Lexikon Genres und Themenbereiche der Fotografie

 
 

Aktfotografie

Als Aktfotografie bezeichnet man ein Genre der künstlerischen Fotografie, dessen Thema die Darstellung des nackten ( Vollakt) oder teilweise nackten ( Halbakt) menschlichen Körpers ist. Es stellt somit die Umsetzung des künstlerischen Aktes mit den technischen Mitteln der Fotografie dar.

Geschichte und Entwicklung

Der Akt ist ein klassisches Motiv in der bildenden Kunst; bereits die frühen Hochkulturen (Sumer, Ägypten, Kreta, Indien unter anderem) kennen Aktdarstellungen. Die Entwicklung lässt sich weiter verfolgen über die griechische Plastik, mit Einschränkungen auch durch die Kunst des Mittelalters bis in die europäische Kunst der Neuzeit. Seit der Renaissance gehört das Studium des menschlichen Körpers zur Ausbildung an Kunstakademien.

Die extrem langen Belichtungszeiten in den ersten Jahren der Fotografie, in der Regel zwischen 10 bis 30 Minuten, machten Fotografien von Menschen zu einem schwierigen, wenn nicht gar unmöglichen Unterfangen. Erst die Entwicklung lichtempfindlicherer Platten und verbesserter Objektive ermöglichte Portraitaufnahmen allgemein und Akte im Besonderen.

Die ersten Daguerreotypien mit erotischen Darstellungen dürften etwa um 1845 bei Pariser Händlern aufgetaucht sein. Sie waren Unikate und wurden häufig entsprechend dem Zeitgeschmack handkoloriert. Zu den ersten Aktfotografen zählen beispielsweise Philippe Derussy, E. Delacroix, Eugène Durieu und B. Braquehais. Meistens zogen die Fotografen jedoch die Anonymität vor, ihre Arbeiten wurden „unterm Ladentisch“ gehandelt, um nicht ins Visier von Polizei und Justiz zu geraten. Wer trotzdem „erwischt“ wurde, wie der Pariser Fotograf Felix-Jaques-Antoine Moulin, musste mit empfindlichen Geld- und Gefängnisstrafen rechnen. Ihre Modelle fanden sie bei für Maler und Akademien arbeitenden Professionellen, den Tänzerinnen der Varietés oder auch bei den Prostituierten.

Künstlerische Aktfotografien waren vor 1860 eher selten. Um den Wünschen ihrer Kunden zu entsprechen, stellten die Fotografen meistens „pikante“, oft auch ziemlich „deftige“ Aktbilder her, die jedoch den Unwillen der Moral- und Gesetzeshüter erregten. In den 1920er Jahren erschlossen reformistische, freiheitliche Bewegungen in Deutschland, die sich schon vor dem Ersten Weltkrieg bemerkbar gemacht hatten, auch der Aktfotografie neue Themenfelder. Neue Motive fanden Fotografen wie Gerhard Riebicke in der Freikörperkultur, die ebenso wie der Schönheits- und Ausdruckstanz mit einem neuen Körpergefühl und einem anderen Umgang mit Nacktheit experimentierte.

Der gesellschaftliche Dissens zu Fragen von Sitte und Moral war damit aber nicht aufgelöst. Entsprechend zwiespältig war die Rolle der Aktfotografie im Nationalsozialismus. Die Nazis duldeten nur solche Arbeiten, die, wie solche von Leni Riefenstahl, ihrem ideologischen Rassenwahn dienstbar gemacht werden konnten und ihren Vorstellungen von „Volkshygiene“ nicht zuwider liefen.

Subgenres und Sujets

Aktfotografie bietet drei grundlegende Darstellungsformen des Aktes:
  • Den „klassischen“ Vollakt (einfacher Hintergrund, Vollakt, Modell ist vollständig nackt),
  • die Darstellung von Detailansichten (Details des Körpers, abstrahierend und anonymisierend, Betonung auf Formen und Strukturen, Nahaufnahme),
  • sowie den Halbakt (Modell ist teilweise bekleidet oder teilweise durch Accessoires verhüllt).

Neben diesen drei Grundformen hat sich die Aktfotografie in zahlreiche Sub-Genres oder Sujets mit verschiedenen, teilweise spezifischen, Techniken aufgefächert. Dazu gehören beispielsweise:

  • High-Key- und Low-Key-Aufnahmen
  • Männerakt
  • Mädchenakt
  • Körperbemalung und -projektion
  • Outdoor-Akt
  • Studioakt

Aktfotografie und Recht

Die Grenzen zwischen Aktfotografie und erotischer Fotografie sind fließend, den subjektiven Moralvorstellungen des Einzelnen und den jeweiligen kulturellen Vorstellungen von „guten Sitten“ unterworfen.

Zur Pornografie lässt sich die Aktfotografie anhand der Definition jener abgrenzen: eine Darstellung wird heute nach deutschem Recht als pornografisch bezeichnet, wenn sie unter Hintenansetzen sonstiger menschlicher Bezüge sexuelle Vorgänge in grob aufdringlicher, anreißerischer Weise in den Vordergrund rückt, und wenn ihre objektive Gesamttendenz ausschließlich oder überwiegend zur Aufreizung des Sexualtriebs abzielt (Stefen, 1989). Das deutsche Strafgesetzbuch (StGB) beinhaltet ein Totalverbot bestimmter pornografischer Schriften, die als sozialschädlich eingestuft werden (§ 184 Abs. 3).
Aktfotografien beabsichtigen hingegen nicht primär eine sexuelle Erregung und sind neben einem ästhetischen und handwerklichen Anspruch auch durch menschliche Achtung gekennzeichnet.

Andererseits schützt das deutsche Grundgesetz explizit die Kunst: Die Kunst ist frei; die Freiheit der Kunst ist in Art. 5 Abs. 3 GG ohne Vorbehalt gewährleistet. Der Kunstbegriff ist nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts nicht auf ein bestimmtes Niveau und daher auch nicht auf „wertvolle“ oder gar klassische Kunst beschränkt (Beschluss vom 3. Juni 1987, Az: 1 BvR 313/85, BVerfGE 75, 369). Die Abwägung zwischen Kunstschutz und anderen durch die Verfassung geschützten Rechtsgütern, beispielsweise Jugendschutz, beschäftigt regelmäßig die Gerichte, so beispielsweise im Juni 1990 im Fall Opus Pistorum.

Der Jugendschutz ist daher ein Problemfeld Sexualität darstellender Fotografie. Das Verbot (Indizierung) für Jugendliche unter 18 Jahren ist in Deutschland und anderen demokratischen Staaten nur im Rahmen einer Nachzensur möglich und kommt bei Aktfotografien kaum vor - häufiger müssen jedoch zum Beispiel in der Werbung oder in Zeitschriften verwendete Aktfotografien oder Akt-Darstellungen in anderen, weniger liberalen Ländern im Rahmen einer Vorzensur entfernt oder modifiziert werden.

Aktfotografie und Moralvorstellungen

„Weibliche Nacktheit muss man den Männern mit dem Teelöffel geben, nicht mit der Schöpfkelle“Coco Chanel

Ob es sich bei einem Bild um Kunst, Kitsch oder gar Provokation handelt, liegt immer im Auge des Betrachters. Eine (ebenfalls subjektive) Definition von Günter Rinnhofer: „Ein Aktfoto ist dann gut, wenn das Modell es beim Geburtstag der Großmutter am Kaffeetisch rumzeigt und die Anwesenden es gut finden.“

Andere Definitionen sind weitaus kontroverser:

  • So ging es Horst Werner immer um die Provokation, um das Hervorrufen von Emotionen: Ihm war Abscheu oder Verstörung (zum Beispiel Akt auf einem Friedhof, Akte von Behinderten) lieber als Gleichgültigkeit.
  • Die Arbeiten von Jeff Koons bewegen sich zwischen Kitsch und Pornografie.
  • Fotografen wie Joel-Peter Witkin rufen mit ihren Arbeiten starke Emotionen bis hin zu Abscheu hervor.
  • Nan Goldin zeigt mit ihren Aktfotografien innere Ängste und Zwänge auf.
  • Bettina Rheims schockiert mit ihrer Direktheit.
  • Aktfotografien von Petter Hegre bewegen sich an der Grenze zur Pornografie.
  • Natacha Merritt exhibitionierte sich mit ihren Digital Diaries, indem sie sich bei sexuellen Handlungen mit sich selbst und verschiedenen Männern und Frauen fotografiert hat.
  • Henning von Berg möchte mit seinen Spaß-Happenings in der Öffentlichkeit bewusst provozieren und dadurch zum Nachdenken anregen (Quelle: Naked city German photographer Henning von Berg captures the bare urban essentials of Berlin, Sydney - and now Montreal).
  • Terry Richardson macht überhaupt keine Unterschiede mehr zwischen Akt-, Porno-, Kunst- und Modeaufnahmen. Er begibt sich oft selbst als Protagonist in seine Fotos.

Abgrenzung zu anderen Genres

Die Bestimmung des ästhetischen Wertes einer Aktfotografie und die Abgrenzung der Aktfotografie von der erotischen Fotografie ist intersubjektiv nur schwer zu leisten, darüber hinaus gibt es Überschneidungen mit der Pornografie - im Gegensatz zur Pornografie verfolgt die Aktfotografie jedoch nicht das Ziel, den Betrachter sexuell zu erregen. Das schließt natürlich nicht aus, dass Aktfotos auch aus diesem Grund betrachtet werden.

Aktfotografie und erotische Fotografie stehen immer im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Ästhetik, Kitsch, Provokation und dem Verstoß gegen die „guten Sitten“ oder die Sexualmoral.

Die Aktfotografie gilt, neben der Portraitfotografie, als hohe Schule der Fotografie; neben technischen Fertigkeiten und einem gekonnten Umgang mit dem Licht als Gestaltungsmittel muss der Aktfotograf auch kommunikative Fähigkeiten mitbringen und eine positive Beziehung zu seinem Model aufbauen können. Üblicherweise wird zwischen Fotograf und Model ein Modelvertrag abgeschlossen, in dem neben Honorar Veröffentlichungsrechte und Anderes geregelt werden.

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Arbeiterfotografie

Arbeiterfotografie ist ein Teilbereich der sozialdokumentarischen Fotografie, die innerhalb der Arbeiterbewegung entstand.

Die sozialdokumentarische Fotografie entwickelte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und kann als Vorläufer und Anregung für die Arbeiterfotografie angesehen werden. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der „arbeitenden Klasse“ waren erstmalig in der unter anderem von Henry Mayheur und John Brinny herausgegebenen Veröffentlichung „London Labour And The London Poor“ (Arbeit und Armut in London) Gegenstand der Fotografie (in Form von auf Fotografien beruhenden Zeichnungen).
Weitere wichtige Vorläufer und sozialdokumentarische Fotografen waren Jacob August Riis, der 1890 die Lebensbedingungen von Arbeits- und Obdachlosen in New York dokumentierte („How The Other Half Lives“; Wie die andere Hälfte lebt), und die Fotografen der Farm Security Association (FSA), u. a. Dorothea Lange und Walker Evans mit ihrer Dokumentation des amerikanischen Farmsterbens während der Depression gegen Ende der 1920er. In Deutschland ist insbesondere August Sander der Fotograf, der mit seinem Werk „Menschen des 20. Jahrhunderts“ den Blick auf das Soziale richtete.

Diese Fotografinnen und Fotografen widmeten sich den Lebens- und Arbeitsbedingungen von kleinen Handwerkern, Arbeitern und sozialen Randgruppen von außen. Die Bewegung der Arbeiterfotografen erhielt von diesen und anderen fotografischen Projekten Anregungen und bezog sich vielfach auf solche Beispiele in Form und Inhalt. Sie entstand jedoch als Teil der Arbeiterbewegung (nicht nur in Deutschland). Arbeiterfotografen waren und sind politisch und sozial engagierte Amateur-Fotografen, die aus der Perspektive Betroffener arbeiten. Arbeiterfotografen dokumentierten während der Weimarer Republik die eigene soziale Lage und verstanden die Fotografie als „Waffe“ zur Veränderung der Gesellschaft.
Die Mehrheit der Arbeiterfotografen der Weimarer Republik blieb anonym. Walter Ballhause, der nicht der Organisation der Arbeiterfotografen angehörte, ist in den 1970er Jahren als ein Fotograf bekannt geworden, der im Sinne der Arbeiterfotografie sozialdokumentarisch fotografierte.

Arbeiterfotografie in der Weimarer Republik

Die Entwicklung der Arbeiterfotografie in Deutschland ist eng verbunden mit der Geschichte der Arbeiterbewegung, insbesondere der der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Die Arbeiterfotografie war ein Instrument der Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda.

Angesichts sinkender Auflagen der Parteipresse leitete der X. Parteitag der KPD 1926 ebenso wie die im selben Jahre durchgeführte Reichs- Agitprop-Konferenz eine Veränderung der Medienpolitik der KPD ein (vornehmlich bezogen auf das Parteiorgan „ Die Rote Fahne“). Die Reichs- Agitprop-Konferenz forderte die Redaktionen zu einer stärkeren Bildberichterstattung auf. Stellten Arbeiter-Korrespondenten die Verbindung zwischen der Parteizeitung und der lokalen Parteiarbeit sowie den Arbeitskämpfen vor Ort mit Berichten sicher, wurden Arbeiterfotografen zu Bildchronisten von Partei und Gesellschaft aus sozialistischer Sicht. Vor diesem Hintergrund lieferte die im kommunistischen Münzenberg-Konzern herausgegebene Arbeiter-Illustrierte-Zeitung (AIZ) einen wichtigen Impuls zur Entwicklung der Arbeiter-Fotografen-Bewegung. Sie rief am 25. März 1926 zu einem fotografischen Wettbewerb auf. Damit sollte die Abhängigkeit von bürgerlichen Bildagenturen verringert und Bildmaterial gewonnen werden, das der parteilichen Berichterstattung näher stand.
In der Folge des AIZ-Wettbewerbs gründete sich im selben Jahr in Berlin die „Zentralstelle der Arbeiter-Amateur-Fotografen“. Weitere Ortsgruppen entstanden rasch in anderen Städten und im September 1926 gründete sich ein Reichsausschuss der Arbeiter-Fotografen Deutschlands. 1927 entstand schließlich die „Vereinigung der Arbeiter-Fotografen Deutschlands“ (VdAFD) mit 25 Ortsgruppen. Die Verbindung zur KPD, die den Aufbau der Organisation nachhaltig mit betrieben hatte, blieb eng. Allerdings war die Mitgliedschaft offen für jeden, der sich dem Sozialismus verpflichtet fühlte. – Neben dieser neuen Bewegung politisch engagierter Amateur-Fotografen im Rahmen der Arbeiterbewegung existierten weiterhin die Fotogruppen der Naturfreunde-Organisation.
Die Arbeiter-Fotografen entwickelten ein reges Vereinsleben, schufen Dunkelkammern, boten Fort- und Ausbildung in fotografischen Techniken und fotografierten für die kommunistische und Gewerkschaftspresse, die Zeitungen der Sozialdemokratie, die der Arbeitersportorganisationen und den „Naturfreund“, dem Organ der Naturfreunde. Im Interesse einer wirksamen Berichterstattung waren viele Ortsgruppen des VdAF arbeitsteilig nach dem Vorbild professioneller Bildagenturen organisiert, so dass sie zeitnah berichten konnten. Neben einzelnen Artikel illustrierenden Aufnahmen entstanden zunehmend Reportagen. Die insbesondere von der russischen Avantgarde eingeführten Montagen, in der AIZ auf hohem Niveau praktiziert von John Heartfield, wurden gleichermaßen ein beliebtes Ausdrucksmittel. Vereinzelt entstanden auch Filme. Daneben kam es zu einer lebhaften Ausstellungspraxis. Eine hervorragende Bedeutung für die Entwicklung der Organisation hatte die im Jahre 1926 als Mitteilungsblatt gegründete Zeitschrift „Der Arbeiter-Fotograf“, welche ab 1929 von Eugen Heilig geleitet wurde.

1929 gehörten dem VdAF 1.480 Mitglieder an. Der Arbeiter-Fotograf erzielte eine Auflage von 7.000 Exemplaren. 1931, zur III. Reichskonferenz des VdAF, waren schließlich in rund 100 Ortsgruppen 2.312 Mitglieder organisiert. Ende 1932 gehörten 125 Gruppen dem VdAF an.

Im Jahre 1930 unternahm die SPD zusammen mit den Naturfreunden Anstrengungen, eine eigene Amateur-Fotografen-Organisation ins Leben zu rufen. Hierzu wurde u. a. die Zeitschrift „Das neue Bild“ herausgegeben. Diese Bemühungen hatten allerdings keinen langfristigen Erfolg.

