen Verschluss ohne Rückstellung, keinen Drahtauslöseranschluss und nur ein Stativgewinde für Hochformat. Auch konnte man sie für Langzeitaufnahmen wegen ihres abgerundeten Bodens nicht einfach auf den Tisch stellen. Fortschrittlich hingegen erschienen die vernickelten Drehräder an der Vorderseite, eins für die Verschlusszeit, das andere für die kleinere Blende (f/16) und erstmals auch für einen eingebauten Gelbfilter. Obwohl die Trolix schon zur schwer verkäuflichen Oberklasse gehörte, befand sie sich immerhin vier Jahre, bis weit in die Kriegszeit hinein in Produktion.
Box 45
1938 beendete eine moderne Stahlblech-Box die Pappära, es handelt sich um die erste Stahlblech-Box seit dem ersten Ganzmetall-Modell von 1930. Sie ersetzte das Modell 94 und gab sich auch gegenüber der weiter gebauten Trolix mit dem doppeltwirkenden Verschluss wesentlich fortschrittlicher. Seine Federkraft erzeugte eine Stahlsaite, womit er ausgesprochen sanft ablief. Das Objektiv schützte eine Glasscheibe, die bekannte und 1 RM teure Portraitlinse ließ sich für Nahaufnahmen im Bereich von 1 m bis 2 m wieder aufstecken. In den Strahlengang konnte man einen Gelbfilter und die Blende f/16 einschwenken, was allerdings per Hebel geschah – nicht per Drehrad, wie bei der Trolix. Es gab – entsprechend den erfolgreichen Pappmodellen – eine Zierfront, die übrigen Seitenteile waren aber mit dem Kunststoff Robusit überzogen. Dies führte zu einem ausgesprochen modernen Aussehen. Im Gehäuse befanden sich zwei Stativgewinde. Diese Kamera konnte Agfa noch bis 1941 produzieren.
nach 1945
Box 50
Nach dem Krieg hielt man in Fachkreisen die Einfachkameras für das große Format 6 x 9 für antiquiert, dennoch setzte Agfa weiterhin darauf. Man verkündete dabei: „Bewusst hat die Agfa das große klassische Format 6 x 9 beibehalten, sie weiß, dass der Amateur damit stets das beste Ergebnis erzielen wird.“ Ließ sich das Festhalten am Format noch verstehen, so verwunderte zumindest, dass das bedeutende Unternehmen die letzte Vorkriegsbox technisch weitgehend unverändert wieder auflegte. Äußerlich unterschied sie sich nur durch die Frontplatte im neuem Design und den „englischen“ Stativgewinden (1/4“ anstatt 3/8“). Im Inneren gab es einen kleinen Rückschritt, den Verschluss trieb nun eine Schaubenfeder an, was nicht mehr so sanft wie früher ablief. Dieser Apparat geriet aber ungeachtet des inzwischen urigen Aussehens zum riesigen Erfolg.
Synchro-Box
Kamera
1951 verwandelte sich die sonst unveränderte Box 50 dadurch in die Syncho-Box, dass sie Anschlüsse für ein Blitzgerät erhielt. Auf der Oberseite gab es hierzu zwei Kontakte, auf die ein spezielles Blitzgerät, der Vacu-Blitz aufgesteckt werden konnte. Dieses Gerät kostete 6,50 DM zzg. Batterie. Es verwendete Blitzbirnen, die Batterie sorgte dabei für die Zündspannung. Diese reichte aber für ein zuverlässiges Blitzen nicht aus, weswegen im Frühjahr 1955 der Agfa-Box-Blitzer K herauskam. Er arbeitete mit 22,5 V-Hörgeräte-Batterie und Kondensator, kostete aber mit 9,50 DM plus 3,50 DM für die Batterie nahezu soviel, wie die Kamera selbst.
Die Blitzbirnchen brachten mit ihrer einfachen Handhabung einen erheblichen Komfortgewinn. Auch konnte man bei nicht mehr ausreichenden, aber vorhandenen Umgebungslicht fotografieren; was mit dem Beutelblitz noch nicht funktionierte, da man den Verschluss eine Weile geöffnet halten musste.
Werbeaktion
Auch nach dem Krieg bemühte sich Agfa wieder um vielbeachtete Werbeaktionen, wenngleich man die Preisbox-Kampagnie nicht mehr überbieten konnte. Im Sommer 1952 warb man mit dem Slogan: Hast du keine – Box – leih' dir eine!. Die autorisierten Händler konnten auf eigene Kosten die Synchro-Box bestellen und 14 Tage lang für 1 DM verleihen, natürlich in der Erwartung, dass sie anschließend gekauft wird. Agfa stellte dafür Leihvertrags-Urkunden, Anstecknadeln und farbige Werbeposter zur Verfügung. Der Erfolg fiel unterschiedlich aus und ging ganz vom Engagement des einzelnen Fotohändlers aus. Darüber hinaus gab es den Photowettkampf mit der Box, für den Agfa 5.000 Preise aussetzte und der in Zeitungen und Rundfunk oft Erwähnung fand. Bis zum Einsendeschluss am 30. September 1952 gingen 53.000 Fotos ein.
Clack
Die Agfa Clack wurde gewöhnlich als letzte Box angesehen, wenngleich sie mit ihrem Kunststoffgehäuse und dem Durchsichtsucher schon wie eine gewöhnliche Kamera erschien. Auch produziert sie in Normalhaltung quer- anstatt hochformatige Bilder. Allerdings verwendete sie ebenfalls ein einlinsiges Objektiv und das Format 6 x 9. Der Name Clack ergab sich aus dem Auslösegeräusch. Zum Filmeinlegen musste das Gehäuse, der „Cameramantel“, wie es in der Anleitung hieß, nach unten abgezogen werden. Eine Besonderheit war die gebogene Filmebene, welche sich dem Bereich der besten Abbildungsqualität des einfachen Objektivs besonders gut anpasste. Die Linse lag nun vor, anstatt bislang hinter der Blende (siehe Boxkamera), so dass sich ein kleiner Tubus vorn an der Kamera befand. An dessen linker Seite befand sich ein Hebel mit drei Stellungen:
- f/16, Entfernung ab 3 m
- f/11, Entfernung ab 3 m
- f/11 Entfernung 1 bis 3 m durch eingeschwenkte Nahlinse
Die späte Ausführung der Clack enthielt einen eingebauten Gelbfilter anstelle der Blende f/16. Mit einem weiteren Hebel, rechts am Tubus, konnte wie gewohnt von Momentaufnahme mit 1/35 s Belichtungszeit auf Zeitaufnahme umgeschaltet werden, der dazu erforderliche Drahtauslöser-Anschluss lag direkt daneben. Oben auf dem Gehäuse befanden sich der gleiche Blitzanschluss, wie von der Synchro-Box bekannt. Agfa bot aber eigens den Clibo-Blitzer für 9,50 DM an. Ihn konnte man dadurch zusammenklappen, dass man seinen Griff in den Reflektor schwenkte. Für die Clack gab es Bereitschaftstaschen aus braunem Leder sowie -weit häufiger anzutreffen- aus Weichkunststoff in den Farben hellbraun, dunkelgrün und rot. Das moderne Gehäuse, beklebt mit schwarzen Lederimitat in einer Narbung, die an Krokodil und Schlange erinnerte, verfehlte seine Wirkung nicht: Obwohl die Clack mit 19,50 DM Verkaufspreis für einen Apparat mit Meniskuslinse schon ausgesprochen teuer war, übertraf ihre Verkaufszahl jene sämtlicher anderer Agfa-Boxen. Es folgte die nochmals erfolgreiche Click, die aber nicht mehr zu den Box-Kameras zählte.