Nach der Wahl Adolf Hitlers zum Reichskanzler, der schnellen Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Organisationen und Medien, der Verfolgung von Kommunisten, Gewerkschaftern und Sozialdemokraten, konnten die organisierten Arbeiter-Fotografen ihre Praxis in der Illegalität nur kurz fortsetzen. Die Praxis der Arbeiter-Fotografie war in der Zeit zwischen den Weltkriegen nicht allein ein deutsches Phänomen. Neben einer breiten Arbeiter-Fotografen-Bewegung in der damaligen Sowjetunion/UdSSR, existierten vergleichbare Organisationen z.B. in der Tschechoslowakei, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und den USA. Diese kooperierten im „Internationalen Büro der Arbeiterfotografen aller Länder“. Die deutschen Arbeiter-Fotografen arbeiteten besonders eng mit der sowjetischen Bewegung, den „Allrussischen Arbeiter-Fotografen-Clubs“, zusammen und tauschten Fotografien für ihre jeweiligen Zeitschriften aus (in der UdSSR: „Rabotschaja Gaseta“ und „Sovetsko Foto“). Aus dieser Kooperation entstand die „Unionfoto G.m.b.H., eine Bildagentur, hinter der Russ-Foto (eine sowjetische Foto-Agentur), die sowjetische Arbeiterfotografen-Organisation und Verlage der UdSSR standen. In der Folge der 1968er-Bewegung wuchs ein neues Bewusstsein für die Traditionen und Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Parallel wurde die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) 1968 gegründet, die sich ausdrücklich auf die Tradition der Arbeiterbewegung berief. In diesem Zusammenhang kam es ab 1972 zur Gründung von Arbeiter-Fotografie-Gruppen, 1972 in Hamburg, 1973 in Köln usw. Es entstand eine Vielzahl von lokalen Gruppen, die u. a. der DKP und ihrer Zeitung „Unsere Zeit“ (UZ) verbunden waren. Diese Gruppen arbeiteten im Wesentlichen projekt-orientiert zu lokalen gesellschaftlichen Problemen, zu Arbeitskämpfen, Arbeits- und Lebensbedingungen, begleiteten fotografisch die Aktivitäten von Bürgerinitiativen und organisierten Ausstellungen (u. a. regelmäßig auf den Pressefesten der UZ). Seit 1973 erscheint die Zeitschrift Arbeiterfotografie. Heute ( 2005) existieren in Deutschland immer noch mehrere dieser Gruppen politisch engagierter Fotografen. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Arbeiterfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Architekturfotografie Die Architekturfotografie beschäftigt sich mit der fotografischen Abbildung von Architektur. In der Entwurfs- und Planungsphase umfasst dies die Fotografie von Modellen zur Darstellung des geplanten Bauvorhabens. In der Ausführungsphase wird der Entstehungsprozess eines Bauwerks auf der Baustelle dokumentiert. Nach der Fertigstellung wird das Bauwerk in seinem aktuellen Zustand dokumentiert. Architekturfotografie steht in einer engen Beziehung zu den Genres der Sachfotografie, Industriefotografie und Landschaftsfotografie. Methoden Die Sichtweise der Architekturfotografie ist traditionell von der Zeichnung abgeleitet. Die dabei angewandte Zentralperspektive geht dabei zumeist vom Standpunkt eines menschlichen Beobachters, der sich in der Umgebung des Bauwerkes bewegt oder einer erhöhte Position ( Vogelperspektive) aus. Die Umsetzung der Sichtweise der Planzeichnung in die fotografische Abbildung stößt auf einige Probleme: Übliche Optiken weisen optische Fehler im Sinne kissen- und tonnenförmiger Verzeichnungen auf. Obwohl derartige Abbildungen durchaus reizvoll sein können (z. B. beim Fisheye-Objektiv), sind diese zumeist als billiger Effekt unerwünscht oder bei der photogrammetrischen Arbeit (zur Vermessung von Bauwerken) störend. Verzeichnungs„freie“ Objektive sind besonders im Weitwinkelbereich bei Spiegelreflexkameras schwer herzustellen, da diese, bedingt durch den Freiraum des Schwingspiegel nicht symmetrisch aufgebaut sondern retrofokussierend, sind. Diese optischen Fehler können entweder durch eine exakte Berechnung der Optiken, beim analogen Vergrößerungsprozess oder durch Mittel der elektronischen Bildbearbeitung korrigiert werden. Wenn die Film-Ebene nicht parallel zu den vertikalen und/oder horizontalen Linien des Gebäudes liegt, werden diese „stürzen“ und/oder „fluchten“. Bei vertikalen Linien entsteht dadurch der Eindruck, dass das Bauwerk nach hinten kippt. Übliche Kleinbild- und Mittelformat Kameras mit fixen Objektiven müssen zur Vermeidung dieser Effekte exakt horizontal gehalten werden. Dies schränkt die Gestaltungsmöglichkeiten ein. Abhilfe schaffen Shift-Objektive, die Verstellmöglichkeiten der Großformatkamera bzw. Fachkamera oder die Entzerrung mit der elektronischen Bildbearbeitung. In vielen Fällen ist eine scharfe Abbildung des gesamten Objektes, oder von Flächen, die nicht parallel zur Filmebene liegen erforderlich. Wege dazu sind ausreichendes Abblenden und die Verstellmöglichkeiten von Tilt-Objektiven, der Großformatkamera bzw. Fachkamera. Oft ist eine detailreiche und kornarme Abbildung erwünscht. Dazu sind große Filmformate erforderlich. Neben der künstlerisch-dokumentarischen Abbildung von Bauwerken kommt dem Einsatz fotografischer Methoden bei der Vermessung Bedeutung bei. Insbesondere ist durch stereoskopischen Aufnahmen eine räumliche Vermessung möglich. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Architekturfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Astrofotografie Die Astrofotografie umfasst jene Methoden der Fotografie, mit denen die Himmelskörper des sichtbaren Universums abgebildet und dauerhaft auf verschiedenen Medien (fotografisch oder elektronisch) gepeichert werden. Mit ihrer Hilfe kann man auch Objekte darstellen, die zu lichtschwach für visuelle Beobachtung sind. Fotografische Filme oder Bildsensoren haben im Gegensatz zum Auge die Eigenschaft, die Wirkung des Lichts während langer Belichtungszeiten sammeln zu können. Die Objekte der Astrofotografie reichen von den Körpern des Sonnensystems über Objekte in unserer Milchstraße (Sterne, Sternhaufen, Nebel) bis zu Galaxien und Galaxienhaufen. Wichtige Aufgaben der Astrofotografie Die Spezialkameras der Astronomie werden Astrografen genannt. Sie ermöglichen es, auf Fotoplatten große Felder des Sternhimmels zu erfassen und astrometrische Positionsbestimmungen durchzuführen (Sternörter, Eigenbewegungen), die Helligkeiten vieler Sterne exakt auszumessen, oder die Spektren von Sternen und anderen Objekten zu untersuchen (Spektrografie). Durch eine verlässliche Archivierung können auch nach Jahrzehnten neu entdeckte Himmelskörper aufgefunden und Phänomene erneut ausgemessen werden. Über eines der weltweit größten Fotoplatten-Archive verfügt die von Cuno Hoffmeister gegründete Sternwarte in Sonneberg. Es umfasst über 277.000 Himmelsaufnahmen, die das astronomische Geschehen im Bereich der nördlichen Milchstraße über nahezu 70 Jahre dokumentieren und auf denen bisher mehr als 11.000 veränderliche Sterne entdeckt wurden. 1948 wurde auf dem Mount Palomar die 48-Zoll-Schmidt-Kamera (heute Oschin Telescope genannt) in Betrieb genommen. Mit diesem Gerät wurde der POSS (Palomar Sky Survey) durchgeführt, die wohl wichtigste Himmelsdurchmusterung des 20. Jahrhunderts. Das Archiv des Harvard-College-Observatoriums umfasst über 500.000 astrofotografische Platten aus der Zeit von 1885 bis 1989. 1965 begann dort mit dem Harvard Sky Patrol Program ein Vorhaben, für das Sonneberg das Vorbild darstellte: eine möglichst lückenlose Dokumentation der Veränderungen am Sternhimmel. Für diesen Zweck wurden sechs eigens hierfür konstruierte Astrografen (nach dem Sponsor „Damon-Cameras“ genannt) eingesetzt, die auf 20x25-cm-Platten 30x40° Gesichtsfeld in drei definierten Farben erfassten. Das Ziel war, über Jahrzehnte hinweg einheitliche und damit vergleichbare Aufnahmen zu gewinnen und zu archivieren. Dieses Programm wurde im Jahr 1989 abgebrochen. Die Astrofotografie stellt hohe Anforderungen an die Optik sowie (angesichts der im Allgemeinen langen Belichtungszeiten) an den Teleskopantrieb. Werden diese erfüllt – heute meist mit elektronischer Steuerung – so lassen sich lang belichtete Aufnahmen extrem lichtschwacher Objekte, wie ferne Galaxien oder feine Gasnebel, gewinnen. fast alle dieser Objekte wären ohne die Astrofotografie unsichtbar, da sie zu schwach leuchten um von unserem Auge wahrgenommen zu werden. Bereits Monate vor der Veröffentlichung seines fotografischen Verfahrens (1838) soll Louis Daguerre eine Aufnahme vom Mond gemacht haben – dies wäre die erste Astrofotografie der Welt. 1840 fotografierte John William Draper den Mond, 1843 nahm er das erste Spektrogramm der Sonne auf. Im April 1845 gelang Leon Foucault und Armand Fizeau das erste Sonnenfoto; auf ihrer Daguerreotypie mit 12 cm Durchmesser waren Sonnenflecken klar erkennbar. 1850 wurde am Harvard College Observatory von John Adams Whipple erstmals ein Fixstern – die Vega – aufgenommen; die Montierung des verwendeten Teleskops war jedoch für die Belichtungszeit von 100 Sekunden nicht präzise genug. Nach Verbesserungen gelang 1857 eine gute Aufnahme des Doppelsternsystems Alkor und Mizar – nunmehr mittels Kollodiumplatte – die sich zu einer präzisen Bestimmung der relativen Positionen nutzen ließ. Bei der Sonnenfinsternis im Juli 1860 konnte mittels fotografischer Aufnahmen die Frage geklärt werden, ob Protuberanzen tatsächlich Sonnenausbrüche darstellen. 1872 konnte Henry Draper das erste Spektrum eines Fixsterns – wiederum war es die Vega – aufzeichnen. Pierre Janssen machte 1874 Fotos vom Venus-Durchgang; auf seinen Aufnahmen war erstmals die Granulation der Sonnenoberfläche zu erkennen. Am 22. Dezember 1891 fand Max Wolf als erster Astronom einen Kleinplaneten mit fotografischen Methoden. 1880 gelang Henry Draper erstmals eine Aufnahme (Bromsilber) von einem Gasnebel in der Milchstraße: es war der Orionnebel. 1884 folgte mit dem Andromedanebel (A. A. Common) die erste Galaxie; 15 Jahre später nahm Julius Scheiner in Potsdam das erste Spektrum dieses Objektes auf. Mit der ständigen Verbesserung des Aufnahmematerials gewann der Gedanke an Boden, Himmelsatlanten mittels Astrofotografie zu erstellen. Damit würde man die Grenzhelligkeit, die etwa bei der Bonner Durchmusterung noch 9 bis 9,5 Größenklassen betragen hatte) erheblich steigern können. Das umfangreichste dieser Vorhaben war die Carte du Ciel unter der Führung des Observatoriums von Paris, das um 1880 begonnen, aber nicht zu Ende geführt wurde. 1905 nahm Edward Emerson Barnard auf dem Mount-Wilson-Observatorium in Kalifornien (noch vor der Fertigstellung des 60-Zoll-Spiegels) 480 Fotos von Milchstraßenregionen auf, die unser Verständnis vom Aufbau der Milchstraße revolutionierten. Die Aufnahmen, die knapp 20 Jahre später mit dem 100-Zoll-Teleskop von den Außenbezirken des Andromedanebels gemacht wurden, revolutionierten dann unsere Vorstellung von der Struktur des Kosmos. Durch die Verfügbarkeit immer größerer CCDs haben Fotoplatten (auch weil ihre Produktion ausläuft) in der Astronomie seit dem letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts keine praktische Bedeutung mehr. Amateurastrofotografie In der Amateurastronomie werden neben analogen Spiegelreflexkameras auch digitale Kameras (meist auf CMOS-Basis), CCD-Kameras, spezielle Videokameras und häufig auch Webcams eingesetzt. Astrofotografie ist bereits mit einer einfachen, ruhenden Kamera möglich. Damit bei derartigen Aufnahmen keine Strichspuraufnahmen entstehen, gilt – bei mittlerer Deklination – als Faustformel für die maximale Belichtungszeit (t) in Sekunden: Die Amateurastrofotografie kann nahtlos in die Nachtfotografie übergehen, wenn Himmelsobjekte mit einem Hintergrund fotografiert werden, was ästhetisch sehr ansprechende Bilder liefern kann. Aufnahme der Sonne mit Sonnenflecken am 7. Juni 1992   Die Fotografie der Sonne stellt einen Sonderfall der Astrophotographie dar, denn bei diesem Motiv hat man meistens zu viel Licht zur Verfügung. Man benötigt fast immer einen Filter. Ausnahmen sind: die Fotografie der tiefstehenden Sonne wenn Dunst das Sonnenlicht stark abschwächt die Korona während einer totalen Sonnenfinsternis Hierfür werden entweder mit Aluminium bedampfte Mylarfolien vor dem Objektiv angebracht oder es werden fotografische Filter mit der optischen Dichte ND5,0 oder ND6,0 (99,999 bzw 99,9999 % Absorption) verwendet. Da die letztgenannten Filter unsichtbare Infrarot- und UV-Strahlen nicht ausreichend unterdrücken, sollte man mit ihnen nur für kurze Zeit die Sonne beobachten, etwa zum Scharfstellen der Kamera oder zum Verfolgen der Sonne. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Astrofotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Chronofotografie Die Chronofotografie oder Hochgeschwindigkeitsfotografie ist ein Teilgebiet der Fotografie, welches sich mit der fotografischen Aufnahme von schnellen Bewegungen beschäftigt, beispielsweise Bewegungen von Tieren und Menschen, einer Gewehrkugel im Moment des Einschlags, eines Ballons im Moment des Platzens. Ziel ist es, Bewegungen in mehreren Phasen „einzufrieren“, um sie für das träge menschliche Auge sichtbar zu machen. Die Pioniere der Chronofotografie entwickelten erste Methoden, Serienaufnahmen zu machen, um die einzelnen Phasen von Bewegungen zu untersuchen. Eadweard Muybridge (eigentlich: Edward Muggeridge) gelang 1878 so der Nachweis, dass ein Pferd im Galopp kurzzeitig mit allen vier Hufen vom Boden abhebt. Diese frühen Serienaufnahmen lieferten wichtige Impulse für die Entwicklung der „bewegten Bilder“ des Kinofilms. Durch die technische Entwicklung in der Kamera- Verschlusstechnik und bei Filmmaterialien haben sich die Möglichkeiten, schnelle Motive und ihre Bewegung mit handelsüblichen Kameras aufzunehmen, stark verbessert. Verschlusszeiten von 1/4000 Sekunde sind heute bei erschwinglichen analogen Spiegelreflexkameras durchaus üblich. Bei noch kürzeren Belichtungszeiten wird von Kurzzeitfotografie gesprochen. Mit der Kurzzeitfotografie tritt man bei Filmmaterialien in Bereiche ein, in denen durch den Kurzzeiteffekt die Belichtung korrigiert werden muss. Ein Luftgewehrgeschoss durchschlägt eine Glühlampe   So kurze Belichtungszeiten lassen sich realisieren, indem man bei geöffnetem Kameraverschluss in einem abgedunkelten Raum als einzige Lichtquelle ein Blitzgerät verwendet. Die kurze Leuchtdauer des Blitzes (typisch 1/1000 Sekunde bis 1/30.000 Sekunde) friert die Bewegung ein. Die korrekte Belichtung wird in diesem Fall durch eine Belichtungsreihe ermittelt. Mit Hilfe eines Stroboskopblitzes lassen sich nach diesem Prinzip mehrere Bewegungsphasen in einer Aufnahme darstellen ( Mehrfachbelichtung). Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Chronofotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Dokumentarfotografie Die Dokumentarfotografie ist eine Art des Fotografierens, deren Motivation es ist, ein fotografisches Dokument herzustellen, das für das Festhalten der Realität, als Zeit-Dokument, als Appell oder auch Warnung genutzt werden soll. Diese fotografischen Dokumente stellen dabei jedoch keine objektive, sondern eine subjektive oder ideologische Betrachtung zumeist mit sozialkritischem Hintergrund dar. Der Begriff "Dokument" stammt von dem lateinischen Ausdruck documentum = beweisende Urkunde. Der Begriff "Dokumentarfotografie" wird in Amerika der 30er Jahre im Zusammenhang mit der Großen Depression geprägt Vorgeschichte In der Gesellschaft des 19. Jahrhunderts wird dem fotografischen Abbild zunächst von seiner Natur aus eine dokumentarische Funktion zugeschrieben. So fordert bereits das "British Journal of Photography" ein umfassendes Archiv mit Fotografien anzulegen und als Dokumente für spätere Generationen zu erhalten. In diesem Rahmen finden die ersten Versuche der Dokumentarfotografie statt: 1870 beginnt Jacob August Riis eine Fotoserie über die Armen von New York. Edward Sheriff Curtis beginnt 1896 sein 20-bändiges fotografisches Werk über die Indianerstämme Nordamerikas, für das bis 1930 40.000 Negative entstanden. Lewis W. Hine dokumentiert 1905 die Kinderarbeit in den USA, woraufhin diese gesetzlich verboten wird. Darin kündigt sich bereits die solzialkritische Gestalt der Dokumentarfotografie an. Entstehung der Dokumentarfotografie als eigenständige Gattung Durch die gesellschaftlichen Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise sieht sich die amerikanische Regierung unter Präsident Franklin Delano Roosevelt zu umfassende Sozialreformen, auch New Deal genannt, genötigt. In diesem Kontext wollte die Regierung die Bevölkerung Amerikas vor allem von der Notwendigkeit ihrer Maßnahmen überzeugen, um Unterstützung für ihre Politik zu gewinnen. 1935 werden deshalb von der Resettlement Administration Fotografen beauftragt, eine groß angelegte fotografische Dokumentation über das ländliche Leben in Amerika zu erstellen. Sie sollten die verarmte Landbevölkerung würdig und ästhetisch darstellen, jedoch keinesfalls künstlerisch. Diese neue Art von Fotografie wurde "Dokumentarfotografie" genannt, um sich von der künstlerischen Fotografie abzuspalten. Wesentliche Elemente der Dokumentarfotografie sind: Das Aufzeigen von sozialen Missständen Ästhetischer Charakter, der jedoch möglichst real und unkünstlerisch ist Nicht das Dokumentieren eines Ereignisses, sondern das sozialer Gegebenheiten anhand mehrerer Fotografien in einer Fotoserie Das Foto als Botschaft, die über den Text hinaus geht Dokumentarfotografie meist mit politischem Hintergrund, mit dem Anspruch auf politischen Einfluss Fotografieren als öffentlicher Charakter Es entstand in diesem Zusammenhang also zum ersten Mal der Versuch einer offiziellen und organisierten Bewegung dokumentarischen Charakters. Bedeutende Fotografen jener Zeit sind unter anderem: Dorothea Lange Walker Evans Arthur Rosenstein Dokumentarfotografie heutzutage Die Dokumentarfotografie scheint heutzutage auf einem absteigendem Ast zu sein. Man begegnet ihren Fotos inzwischen häufiger in Museen denn in öffentlichen Zeitschriften. Dies hängt vor allem mit dem Wandel des öffentlichen Fotos von der Dokumentarfotografie zum Fotojournalismus zusammen. Die Bilder müssen immer aktueller sein, wodurch die erforderliche Dauer, die eine Fotoserien benötigt, zu lang erscheint. Und durch die Flut von Informationen, scheint es ökonomischer zu sein, möglichst viele Geschichten zu berichten, als einer Geschichte mehrere Seiten zu widmen und andere Informationen wegzulassen. Zudem kommt der Fakt, dass besonders politische Institutionen sich spätestens seit dem Vietnamkrieg dem Foto als Waffe bewusst sind. Das führt zu erschwerten Produktionsverhältnissen, bis hin zum embedded journalism, bei dem alle entstandenen Fotos zunächst von der Regierung gefiltert werden. Gegenwärtige berühmte Dokumentarfotografen sind: James Nachtwey W. Eugene Smith Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Dokumentarfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Erotische Fotografie Als erotische Fotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, das stilistisch zwischen Aktfotografie und Pornografie angesiedelt ist. Zur erotischen Fotografie gehört die Darstellung des mehr oder weniger nackten menschlichen Körpers in einem sexuellen Bezug. Die Unterscheidung zur Pornografie ist subjektiv; diese steht stets im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Freiheit, Ästhetik, Kitsch, Provokation und dem Verstoß gegen „die guten Sitten“. Abgrenzungen Pornografie Ähnlich wie die Pornografie verfolgt die erotische Fotografie das Ziel, den Betrachter sexuell zu stimulieren und zu erregen. Anders als in der Pornografie bedient sie sich zum Aufbau der Erotik nicht unbedingt der expliziten Darstellung sexueller Handlungen, sondern verwendet meist nur Andeutungen dieser und erfüllt in der Regel höhere ästhetische Ansprüche. Aktfotografie Die Aktfotografie gilt, neben der Porträtfotografie, als hohe Schule der Fotografie. Neben technischen Fertigkeiten und einem gekonnten Umgang mit dem Licht als Gestaltungsmittel muss der Fotograf auch kommunikative Fähigkeiten mitbringen und eine positive Beziehung zu seinem Modell aufbauen können. Die Grenzen zur erotischen Fotografie sind fließend, ein bestimmtes Foto lässt sich prinzipiell oft beiden Kategorien zuordnen. Auch ist der künstlerisch-ästhetische Anspruch oftmals auch bei der erotischen Fotografie gewahrt. Das Abgrenzungskriterium liegt vielmehr im dahinterstehenden Motiv: so wird, wie der Name offenbart, von der erotischen Fotografie ein erotischer Reiz vermittelt. Dies passiert zwar auch bei der Aktfotografie, wird von dieser jedoch nicht explizit angestrebt. Die Aktfotografie betrachtet die Formen des menschlichen Körpers eher als fotografisches Objekt, welches ähnlich einer Landschaft oder einer Szenerie in anderen Genres, zur künstlerischen Darstellung einlädt. Geschichte_und_Entwicklung Bis ins Jahr 1835, der Erfindung der Fotografie durch Louis Daguerre, war die bildliche erotische Darstellung ausschließlich auf Zeichnung und Malerei beschränkt. Zu dieser Zeit war die öffentliche Moral jedoch sehr prüde bezüglich der Darstellung nackter Personen, insbesondere wenn diese unter einem erotischen Vorzeichen stand. Auch die technische Entwicklung befand sich in den Kinderschuhen: sehr lange Belichtungszeiten waren nötig, welche das Ablichten von Personen schwierig machte. Die Reproduktion war nur durch Abfotografieren der Orginalvorlage möglich, was das Verfahren umständlich und teuer machte. Somit war eine Fotografie zu jener Zeit sehr kostbar und kein Massenmarkt vorhanden. Im Jahr 1838 wurde die Stereofotografie erfunden, 1841 die Talbotypie. Diese Verfahren wurde einige Jahre später zur Marktreife entwickelt und ermöglichten der erotischen Fotografie einen ersten Aufschwung. In Frankreich wurden Postkarten mit nackten Frauen in erotischen Posen produziert, die zwar als Postkarten verkauft, deren eigentlicher Zweck jedoch nicht im Versenden per Post bestand, da dies auch verboten gewesen wäre. Das erste Magazin, welches erotische Fotos publizierte, war das französische La Beaute. Im 20. Jahrhundert kam es zum Aufstieg der erotischen Fotografie. Während des zweiten Weltkrieges entstand das Phänomen der Pin-up Girls und erreichte ein breites Publikum. Die Darstellung war anfangs zwar noch auf nackte Beine in kurzen Röcken beschränkt, in den 1950er Jahren kamen auch öfter nackte Brüste hinzu. Die Zeitschrift Playboy, im Jahr 1953 gegründet, erreichte bald große Popularität und begründete den Markt der Männer- und Lifestylemagazine. Erotische Fotografie wurde bald eng mit dieser Zeitschrift verbunden und zunehmend in die Öffentlichkeit gerückt. Die 1965 gegründete Penthouse ging einen Schritt weiter als der Playboy, in dem erstmals deutlich sichtbar Genitalien dargestellt wurden, die damals allerdings mit Schamhaaren bedeckt waren. Auch schauten die Modelle in diesem Magazin in der Regel direkt in die Kamera, als ob sie in Beziehung zum meist männlichen Betrachter treten würden. Die Verbreitung des Internet in den 1990er Jahren sowie die zunehmende gesellschaftliche Liberalisierung brachten der erotischen Fotografie einen erneuten Aufschwung. Es bildeten sich diverse Print- und Onlinepublikationen, die mittlerweile zu den "großen" Magazinen wie Playboy und Penthouse in Konkurrenz treten und die unterschiedlichsten Geschmäcker bedienen. Einen interessanten Einblick bietet die erotische Fotografie in sich verändernde gesellschaftliche Schönheitsideale und Körpervorstellungen. So ergab eine Studie der York University in Ontario, dass die Playmate genannten Modelle des Playboy über die Jahre zunehmend schlanker wurden und heute mit einem BMI von durchschnittlich unter 18,1 untergewichtig sind. Auch im sogenannten Taille-Hüft-Verhältnis spiegeln sich diese Veränderungen wider.Eine weitere gesellschaftliche Veränderung, die durch die erotische Fotografie sichtbar gemacht und wohl teilweise auch verstärkt wurde, ist die zunehmende Verbreitung der Schamhaarentfernung. So finden sich auf erotischen Fotos der 1980er Jahre fast ausschließlich Frauen mit natürlicher Schambehaarung, die in den 90er Jahren in einen immer dünner werdenden Strich übergeht und heutzutage größtenteils völlig verschwunden ist. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Erotische_Fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Ethnographische Fotografie Als ethnographische oder auch anthropologische Fotografie bezeichnet man eine Anwendung der Fotografie zur Unterstützung oder Ergänzung ethnologischer oder anthropologischer Forschungen. Geschichte und Entwicklung Die Ursprünge der ethnografischen Fotografie finden sich in der Reisefotografie, die sich bereits in den ersten Jahren der Fotografie entwickelt: „Die koloniale Durchdringung der überseeischen Welt und die neuen Verkehrsmittel setzten ab Mitte des vorigen Jahrhunderts verschiedene Reisende in den Stand, ihre wissenschaftlichen, geschäftlichen oder auch nur touristischen Reisen zu verwirklichen. Dabei gehörte für viele die fotografische Ausrüstung zum unverzichtbaren Bestandteil ihres Gepäcks“ (Thomas Theye: Der geraubte Schatten - Eine Weltreise im Spiegel der ethnographischen Photographie, 1989, S. 25). Frühe anthropologische Fotografien finden sich bereits 1872 in Charles Darwins Buch The Expression of Emotion in Man and Animals, das einige Bilder von Oscar G. Rejlander enthält. Ebenfalls in diese Zeit fallen die zahlreichen Expeditionen zur Erkundung der westlichen Territorien der USA sowie des Nahen und Mittleren Ostens – also in die Region des heutigen Israels, Palästinas, Syriens und Ägyptens sowie des indischen Subkontinents – und der Kolonien; auf diesen Fernreisen wurden nicht nur die menschlichen Artefakte fotografisch festgehalten, sondern auch die Sitten und Gebräuche der (Ur-) Einwohner dokumentiert. Beispielsweise fotografierte der Brite John Thomson Anfang der 1870er Jahre in Kambodscha, Malaya und China; er veröffentlichte eine Auswahl seiner Fotografien in dem vierbändigen Werk Illustrations of China and Its People (London 1873). In den USA fotografierte der Buchhändler Adam Clark Vroman zwischen 1895 und 1904 eine Dokumentation über die Indianer des amerikanischen Südwestens. Als anspruchsvollste ethnographische Fotodokumentation der Jahrhundertwende gilt jedoch das Lebenswerk Edward S. Curtis′, der mit finanzieller Unterstützung des Bankiers John Pierpont Morgan die Monografie The North American Indian schuf, die aus jeweils zwanzig Text- und Bildbänden mit Fotogravüren besteht und zwischen 1907 und 1930 veröffentlicht wurde. Gemeinsames Kennzeichen dieser frühen anthropologischen und ethnografischen Fotografie ist der Glaube an die Präzision und die unzweifelhafte Genauigkeit der Fotografie – Skepsis gegenüber dem Wahrheitsgehalt der Fotografie kommt erst später auf. „Die Fülle an Abbildungen in wissenschaftlichen Berichten um die Jahrhundertwende steht in deutlichem Gegensatz zu heutigen ethnologischen Publikationen, in denen Beweise und Belege eher durch Diagramme, Kurven und statistische Zahlenangaben geliefert werden“ (Markus Schindlbeck: Die ethnographische Linse – Photographien aus dem Museum für Völkerkunde Berlin, 1989, S. 9). Zu den neueren Vertretern einer kritischen ethnographischen Fotografie zählt beispielsweise Claude Lévi-Strauss, der seinen Bericht Traurige Tropen über die Indianervölker in Brasiliens Mato Grosso mit zahlreichen Fotografien illustrierte. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Ethnographische Fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Fotogramm Unter Fotogramm versteht man die direkte Belichtung von lichtempfindlichen Materialien wie Film oder Fotopapier. Im Gegensatz zur Fotografie wird dabei keine Kamera benutzt. Herstellung Entstehung eines Fotogramms: Eine räumlich ausgedehnte Lichtquelle (1) beleuchtet Objekte (2 und 3) die direkt vor dem lichtempfindlichen Film platziert wurden. Je nach Entfernung der Objekte vom Film wird ihr Schatten härter (7) oder weicher (5) konturiert. Bereiche die völlig im Schatten liegen (6) werden nicht geschwärzt, Bereiche die voll belichtet werden (4) werden maximal geschwärzt.   