Agfa Box heute
Auf dem Photografica-Markt machen die Agfa Nachkriegsmodelle, also Box 50, Syncro-Box und Clack etwa die Hälfte des Angebots an Box-Kameras aus. Die Schulprämie ist ungeachtet ihrer nennenswerten Stückzahl sehr selten anzutreffen, von der Trolix sind aufgrund des empfindlichen Gehäuses praktisch keine einwandfreien Exemplare mehr zu bekommen. Die Blitzgeräte sind, wie auch bei anderen Kameraherstellern ausgesprochen rar. Sie wurden seinerzeit aufgrund der hohen Preise (auch für die erforderlichen Blitzbirnchen) kaum gekauft.
Bei der Agfa Optima handelt es sich um eine 1959 eingeführte Kamera mit Programmautomatik, wobei es sich um die erste Kamera überhaupt mit einer solchen Automatik handelte. Sie wurde 1968 und noch einmal 1976 von einer neuen Generation abgelöst und blieb bis zum Ende der Agfa-Kameraproduktion im Programm. Agfa bezeichnete auch einige weitere Kameras mit dem Namenszusatz Optima, diese besaßen ebenfalls eine Programmautomatik. Nachdem Agfa keine Kameras mehr produzierte, verwendete man die Bezeichnung Optima für einen Farbfilm.
Optima-Modelle mit Auslösehebel
Vorgeschichte
Agfa bemühte sich besonders, einfach zu bedienende Kameras anzubieten, um auch technisch Unkundige zum Fotografieren zu bewegen und somit den Filmabsatz zu steigern. Die Schwierigkeiten lagen im Filmeinlegen, Fokussieren und Einstellen der Belichtung. Das Filmeinlegen war am unproblematischten, da es der Fotohändler beim Filmkauf übernehmen konnte. Blieben noch die Einstellungen vor der Aufnahme übrig. Die Entfernungseinstellung konnte man mit einen Fixfokus-Objektiv entfallen lassen, was allerdings eine geringe Lichtstärke voraussetzte. Im Falle eines nicht allzu lichtstarken Objektivs reichte eine ungefähre Einstellung, weswegen auch dieser Punkt nicht sonderlich problematisch war, zumal man den Vorgang leicht vermitteln konnte – auch der Laie vermochte schließlich den Abstand von der Kamera zum Motiv abzuschätzen und auf einer Skala einzustellen. So blieb noch die Belichtungseinstellung übrig.
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Agfa Optima |
Optimale Entfernung für ein Porträt-Foto: „Max und Moritz“ |
Agfa Optima-I |
Agfa Optima 500 sensor |
Agfa Optima 1535 |
Der Optima ging die Mittelformatkamera Automatik 66 voraus, ein Vollautomat, bei der sich die Belichtungszeit zu einem eingestellten Blendenwert selbsttätig anpasste. Im Gegensatz zu dieser verkaufte sich die neue Technik derart ausgezeichnet, dass die Produktionszahl bereits nach drei Jahren 1 Mio Kameras überstieg.
Die erste Optima
In Zeitungsannoncen warb Agfa für die Optima mit folgenden Worten:
- „Die magische Taste dieser wirklich vollautomatischen Kleinbildcamera ist über Nacht bei allen Photofreunden zur Sensation geworden. Die bisher üblichen Zahlen, Zeiger und Skalen sind verschwunden - und alles Ablesen, alles Rechnen entfällt. Nur ein Druck auf die Taste: Genauso wie Ihr Auge auf stärkeres oder schwächeres Licht reagiert, werden jetzt Blenden und Belichtungszeiten vollautomatisch stufenlos gesteuert. Die vollautomatische Agfa Optima meistert jedes Motiv, ganz gleich, mit welcher Filmsorte. Sie photographieren. Informieren Sie sich bald bei Ihrem Photohändler über die Agfa Optima mit der magischen Taste.“
Die Entfernungseinstellung – an dieser Stelle erlaubte der Stand der Technik noch für einige Zeit keine Automatisierung – ging bei der Optima und allen ihren Nachfolgern mit drei rastenden Symbolen vonstatten, nämlich Portrait (1,5 m), Gruppenaufnahme (4 m) und Landschaft (unendlich). An der Unterseite des Objektivs befand sich eine Entfernungsskala für eine genauere Einstellung. Bei der ersten Optima bildeten Lausbubenköpfe von Max und Moritz von Wilhelm Busch das erste Symbol.
Die Optima besaß ein dreilinsiges Objektiv Apotar S 3,9 und kostete angemessene 238 DM. Sie benutzte - wie damals allgemein üblich - eine Selenzelle für die Lichtmessung und kam dadurch ohne Batterien aus.
Optima I, II und III und 500 S
Die Optima II kostete mit einem Color-Apotar f/2,8, 45 mm sowie einem Prontomator-Verschluss 258 DM, die Optima III mit dem gleichen Objektiv, aber einem Compur-Verschluss, der bis zu 1/500 s reichte, 298 DM. Beide Modelle gab es auch mit einem gekoppelten Entfernungsmesser, nämlich als II S und III S, letztere lag dann aber bereits bei 358 DM, was für eine Kamera mit einem Dreilinser teuer erschien.
Nachdem die III S auf den Exportmodellen schon immer passend zu ihrer kürzesten Verschlusszeit als 500 verkauft wurde, verwandelte sie sich 1963 generell in die 500 S, indem sie mit dem Solinar f/2,8, 45 mm endlich ein angemessenes, nämlich vierlinsiges Objektiv erhielt.
Optima Reflex
Die ungewöhnlichste Optima kam bereits 1960 heraus, handelte es sich bei ihr doch um eine zweiäugige Spiegelreflexkamera. Sie entsprach der Flexilette, es gab also Apotar f/2,8 mit 45 mm Brennweite als Aufnahmeobjektiv, besaß aber anstatt des Lichtschacht- einen Prismensucher und natürlich eine Selenzelle für die Steuerung der Programmautomatik. Sie kostete allerdings mit 398 DM doppelt so viel wie die Flexilette, ein Preis, der eigentlich ein Vierlinser erwarten ließ.
Optima Ia
Die Optima Ia stellte erneut eine richtungsweisende Konstruktion dar, was sich zwar nicht auf dem ersten Blick erkennen ließ, wohl aber, wenn man sie in die Hand nahm. Wog die ursprüngliche Optima 720 g, so lag die Ia nur bei auffallend leichten 400 g. Bei ihr bestanden nämlich das Gehäuse und die Filmführung aus Kunststoff. Dabei konnte man die Rückwand nach Öffnen einer Verriegelung an der Bodenplatte nach unten abziehen, um einen Film einzulegen.
Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Aluminium-Druckgussgehäuse bestand in der kostengünstigen Fertigung, musste der Kunststoff doch kaum nachbearbeitet werden. Zusammen mit einer perfektionierten Mechanik ergaben sich aber auch kleinere Abmaße. Agfa hatte einen Kunststoff gefunden, in dem sich Schrauben zuverlässig eindrehen ließen und der selbstverständlich schlagfest war. Der Preis der neuen Kamera entsprach mit 189 DM ebenso jener der Optima I, wie das Color-Agnar.
Optima 500 SN
Die Optima 500 SN von 1966 kostete 338 DM und besaß das vierlinsige Solinar f/2,8, 45 mm, aber keinen Entfernungsmesser. Sie besaß das Kunststoffgehäuse der Ia, wobei die neue hochglanzverchromte Kappe im Design der Parat gehalten war.
Eine einfachere Optima gab es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, da man in der unteren Preisklasse auf den Rapid-Film setzte. Dies änderte sich erst 1968 wieder mit der Optima 200 Sensor
Optima Sensor
Optima 200 Sensor
Als erste Kamera erschien 1968 die Optima 200 Sensor mit dem Sensorauslöser. Sie funktionierte im Wesentlichen wie die ursprüngliche Optima, auch besaß sie mit dem Apotar f/2,8 mit 42 mm Brennweite ein dreilinsiges Objektiv. Ihr Verschluss reichte aber nur bis zu 1/200 s, wovon sich die Modellbezeichnung ableitet, dafür brauchte man aber keine Messtaste mehr drücken. Bei gespanntem Verschluss gab es entweder eine gelb/grüne oder ein rote Markierung im Sucher zu sehen, mit dem Auslösen lief die Belichtungsautomatik dann von alleine ab.
Überdies war das Blitzen vereinfacht worden, am Blitzschuh befand sich ein kleiner Hebel, welcher die Kamera in den Blitzmodus versetzte. Dann veränderte sich die Blende mit der Entfernungseinstellung. Hierzu musste die Leitzahl des Blitzgeräts an der Unterseite des Objektivs eingestellt werden. Eine Besonderheit bestand im Filmtransport: Der Film fädelte sich automatisch ein, wobei die Aufwickelspule unzugänglich unter einer Kunststoffplatte lag, damit beim versehentlichen Öffnen der Rückwand die bereits belichteten Fotos erhalten blieben. Außerdem die Filmpatrone rechts, musste also auf dem Kopf stehend eingelegt werden, und ging das Rückspulen nicht mit einer Kurbel vonstatten, sondern nach Umschalten des Filmtransports mit dem Schnellschalthebel. Hierzu musste ein kleiner Hebel rechts unten am Objektiv in Richtung Kameramitte und dann nach oben geschoben werden, anschließend sprang ein Metallstift heraus, der ihn in dieser Position hielt.
Das sachlich gehaltene Kameradesign, welches sich von der Vorgängerbaureihe deutlich abhob, stammte von Schlagheck Schultes Design. Die Optima 200 Sensor kostete ca. 190 DM.
Optima 500 Sensor
Abgeleitete Modelle
Von beiden Modellen existierten auch Versionen ohne Programmautomatik, die sich an Fotoamateure wandten. Sie fanden zwar nur wenige Käufer, Agfa konnte sie aber mit geringen Aufwand realisieren: Die Silette LK Sensor entsprach weitreichend der Optima 200 Sensor, war aber nur eine halbautomatische Kamera. Das Pendant zur Optima 500 Sensor hieß Selectronic Sensor.
Optima Sensor electronic
- Agfa roter, großer, runder, zweistufiger Sensor-Auslöser
- großer Sucher mit mindestens einer roten LED zur Anzeige der Verwacklungsgefahr (ab 1/30 Sekunde) und als Batteriekontrolle
- auf der Unterseite ausklappbarer Patronenhalter für leichtes Filmeinlegen
- der belichtete Film landet in einer lichtdichten Kammer, so dass beim unbeabsichtigten Öffnen der Rückwand nur wenige Bilder zerstört wurden
- ein kleines Loch im Patronenraum durch das man beim Auslösen den Draht einer Büroklammer fallen lassen kann. Dann bleibt der Verschluss offen. Danach können beispielsweise die Belichtung oder das Objektiv zur Focussierung auf Unendlich (zur Filmlage) justiert werden.
- Filmrücktransport in die Filmspule mit dem Schnellspannhebel, nachdem über ein Druckdrehrad auf der Kameraoberseite der Rückwärtsgang eingelegt wurde
- Stativgewinde, normalerweise durch die Tragekordel benutzt
- Drahtauslöseranschluss für Drahtauslöser oder z. B. mechanischen Selbstauslöser
- Blitsschuh (außer flash, bei COMPACT Winkelschiene), der auf eine feste Zeit umstellt und wonach dann gemäß Blitzgerät manuell die Blende am Objektivtubus eingestellt werden muss
- komplette Elektronik auf einem Klebefilmstreifen, der auf eine Platine im Objektivtubus geklebt ist.
- Messzellen für die Belichtung im Objektivtubus, so dass eventuell aufgesteckte Filter in die Messung mit einbezogen werden.
- Filmempfindlichkeitseinstellung über eine mit zunehmender Tönung drehbaren Plastikscheibe über den Messzellen
- Filmempfindlichkeit von 15-28DIN (25-500ASA) (COMPACT 15-27DIN/ 25-400ASA)
- Paratronic Verschluss mit zwei Metallfolienpaaren
- bei den schwarzen Modellen gibt die Nummer im Batteriefachdeckel Rückschlüsse auf das Produktionsdatum, bei der Compact die Seriennummer
Für die ersten Modelle gab es noch eine Ledertasche mit eingearbeitetem „Lederbecher“ für den Objektivtubus. Später gab es nur noch einen schwarzen Kunstlederbeutel. Während die Pocketkameras eine silberne Metallgliederkette hatten, gab es bei diesen Optimas nur eine silberne Rändelschraube mit schwarzem, geflochtenem Nylonband und einer Schulterauflage aus Gummi. Bei den ersten Gehäusen war die Scheibe, die auf der Unterseite den Filmtransport anzeigt, nicht geriffelt und vernickelt, sondern eben und abwechselnd rot und schwarz bemalt. Außerdem war das seitliche Stativgewinde, in das normalerweise der Tragegurt geschraubt wurde, noch aus Kunststoff. Weil aber von einigen Besitzern Stative mit zu langen Schrauben verwendet wurden, durchbrachen die Schrauben das Gehäuse und landeten in der Kammer mit dem belichteten Film, d.h. die Kamera war hin. Bei den ersten Objektiven war zur Vermeidung von Falschlicht und zur Kontrasterhöhung die nach außen zeigenden Ränder der verbauten Linsen geschwärzt.
Optima 535 Sensor und 1035 Sensor
Als letzte Generation setzten 1976 Optima 535 Sensor und 1035 Sensor die 1959 begonnene Linie fort. Ihre Formgestaltung stammte erneut von Schlagheck Schultes Design. Diese Modelle unterschieden sich vor allem mit ihrem moderneren Aussehen, wirkte doch die Vorgänger-Baureihe mittlerweile antiquiert, da die Kunststofftechnik inzwischen komplexere Gehäuseformen erlaubte. Außerdem konnte man die Kamera erheblich kleiner gestalten, da nun sämtliche Modelle den Paratronic-Verschluss mit seiner platzsparenden elektronischen Steuerung ausgerüstet werden konnten, den es zuvor nur bei der Selectronic gab. Auffällig war außerdem der ungewöhnlich große Sucher, welcher die Benutzung besonders leicht machte. Die Helligkeitssteuerung beim Blitzen ging entsprechend der Optima 500 Sensor vonstatten, da die sogenannten Computerblitze jetzt zum Standard zählten. Filmeinlegen und -transport funktionieren unverändert, lediglich befand sich der Schnellschalthebel nunmehr oben auf der Kamera. Die Optima 535 Sensor hatte als Objektiv ein Solitar 1:2,8/40 (4 Linsen, einfach vergütet) und der Paratronic Verschluss schaffte den Bereich von 1/30-1/500 Sekunde. Ihr empfohlener Preis lag bei 259 DM. Die Optima 1035 hatte prinzipiell das gleiche Objektiv nur in hochwertiger Ausführung (Solitar S 1:2,8/40 (4 Linsen, Mehrschichtvergütung)) und der Paratronic Verschluss mit 15-1/1000 Sekunden (LED grün für 1/30-1/1000; LED Rot 15s-1/30). Der Verschluss konnte bedeutend länger als 15 Sekunden (ca. 3 Minuten) wobei er sich dann unter lautem Gejaule schloss; die Bilder waren aber einwandfrei belichtet. Der eingebaute mechanischer Selbstauslöser ist das Ergebnis des Kampfes zwischen der „mechanischen“ Agfa Gruppe und der „elektronischen“ Agfa Gruppe; so fühlten sich beide ausreichend vertreten. Als Besonderheit wird bei der 1035 die eingestellte Entfernungsvorgabe durch Symbole und einen mit dem Objektiv gekoppelten roten Pfeil im Sucher angezeigt.