Ein Fotogramm erzeugt man, indem man mehr oder weniger transparente Objekte (2 und 3) zwischen einen lichtempfindlichen Film, Fotopapier oder einen elektronischen Sensor und eine Lichtquelle (1) bringt und dann belichtet. Die räumliche Ausdehnung der Lichtquelle und der Abstand der Objekte vom Film bestimmen dabei die Konturierung des Schattens (4 bis 7). Arbeitet man mit mehreren Lichtquellen oder bewegt diese, sind weitere Effekte möglich. Beispiele . Farbfotogramm von Zitronenscheiben und Tomatenpflanzen auf Cellophanpapier, Hintergrund: vergrößertes Papier im Negativhalter des Projektors   Die Vorläufer des Fotogramms finden sich bereits in der Frühzeit der Fotografie. Der Fotopionier William Henry Fox Talbot hat bereits um 1840 erste Fotogramme hergestellt, indem er Schreibpapier mit Kochsalz und Silbernitratlösung tränkte, Gegenstände darauf legte und im Sonnenlicht belichtete. Die so erstandenen Fotogramme nannte er fotogenische Zeichnungen (englisch: Photogenic drawings), was „durch Licht entstandene Zeichnungen“ bedeutet. Zur gleichen Zeit, ab 1839, entwickelte der Franzose Hippolyte Bayard seine „Dessins photogéniques“, Fotogramme von Pflanzen und gewebten Spitzen, der Amerikaner Mathew Carey Lea ab 1841 seine „Photogenic Drawings of Plants“ und Anna Atkins um 1850 ihre Fotogramme von Farnen und Federn. Ihr Ziel war die perfekte dokumentarische Abbildung der Natur. Der deutsche Maler Christian Schad entwickelte ab 1918 in Zürich die von Ihm so genannten „Schadographien“. Man Ray veröffentlichte ab 1922 seine „Champs Délicieux“ in Paris. Er bezeichnete die Technik als „Rayographs“ und nutzte sie zur Umsetzung seiner dadaistischen und surrealistischen Vorstellungen. Wichtigster Vertreter des Fotogramms in den 20er Jahren war der von 1923 bis 1928 lehrende Bauhausmeister Lászlo Moholy-Nagy (1895-1946), der die theoretische und experimentelle Grundlage für die Etablierung dieser damals neuen Kunstgattung schuf. In diesem Zusammenhang muss noch seine Heirat 1921 mit der Fotografin Lucia Moholy, geb. Schulz, erwähnt werden, der in Verbindung mit ihrem Mann eine wichtige Rolle zu Theorie und Praxis des Fotogramms zukommt. Neben Moholy-Nagy, Schad und Man Ray sollten auch El Lissitzky, Jaroslav Rössler, Luigi Veronesi, Kurt Schwitters und Ernst Schwitters, Piet Zwart, Raoul Hausmann, Edmund Kesting und Martha Hoepffner genannt werden, die bereits vor 1945 und teilweise auch danach als Fotogrammkünstler hervortraten. Nach 1945 wurde das Fotogramm in Deutschland von „subjektiven“ und „experimentellen“ Fotografen wiederentdeckt. Zu nennen sind hier Otto Steinert und Schüler, Kilian Breier, Gunther Keusen, Peter Keetman, Heinz Hajek-Halke, Chargesheimer, Lotte Jacobi, Roger Humbert, René Mächler, Kurt Kranz, Timm Rautert, Gottfried Jäger, Karl Martin Holzhäuser und Floris Michael Neusüss. Ab 1963 erweiterte Floris M. Neusüss sein künstlerische Repertoire des Fotogramms um seine großformatigen Körperfotogramme, seine sogenannten Nudogramme; später bezog er Elemente der Fotomalaktion und des Chemigramms mit ein. Schüler von Prof. Neusüss aus Kassel, wie etwa Thomas Bachler, Natalie Ital und Tim Otto Roth, arbeiten heute innovativ mit dieser Technik weiter. Ab 1968 entwickelten Gottfried Jäger, Hein Gravenhorst, Kilian Breier, Karl Martin Holzhäuser und Pierre Cordier das Konzept einer „Generativen Fotografie“, zu erwähnen sind hier neben Luminogrammen, Lochblendenstrukturen oder mechanisch optischen Untersuchungen auch Jägers Fotopapierarbeiten ab 1983 – konkrete Fotogramme – die die ureigensten Mittel des Mediums zu ihrem Gegenstand machen, ohne dabei ikonische oder symbolische Ziele zu verfolgen, ebenso Holzhäusers Lichtmalereien ab 1986, die er heutzutage wieder aufgreift und weiterentwickelt hat. Schüler von Prof. Jäger oder Prof. Holzhäuser aus Bielefeld, wie Ralf Filges, Hartwig Schwarz, Tom Heikaus oder Uwe Meise arbeiten heute innovativ mit dieser Technik weiter. In den USA sind es vor allem Georgy Kepes (1906-2001), Nathan Lerner (1913-1997) und Arthur Siegel (1913-1979), alle Schüler des in die USA emigrierten Moholy Nagy am New Bauhaus in Chicago, die die klassische Linie der am Bauhaus entwickelten Sprache in ihren Fotogramm-Kompositionen um 1940 fortsetzten. Der 1961 in Großbritannien geborene Adam Fuss, der in New York lebt, soll zum Schluss hier noch als aktueller Künstler eine Erwähnung finden. Konkrete Fotogramme Der Begriff „Konkret“ – in der Fotografie wie beim Fotogramm – wird heute, mehr als 70 Jahre nach dem „Manifest“ Theo van Doesburgs bewusst auf die Fotografie angewendet. Auch sei auf Max Bill verwiesen. Angeregt durch den Sammler Peter C. Ruppert, dessen Sammlung „Konkrete Kunst“ in Europa nach 1945 im Museum im Kulturspeicher Würzburg seit 2002 zu sehen ist, erschien 2005 ein begleitendes Buch mit dem Titel „Konkrete Fotografie“. In der Ausstellung 2005 wurden besonders viele konkrete Fotogramme von Fotokünstlern ab 1916 bis heute gezeigt. In der Geschichte der Fotografie gibt es um die Fotografie einige Begrifflichkeiten: Neben bekannteren Begriffen wie dokumentarische oder experimentelle Fotografie werden drei große Bereiche unterschieden: Abbilder (Feststellende Fotografie) Sinnbilder (Darstellende Fotografie) und Strukturbilder (Bilderzeugende Fotografie). Gottfried Jäger definiert diese drei Bereiche wie folgt: Zu 1: Abbilder, Feststellende Fotografie: gemeint ist die abbildende, berichtende, beweisende, dokumentierende, reproduzierende, gegenständliche, naturgetreue Fotografie, genannt auch direkte, feststellende Fotografie. Zu 2: Sinnbilder, darstellende Fotografie: bezeichnet man als Realität interpretierende Fotografien, wie subjektive, beeindruckende, überzeugende, kommentierende, kritische, parteiliche, teilnehmende, engagierte, anklagende oder eingreifende Fotografien, etwa für künstlerische, werbliche oder propagandistische Zwecke – mit kommentierendem Charakter, der die Dinge so wendet, wie sie der Autor sieht oder betrachtet wissen will. Zu 3: Strukturbilder, Bilderzeugende Fotografie: Schaffung neuer Bildstrukturen, Veranschaulichung abstrakter Ideen. Man spricht von schöpferischen, gestaltenden, formgebenden, konstruierenden, inszenierenden, experimentierenden, abstrakten, absoluten oder ungegenständlichen Fotografien. Man nennt diese Fotografie auch bildschaffende oder bilderzeugende Fotografie, deren Ergebnisse nennt man Strukturbilder. Im Jahr 1989, zum 150. Geburtsjahr der Fotografie, zeigte die Kunsthalle Bielefeld die Ausstellung „Das Foto als autonomes Bild - experimentelle Gestaltung von 1839 bis 1989“. Thematisiert wurden Strukturbilder, die mit dem Oberbegriff „Autonome Bilder“ zusammengefasst wurden. Das autonome Bild findet in künstlerischer Praxis und Kunsttheorie des frühen 20. Jahrhunderts seine Definition: Dabei geht es nicht mehr um die Nachahmung oder nachahmende Idealisierung eines Naturvorbildes, sondern um vom Künstler frei erfundene Gestaltungsinhalte, zumeist abstrakt oder gegenstandsfrei genannt, dessen gegenständliche Darstellung neuen, eigenen bildnerischen Kriterien zugrunde liegt. autonomes photogramm «positiv/negativ», ulli p., 1999 Die bilderzeugenden - nicht abstrakten oder darstellenden Fotografien - die von Anfang der Geschichte der Fotografie zwar existierten, für die es aber keine einheitliche Begrifflichkeit bis 2005 gab, wurden 2005 im neuen Buch „Konkrete Fotografie“, begleitend zur Ausstellung in Würzburg, mit eben diesem Begriff neu zusammengefasst. Konkrete Fotografien sind in diesem Sinne nicht semantisches Medium, sondern ästhetisches Objekt, nicht Repräsentat, sondern Präsentat, nicht Reprodukt, sondern Produkt, wollen nichts abbilden, nichts darstellen: sie sind Objekte, die auf sich beruhen, eigenständig, authentisch, autonom, autogen - Fotografien der Fotografie. Konkrete Fotografien sind nicht Abstraktionen von Etwas, es sind reine Fotografien, die gegen elementare Voraussetzungen des Medium verstoßen, Regeln brechen, gegen den Apparat angehen. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Fotogramm " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Fotomosaik Ein Fotomosaik von einem Ballon.   Ein Fotomosaik ist ein Kunstwerk, bei dem die Bildpunkte eines Fotos aus einzelnen Bildern bestehen. Von Weitem betrachtet verschmelzen die kleinen Bilder zu einem großen Gesamtbild. Das Erstellen von Fotomosaiks ist mit Computerprogrammen möglich. Um ein professionelles Fotomosaik zu erstellen, sind zahlreiche Aspekte zu beachten. Hauptsächlich gilt es, die Größe der Einzelbilder zu berücksichtigen. Soll ein Einzelbild aus dem Gesamtwerk noch gut und scharf erkennbar sein, sollte jedes Einzelbild mindestens einen Zentimeter groß sein. Gleichzeitig dürfen allerdings nicht zu wenig verschiedene Einzelbilder zur Verfügung stehen, damit das Hauptmotiv erkennbar bleibt. Ein einfaches Rechenbeispiel. Bei einem typischen Fotoformat (4 zu 3) und einer Postergröße von zum Beispiel 60 x 45 cm ist die folgende Basisrechnung sinnvoll: Es werden 60 x 60 Einzelbilder (= 3600 Einzelbilder) benötigt, um das Gesamtbild darzustellen. Dabei ist jedes Einzelbild mindestens einen Zentimeter groß, wenn man auch bei den Einzelbildern vom einem Bildverhältnis von 4 zu 3 ausgeht. Natürlich könnte man auch weniger Einzelbilder verwenden. Doch je weniger Einzelbilder verwendet werden, desto undeutlicher wird damit auch das Hauptmotiv. Eine DIN A4 Seite ist also ungeeignet für ein Fotomosaik. Bei dieser Bildgröße könnte man die Einzelbilder nicht mehr erkennen, da diese wesentlich kleiner als einen Zentimeter groß wären. Bei professionellen Fotomosaiks ist zudem die Frage der Auflösung je nach späterer Verwendung in einer Druckerei wichtig. Damit spielt es von Anfang an eine Rolle, in welcher Auflösung die Einzelbilder vorliegen und wie groß letztlich das Endformat werden soll. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Fotomosaik " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.       nach oben Holografie Unter Holografie fasst man Verfahren zusammen, die den Wellencharakter des Lichts ausnutzen, um anschauliche Darstellungen zu erzielen, die über die Möglichkeiten der klassischen Fotografie hinaus gehen. Neben räumlichen Darstellungen werden holografische Verfahren zunehmend auch in der Messtechnik eingesetzt. Raumdarstellung Bekannt sind vor allem Verfahren, die neben den bildlichen auch räumliche Eigenschaften eines abgelichteten Objekts in der Reproduktion sichtbar machen. Mittels Laserlicht wird dabei das gesamte Wellenfeld auf eine geeignete Fotoplatte abgebildet. Da das direkte Laserlicht mit dem vom Objekt reflektierten Laserlicht (auch) auf der Bildplatte überlagert wird und interferiert, enthält die holografische Bildplatte Informationen über Amplitude und Phase des vom Objekt kommenden Wellenfeldes und damit die Rauminformation über das Objekt - ein Hologramm ist entstanden. Im Gegensatz zur Stereografie, welche nur Amplitudeninformationen speichert, (Aufzeichnung von räumlichen Bildern mit konventioneller Fotografie) wird dabei kohärentes Laserlicht verwendet, um die Interferenzmuster, die ein Objekt im Strahlengang erzeugt, auf einem fotografischen Film abzubilden. Durchleuchtet man diese Bildplatte wieder mit monochromatischem Laserlicht der gleichen Wellenlänge, die bei der Aufnahme gewählt wurde, wird die ursprüngliche Wellenfront rekonstruiert. So erscheint nicht ein perspektivisches, sondern ein echtes dreidimensionales Bild des aufgezeichneten Objektes, da die gespeicherte Phaseninformation an einem jedem Bildpunkt Rückschlüsse auf die Laufzeit des Lichtes auf dem Weg vom Objekt zur Fotoplatte und damit die Oberflächenstruktur des Objekts ermöglicht. Verändert also ein Betrachter den Blickwinkel auf das Hologramm, so kann er weitere, zuvor verdeckte Teile des Objekts erkennen, was bei einer perspektivischen Zeichnung oder einem Bild nicht der Fall ist. Ein so entstandenes Abbild, manchmal aber auch die Fotoplatte selbst, wird als Hologramm bezeichnet. Während bei einem herkömmlichen Bild ein einzelner Punkt auf dem Bild einen Punkt des abgelichteten Objekts wiedergibt, ist es bei der holografischen Platte so, dass jeder Punkt der holografischen Platte Informationen über das Objekt enthält. Schneidet man eine holografische Platte in zwei Stücke, so kann man in jeder der beiden Hälften (je nach Blickwinkel) noch das gesamte Objekt betrachten, lediglich der Winkelbereich, unter dem das Objekt betrachtet werden kann, nimmt ab. (Vergleich: Durch eine Hälfte eines doppelflügligen Fensters kann man immer noch die gesamte Außenansicht betrachten.) Das Prinzip der Holografie wurde 1948 von dem ungarisch-britischen Physiker Dennis Gábor (1900-1979) entdeckt, der dafür 1971 den Nobelpreis für Physik erhielt. Eine Variante von Hologrammen sind so genannte Weißlichthologramme, die auch ohne Laser betrachtet werden können. Da das Interferenzbild nicht mit Fotokopierern dupliziert werden kann, werden solche Hologramme oft als Fälschungssicherung auf Druckerzeugnissen verwendet (z. B. bei Banknoten). Blick ins Holografiemuseum in Esens   Die historische Entwicklung Die bekannteste Person in Verbindung mit der Holografie ist wohl der Physiker Dennis Gábor als „Erfinder“ der Holografie. Doch seine Entdeckung im Jahre 1947, die den Höhepunkt einer langen Entwicklung darstellte, sollte nicht dazu dienen, Objekte dreidimensional abzubilden, sondern das Auflösungsvermögen von Mikroskopen zu verbessern. Bereits 1920 wollte der Physiker Mieczislav Wolfke die mikroskopische Abbildung in zwei Stufen unterteilen, indem man zuerst ein Zwischenbild mit Strahlen kurzer Wellenlänge (z. B. Röntgenstrahlen) erzeugt. In der zweiten Stufe sollte man das Zwischenbild mit normalem Licht betrachten können. Doch scheiterte diese Realisierung damals an experimentellen Schwierigkeiten. Erst Dennis Gábor konnte 28 Jahre später mit einem Modellversuch zur Realisierung des zweistufigen Abbildungsverfahrens unbewusst den Grundstein zur Holografie legen. Sein besonderes Verdienst bestand darin, gezeigt zu haben, wie die Information über die Phasen des Zwischenbilds durch Überlagerung der vom Objekt ausgehenden Welle und einer Referenzwelle auf direktem Weg gewonnen und fotografisch festgehalten werden konnte. Gábor unternahm den Versuch, das Hologramm eines kleinen 2mm² großen Dias aufzunehmen. Darauf standen die Namen dreier Physiker: Christiaan Huygens, Thomas Young und Augustin Jean Fresnel. Jedoch waren seine damaligen Möglichkeiten beschränkt, denn er musste beispielsweise eine Quecksilberdampflampe als Lichtquelle verwenden. Dafür musste er jedoch mit Hilfe eines Farbfilters und einer Lochblende arbeiten, um die Kohärenz zu steigern, was wiederum einen enormen Intensitätsverlust zur Folge hatte. Seinen Aufnahme-Aufbau bezeichnet man als „In-line-Methode“, da sämtliche Elemente in einer Reihe aufgebaut werden. Dabei verwendete er auch nur einen einzigen Lichtstrahl. Er arbeitete noch ohne Referenz- und Objektwellen. Das von ihm verwendete Dia war mit Ausnahme der schwarzen Buchstaben transparent. Das Licht wird aber an den Buchstabenrändern gebeugt, der kohärente Hintergrund, der Interferenzen erst ermöglicht, stammt von den transparenten Bereichen. Das Ergebnis war weniger befriedigend, da die drei Namen des Originals nur noch schlecht zu erkennen waren, und das Hologramm durch viele dunkle Flecken gestört wurde. Was ihn aber überraschte, war das Zustandekommen eines zweiten Bildes, das sich störend auf die Betrachtung auswirkte, da es sich mit dem eigentlichen Bild überlagerte. Dieses zweite Bild wird auch pseudoskopisches oder reelles Bild genannt, da es alle konkaven Wölbungen des Objekts konvex wiedergibt und umgekehrt alle konvexen Wölbungen konkav. Nach dem Erscheinen seiner Forschungsarbeit 1949 und 1951 kehrte er diesem Gebiet der Forschung enttäuscht den Rücken, weil er selbst mit seinen Ergebnissen unzufrieden war. Im Jahr 1959 erfuhr er überraschend, dass es den beiden Amerikanischen Wissenschaftlern Emmett Leith und Juris Upatnieks gelungen war, gute dreidimensionale Abbildungen von Objekten zu erzeugen, deren Herstellung zum größten Teil auf Gábors theoretischen Grundlagen beruhte. Sie führten das Zwei-Strahl-Verfahren ein, um das Problem des doppelten Bildes zu vermeiden. Nun konnte man das virtuelle Bild hinter dem Film getrennt vom reellen Bild vor dem Film begutachten. Als dann ein Jahr später der erste Laser von Theodore H. Maiman erfunden wurde (ein Rubinkristalllaser) und 1963 der He-Ne-Laser, begann die Renaissance der Holografie. 1963 wurden von E. Leith und J. Upatnjeks erfolgreich holografische Versuche durchgeführt. Schlagartig kam die Erfindung Gábors, für die zuvor keine Zukunft gesehen wurde, zu neuem Ansehen und zog die Interessen vor allem in den sechziger und siebziger Jahren auf sich. 1971 wurde Gábor für seine Entdeckungen mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet, 23 Jahre nach der Erfindung der Holografie. Und auch wenn Gábor selbst an einen Freund schrieb, er schäme sich fast, für eine so einfache Erfindung den Nobelpreis zu erhalten, ist das theoretische Prinzip doch ungewöhnlich und genial. In den Anwendungen der Forschung einerseits und auf dem Gebiet der Unterhaltung andererseits, stellt die Holografie auf jeden Fall eine große Bereicherung dar. Chronologie 1947 entwickelte Dennis Gábor das Prinzip der Holografie, ursprünglich mit der Intention, das Auflösungsvermögen von Elektronenmikroskopen zu verbessern. Zunächst war er auf die Verwendung gefilterter Lichtquellen angewiesen und arbeitete mit dem Prinzip der In-line-Holografie. 