Optima 335 Sensor und 1535 Sensor
1978 folgte die preiswerte Optima 335 Sensor mit Objektiv Agnatar 1:3,5/40 (3 Linsen, einfach vergütet)) und einer Belichtungszeit 1/30 bis zu 1/300 Sekunden. 1979 kam das Topmodell Optima 1535 Sensor mit Paratronic Verschluss 15s-1/1000, hochwertigem Objektv (Solitar S 1:2,8/40 (4 Linsen, Mehrschichtvergütung)) und einem eingebauten Mischbildentfernungsmesser zur punktgenauen Scharfstellung des Objektives. Sie wurde für etwa 300 DM verkauft. Außerdem gab es nun das im Design angepasste würfelförmige schwarze Optima Lux Blitzgerät (Leitzahl 12?), das eine eigene Messzelle besaß und von zwei separaten AAA Zellen versorgt wurde.
Optima Sensor electronic und flash
Aus Kostengründen verlegte Agfa die Produktion nach Portugal/ Coimbra in das sogenannte Reflecta Werk. Hier wurden nun nicht nur die Projektoren (Diamator und Diamator AF), sondern auch die Optima Sensor electronic (baugleich mit der Optima 535 Sensor) und die dem Trend der Zeit entsprechend mit eingebautem, d.h. in diesem Falle aufklappbarem Blitz ausgestattete Kamera flash hergestellt. Die flash wirkte wegen dieses unplanmäßigen Einbaus etwas klobig und schwer, bot aber zufriedenstellende Funktionlität.
Optima 935/ COMPACT
Die sssssit Kamera (Agfa Werbung) von 1981 hatte in der Aufwickelspule einen winzigen „Gummimetall“ Motor, der bei Betätigung des Schutzschiebers vor dem Sucher den Objektivdeckel verschob und das Objektiv elektrisch ein- bzw. ausfuhr. Dieses Prinzip wird bis heute bei Digitalkameras angewandt. Weitere Besonderheiten neben der fast olivgrünen Farbe war der 1/45 bis zu 1/1250 Sekunden schnelle Verschluss. Das versenkbare Objektiv war ein sehr scharf zeichnendes mehrschichtenvergütetes vierlinsiges 1:2,8 39mm Solinar. Zum Lieferumfang gehörten ein Metallwinkel und ein Kabel zum Anschluss eines normalen Blitzgerätes, falls man das separat käufliche seitlich anschließbare Blitzgerät nicht kaufen wollte oder dessen Leistung zu gering war. Die Compact war die letzte in München hergestellte Kamera.
Die Bezeichnung Optima bei anderen Baureihen
Die Programmautomatik baute Agfa auch in Kameras anderer Baureihen ein, die dann eine Zeit lang den Namenszusatz Optima erhielten. So kam es zu den Modellen Rapid Optima und Rapid Parat. 1974 erschienen dann noch die Pocketkameras 5000 Optima Pocket Sensor und 6000 Optima Pocket Sensor mit elektronischer Verschlusssteuerung.
Mit dem Übergang zur Agfamatic 5008 Makro Pocket Sensor und 6008 Makro Pocket Sensor entfiel der Namenszusatz schließlich, obwohl diese beiden Kameras die Programmautomatik unverändert beibehielten.
Schließlich existierte noch die Agfa Compact unter der alternativen Bezeichnung Optima 935. Die Compact konnte man allerdings auch als eine neue Generation der Optima-Serie sehen.
Alle mit Optima bezeichneten Kameras besaßen auch eine Entfernungseinstellung mit drei einrastenden Symbolen.
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Bei der
Voigtländer
Bessamatic handelte es sich um eine mechanische 35 mm
Spiegelreflexkamera
deutscher Nachkriegsproduktion. Aufgrund ihrer technischen Ausstattung kann sie mit zu den besseren Erzeugnissen der damaligen Phototechnik gezählt werden.
Gehäuse
Metallgehäuse mit üblichem Prismenbuckel und Blitzschuh (ohne Kontakt). Schnellspannhebel mit Umkehr durch Rückspulhebel. Film ist beim Einlegen in die Achse und den Traktor am Ende zu knicken. Mechanische Einstellung von Filmtyp (SW, Farbe,Kunstlicht), Filmempfindlichkeit (DIN und ASA) sowie Filterkorrekturfaktor. Selbstauslöser und Fernauslöser (Kabel), verschiedene Blitzsynchronisationen (Anschluss über externes Kabel) zur Wahl, automatisch rückstellender Filmzähler und durch Zweifingerverschluss gesicherte Klappe. Neben üblichem Stativgewinde am Gehäuse angebauter kleine Dreipunktauflage für stabilen und balancierten Stand auf flacher Oberfläche |
Bessamatic |
Verschluss und Wechselobjektive
Zentralverschluss (1-1/500 s., Bulb) im Gehäuse integriert, Blende jeweils im Objektiv. Mechanische Kupplung zwischen Gehäuse und Blende durch den Bajonettverschluss der Wechselobjektive. Kleinste Brennweite 35 mm, verschiedene Wechselobjektive bis hin zur frühen "Gummilinse" (Zoom) erhältlich. Objektive ebenso wie Kamera aus Metall.
Belichtungssteuerung
Im Vergleich zu heutigen, weitgehend automatisierten Spiegelreflexkameras erfordert die Bessamatic eine gewisse, allerdings weitestgehend durch die Kamera unterstützte, Einstellarbeit durch den Photographen. Die Bedienung ist durch den durchdachten Aufbau und die technischen Hilfen schon bald intuitiv möglich.
Anzeige, manuelle Nachführung und damit Abgleich der eingestellten Belichtung und des Belichtungsmesswertes im Sucher. Ein Zeiger für Zeit und Blende gekuppelt, eine Zeigernadel für den Messwert. Belichtungsmessung mittels alternder Selenzelle auf der Gehäusevorderseite.
Einstellung der Blende am Gehäuseknopf, Einstellung der Zeit am Verschluss mit gegenläufiger, gekuppelter Blende. Genaue Anzeige der jeweiligen Schärfentiefe über zwei Zeiger am Bajonettverschluss/Objektiv. Ablesbarkeit der jeweiligen Blende und Zeit am Verschluss. Scharfstellung am Objektiv mit Korrektur über den optischen Entfernungsmesser im Sucher (Prismenring und Schnittkantenlinie).
Als Boxkamera, auch Box-Camera bezeichnet man eine besonders einfache Kamera für Rollfilm, diesen Kameratyp gab es von 1900 bis etwa 1970 zu kaufen, populär war er bis Mitte der 1950er Jahre.
Entstehung
Kodak Nr. 1 und Nr. 2
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Zeiss Ikon
Baldur |
Bilora Boy |
Dies galt noch viel mehr für den Nachfolger Nr. 2 von 1901. Belichtete die Nr. 1 noch kreisrunde Bilder, so gab es nun rechteckige Negative im Format 21/4“ x 31/4“, was 6 cm x 9 cm entsprach. Neu an der Nr. 2 war auch das Gehäusematerial, Karton kam bislang noch nicht im Kamerabau vor. Damit konnte dieser Apparat im Gegensatz zur teuren Nr. 1 ungewöhnlich preisgünstig angeboten werden und damit zum gigantischen Erfolg werden. Nach 20 Jahren, er befand sich zu diesem Zeitpunkt immer noch in Produktion, waren bereits 2,5 Mio. Stück verkauft. Die sofortige Einsatzbereitschaft der Kamera drückte auch der Werbespruch aus: You press the button, then do the rest!, also frei übersetzt: Drücken sie erst einmal ab und erledigen sie dann alles weitere. Bei der Nr. 1 hieß es noch: You press the button, we do the rest!, dieses Modell gab man nämlich noch beim Fotohändler ab und bekam es später mitsamt neu eingelegten Film, Negativen und Abzügen zurück.
Der Begriff „Box“
In den USA
Kodak erwähnte anfänglich das Wort „Box“ überhaupt nicht, sondern gab den Modellen Namen wie Brownie. Man vermied sogar jeden Anschein, es könnte sich um ein Billigprodukt handeln, was beispielsweise im Slogan Not a toy, but a camera! zum Ausdruck kam. Der Volksmund sprach dann aber sehr bald von einer „Box-Camera“, so dass sich dieser Begriff dann auch durchsetzte.
In Deutschland
In Deutschland wäre der korrekte Begriff „Rollfilm-Kastenkamera“ gewesen. Kastenkameras gab es bereits zu Beginn der Fotografie, es handelte sich um das einfache Pendant der aufwändigen Balgkameras. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sprachen die Fotokataloge auch häufig von Schülerkameras. Diese Apparate verwendeten noch Glasplatten, welche separat mitzuführen und vor der Aufnahme aufwendig einzusetzen waren. Im Falle der neuartigen Rollfilmmodelle übernahm man aber sofort den Begriff „Box“ aus Übersee.
Technik
Gehäuse
Da das Gehäuse einfach und ohne teure Werkzeuge zu fertigen sein musste, bestand es vorzugsweise aus Stahlblech, bei teuren Kameras auch schon einmal aus leichtem Aluminiumblech, bei billigen aus Pappe. Kunststoffgehäuse waren selten, da die große Zeit dieses Werkstoffs erst mit Ende der Box-Ära begann.
Der typische Aufbau sah wie folgt aus: Es gab eine Frontplatte, an der das Objektiv, der Sucher und der Verschluss befestigt waren. Bei manchen Kameras war diese Platte fest mit den Seitenteilen verbunden und man konnte die rückwärtige Wand entweder aufklappen oder abnehmen. Dann ließ sich die Einheit für Filmführung und Spulenhalter herausnehmen, wozu man Filmtransportrad oder -knebel leicht herausziehen musste. In die ausgebaute Einheit ließ sich dann ein Film einspannen. So waren insbesondere die Agfa-Box-Kameras aufgebaut. Bei einer anderen Variante ließ sich die Frontplatte vom Gehäuse abziehen. In diesem Fall saß die Filmführung an der Frontplatte, wurde also aus dem Gehäuse mit herausgezogen.
Objektiv
Das Objektiv einer Box-Kamera bestand aus Kostengründen aus nicht mehr als zwei Linsen, in den allermeisten Fällen nur aus einer Linse.
Meniskus
Im Falle einer Linse kam ein Meniskus, auch Monokel genannt, zum Einsatz; also eine konvex-konkav geformte Sammellinse. Diese Linse konnte man vor oder aber – dann um 180° gedreht – hinter der Blende anordnen. Im letzteren Fall befand sich zumeist ein Schutzglas vor Blende und Verschluss. Auf die Abbildungsqualität hatte die Linsenposition keinen Einfluss, wohl aber auf die Verzeichnung. Vor der Blende angebracht erzeugte sie eine kissenförmige, dahinter eine tonnenförmige Verzeichnung. Letzteres bedeutete einen Tubus, der in die Kamera hineinragte. Dies führte zum vollkommen eckigen, aber auch sehr großen Gehäuse.
Eine akzeptable Abbildungsqualität ließ sich nur mit einem kleinen Öffnungsverhältnis erreichen. Beim Filmformat 6 x 9 liegt die Grenze bei 1 : 11, der dann auch häufig anzutreffen war. Weil die Abbildungsqualität eines Meniskus zum Bildrand hin rapide abfiel und dieser beim quadratischen Format 6 x 6 weniger weit weg lag, konnte man dabei die Öffnung auf 1 : 9 vergrößern.
Periskop
Die Verzeichnung eines Meniskus ließ sich durch den Einsatz von zwei solcher Linsen ausgleichen, die symmetrisch um die Blende herum angeordnet waren. Wegen der höheren Kosten kam dies aber selten zum Einsatz.
Achromat
Bei ganz wenigen Box-Kameras kam ein Achromat zum Einsatz, also zwei verkittete Linsen, deren Farbfehler sich ausgleichen. Dieser Aufwand ließ sich aber nur in der wenig nachgefragten oberen Preisklasse realisieren.
Entfernungseinstellung
Zumeist besaßen Box-Kameras keine Entfernungseinstellung, also ein Fixfokus-Objektiv. Bei 6 x 9 wurde dann alles ab etwa 3 m bis 4 m scharf abgebildet. Für den Bereich von 1 m bis 2 m gab es so genannte Portraitlinsen. An wenigen Kameras ließ sich auch eine Entfernung in zwei oder drei Stufen einstellen. Ein verschiebbares Objektiv bedeutete allerdings schon einen erheblichen Aufwand, der für die Billigmodelle nicht infrage kam. Außerdem bestand die Gefahr, dass unerfahrene Benutzer dann schon einmal mit der falschen Einstellung unscharfe Bilder erzeugen.
Blende
So gut wie alle Kameras ließen sich abblenden, was gewöhnlich durch ein in den Strahlengang einschwenkbares Lochblech geschah. Zumeist standen die Blenden 11 und 16 zur Auswahl, manchmal auch bis zu 3 Blendenwerte. Die Werte selbst waren allerdings, wie die Verschlusszeiten, oft nicht eigens angegeben. Das Abblenden brachte bei einer Meniskuslinse einen erheblich größere (und beim Mittelformat akzeptable) Abbildungsqualität mit sich. Die damit erzielte größere Schärfentiefe war ein Nebenprodukt, teils diente die Blende, zusammen mit den einfachen Verschlusszeiten, einfach der Belichtungsregelung. Bei manchen Boxen war zusätzlich eine Nahlinse oder ein Gelbfilter auf dem Blendenschieber angebracht und konnte so einfach ausgewählt werden.
Verschluss
Da der Verschluss generell zu den teuren Teilen einer Kamera gehört, beschränkten sich dieser bei den Box-Kameras ebenfalls auf das notwendigste.
Praktisch alle Boxmodelle besaßen lediglich eine einzige Verschlusszeit, die im Bereich von 1/25 s bis 1/40 s lag und häufig, wie die Blende, nicht einmal vom Hersteller angegeben wurde.
Zum Standard gehörte allerdings auch die Umschaltung auf Langzeitbelichtung, der zugehörige Hebel besaß die Positionen M (für die Momentaufnahme 1/30 sek.) und Z (für die Zeitaufnahme). Der Verschluss bleibt hierbei offen solange der Auslöser gedrückt bleibt. Dies konnte technisch mit geringem Aufwand realisiert werden, ebenso wie der dazu eigentlich unumgängliche Drahtauslöseranschluss. Die eckige Bauweise der Kamera sorgte für die notwendige gute Auflagefläche, teils waren auch Stativgewinde vorhanden.
Aufgrund der anfangs geringen Filmempfindlichkeiten wurde mit dem offenen Verschluss so ein Photographieren auch bei bedecktem Himmel oder in Räumen möglich, auch das Blitzen war (unsynchronisiert) mit (pyrotechnischem) Blitzlichtpulver, Beutel- oder später sogar mit den saubereren, elektrisch gezündeten Kapselblitzen (Einweg-Birnen) möglich. Die Hersteller lieferten für das Abschätzen der Belichtungszeit bzw. Blitzentfernung jeweils Anleitungen mit.
Der Verschluss war, auch wegen seiner Einfachheit, selbstspannend, brauchte daher nicht, wie bei besseren Kameras, vor dem Auslösen in einem getrennten Schritt gespannt zu werden. Der Filmtransport war getrennt vom Auslöser und geschah durch einen zu drehenden Knebel oder ein Rädchen, über ein rotes Fenster auf Kamerarückseite musste dabei die richtige Stellung des Rollfilms beobachtet werden.
Rotationsverschluss
Bei den billigen Kameras bewegte sich beim Verschluss eine Scheibe in eine Richtung, wobei ein Langloch den Strahlengang kurzzeitig freigab. In der Endposition blieb sie stehen und drehte sich beim nächsten Auslösen in die andere Richtung. Der Auslösehebel stand entsprechend mal in der unteren, mal in der oberen Position, musste also abwechselnd in die eine und andere Richtung gedrückt werden. In Deutschland gab es dieses primitive System nur an frühen Eho-, Beier- und Agfa-Boxen. Einen solchen Verschluss besaß bereits die Kodak Nr. 1 (Eastmann Rotory Shutter).
Häufiger bewegte sich die Scheibe des Verschlusses und Auslösehebel nach dem Belichten in die ursprüngliche Position zurück. Während dieses Vorgangs senkte sich ein Löffel- oder Deckelschieber so in den Strahlengang, dass lediglich während des Herunterdrückens belichtet wurde.
Blitzsynchronisation
Mit dem Zeitverschluss war mit jeder Box ein (unsynchronisiertes) Blitzen bei offenem Verschluss möglich.
In den USA waren bereits Ende der 1940er Jahre Flash Blubs enorm populär. Philips und Osram stellten diese Blitzbirnen dann im Frühjahr 1950 auf der Photokina vor, woraufhin bereits zum folgenden Weihnachtsgeschäft die ersten synchronisierten Boxmodelle mit einem (bald auch genormten) Anschluss für die noch klobigen Blitzgeräte dafür herauskamen, noch bevor so etwas für die teuren Kameras, etwa die Leica, angeboten werden konnte.
Am Anfang der Einführung war die Blitzsynchronisation manchmal unzuverlässig. Blitzbirnen enthalten Leichtmetall-Drahtwolle oder -folie, die in dem mit Sauerstoff gefüllten Glaskolben verbrennt und dabei etwa eine 1/25 - 1/30 sek. lang leuchtet, was wiederum etwa der Verschlusszeit der Kamera entspricht. Aufgrund der für die Zündung notwendigen Zeit wird die Birne bei der Synchronisation etwa 1/50 Sek. vor Verschlussöffnung gezündet, was zunächst manchen Herstellern Probleme bereitete. Die genaue Zeit war bei manchen Kameras etwa vom Druck auf den Auslösehebel abhängig. Bei anderen Kameras, etwa der Tengor-Box von Zeiss Ikon, arbeitete dies aber von Beginn an einwandfrei.
Ein weiteres Problem bereitete die für die Birnen eher geringe Zündspannung, einhergehend mit einem hohen Batterieverbrauch. Oft hatten die Blitzgeräte lediglich eine 1,5 V-Batterie, später wurden 22,5 V-Hörgeräte-Batterie (oder stärkeres) eingebaut. Mit der Konstruktion der batterieschonenden Kondensator-Schaltungen als Spannungswandler hatte sich das Problem bald erledigt.
Zählwerk
Alle Box-Kameras verwendeten auf dem Papierträger des Rollfilms aufgedruckten Zahlen als Zählwerk, analog etwa den späteren Filmkassetten. Die Zahlen (und Pfeile) wurden durch ein rotes Fenster beobachtet, der Film nach dem Belichten bis zur nächsten Zahl weitertransportiert. Kameras, die mit Masken auf verschiedene Bildformate umbaubar waren besaßen entsprechend mehrere Fenster, was aber auch zu Verwechselungen führen konnte. Mit Erscheinen der empfindlicheren Isochrom-Filme Mitte der 1930er Jahre und mit der (teils üblichen) Verwendung von Rollfilmformaten ohne Papierträger bekamen das rote Fenster einen Schieber, um es bei Bedarf lichtdicht verschließen zu können.
Sucher
Rahmensucher
An frühen Boxkameras ließ sich häufig ein einfacher Rahmen ausklappen, der als Sucher diente. Die Kamera wurde dazu in Augenhöhe gehalten. Dies entsprach selbst in den 1930er Jahren aber längst nicht mehr dem Stand der Technik und kam später nicht einmal mehr bei den primitivsten Kameras vor.
Brillant-Sucher (und Mattscheibensucher)
Fortschrittlicher als der Rahmensucher war der häufige Brillantsucher, was in der Werbung für gehobenere Modelle gerne hervorgehoben wurde. Eine rechteckig geschliffene Sammellinse zeigte über einen Spiegel ein seitenverkehrtes, vergleichsweise helles Bild. Ein Nachteil bestand in der etwas unpräzisen Begrenzung. Die Brillantsucher waren in der Regel doppelt vorhanden, für Hoch- und Querformataufnahmen. Der Lichteintritt war an der Frontplatte der Kamera, der Einblick war an der jeweiligen Gehäuseseite. Gezeigt wurde, wie beim späteren Schachtsucher zweiäugiger Kameras, ein seitenverkehrtes, allerdings kleines Bild. Kameras mit Brillantsucher wurden meist bzw. normalerweise in Bauchhöhe gehalten und ausgelöst.
Beim Mattscheibensucher handelt es sich um den lichtschwächeren, sonst weitgehend ähnlichen Vorläufer des Brillantsuchers. Er sollte nicht mit der Mattscheibe der Großformatkameras oder Spiegelreflexkameras verwechselt werden.
Durchsichtsucher
Der bei den Sucherkameras übliche Durchsichtsucher (in den verschiedenen Bauarten) ließ sich am rechteckigen Box-Gehäuse nicht praktikabel anbringen, er war erst bei späteren Kunststoff-Bauarten der Box üblich. Zu nennen ist hier die Agfa Clack, eine der ersten Kameras mit entsprechendem Gehäuse. Die Clack kann technisch zwar noch zu den Box-Kamera gezählt werden, konnte aufgrund des formschönen, recht modernen Kunststoffgehäuses (und des Preises) gut mit anderen, zeitgleichen Kameramodellen mithalten.
Verbreitung
Vor dem ersten Weltkrieg
Zu Beginn des Rollfilms besaß Kodak einen großen technischen Vorsprung. Keinem anderen Hersteller gelang es, einen flexiblen Filmträger zu entwickeln, Agfa gab seine Bemühungen 1905 sogar vorübergehend auf. So stand Kodak mit seinen Box-Kameras konkurrenzlos dar. Den deutschen Markt eroberte man daraufhin mit einer bislang unbekannten Intensität. Sehr zum Ärger des Fotohandels begann man 1911 auch noch, ein eigenes Verkaufsnetz aufzubauen. Mit Kriegsbeginn verschwanden US-Produkte für die nächsten zehn Jahre vom Markt, erst nach der großen Inflation konnten sie wieder angeboten werden.
Situation um 1925
Die Ankündigung Kodaks, wieder auf dem deutschen Markt aktiv zu werden, stieß zwar auf wenig Begeisterung, inzwischen glaubte die deutsche Industrie aber mithalten zu können. So sagte der Vorsitzende des Photo- und Kinohändler-Bundes, Franz Herder im Fachmagazin Die Photographische Industrie: „Sollte die Kodak A. G. ... geglaubt haben, dass die deutschen Händler wie in früheren Jahren sich ausschließlich mit dem Verkauf der Kodak-Erzeugnisse in den Hintergrund stellen würden, dann hat sie sich geirrt. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass Apparate, Filme und Papiere heute in Deutschland in erstklassigen Qualitäten hergestellt werden.“ Tatsächlich produzierte AGFA seit 1915 Rollfilme und kam 1916 mit den Modellen Film-K von Ernemann aus Dresden die ersten Kameras dafür heraus. Diese Kastenkameras in Holzbauweise mit angesetztem Verschluss konnten zwar eine Kodak noch nicht in den Schatten stellen, stellte aber schon einmal ein Anfang dar. So vermochte Kodak 1925 nicht mehr konkurrenzlos allein auf dem deutschen Markt agieren. Schon im Frühjahr 1924 erschien die erste deutsche Box-Kamera, die mangels Werbung und technischer Perfektion aber kaum Käufer fand.
Volkskamera
Um 1928 war unter den Fotoverkäufern der Begriff „Volkskamera“ populär, noch bevor von Volkswagen und Volksempfänger gesprochen wurde. Darüber, wie solch eine ebenso leicht zu bedienende, wie preisgünstige Kamera aussehen sollte, bestand aber noch Uneinigkeit. Manche forderten zunächst einen Apparat für die Fotoplatten im Format 9 x 12, darunter der schon sehr bekannte Fotoversender Hanns Porst.
Technisch hielt man ein kleineres Format anfangs für qualitativ unzulänglich, hier und da spielte auch die Abneigung gegen den „amerikanischen“ Rollfilm eine Rolle. Ganz fortschrittliche Stimmen dachten an den Kleinbildfilm, der Stand der Technik gestattete es allerdings noch nicht, hierfür wirklich preisgünstige Kameras herzustellen. Mit kleinen Formaten konnte man keine genügend großen Kontaktabzüge anfertigen, also mit minimalem Aufwand Papierbilder erzeugen. Vergrößerungen waren so vergleichsweise teurer, da auch technisch aufwendiger.
Die Fabrikanten machten dann mit neuen Rollfilmkameras den ersten Schritt, insbesondere wies Zeiss-Ikon mit der Box Tengor den Weg.
Der Durchbruch
Im Oktober 1930 stellte Emil Hefert (Firma Eho) aus Dresden sein Modell mit den Worten vor: „Eho, die Volkskamera im wahren Sinn des Wortes.“ Max Baldeweg (Firma Balda) präsentierte ebenfalls eine interessante Box, und vor allem verhalf die mächtige Agfa der Box zum gigantischen Erfolg, woran richtungweisende Werbekampagnen ihren Anteil hatten (siehe Agfa-Box). Motor für diese Aktivitäten war vor allem die miserable Wirtschaftslage, der Umsatz der Fotohändler fiel 1930 ganz besonders übel aus, der die Händler im Sommer dieses Jahres zur gemeinsamen Werbeaktion bewog, mit dem Slogan „Wer photographiert, hat mehr vom Leben“, der sich in allen Schaufenstern fand.
Resonanz der Fotohändler
Die Fotohändler begeisterten sich nur wenig für den Boom der neuen Einfachkameras. Zwar begrüßten sie den neuen Kundenkreis, darunter insbesondere die Schüler, aber dass sogar „prestigebewusste Mercedes-Fahrer“ sich mit den „Idiotenkameras“, wie sie diese Apparate gerne nannten, begnügten, ging erheblich zu weit. Viel lieber verdienten sie 100 RM am Verkauf einer Leica, als die gleiche Summe mühsam mit zahlreichen 6 x 9-Abzügen. Der Münchner Fotohändler Fisius beschrieb hierzu im Fachblatt Die Photographische Industrie seine Eindrücke beim Nachmittagskaffee eines noblen Heidelberger Ausflugsrestaurant im Juli 1934: „Innerhalb einer Stunde zählte ich zwei Leicas, eine Contax, eine Rolleiflex, zwei oder drei Rollfilm-Apparate in der Art der Bessa oder Ikonta und 18 Boxkameras!“ Dabei befand er: „All diese Leute, die ich mit einer Box sah, und zwar meistens mit der billigen Vier-Mark-Box, hätten sich einen besseren Apparat leisten können.“ Und seine Erregung ging dabei so weit, dass er vorschlug die Box „... alle denen zu verekeln, die sich sehr wohl einen besseren Apparat leisten können.“ Es sollte so sein, „... dass man, wenn man etwas auf sich hält, nicht auf der Promenade, auf der Reise und im vornehmen Seebad eine Boxkamera spazieren tragen darf. Es muß mindestens eine zusammenklappbare Rollfilmkamera sein!“ Diese Gedanken blieben allerdings nur ein Wunsch, aufhalten konnten sie die Box nicht.
In der Nachkriegszeit
Nach 1945 ließen neue Einfach-Kameras auf sich warten. Zunächst begann die Produktion der teuren Modelle, etwa bei Rollei und Leitz. Erst nach der Währungsreform erschienen wieder Box-Kameras, 1949 beinahe wöchentlich neue Modelle. Dabei verwunderte das mittlerweile antiquierte Design schon ein wenig, insbesondere, dass Agfa nur ein technisch unverändertes Vorkriegsmodell herausbrachte. Dennoch verkauften sich diese Kameras besser als je zuvor. Noch 1954 fanden sie reißenden Absatz, Anfang 1955 änderte sich die Situation aber sehr plötzlich. Insbesondere die modern geformte Agfa Clack ließ die bisherigen Blechkästen so alt erscheinen, dass sie nun kaum noch jemand haben wollte.
Fotografieren mit einer Box
Bildqualität
Die eingeschränkte Qualität der einlinsigen Objektive produzierte ausgesprochen flaue Bilder, weswegen es sich unbedingt empfahl, dem mit viel Sonnenschein entgegenzuwirken. Allerdings waren die meisten Box-Kameras ohnehin im Sommerhalbjahr, insbesondere in der Ferienzeit im Einsatz.
Bewegte Motive
Neben der Kontrastarmut ließen sich Bilder der Box-Kameras auch an der Bewegungsunschärfe erkennen. Die lange Verschlusszeit verlangte nach möglichst unbewegten Motiven, laufende Menschen erschienen schon ziemlich unerkenntlich, von Aufnahmen von fahrenden Automobilen oder Zügen musste man absehen.
Farbfilme und hochempfindliche Filme
Alle Berichte sprachen einstimmig davon, dass sich mit Box-Kameras problemlos Farbfilme belichten ließen, obwohl die Objektive dafür nicht besonders korrigiert waren. Allerdings hatte dies nur theoretische Bedeutung, zwar nahmen die autorisierten Agfa-Händler ab Januar 1950 Farbfilme zur Entwicklung an, so gut wie niemand legte jedoch einen solchen Film in eine Box ein, war dies doch, wie zu anfangs jeder Farbfilm, immens teuer. Dies betraf nicht nur die Filme, sondern auch die Abzüge davon, kostete doch ein Abzug im Format 9 x 12 mit etwa 2 DM vier- bis fünfmal soviel wie in schwarzweiß.
Beim Verwenden von hochempfindlichen Filmen über ISO 100/21°, und bei Filmen mit breiter Empfindlichkeit über das ganze Farbfrequenzspektrum (sog. PAN-Filmen), wie sie in den 1950er Jahren zunehmend erschienen, war mitunter Vorsicht geboten. Insbesondere bei Verwendung von Filmen ohne Papierrückenteil. Die mögliche Fehlerquelle war dieselbe. Das rote Fenster des Bildzählwerks hielt dafür nicht genügend Licht vom Film fern, so dass sich mitunter ein weißer Fleck mit der Bildzahl in der Mitte auf dem fertigen Abzug befand.
Natürlich war hier unter Umständen auch die feste Verschlusszeit der Box im Weg. War es beim Vergrößern von Schwarz-Weiß-Material noch möglich, im Labor die Belichtung nachträglich zu korrigieren, lieferte diese Praxis beim Farbmaterial mit seinem geringeren Belichtungsspielraum mitunter schlechtere Ergebnisse. Die weitergehende Entwicklung der Kamera- und Filmentwicklung lieferte aber bald Lösungen hierfür.
Blitzen - Beutelblitz und Blitzlichtbirnen
Vor dem Krieg lief das Blitzen generell mit speziellem Blitzlichtpulver ab. Gewöhnlich mischte man Magnesium und Kaliumchlorat im bestimmten Verhältnis und entzündete es mit einem mechanischen Gerät, welches mit einem Reibstein Funken erzeugte. Diese Prozedur ließ sich mit dem Beutelblitz vereinfachen. Diese ähnelten einem Teebeutel, sie enthielten Blitzpulver und besaßen eine Schnur zum Aufhängen an ihrer Oberseite und eine Zündschnur an der Unterseite. Diesen Beutel hing man beispielsweise an einen Besenstiel auf und stellte tunlichst eine Auffangschüssel darunter.
Bei verdunkeltem Raum öffnete man den Kameraverschluss und hielt ein Streichholz an die Zündschnur. Die Verbrennung erzeugte allerdings Rauch, Dreck und Staub. Zudem bestand Feuergefahr, auf brennbares Material in der Umgebung musste sehr geachtet werden. Kolbenblitzgeräte (Kapselblitze, Blitzlichtbirnen, Flash Bulbs) stellten daher einen wesentlichen Fortschritt dar.
Das Blitzen mit den neuen Blitzgeräten für Blitzlichtbirnen war zunächst ausgesprochen teuer. Schon die Geräte selber kosteten nahezu soviel wie die (einfache) Kamera selber, hinzu kamen Batterien und die Birnen zu anfänglich 80 Pf, später fiel ihr Preis auf immer noch teure 40 Pf. Schließlich kostete ein Schwarzweißfilm damals gerade einmal 1,50 DM! Aus diesem Grund kaufte kaum jemand diese Geräte für eine Boxkamera.
Für Berufs- und Pressephotographen stellten sie aber eine brauchbare Weiterentwicklung dar, der später Kondensatorblitze und Elektro- bzw. Elektronikblitze folgten.
Bekannte Hersteller
In Deutschland
Im Ausland
In Frankreich wurden Boxkameras von Luminor, Lumiere & Cie. und Boyer hergestellt; auch in Großbritannien (R. & J. Beck, APM, Houghton-Butcher, Newman & Guardia), den USA (Argus, Herbert George Co., Herco, Shaw-Harrison Corp.) sowie in Italien (Fiamma), Ungarn (MOM) und Australien (Sigma) gab es Boxkamera-Fabriken.
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Die Canon A-1 ist eine professionelle
KB
-Spiegelreflexkamera und war das Topmodell der A-Serie. Die A-1 wurde von 1978 bis 1985 gebaut und verwendet Canons
FD-Bajonett
, das abwärtskompatibel zum Vorgänger
FL-Bajonett
ist. Besondere Bedeutung erlangte die A-1 dadurch, dass sie als erste über eine Vollautomatik – von
Canon
Programmautomatik genannt – verfügte, bei der Blendenwert und Verschlusszeit automatisch vom Mikroprozessor der Kamera bestimmt werden. Des Weiteren war sie die erste Kamera, bei der Verschlusszeit und Blendenwert mittels
7-Segment-LEDs
im Sucherbereich angezeigt werden. Sie kam zwei Jahre nach der
Canon AE-1
– der ersten Kamera, die durch einen zentralen Mikroprozessor gesteuert wurde – auf den Markt.
Merkmale und AusstattungDie Kamera verfügt über einen Tuch- Schlitzverschluss mit vier Achsen. Die Verschlusszeit ist von 30 s bis 1/1000 s und auf B ( Bulb , für Langzeitbelichtungen) einstellbar. Sie bietet neben der Programmautomatik (P) eine Blendenautomatik (Tv), eine Zeitautomatik (Av), eine Blitzautomatik und eine Zeitautomatik mit Arbeitsblende sowie eine Einstellung für manuelle Belichtung (M). Bei der Zeitautomatik mit Arbeitsblende wird die Lichtmessung anstatt mit Offenblende mit der eingestellten Blende durchgeführt. Um die Automatiken beeinflussen zu können, steht eine Belichtungskorrektur über zwölf Stufen zur Verfügung. Die Filmempfindlichkeit läßt sich in einem Bereich von 6 bis 12800 ASA (9 bis 42 DIN) einstellen. Des Weiteren bietet die Kamera eine Messwertspeicherung, eine Mehrfachbelichtungseinrichtung und einen elektronisch gesteuerten Selbstauslöser. ZubehörMotorische Antriebe
Für die A-1 waren zwei motorische Schnellaufzüge (Winder A und A2) sowie ein Motorsystem (MA) für den Filmtransport verfügbar. Die beiden Winder wurden mit vier
AA-Batterien
betrieben und erreichten eine Geschwindigkeit von zwei Bildern pro Sekunde. Das Motorsystem konnte mit einem Akkupack oder mit einem Batteriepack mit zwölf AA-Batterien betrieben werden und erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu fünf Bildern pro Sekunde. Im Gegensatz zu den beiden Windern, verfügte der Motorantrieb über zwei eingebaute Auslöser – einer davon für Hochformataufnahmen. Bei allen drei Antriebssystemen war kein automatischer Filmrücktransport möglich.
DatierrückteilDas sogenannte Databack A ermöglichte mittels eines Miniblitzes eine Einbelichtung von Zahlen und Buchstaben in das Negativ. Es konnte gegen das Standardrückteil der A-1 vom Benutzer ausgetauscht werden. Über drei Einstellrädchen konnten die folgenden Zeichen ausgewählt werden:
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Canon A-1 |
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Typ: |
SLR |
Produktionszeitraum: |
1978 bis 1985 |
Objektivanschluss: |
FD-Bajonett |
Filmformat: |
35 mm (Kleinbild) |
Aufnahmeformat: |
24 mm × 36 mm |
Filmtransport: |
manuell |
Verschluss: |
Schlitzvorhang |
Canon Winder A2 |
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Die Canon EOS 5D ist eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) der Marke Canon . Sie verfügt über einen Vollformat- CMOS -Sensor mit 12,8 Megapixeln, einen 9-Punkt- Autofokus und einen hoch auflösenden 2,5-Zoll-LC-Bildschirm. Die 5D ist kompatibel zu allen Objektiven mit Canon EF -Bajonettverschluss und wiegt ohne Objektiv 810 g. Markteinführung war im September 2005. Erst im Juli 2008 erhielt sie durch die Nikon D700 Konkurrenz in der Klasse der semiprofessionellen Vollformat-DSLR. Eigenschaften
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Canon EOS 5D |
Die Contax 645 war eine von Kyocera ab 1998 angebotene Mittelformat-Spiegelreflexkamera mit Autofokus im Format 6 x 4,5 cm, die als Kamerasystem mit Wechselsuchern, Wechsel-Einstellscheiben, Zeiss-Objektiven und Filmagazinen ausgerüstet werden konnte. Die Kamera verfügte über einen Schlitzverschluss mit 32 s bis 1/4000 s Belichtungszeiten, Spiegelvorauslösung, motorischen Transport und Okularverschluss. Eine Besonderheit war eine keramische Filmandruckplatte in einem Vakuum-Filmeinsatz mit Öffnungen, durch die der Film an diese Platte angesaugt werden konnte, um die Planlage zu verbessern.
Die Produktion der Contax 645 wurde von Kyocera zusammen mit der gesamten Kameraherstellung im Jahre 2005 eingestellt.
Zubehör
Objektive und Objektivzubehör
- Distagon 3,5/35 mm
- Distagon 2,8/45 mm
- Distagon 3,5/55 mm
- Planar 2/80 mm
- Apo-Makro-Planar 4/120 mm
- Sonnar 2,8/140 mm
- Sonnar 4/210 mm
- Tele-Apotessar 4/350 mm
- Vario-Sonnar 4,5/45 - 90 mm
- Telekonverter Mutar 1,4 x
- Auto-Balgen
- Zwischenringe 13, 26, 52 mm
- Adapter NAM-1 zur Adaptierung von Contax-645-Objektiven an Kameras des Contax-N-Systems
Sonstiges Zubehör
- Einstellscheiben MFS 1-3
- AE-Prismensucher MF-1
- Augenmuschel F-6
- Lichtschachtsucher MF-2
- Kabelauslöser LA-50
- Batterieadapter MP-1
- Blitzschiene MSB-1
- Stativschnellkupplung AT-1
- Filmagazin MFB-1
- Filmeinsatz MFB 1-A für 120/220-Film
- Vakkumeinsatz MFB 1-b für 220-Film
- Polaroidrückteil MFB-2
- Magazinrückwand MK-FB
- Contax Blitzsystem
Das Contax G-System ist ein Kamerasystem der Firma Kyocera, dessen Kameras G1 (eingeführt 1994) und G2 (eingeführt 1996 ) Kleinbild-Messsucherkameras mit Autofokus waren, die zusammen mit der gesamten Kameraproduktion von Kyocera 2005 eingestellt wurden. Die G2 stellte eine Weiterentwicklung der G1 dar und wies erweiterte Bedienmöglichkeiten und technische Merkmale auf.
Die Kameras genossen einen guten Ruf und waren der erste Versuch seit Jahrzehnten, den Bereich der Sucherkameras mit austauschbaren Objektiven, den zuvor nur noch die Leica M-Reihe (und eine