1960 Erfindung des Lasers durch Theodore Maiman. 1963 Verbesserung der Aufnahmetechniken durch Emmeth Leith und Juris Upatnieks durch Teilung der Aufnahmeanordnung in getrennten Objekt- und Referenzstrahl. 1964 Produktion des ersten Hologramms durch Leith und Upatnieks ("Train and Bird"). 1965 Erfindung der Weißlichtholografie durch Juri Nikolajewitsch Denisjuk. 1967 Durch einen Rubin-Laser wird das erste Hologramm einer Person möglich. 1968 Stephen A. Benton erfindet die Regenbogen-Transmissionsholografie. 1971 Verleihung des Nobelpreises für Physik an Dennis Gábor für die Erfindung der Holografie. Physikalische Details Aufnahme und Rekonstruktion Bei der normalen Fotografie wird lediglich die Intensität des einfallenden Lichtes auf dem Film gespeichert. Bei der Farbfotografie nimmt man zusätzlich noch die Farbe, also die Frequenz des Lichtes auf. Bei der Holografie wird nun die Phase und die Intensität gespeichert. Dies geschieht mit Hilfe der Interferenz. Um präzise Interferenzmuster zu erzeugen, verwendet man kohärentes Licht, in der Regel einen Laserstrahl, der mittels Streulinsen aufgeweitet wurde. Beleuchtet man mit kohärentem Licht ein beliebiges Objekt, wird dieses reflektiert und gestreut. Es entsteht ein Wellenfeld, das wir mit unseren Augen wahrnehmen. Dieses Wellenfeld wird Objektwelle genannt. Die Objektwelle überlagert sich mit dem einfallenden, ungestreuten Licht (der so genannten Referenzwelle) desselben Lasers, d. h. die Wellenfronten interferieren miteinander. Die entstehenden Interferenzmuster treffen auf eine Glasplatte oder einen Film, auf der sich eine lichtempfindliche Schicht befindet. Die Schicht reagiert nur auf die Intensität des Lichtes, durch die Interferenz der Wellenfronten wird aber die relative Phase (zwischen Objekt- und Referenzwelle) aufgezeichnet. Entwickelt man nun den Film, so werden die belichteten Stellen schwarz, es gibt also ein Interferenzmuster von schwarzen Linien, dazwischen ist nichts aufgezeichnet, es ist also nur der durchsichtige Film zu sehen. Die Linien sind sehr nahe beieinander, ein normaler Fotofilm wäre nicht in der Lage, solch feine Strukturen aufzuzeichnen. Vom Auge sind sie nicht zu erkennen. Bei der Rekonstruktion beleuchtet man die holografische Fotoplatte mit einer Welle, die mit der Referenzwelle identisch ist. Dabei wird das Licht am Interferenzmuster gebeugt und es entsteht die exakte Wellenfront der Objektwelle. Hinter dem Hologramm sieht man also den abgebildeten Gegenstand wie durch ein Fenster. Daher nennt man solche Hologramme auch Transmissions- oder Durchlichthologramme, weil Laser und Betrachter auf verschiedenen Seiten stehen. Da auch das ganze Wellenfeld vor und hinter dem aufgezeichneten Objekt rekonstruiert wird, können unsere Augen das Abbild jeweils aus leicht verschiedenen Richtungen (Augenabstand) sehen. Das Gehirn ist dadurch in der Lage, einen räumlichen Eindruck herzustellen. Dieser wird dadurch weiter verstärkt, dass man sich sogar im Wellenfeld hin- und herbewegen und so den Gegenstand aus verschiedenen Richtungen und, in begrenztem Ausmaß, auch um ihn herum sehen kann. Als Weiterführung der Aufnahmetechnologie kann die sogenannte „digitale Holografie“ (engl.: digital holography) bezeichnet werden. Hier wird der fotochemische Aufnahmeprozess durch eine hochauflösende elektro-optische Kamera ersetzt. Die Rekonstruktion des Bildes erfolgt danach digital, also durch numerische Rekonstruktion gemäß der Ausbreitungsgesetze des Lichts (Beugungstheorie). Unterschiedliche Vereinfachungen zur Beschleunigung des Berechnungsprozesses und Nachverarbeitungsschritte erlauben eine vollständige, dreidimensionale Rekonstruktion des Objekts. Dieses Verfahren wird häufig in der holografischen Mikroskopie eingesetzt. Weißlichtholografie Grundsätzlich werden alle Hologramme, die mit einer weißen Lichtquelle rekonstruiert werden können, „Weißlichthologramme“ genannt. Hierunter fällt das Denisjuk-Hologramm und das Regenbogenhologramm. Weißlichthologramme fallen immer unter den Begriff der Reflexionsholografie, da nur durch dieses Prinzip ein Hologramm durch weißes Licht rekonstruiert werden kann. Dabei treffen Objekt- und Referenzstrahl von unterschiedlichen Seiten auf die Hologrammplatte. Das Objekt steht im Strahlengang nach der Hologrammplatte und reflektiert das Licht zurück auf die durchstrahlte Hologrammplatte. Dabei bilden sich stehende Wellen aus, an deren Knotenpunkten die Feldstärke der oszillierenden elektromagnetischen Wellen gleich null ist. Durch die Aufzeichnung dieser stehenden Wellen nicht nur als zweidimensionale Intensitätsverteilung auf der Fläche der Hologrammplatte, sondern auch als dreidimensionale Abfolge von Gittern, bildet sich eine laminare Struktur mit einem „Lamellenabstand“ von einer halben Wellenlänge aus. Die Betrachtung von Reflexionshologrammen erfolgt genau aus der umgekehrten Richtung wie beispielsweise einem Seitenbandhologramm. Der Blick wird von der Seite auf das Hologramm gerichtet, von der zuvor die Referenzwelle auftraf. Dabei wirken die einzelnen Schichten bzw. Ebenen in der Tiefe der entwickelten Schicht, die hier ähnlich wie ein Kristallgitter funktionieren, wie ein Interferenzfilter in Reflexion. Das bedeutet in weiterer Folge, dass, entsprechend der Bragg-Bedingung , von der Hologrammplatte näherungsweise monochromatisches Licht zurückgeworfen wird. Betrachtet man nun das Hologramm unter weißem Licht, so wird genau die Wellenlänge zurückgeworfen, bzw. das Hologramm erscheint in der Farbe, deren Wellenlänge bei dem Abstand der einzelnen Lamellen konstruktiv interferiert. Denisjuk-Holografie Bei der Denisjuk-Holografie (nach dem Erfinder Juri Nikolajewitsch Denisjuk) wird der Laserstrahl nicht vorher aufgeteilt, sondern trifft auf das Objekt (Referenzstrahl) und wird dann am Objekt reflektiert. Dadurch wird der Referenzstrahl zum Objektstrahl. Der reflektierte Strahl und der Referenzstrahl können somit interferieren. Die Interferenz ist eine stehende Welle, die im Inneren der Hologramm-Platte aufgenommen wird. Die Besonderheit dieser Holografieart ist, dass das Hologramm mit einer weißen Lichtquelle rekonstruiert werden kann. Regenbogenholografie Bei der Regenbogenholografie von Stephen A. Benton wird im ersten Schritt eine Kopie eines bereits vorhanden Hologramms erstellt. Vor das Masterhologramm wird ein Spalt aufgestellt, der die Rekonstruktion durch eine weiße Lichtquelle ermöglicht. Der Laserstrahl geht also zuerst durch den Spalt und trifft dann auf das Masterhologramm. Das rekonstruierte Hologramm interferiert nun mit einem zweiten Referenzstrahl, welcher dann auf einer neuen Holoplatte aufgenommen wird. Rekonstruiert man nun das Hologramm mit einer Lichtquelle so kann man unterschiedliche Farben erkennen, allerdings nur in einer bestimmten Richtung zum Hologramm, schaut man zu weit links oder rechts auf das Hologramm, so ist kein Objekt mehr sichtbar     Denisjuk-Holografie nach der Rekonstruktion Denisjuk-Holografie Aufbau/​Aufnahme Kopieraufbau für die Regenbogenholografie Rekonstruktion Regenbogenholografie Anwendungen Holografie wird zunehmend in der Messtechnik eingesetzt. Dabei wird die fotografische Platte häufig durch elektronische Sensoren ersetzt und die Signale durch Computer verarbeitet: Röntgenholografie Am Berliner Synchrotron BESSY ist es Wissenschaftlern erstmals gelungen, Hologramme von Nanostrukturen aufzunehmen. Dazu wurde intensive Röntgenstrahlung verwendet. So konnten die magnetischen Domänen in einem Cobalt-Platin-Film mit einer Auflösung von 50 Nanometern abgebildet werden. Die Methode der Holografie kommt ohne optische Linsen aus. Mit optischen Mikroskopen lassen sich dagegen nur Strukturen mit einer Größe von 200 Nanometern auflösen. Konoskopische Holografie Die konoskopische Holografie ist ein optisches Messprinzip für die berührungslose Messung von Form- und Gestaltabweichungen. Time-Average-Holografie Eine weiteres Anwendungsfeld der Holografie ist die Time-Average-Holografie (oder „Zeitmittelungsholografie“). Man kann damit Schwingungen sichtbar machen, z. B. eine Lautsprechermembran, indem man sich zunutze macht, dass ein schwingendes Objekt sich in seinen Umkehrpunkten länger aufhält als an den übrigen Punkten (vgl. Sinusschwingung). Das Verfahren wird zur Optimierung von Klangkörpern bei Musikinstrumenten, zur Geräuschminimierung bei der Motorenherstellung sowie zur Beseitigung von Vibrationen in Präzisionsfertigungsmaschinen verwendet. Verformungsmessung Beim holografischen Echtzeitverfahren nimmt man zuerst ein Hologramm des Objektes im Ausgangszustand auf. Dann wird das Objekt einer Belastung ausgesetzt, z. B. einer Erwärmung oder mechanischem Druck. Durch die Überlagerung des Originalhologramms mit dem Bild des veränderten Objektes entstehen Interferenzstreifen. Diese lassen sich auch quantitativ auswerten und geben somit Aufschluss über geringste Deformationen, in der Größenordnung der verwendeten Lichtwellenlänge (beim Laser meistens 633 nm oder 532 nm). So lassen sich zum Beispiel geringste thermische Ausdehnungen oder Vibrationen in mechanischen Systemen genauestens ausmessen. Anwendungen sind beispielsweise die Geräuschreduzierung bei PKW-Motoren. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Holoografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Kirlianfotografie Die Koronaentladungs- oder Kirlianfotografie (auch Hochfrequente Hochspannungsfotografie) ist ein fotografisches Verfahren zur Visualisierung von Glimm- oder Koronaentladungen um Materie herum. Das Verfahren wurde von dem ukrainischen Ehepaar Semjon Kirlian und Valentina Kirlian ab 1937 entwickelt. Kirlianfoto zweier Münzen Funktionsweise Mittels eines elektrischen Wechselfeldes hoher Spannung werden Leuchterscheinungen an Objekten erzeugt und diese auf eine fotografische Platte gebannt. Diese Fotografie ist eine Hochspannungsphotographie, welche per fotografischem Verfahren die Abbildung einer Hochspannungsentladung leistet, bei der nicht nur Metallspitzen, sondern Körperteile, Tiere und Pflanzen als Elektrode dienen können. Die strahlenden Leuchterscheinungen, die auf der Photographie von der Elektrode (z.B. einem Finger) ausgehen, sind in diesem Sinne keine »geheimnisvollen Strahlen«, sondern selbstleuchtende Entladungskanäle. Die Entladung wird beeinflusst durch Form der Elektroden, Verteilung der elektrischen Leitfähigkeit, Feuchtigkeit, Verdampfung u.a. physikalische Faktoren. In einen abgedunkelten Raum wird eine Metallplatte gelegt. Auf dieser wird ein Isolator, z.B. eine dünne Keramikplatte, befestigt. Auf der Isolationsplatte wird nun der zu belichtende Film, mit der fotoempfindlichen Seite nach oben angebracht. Auf den Film kommt nun das zu fotografierende Objekt, z. B. ein Blatt oder auch ein Mensch. Wichtig dabei ist, dass das Objekt ein elektrischer Leiter sein muss. An die Metallplatte wird nun eine Hochspannung von etwa 20.000 Volt angelegt. Zusätzlich muss das Objekt mit der Masse des Apparates verbunden werden. Nun wird für etwa fünf Sekunden, je nach benötigter Belichtung, die Spannung eingeschaltet. Es entsteht rund um das Objekt eine Koronaentladung, die aus kleinen Blitzen besteht. Jeder kennt dieses Phänomen von statischer Entladung, wenn man z. B. an einem Auto einen leichten Stromschlag verspürt. In dem Bild dieser Koronaentladung glauben einige wenige Anhänger esoterischer Glaubenslehren die Aura des Objektes zu erkennen. Diese Zuschreibung wird aus den Reihen der Esoteriker jedoch ganz überwiegend von der Hand gewiesen, da die Aura gemeinhin als etwas völlig anderes, eigenständiges aufgefasst wird, das ganz unabhängig von der Nutzung einer Hochspannungsquelle existieren soll. Anwendungsgebiete Diese Art der Fotografie findet auch in der Alternativmedizin Verwendung, da sie Behauptungen zufolge Rückschlüsse auf die elektrische Leitfähigkeit von bestimmten Körperteilen erlaube. Ziel dabei ist zu beurteilen, ob vermutete energetische Leitbahnen, die Meridiane, im Sinne dieser Lehre blockiert seien. Fotografiert werden vorwiegend Hände (Fingerkuppen) und Füße (Zehen), denn nach Vorstellung der Traditionellen Chinesischen Medizin beginnen und enden die Meridiane nach der Akupunkturlehre an Fingerkuppen und Zehen. In einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts von November 2005 wird der Kirlianfotographie eine mangelnde Reproduzierbarkeit bescheinigt. Weitere Anwendungsgebiete bestehen in der Kunst und der Werbung. Geschichte und Entwicklung Der Ukrainer Semjon Davidowitsch Kirlian entdeckte 1937 diese Art der Fotografie durch Zufall, als er einen medizinischen Apparat reparieren sollte, und ließ das Verfahren 1949 mehrmals patentieren. Das patriotisch gesinnte Ehepaar schenkte alle Patente dem Staat. Später forschte er weiter mit seiner Ehefrau Valentina Kirlian und dem Arzt Ruben Stepanow an der Kirlianfotografie. Gefahren Wenn bei eingeschalteter Spannung die Isolationsschicht verlassen bzw. die Metallplatte berührt wird, kann dies zu lebensgefährlichen Zwischenfällen führen. Besonders gefährdet sind Personen mit Herzschrittmacher oder Herzschwäche. Bei unzureichender Belüftung können sich außerdem schädliche Mengen des durch die Hochspannung erzeugten Ozons ansammeln. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Kirlianfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Konzertfotografie Die Konzertfotografie ist ein spezieller Bereich der Reportagefotografie. Das Fotografieren auf Konzerten und Festivals, auf Freilichtbühnen oder in Hallen stellt besondere Ansprüche an den Fotografen und seine Technik. Neben ständig wechselnden Lichtverhältnissen, temporeichen Bühnenaktionen und enorm lauten Arbeitsbedingungen muss er auch mit dem Zeitdruck kämpfen, da im Normalfall das Fotografieren nur maximal während der ersten drei Stücke gestattet ist. Zweck Die Konzertfotografie erfolgt nahezu ausschließlich im Auftrag, zum einen für die Presse, zum anderen für den Veranstalter, das Management oder den Musiker. Rein künstlerische Fotografie ist hier seltener zu finden, auch wenn die Ergebnisse oftmals einen künstlerisch hochwertigen Charakter haben. Technik Aufgrund des oftmals vorhandenen Zeitdrucks durch Auftraggeber arbeitet ein großer Teil der Konzertfotografen mittlerweile nur noch digital. Nur so ist es möglich - wie auch in vielen anderen Bereichen der Reportagefotografie - den Kunden schnell mit Ergebnissen zu versorgen. Um für den Druck brauchbare Ergebnisse zu erzielen, muss auf hochauflösende Digitalkameras oder Filme zugegriffen werden. Dies hat insbesondere bei Hochglanzmagazinen und großformatigen Ausdrucken seine Berechtigung. Aufgrund der wechselnden und oft auch unbefriedigenden Lichtverhältnisse ist insbesondere bei den Optiken auf gute, vielmehr sehr gute Qualität zu achten. Lichtstarke Optiken sind oftmals genauso unverzichtbar, wie die von manchen Herstellern angebotenen Verwacklungsschutzoptiken, die, im Vergleich zu normalen Optiken, scharfe Fotos trotz längerer Belichtungszeit ermöglichen. Objektive mit Verwacklungsschutz erschließen dem Fotografen zwei bis drei zusätzliche Blendenstufen beim freihändigen Fotografieren. Blitze und auch Stative gehören für den Konzertfotografen kaum zur Ausrüstung. Blitzen ist in den meisten Fällen verboten und würde auch die Lichtsituation, die zum Zeitpunkt des Auslösens auf der Bühne geherrscht hat, auf dem späteren Bild nahezu zerstören. Stative sind im Normalfall hinderlich und werden von Veranstaltern meist als potentiell gefährlich nicht geduldet. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Konzertfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Kriegsfotografie Mathew Brady, Infanterist der Nordstaaten mit Familie im Camp nahe Washington D.C., 1862 Als Kriegsfotografie bezeichnet man im engeren Sinne die Fotografie, die Kriege, Krisen und bewaffnete Konflikte dokumentiert, also Reportagefotografie ist.   Begriffserweiterung Im weiteren Sinne können auch Fotografien, die der militärischen Aufklärung und Dokumentation dienen, so zum Beispiel Luftbildaufnahmen vor und nach Bombardements, als Kriegsfotografien bezeichnet werden. Eine weitere Sonderstellung nehmen Fotografien ein, die von einer beteiligten Konfliktpartei zu Propagandazwecken erstellt und eingesetzt werden. Eine neue Entwicklung, deren Auswirkungen noch nicht abzuschätzen sind, ist die durch Digitalfotografie und Internet zunehmend einfache Verbreitung von privaten Aufnahmen der Soldaten oder anderer Konfliktbeteiligter. Solche Aufnahmen spielten beispielsweise beim Folterskandal im Abu-Ghuraib-Gefängnis eine bedeutende Rolle. Geschichte Die Kriegsfotografie entstand im wesentlichen im Krimkrieg und im amerikanischen Sezessionskrieg. Professionelle Studiofotografen besuchten aus eigenem Antrieb heraus die Schlachtfelder nach den Kämpfen oder wurden von Regierungsseite dazu angehalten. Sie boten somit der Öffentlichkeit erstmals ein realistischeres Abbild, als es bei der sonst üblichen glorifizierenden Historienmalerei möglich war. Die Nordstaaten setzten im Sezessionskrieg unter der Leitung des renommierten Studiofotografen Mathew Brady professionelle Teams von 22 Einheiten ein, die mit komplett fahrbaren Entwicklungs- und Vergrößerungslabors ausgerüstet waren. Brady war es auch, der nach dem Krieg etliche Fotografien von Amputationsopfern und Invaliden veranlasste, denen mit frühen Formen der Plastischen Chirurgie ein einigermaßen menschenwürdiges Leben wiedergegeben wurde. Als Bilddokumente für die Medizingeschichte sind sie unerlässlich. Viele der im Ersten Weltkrieg gemachten Aufnahmen, die jahrzehntelang als authentisch galten, stellten sich in den letzten Jahren und Quellenstudium als im Nachhinein oder lange nach Abschluss der Kampfhandlungen gemachte Fotografien heraus. So war es selbst nach den Erfahrungen des Spanischen Bürgerkrieges zu Beginn des Zweiten Weltkrieges noch üblich, gestellte Aufnahmen aus Sicherheitsgründen zu fertigen. Meinungs- und Informationsfreiheit Kriegsfotografen versuchen Bilder für Nachrichtenagenturen zu machen – häufig unter Einsatz von Leib und Leben. Ihre unabhängige Arbeit ist für die Meinungs- und Informationsfreiheit besonders wichtig, da die kriegsführenden Parteien an Informationsverschleierung und Desinformation interessiert sind. Auch demokratische Staaten versuchen nach wie vor, sei es mit enormen technischem Aufwand oder gezielter Beeinflussung, Zensur auszuüben - vergleiche die Problematik der „Embedded Journalists“ im Dritten Golfkrieg. Bedeutende Kriegsfotografen (chronologische Auflistung) Roger Fenton, erster Auftragsfotograf, Krimkrieg, 1855, modifiziertes Kalotypieverfahren Mathew Brady (1823–1896) und Timothy H. O’Sullivan im amerikanischen Sezessionskrieg Robert Capa, Chronist der Invasion in der Normandie Lee Miller, dokumentierte die Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Dachau. George Silk, technisch versierter Fotograf, der in Neuguinea, an der Westfront und in Hiroshima die Schrecken des Krieges visualisierte. Margaret Bourke-White fertigte die erschütternden Fotodokumente vom Konzentrationslager Auschwitz. Nick Ut Eddie Adams James Nachtwey – der vielleicht derzeit bekannteste Kriegsfotograf. Er berichtete aus vielen Krisengebieten und wurde vielfach mit Preisen ausgezeichnet. Im Dezember 2003 wurde er im Irak durch eine Granate schwer verletzt. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Kriiegsotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Künstlerische Fotografie Als künstlerische Fotografie, Fotokunst oder Kunstfotografie werden Anwendungen fotografischer Mittel bezeichnet, bei denen ein Anliegen inhaltlich ausgedrückt werden soll (und deren Zweck meist nicht unmittelbar die kommerzielle Verwertung ist). Allgemeines In der künstlerischen Fotografie kann das Medium Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel oder zum Erzielen aufklärerischer, sozialkritischer oder anderer ideologischer bzw. politischer Wirkungen verwendet werden. Im Allgemeinen kann bei der künstlerischen Fotografie das Foto auch als Werk bezeichnet werden und ist als bildende Kunst zu verstehen. Nach dieser Definition bilden Fotos nicht immer die Wahrheit ab, sondern sind die Interpretation eines Moments. Solche künstlerischen Fotos sind zumeist Teile aus sogenannten Serien. Die Betrachtung der gesamten Serie, anstatt eines einzelnen Werkes, kann das Erfassen der beabsichtigten Aussage erleichtern. In der Kunstfotografie kann es auch zu Korrekturen am Bild im Labor oder am Computer kommen, dabei sind der Kreativität des Künstlers keine Grenzen gesetzt. Eine erste Kunstfotografie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bemühen, mit der Kamera die Malerei zu imitieren, einerseits wurden Bilder z. B. unschärfer gemacht, andererseits wurden in Studios Menschen in malerischen Umgebungen abgebildert, neben einer auf dem Teppich stehenden griechischen Säule beispielsweise. Die jüngere Differenzierung zwischen künstlerischer und angewandter Fotografie hat sich etwa ab 1945 herausgebildet. Die Anfänge der künstlerischen Fotografie setzen stilistisch in der Kunst des späten Biedermeier an, deren Ziel die möglichst authentische Darstellung der Wirklichkeit war. Vor allem die bei der Kamera zwingende scharfe Abgrenzung des Bildrandes durch das Bildformat war im Biedermeier bereits gemalt worden, um die Reihung der Motive als Teile ihrer Welt zu zeigen; Kleinbürgertum gegenüber der egozentrischen Sicht des Adels auf die Welt. Auf der anderen Seite war die Fotografie stilbildend für den Impressionismus (Momentfotografie), dessen erste Ausstellung in einem Fotoatelier stattfand, bei Nadar. Die künstlerische Fotografie löste sich jedoch rasch von dieser Zielsetzung und gliederte sich in zahlreiche Stilrichtungen und Genres auf. Zur künstlerischen Fotografie gehören zumindest teilweise die Stilrichtungen Dokumentar-, Reportage-, Porträt-, Industrie-, Architektur-, Werbe-, Mode-, Akt-, Natur- und Landschafts-, Genre- und Experimentelle Fotografie. Auch die Dokumentation und fotografische Interpretation künstlerischen Wirkens, wie beispielsweise der Aktionen und Werke des Künstlerpaars Christo und Jeanne-Claude können zur künstlerischen Fotografie gezählt werden. Kunstfotografie Bedeutende Vertreter: Edward Steichen Jan Saudek Helmut Newton Henri Cartier-Bresson Experimentelle Fotografie Genres: Dadaismus Surrealismus Typische Methoden: Fotografik Fotogramm Pseudo-Solarisation Schadografie Fotomontage Chemographie Bedeutende Vertreter: László Moholy-Nagy Man Ray Christian Schad Fotocollage und Fotomontage Bedeutende Vertreter: George Grosz, John Heartfield, Hannah Höch, Edith Lechtape Klaus Staeck Annegret Soltau Ausstellungen The Family of Man Weltausstellung der Photographie Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Künstlerische Fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Landschaftsfotografie Die Landschaftsfotografie setzt sich mit der Abbildung der belebten und unbelebten Umwelt des Menschen auseinander. Sie steht in einem engen Zusammenhang mit der Naturfotografie, der Architekturfotografie, aber auch der Stilllebenfotografie wenn sich die Betrachtungsräume beispielsweise den gestalteten Parks und Gärten annähern. Ansel Adams : The Tetons and the Snake River Herbstidylle im südlichen Wipptal Zireiner See mit Rofanspitze. Ihre Pioniere, im 19. Jahrhundert Hermann Krone, im 20. Jahrhundert Ansel Adams, suchten die vom Menschen nicht beeinträchtigte Umwelt zum Mittelpunkt ihrer Arbeit zu machen. Ihr Ziel war die möglichst „naturgetreue“ Abbildung. Zumeist wurden große Bildformate in Fachkameras genutzt. Seit dieser Phase hat sich die Landschaftsfotografie in viele Richtungen entwickelt. Die menschliche Intervention in die Landschaft wurde als bestimmendes Element aufgegriffen. Beispielsweise zeigt Margherita Spiluttini großformatige Abbildungen der vom Menschen in die Umwelt gesetzten Steinbrüche und der vom Verkehr und der Wasserkraftnutzung überformten Alpen. Über den menschlichen Eingriff oder die Dokumentation von aktuellen Ereignissen lässt sich auch ein Bezug zur Reportagefotografie herstellten. Vom Krieg geschundene Welten, aber auch Umweltkatastrophen bieten weiten Raum für die fotografische Arbeit. Während sich Spiluttini und viele andere Vertreter der Landschaftsfotografie der „exakten“ Abbildung widmen, verfremden manche zeitgenössische Fotografen wie der Finne Miklos Gaal reale Szenen mit den extremen Unschärfen, die durch die Verstellungen von Fachkameras möglich sind, zu surrealen Szenen, die an die Makroaufnahmen von Modelleisenbahnen erinnern. Darin könnte ein Aufgreifen der Ideen des beginnenden 20. Jahrhunderts gesehen werden, mit denen sich die Fotografie vom Zwang der exakten Abbildung befreite. Technik Abgesehen von bewussten gestalterischen Unschärfen, versucht man in der Landschaftsfotografie, Aufnahmen mit großer Schärfentiefe und Detailzeichnung herzustellen. Landschaftsfotografen haben meist genug Zeit, um ein Stativ aufzubauen und damit die optimale Perspektive und Ausschnitt zu suchen. Belichtungsreihen treten hier an die Stelle von Serienbildern. Bildschärfe Zur Erzielung optimaler Bildschärfe bei Landschaftsaufnahmen gelten folgende Parameter: Möglichst niedriger ISO-Wert, um Bildrauschen (bzw. Körnigkeit) zu minimieren. Am besten fotografiert man im RAW-Format um verlustfreie Bilder für die Nachbearbeitung herzustellen. 6 Megapixel reichen für den „Hausgebrauch“, schöpfen aber nicht das Auflösungsvermögen sehr guter Objektive voll aus. Hier sollten es 10-12 Megapixel sein. Möglichst gutes Objektiv, Festbrennweiten sind meist preiswerter und kompakter als vergleichbar gute Zoomoptiken. Auch gute Objektive sollten um mindestens zwei Stufen abgeblendet werden, höchstens aber „zwei Stufen vor ganz zu“. Oft sind das Blendenwerte um 5,6 bis 11. Daraus resultiert eine Belichtungszeit, die oft nicht aus der Hand verwacklungsfrei gehalten werden kann. Ein gutes Stativ ist daher das wichtigste Utensil des Landschaftsfotografen. Drahtauslöser (oder elektrischer Fernauslöser) bzw. Selbstauslöser und Spiegelvorauslösung reduzieren die Verwacklungen und sollten bei Aufnahmen vom Stativ immer verwendet werden, wenn es das Motiv erlaubt. Der Autofokus stört bei Landschaftsaufnahmen oft, manuelle Scharfstellung auf Unendlich (∞) ist meistens richtig. Filter Folgende Filter finden in der Landschaftsfotografie häufig Anwendung: Polfilter können blauen Himmel kräftiger erscheinen lassen und Spiegelungen auf Wasseroberflächen reduzieren. Seine Wirkung entfaltet er nur bei Seitenlicht. Verlauffilter dunkeln einen hellen Himmel ab und reduzieren so den Kontrastumfang des Bildes. Neutralgraufilter verlängern die Belichtungszeit, sodass Bewegungsunschärfe, insbesondere von fließendem Wasser, bildwirksam wird. Farbfilter (rot, grün, gelb, orange) werden nur in der Schwarzweißfotografie verwendet und können den Landschaftseindruck verstärken. Ein Gelbfilter arbeitet beispielsweise die Wolken vor blauem Himmel besser heraus, und ein Grünfilter differenziert das Blattgrün bei Waldaufnahmen. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Landschaftsfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Lomografie LOMO LC-A Fischaugen-Objektiv-Foto Wakayama LOMO-Kamera mit Vierfach-Objektiv Lomographie im Europapark Die Lomografie bzw. Lomographie ist eine Stilrichtung innerhalb der Fotografie. Der Begriff leitet sich von der Kleinbildkamera „LOMO Compact Automat“ (LC-A) der Sankt Petersburger Firma Lomo ab, wird inzwischen aber für eine ganze Stilrichtung verwendet, die eine Art „lässige“ Schnappschussfotografie propagiert.   Entwicklung der Lomografie Die Lomografie als "Kunstform" hatte ihren Ursprung in Wien, wo Studenten Anfang der 1990er mit ihren bunten Fotos auf großen Stellwänden (sogenannten "Lomowände") verschiedene Ausstellungen veranstalteten. Gegründet wurde die "Fotoinitiative Lomographische Gesellschaft" im Juni 1992 von Matthias Fiegl, Christoph Hofinger und Wolfgang Stranziger in Wien. Der neue Blick auf die Welt, ermöglicht durch „Hüftschüsse“ und ungeplante, experimentelle Schnappschüsse, zog bald weitere Fotoamateure in seinen Bann, was dazu beitrug, dass die technisch veraltete LOMO LC-A noch bis 2005 hergestellt wurde und sogar neue LOMO-Kameras entwickelt wurden (mit Vierfach- bis sogar Neunfachobjektiven und anderen, wie z.B. für Unterwasserfotos, für Farbänderung, mit Fischaugenobjektiv, etc.). Weltweit existieren heute lomografische Gesellschaften und Botschaften. Die Bilder, die als Lomografie bezeichnet werden, kann man prinzipiell mit jeder billigen Sucherkamera knipsen; „echte“ Lomografen schwören allerdings auf die 32-mm-Weitwinkeloptik, die – entwickelt nach Professor Radionov – übertrieben farbintensive und kontrastreiche Bilder liefert. Lomo-Bilder zeichnen sich durch die ungewöhnlichen Perspektiven und langen Belichtungszeiten (bis 2 Minuten) aus, wodurch häufig bunte und verwackelte Bilder entstehen, die eine neue und andere Sicht auf die fotografierten Gegenstände ermöglicht. Die „Lomographische Gesellschaft Wien“ empfiehlt bei der Entwicklung das Format 7x10 cm. Da dies aber heute kaum mehr angeboten wird, eignen sich aus Kostengründen auch 9x13 cm. Kontroverse analog-digital Durch den Siegeszug der schnelleren Digitalfotografie bzw. bedingt durch die Schwierigkeiten der schnellen Filmentwicklung entwickelt sich zunehmend ein Trend bzw. eine Abwandlung der Lomographie: Der „goldene Schuss aus dem Handgelenk”, die „Digigraphie” mittels günstiger Digitalkameras, was von traditionellen Lomographen allerdings konsequent abgelehnt wird. Zahlreiche Internetseiten zeigen sogenannte digitale Fotoblogs, die im Ansatz eine Weiterentwicklung der Lomographie sind. Die 10 goldenen Regeln der Lomografie Nimm die Kamera mit, wohin du auch immer gehst! Benutze sie Tag und Nacht! Lomografie ist Teil deines Lebens! „Schieß“ aus der Hüfte! Bring die gewünschten Objekte so nah wie möglich an die Linse! Denke nicht! Sei schnell! Es ist vorher nicht wichtig zu wissen, was du auf den Film gebannt hast! Erst recht nicht nachher! Denke nicht über Regeln nach! Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Lomografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Luftbildfotografie Luftbild aus dem Balkan Luftbild der Sahara Luftbild des Kurfürstlichen Schlosses in Koblenz   Als Luftbildfotografie (auch Luftfotografie oder Aerofotografie, engl. aerial photography) wird ein fotografisches Genre bezeichnet, bei dem fotografische Abbildungen des Geländes aus der Vogelperspektive heraus angefertigt werden; man spricht dann von Luftbildern oder Luftaufnahmen. Die Branche, die sich mit dem Anfertigen von Luftbildern beschäftigt, wird auch als Luftbildwesen bezeichnet. Thematisch verwandte Genres sind die Kite Aerial Photography, die Orbitalfotografie, die Astrofotografie und die Erstellung von Satellitenbildern. Befliegung und Auswertung Entsprechend der vorgesehenen Auswertung von Luftbildern werden die Fluglinien für einen Bildflug in Lage und Höhe genau geplant. Die Befliegung einer Landschaft erfolgt entweder, um Einzelaufnahmen bestimmter Objekte zu machen, oder um systematisch ein größeres Gebiet zu erfassen. In diesem Fall werden meist parallele Streifen mit 30−60-%-Überdeckung der Aufnahmen geflogen. Es wird dabei zwischen Geneigtaufnahmen und Senkrechtaufnahmen unterschieden. Senkrechtaufnahmen werden als Nadiraufnahmen geplant, wobei das einfallende Licht lotrecht in die Kamera gelangt. In der Praxis wird allerdings eine Abweichung von ca. 1−4° erreicht. Bei einer Geneigtaufname von 5−15° Kameraneigung gegenüber dem Lot spricht man von einer Steilaufnahme, bis 60° von einem Schrägbild und bis 90° von einem Flachbild, wobei diese meist den Horizont zeigen. Zur Stereoskopie und für quantitative Auswertungen (Höheneinmessung, Kartierung) werden ausschließlich Senkrechtaufnahmen verwendet. Die Bilder können als analoge oder digitale Aufnahmen angefertigt werden. Die Auswertung kann analog erfolgen (Einzelbildauswertung oder Stereophotogrammetrie) oder digital mit entsprechender Software. In diesem Fall sind analoge Bilder zuvor mit einem Scanner zu digitalisieren. Damit Luftbilder in einem GIS verwendet werden können, müssen sie zunächst auf jeden Fall entzerrt werden (Einzelbildentzerrung oder Erstellung eines Orthofotos aus zwei Bildern mit unterschiedlichen Blickwinkel). Die Vorteile von Luftbildern zu Satellitenaufnahmen liegen nicht nur in der höheren Auflösung (bis zu 3 cm pro Bildpixel je nach Flughöhe), sondern auch darin, dass man meist wolkenfreie Aufnahmen erhält, da die Flugzeuge im Normalfall unter der Wolkendecke fliegen (Ausnahme: hochfliegende Spionageflugzeuge wie die Lockheed U-2) oder genau dann fliegen können, wenn das Wetter geeignet ist, während der Satellit einer festen Umlaufbahn folgt. Die erstellten Aufnahmen sind nach der Landung verfügbar, wobei analoge Fotofilme erst noch entwickelt werden müssen. Einsatzgebiete Wichtige Einsatzgebiete der Luftbildfotografie sind: Photogrammetrie Geographie, Geologie und Kartographie Spionage und militärische (Luft- und Gelände-) Aufklärung Lokalisierung von Bombenblindgängern durch Auswertung von Kriegsluftbildern Ansichtskarten, Prospekte Stadtplanung und Landschaftsgestaltung Bauplanung Werbung und Image-Broschüren, TV-Berichterstattung Luftbildarchäologie Entwicklung und Geschichte Erste Luftbilder machte der französische Fotograf Nadar 1858 von einem Fesselballon aus. 1915 wurde die ersten Reihenmesskammern für Luftbildfotografie konstruiert. Während die Luftbildfotografie von Anfang an im militärischen Bereich Verwendung fand, interessierten sich ab etwa 1920 auch Naturwissenschaftler für die neue Technik. Die Luftbildfotografie ist heute eine wesentliche Grundlage zur Erstellung von Karten. Hierzu werden Aufnahmen in Lotrichtung verwendet. Ein Pionier der Luftbildfotografie war in den Sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts der Schweizer Georg Gerster ( Die Welt rettet Abu Simbel). Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind die Luftaufnahmen Mitteldeutschlands von Ernst Wandersleb von Bedeutung. In den vergangenen Jahren populär wurden Luftaufnahmen vor allem durch die Arbeiten von Yann Arthus-Bertrand ( Die Erde von oben) und die großflächige Verfügbarkeit von freien Kartendaten, etwa durch Google Earth oder Microsoft Windows Live Local.   Luftbildfotografie mit Flugmodellen und unbemannten Luftfahrzeugen Luftaufnahmen können auch von unbemannten Fluggeräten erstellt werden. Um 1910 wurde in Deutschland eine Rakete mit eingebauter Kamera konstruiert, die nach ihren Start einige Luftaufnahmen machen konnte, wobei die Kamera über ein Uhrwerk ausgelöst wurde, welches beim Start der Rakete aktiviert wurde. Für militärische Zwecke werden seit den 1930er Jahren Luftaufnahmen zu Aufklärungszwecken von unbemannten, ferngesteuerten Flugzeugen, den sogenannten Drohnen, durchgeführt. Seit einigen Jahren können diese Drohnen auch von Privatpersonen erworben und eingesetzt werden. Die Technik der Luftbildfotografie von Flugmodellen ist auch für Hobbybastler von großem Interesse: neben der Möglichkeit der Unterbringung einer fernbedienbaren Fotokamera, einer Film- oder Videokamera in einem geeigneten Flugmodell (ferngesteuertes Luftfahrzeug, Fesselballon, Drachen, Modellrakete) gibt es auch die Raketenkamera Astrocam von der Firma Estes. Die Astrocam ist eine Modellrakete, die mit in den meisten Ländern der Welt genehmigungsfrei fliegbaren Treibsätzen betrieben werden kann. Sie besitzt in ihrer Spitze eine Pocketkamera, die beim Auslösen des Fallschirms ein Bild macht. Nur wenn die Astrocam hierbei zum Boden zeigt, gerät das zu fotografierende Motiv, die darunter liegende Gegend, in ihr Blickfeld. Daher ist für das Gelingen etwas Glück nötig, denn der Fotograf hat keinen Einfluss auf das Motiv − es liegt somit eine echte "Luft lomografie" vor. Seit einiger Zeit gibt es von derselben Firma auch eine Modellrakete mit eingebauter Digitalkamera, die sogenannte Oracle, mit deren Hilfe man mehrere Luftbilder machen kann. Ein reizvolles Beispiel für Fotografien aus einem unbemannten, ferngelenkten Klein-Luftschiff sind die Aufnahmen von umfangreichen, vom Boden aus nicht überschaubaren Labyrinthen und Irrgärten des Fotografen Jürgen Hohmuth. Modellhelikopter sind seit den 1980er Jahren erfolgreich im Einsatz bei Fernseh- und Kinoproduktionen. Die Bedienung dieser Modellhelikopter ist allerdings äußerst schwierig. Zum Bedienen der Kamera wird zusätzlich ein sogenannter Kameraoperator eingesetzt. Kite Aerial Photography oder kurz KAP, ist eine Art der Fotografie, bei der die Zugkraft eines Drachens genutzt wird, um eine Kamera in eine luftige Position zu befördern. Ferngelenkte Luftschiffe und unbemannte Fesselballone werden vielfältig für die Erstellung von Luftbildern als Träger für ferngelenkte Kameraplattformen verwendet. Hier liegen die Vorteile in der Unabhängigkeit von Wind und in der hohen Nutzlast. Als Füllung wird vorwiegend Helium verwendet. Rechtliches In Deutschland galt bis 1990 eine Genehmigungspflicht für Luftbildaufnahmen. Nach Artikel 37 des 3. Rechtsbereinigungsgesetzes ist diese Genehmigungspflicht für Luftbildaufnahmen entfallen. Allerdings dürfen nach § 109 g Abs. 2 des Strafgesetzbuches auch aus Luftfahrzeugen sicherheitsgefährdete Anlagen zum Beispiel Bundeswehrstandorte und Kernkraftwerke nicht fotografiert werden. Nach deutschem Recht ist es außerdem nicht zulässig, mittels Aufnahmen aus Flugzeugen oder Helikoptern in die geschützte Privatsphäre einer Person einzudringen. (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2003, AZ: VI ZR 373/02, - Luftbildaufnahmen vom Ferienhaus) Technisches Je nach Gelände und Art der geforderten Aufnahmen kommt bei der Luftbildherstellung ein Flächenflugzeug oder ein Hubschrauber zum Einsatz. Aufgrund der vergleichsweise hohen Kosten bei Hubschraubereinsätzen ist deren Einsatz bei Auftragsproduktionen oft lokal beschränkt. Sämtliche deutschen, überregional operierenden Luftbildfirmen arbeiten daher hauptsächlich mit Kleinflugzeugen. Bilder aus fliegenden Passagiermaschinen sind oft enttäuschend, weil sie oft unscharf werden (Beeinträchtigung des Autofokus durch das Fehlen eines Fixpunktes) beziehungsweise eine andere Stimmung wiedergeben, als die, an die man sich erinnert; das kann mit der Beschichtung der Fenster, mit eventuell vorhandenen Zwischenfenstern oder der im Flugzeug herrschenden Beleuchtung zusammenhängen, deren Spiegelungen oder Farbcharakteristik unbeabsichtigt ins Bild miteingehen kann. Für exakt scharfe, druck- und vortragsreife Bilder höherer Auflösung, Schärfe und Farbtreue kann der versierte Fotograf auf ein größeres Kameraformat, höherempfindliche Filme, kürzere Verschlusszeiten, adäquate Filter oder gar Bildstabilisatoren (sowohl für Halterung, innerhalb der Kamera als auch in speziellen Objektiven) zurückgreifen. Professionelle Firmen arbeiten mit analogen Kameras der Filmformate 6x6 oder 6x7 cm (z.B. Pentax Asahi, Hasselblad) bis hin zum Filmformat 10x12 cm (~4x5 inch z.B. in Linhof Aerotechnika 45). Erst diese Kameras ermöglichen eine Qualität über die von Amateuren hinaus. In den letzten Jahren kommen auch verstärkt digitale Spiegelreflexkameras (sinnvoll ab 12 Megapixel und Vollformatsensor), aber auch Analogkameras mit digitalen Rückteilen (Auflösung bis ca. 35 Megapixel) zum Einsatz. Für die Kartografie kommen ausschließlich Messbildkameras mit Filmformaten bis zu 23x23 cm zum Einsatz, die in speziell eingerichteten Flugzeugen mit Bodenlucke gerade nach unten installiert werden. Seit einigen Jahren kommen auch digitale Großformatkameras und Mittelformatkameras zum Einsatz. Hiermit werden Bodenauflösungen bis zu 5 cm pro Pixel erreicht. Bei Einsatz von Hubschraubern werden mit Mittelformatkameras auch höhere Bodenauflösungen bis 1 cm möglich. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Luftbildfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Modefotografie Die Modefotografie ist ein Zweig der Fotografie, bei der Kleidermode meist zum Zwecke der Werbung und des Verkaufs abgebildet wird. In den vergangenen Jahren etabliert sich die Modefotografie zusehends als Kunstform, die in zahlreichen Museen und Galerien als eigenständiger Zweig der Fotografie ausgestellt wird. Geschichte Die Vorläufer der ersten Modefotografien stammen aus dem Jahr 1856. Adolphe Braun veröffentlichte ein Buch mit 288 Fotografien von Virginia Oldoini, Comtesse de Castiglione, einer toskanischen Edeldame am Hof Napoleon III.. Die Comtesse führte auf diesen Bildern ihre Garderobe vor und wurde so das erste Fotomodell der Geschichte. 1892 erschien die erste reproduzierte Modefotografie in der französischen Publikation "La Mode Pratique". Zu Beginn des 20. Jahrhundert erschienen Modefotografien in Zeitschriften wie "Harper's Bazaar" oder „Les Modes“. Zur gleichen Zeit etablierten sich eigene Fotostudios für Modefotografie in den europäischen Hauptstädten wie die Ateliers "Reutlinger", "Talbot" (Paris), "Willinger" oder "Binder" (Berlin). Als Condé Nast im Jahr 1909 das Magazin Vogue übernahm, begann die Modefotografie durch die neu entwickelten Inszenierungen der Bilder, die Baron Adolf de Meyer entwickelte, einen eigenen Status zu entwickeln. Meyer bildete die Fotomodelle in natürlicher Umgebung und natürlichen Posen ab. Die Modezeitschrift Vogue und ihre stärkste Konkurrenz, Harper’s Bazaar, führten die Modefotografie in den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts zu einer angesehenen Kunstform. Wichtige Protagonisten in dieser Zeit waren Edward Steichen, George Hoyningen-Huene, Horst P. Horst oder Cecil Beaton Auch surrealistische Fotokünstler wie Man Ray oder Lee Miller arbeiteten für dieses Genre . In Berlin etablierte Yva erfolgreich ihr Studio, in dem Helmut Newton ausgebildet wurde. Der zweite Weltkrieg bedeutete für die Modefotografie eine wichtige Zäsur. Der Schwerpunkt der Arbeit der Modefotografen verlagerte sich von Europa in die USA. Dort konkurrierten die beiden großen Magazine Vogue und Harper’s Bazaar um den Markt. Ihre Hausfotografen wie Irving Penn, Martin Munkacsi, Richard Avedon, Louise Dahl-Wolfe sollten den "Look" der Modefotografie für die nächsten Jahrzehnte entscheidend prägen. Die Modefotografie löste sich aus ihren starren Positionen und entwickelte eine freiere Bildsprache. Der Fotograf Martin Munkacsi lichtete 1936 als erster Models am Strand in sportlichen Posen ab und beeinflusste damit seine jüngeren Kollegen. Unter der künstlerischen Leitung von Alexey Brodovitch setzte gerade Harper’s Bazaar diese neue Bildauffassung in ihrem Magazin durch. Im deutschsprachigen Raum entwickelten sich in den Fünfziger- und Sechziger Jahren beispielsweise Regina Relang, F. C. Gundlach, Willy Maywald und später Walter E. Lautenbacher zu Größen der Modefotografie. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Modefotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Nachtfotografie Brandenburger Tor in Berlin Platz der Vereinten Nationen und Post Tower in Bonn Nachtaufnahme mit Autolichtern Blick auf Granada ( Spanien ) bei Nacht (vom Pico del Veleta aus)           Nachtaufnahmen oder auch Nachtfotografien wird ein Bereich der Themenfotografie bezeichnet, bei dem fotografische Aufnahmen bei speziellen Lichtverhältnissen – in der Dämmerung, bei Anbruch der Nachtstimmung sowie in Form von Langzeitbelichtungen in der Nacht unter Verwendung von Belichtungszeiten von einigen Sekunden bis Minuten durchgeführt werden. Sie bilden eine besonders schwierige Gruppe von fotografischen Aufnahmen. Die bevorzugten Motive sind Architektur, Stadtansichten oder Landschaften. Nicht selten werden auch Himmelsobjekte in das Motiv mit einbezogen, so dass der Übergang zur Astrofotografie fließend ist. Verwandte fotografische Genres sind die Astro- und die Landschaftsfotografie, in denen ähnliche Arbeitstechniken und Bildgestaltungen verwendet werden. In Nachtfotografien treten aufgrund der relativ langen Belichtungen (einige Sekunden bis Minuten) fotografische Effekte wie der Schwarzschildeffekt (in der analogen Fotografie) oder vermehrtes Rauschen (in der digitalen Fotografie) in Erscheinung (siehe Abschnitt Erläuterung einzelner Effekte). Voraussetzung für Nachtfotografien ist ein sicherer Stand der Kamera, hier bietet sich die Nutzung eines Stativs an. Lichtstarke Wechselobjektive helfen bei der Bildgestaltung, da sie ein vergleichsweise helles Sucherbild ermöglichen. Hochempfindliche Filme können eingesetzt werden, um den Schwarzschildeffekt zu reduzieren, häufig wird jedoch mehr Wert auf die bessere Schärfe, geringere Körnigkeit und kräftigere Farbwiedergabe normalempfindlicher Filme gelegt. Eine besonders attraktive Zeit für Nachtfotografien ist die so genannte Blaue Stunde, also die Dämmerung. Aus technischer Sicht sind auch die meisten Fotografien von Sonnenuntergängen zu den Nachtaufnahmen zu zählen. Verglichen mit anderen fotografischen Genres kennzeichnen Nachtaufnahmen folgende Merkmale, die auftreten können, aber nicht alle müssen: wenig Licht (z. B. während der so genannten blauen Stunde), Kunstlicht mit unsicherer Bestimmung der Farbtemperatur, Verwendung aufwändigerer Technik als sonst üblich. Die Available-Light-Fotografie ist im Gegensatz zu Nachtaufnahmen nicht an Tageszeiten gebunden. In der Available-light-Fotografie werden vergleichsweise kurze Belichtungszeiten verwendet. Ihr gestalterisches Ziel ist das Einfangen der Lichtstimmung vor Ort auch tagsüber z. B. in geschlossenen Räumen, ohne Zuhilfenahme zusätzlicher Lichtquellen wie Blitzlicht. Besonderheiten Bei Nachtaufnahmen sind einige Besonderheiten zu beachten, die sonst nicht oder weniger intensiv auftreten: Filmkorn bzw. Bildrauschen Lichthof Schwarzschildeffekt Gerade bei Nachtaufnahmen erreicht man oft enttäuschende Ergebnisse, weil das fertige Bild nicht die Stimmung wiedergibt, die man selbst erlebt hat. Dies betrifft insbesondere Farbtemperatur und Filmkorn bzw. Rauschen sowie Bildunschärfen wegen der sehr langen Belichtungszeiten und großen Blendenöffnungen. Filmempfindlichkeit Dabei ist es unerheblich ob man analog oder digital fotografiert: Es gibt sowohl hochempfindliche Filme als auch ebenso lichtempfindliche Digitalsensoren (handelsüblich derzeit bis ISO 3200/36° ohne Push-Entwicklung). Im Gegensatz zur Available-Light-Fotografie wird man für Nachtaufnahmen meist jedoch aufgrund der höheren Farbsättigung und des geringeren Korns niedrigempfindliche Filme einsetzen; dabei muss allerdings der Schwarzschildeffekt in der Belichtungszeit kompensiert werden. [ Farbwiedergabe Aufgrund der Fähigkeit der menschlichen Wahrnehmung zur chromatischen Adaption können Menschen die exakte Farbtemperatur einer Lichtquelle nicht objektiv beurteilen; die subjektiv wahrgenommene Farbstimmung weicht darüber hinaus auch von der Sensibilisierung der fotografischen Emulsion bzw. vom automatischen Weißabgleich der Kamera ab, da diese auf standardisierte „Normalbedingungen“ eingestellt sind; bei Nachtaufnahmen kommt in der Praxis häufig noch als zusätzliche Problematik das Mischlicht aus Lichtquellen unterschiedlicher Farbtemperatur hinzu. Objektivieren kann man diese Effekte nur mit Hilfe eines fotometrischen Belichtungsmessers (z. B. Gossen Mastersix in Verbindung mit Vorsatzgerät PROFi-color), wobei allerdings für exakte Messungen eine Lichtintensität von mindestens 10 Lux erforderlich ist (etwa 60-Watt-Glühbirne auf 1,5 Meter Entfernung in einem abgedunkelten Raum). Gerade unter den Bedingungen einer Nachtaufnahme wird es also für den Fotoamateur schwierig, die Lichtsituation objektiv zu bestimmen. Faustregeln gibt es nicht. Mit ein wenig Erfahrung und einer Farbtemperaturtabelle lassen sich jedoch die Wirkungen von Kunstlicht auf fotografische Emulsionen oder digitale Sensoren recht gut abschätzen. Körnung und Rauschen Die grobe Körnung eines fotografischen Films wird von manchen Fotografen gerne in Kauf genommen und als Effekt bewusst eingesetzt; legt man jedoch Wert auf eine feine Körnung und hohe Kantenschärfe, sollten Filme mit Empfindlichkeiten über ISO 200/24° unbedingt vermieden werden. Eine höhere Präzision der Belichtung erzielt man mit Diafilmen, während Negativfilme einen höheren Belichtungsspielraum bieten. Spezialfilme wie z. B. 'Kodak Professional Ektapress Film PJ800' können bis 6400 ASA belichtet werden und haben dabei eine noch akzeptable Körnung, die mit herkömmlichen 400-ASA-Filmen vergleichbar ist. Allerdings sind solche Filme und deren Entwicklung sehr teuer. In der Digitalfotografie weisen nahezu alle aktuellen Kameramodelle ein Dunkelrauschen auf, das teilweise durch Algorithmen der Kameraelektronik kompensiert – oder auch verschlimmert – wird. Zu den besten Ergebnissen gelangt man mit Empfindlichkeitseinstellungen um 100 ASA in Verbindung mit dem jeweiligen Rohdatenformat der Kamera. Das Rohdatenbild lässt sich dann bei der Bildbearbeitung mit speziellen Hilfsprogrammen wie Noise Ninja oder Neatimage, gezielt entrauschen und beispielsweise mit Photokit Sharpener oder FocalBlade nachschärfen. Soll das Rohdatenformat vermieden werden, hilft zweimaliges Belichten, zuerst mit offenem Verschluss und dann mit geschlossenem,so kann die Kamera das Rauschen teilweise herrausrechnen. Erläuterung einzelner Effekte Die folgenden Bilder wurden mit verschiedenen Aufnahmetechniken angefertigt und zeigen einige der vorher beschriebenen Effekte: Unschärfe Passeig de Gracia in der Innenstadt von Barcelona Aufnahmetechnik: EXA Rheinmetall 2,8/50 Festbrennweite KodaChrome 25 f=5,6 / ca. 2 s Obwohl die Kamera an eine Laterne gedrückt wurde, ist das Bild insgesamt unscharf, bei den Menschen erscheint unabwendbar Bewegungsunschärfe. Farbtemperatur Tossa de Mar an der spanischen Costa Brava Aufnahmetechnik: Canon EOS 50 E 1,8/50 Festbrennweite Kodak Gold 100 f=2,0 / 1/15 s Der Farbstich fällt besonders im rechten Bildteil auf. Das gesamte Bild wirkt wesentlich wärmer als es ursprünglich der Fall war. Die Beleuchtung der Burg erfolgt mit wärmeren Lampen als die Straßenbeleuchtung. Die Lampen wirken zwar wärmer, als sie in der Aufnahmesituation wahrgenommen wurden, dies wird aber im fertigen Bild meist als angenehm empfunden. Lichthof Lichterträume im Familiengarten Eberswalde Aufnahmetechnik: Canon G5 f=8 / 1 s Den Lichthof kann man bei allen im Bild sichtbaren Lichtquellen beobachten, besonders in der unteren Bildmitte und rechts beim roten Licht. Selbst die angestrahlten Blätter links oben überstrahlen. Stimmung Aufnahmetechnik: Ricoh RDC-i 500 f=2,8 / 1/15 s Das Originalbild gibt die (physikalisch) korrekten Farben wieder. Es wirkt etwas kraftlos, das Ergebnis ist nicht unbedingt befriedigend. Durch gezielte Farbkorrekturen am Computer kann die ursprünglich gesehene Stimmung bzw. eine übertriebene, kitschige Postkartenatmosphäre erreicht werden (Bilder 2 und 3). Sonnenuntergang in Dagebüll an der Nordsee, fast unbearbeitete Datei aus der Kamera Bild 2 - kanalgetrennte Tonwertkorrektur auf die tatsächlich vorhandenen Farbbereiche Bild 3 - kanalgetrennte Tonwertkorrektur mit drastischer Überbetonung des Rot- Kanals und Zurückdrängung von Grün und Blau   Aufnahmetechnik Für Nachtaufnahmen ist sehr preiswerte Fototechnik nur bedingt geeignet. Die Kamera muss ein abschaltbares Blitzgerät besitzen und möglichst über ein Stativgewinde verfügen; bei Analogkameras sollte die Filmempfindlichkeit manuell einstellbar sein bzw. bei Digitalkameras eine manuelle Empfindlichkeitswahl möglich sein. Als Notlösung kann man bei preiswerten Kameras den Blitz abdecken und darauf hoffen, dass die Kameraelektronik den Rest macht. Empfehlenswert ist der Belichtungsmodus manuell sowie manuelle Entfernungseinstellung, da einige Autofokus-Systeme in lichtschwacher Umgebung oft Probleme bereiten. Lichtstarke Wechselobjektive unterstützen die Arbeit, da sie die manuelle Fokussierung mittels der Einstellscheibe vereinfachen, sie sind aber nicht zwingend erforderlich. Weitere Beispielfotos Kölner Dom bei Nacht mit Altstadt Groß St. Martin in Köln bei Nacht Sankt Petersburg: Eremitage bei Nacht von der Newa aus gesehen Parlamentsgebäude am Spreebogen in Berlin Nachtaufnahme einer startenden FedEx A310 in Basel Explosion einer Silvesterrakete Skyline Frankfurt am Main Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche bei Nacht – Breitscheidplatz , Berlin-Charlottenburg Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Nachtfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Naturfotografie Kohlmeise Samtfußrübling   Naturfotografie ist ein Bereich der Fotografie, dessen Interesse der Natur, den natürlichen Phänomenen, Landschaften und Lebewesen gilt. Es kann zwischen künstlerischer Naturfotografie, dokumentarischer Naturfotografie zu wissenschaftlichen Zwecken und Naturfotografie als Unterhaltung und als Hobby des Amateurs unterschieden werden, wobei die Grenzen oft fließend sind. Es wird meist mit dem vorhandenen Licht und Tageslichtfilm gearbeitet, die vorgefundenen Situationen sollen möglichst natürlich wiedergegeben werden. Die als Kalender oder Fotoreportage beliebten, oftmals stimmungsvollen Darstellungen von Tieren, Pflanzen und Landschaften können u. a. von historischen Sujets der Malerei hergeleitet werden, insbesondere der Landschaftsmalerei der Romantik; eine Sehnsucht nach Freiheit, vermeintlicher Unverdorbenheit und Abstand zur Zivilisation findet hier Ausdruck.   Mit Naturfotografie beschäftigten sich u. a. auch bekannte Künstler und Fotografen wie August Sander, oder in der jüngeren Zeit beispielsweise Thomas Struth. Bekannte Naturfotografen Ansel Adams Frans Lanting Fritz Pölking Art Wolfe Alexander Ochs Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Naturfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Portraitfotografie Knut Steen Eleanor Roosevelt Jean-Francois Lyotard Leonard Bernstein Vadim Glowna   Als Porträtfotografie bezeichnet man ein fotografisches Genre, bei dem Porträts von Lebewesen angefertigt werden; Motive sind meist Menschen, häufig werden auch Tierporträts erstellt. Ziel der künstlerischen Porträtfotografie ist meist das fotografische Herausarbeiten des charakteristischen Wesens des Motivs. Eine Variante der angewandten Porträtfotografie findet sich in der Kriminalistik, wo derartige Bilder in der Anthropometrie sowie zur Anfertigung von Steckbriefen und Passfotos hergestellt werden. Porträtfotografien werden sowohl von Fotoamateuren als auch Berufsfotografen angefertigt; Letztere betreiben oft speziell eingerichtete Fotostudios, die Porträt-Ateliers. Geschichte und Entwicklung Die wohl erste kommerzielle Anwendung der Fotografie waren Porträts, die André Adolphe-Eugène Disdéri (1819–1900) ab 1854 erstellte (Visitenkartenporträts, carte-de-visite). In der Folgezeit entstanden zahlreiche Porträtstudios, die besonders vom mittelständischen Bürgertum frequentiert wurden. Es setzte eine Verdrängung des Gewerbes der Porträtmaler ein. Die Porträtfotografie hatte unabhängig von dem Sonderfall der Visitenkartenporträts eine große Bedeutung für die Fotografie der Frühzeit. Das Hauptproblem der langen Belichtungszeiten wurde durch spezielle Fixier- und Haltevorrichtungen wie Saronnys Universal-Kopfhalter und ein großes Maß an Geduld beim Porträtierten gelöst. Zu den Pionieren dieses Genres zählen unter anderem: Lewis Carroll, Julia Margaret Cameron, Franz Hanfstaengl, David Octavius Hill, Wanda von Debschitz-Kunowski und Nadar. Einige bedeutende Porträtfotografen: Richard Avedon Hugo Erfurth Gisèle Freund Yousuf Karsh Peter Lindbergh Arnold Newman Irving Penn Jim Rakete August Sander Michel Sima Albert Watson Recht Im Deutschen Reich gab es erstmals 1902 einen Gesetzesentwurf, der ein „Recht am eigenen Bild“ zuerkennt; siehe hierzu auch Bildrechte. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Portraitfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Produktfotografie Standardausleuchtung eines Produkts mit Softbox parallel zur Fotografierachse für gleichmäßige Ausleuchtung in die Tiefe. Gegenüber, parallel ein Reflektor zur Vermeidung von Schatten Die Produktfotografie ist ein wichtiger Teilbereich der Werbefotografie. Es geht hier um die angemessene (und das heißt in erster Linie: verkaufsfördernde) fotografische Präsentation von Waren und Gütern aller Art, wobei Aufnahmen für Produktkataloge, Prospekte, Plakate, Anzeigen in Zeitschriften und Zeitungen, Akzidenzbeilagen, Postwurfsendungen, Flyern, für Fernsehspots und auch im Internet verwendet werden. Vorbereitung Von der Ausleuchtung über die Perspektive bis hin zur möglichst vorteilhaften Farbgebung unter anderem durch Wahl des passenden Filmmaterials (mit warmem oder kaltem Grundton beziehungsweise in der Digitalfotografie der korrekten Farbbalance und des Weißabgleichs) müssen zahlreiche Aspekte berücksichtigt werden, um ein möglichst überzeugendes Bildergebnis zu erzielen. Insbesondere steht der spätere Verwendungszweck im Vordergrund: Eine Aufnahme für ein Hochglanzmagazin muss andere Anforderungen erfüllen als eine solche fürs Fernsehen. Gestaltung Da zahlreiche Produkte wie etwa Kühlschränke, Glühbirnen oder auch Maschinenteile für sich genommen kaum einen Aufmerksamkeitswert besitzen beziehungsweise wenig attraktiv sind, wird bei deren fotografischer Darstellung häufig auf eine interessante Lichtführung unter Umständen mit grafisch wirkenden Schattenwürfen, eine überraschende Perspektive und gegebenenfalls aufmerksamkeitssteigerndes Beiwerk wie Dekorationen gesetzt. Dabei spielt allerdings auch die jeweilige Zielgruppe eine entscheidende Rolle: Bei Aufnahmen für eine vorwiegend von "Insidern" gelesene Fachzeitschrift oder einen Messekatalog (oder auch ein Lexikon wie die Wikipedia) hat in der Regel nicht die suggestive und persuasive Wirkung der Bilder im Vordergrund zu stehen, sondern deren sachlicher Informationsgehalt. Der Übergang von der dokumentierenden Sachaufnahme zur Produktfotografie (und von dieser zum künstlerischen Stillleben) ist jedoch fließend. Composing Produktfotos werden, zum Beispiel mittels der Fotomontage, oftmals auch nachträglich mit diversen Szenen, Umgebungen und Lokalkolorits assoziiert, die als Bildinhalt vielfach sogar in den Vordergrund treten können, um dem Produkt selbst ein bestimmtes Image zu verleihen: Der Cowboy vorm Sonnenuntergang in der Prärie (bekannt aus der Zigarettenwerbung) oder ein fast schon unwirklich sonniger Sandstrand mit antiker Marmorstatue in Zeitschriftenanzeigen für einen griechischen Branntwein sind Beispiele hierfür. Täuschung Bisweilen werden potentielle Konsumenten sogar hinsichtlich des Produkts selbst vorsätzlich getäuscht, wie etwa vielfach in der Food-Fotografie: Da zahlreiche Speisen nach ihrer Zubereitung gar nicht lange genug haltbar beziehungsweise angenehm anzuschauen wären, bis die Aufnahmen gemacht wären, treten "Modelle" und Attrappen unter anderem aus Kunststoffschäumen und Schaumpolystyrol an ihre Stelle, die mit teilweise hohem Aufwand von Food-Stylisten angefertigt werden. Das ist meist auch der Grund, weshalb es Amateuren mit ihren Mitteln kaum gelingt, derart gelungene und "appetitanregende" Fotos - wie zum Beispiel in Kochbüchern zu sehen - anzufertigen. Bildbearbeitung Die elektronische Bildbearbeitung hat in den letzten beiden Jahrzehnten umfassenden Eingang in die Produktfotografie gefunden. Dies führte zu einem enormen Aufschwung, der sich nicht zuletzt der großen Zahl von Dienstleistern widerspiegelt, die sich in diesem Bereich anbieten. Eine herausragende Rolle spielt bei der Anfertigung von Produktfotos die Tabletop-Fotografie. Wichtig ist hierbei auch die Technik des Freistellens. Bekannte Fotografen Maßstäbe in der Sach- und Produktfotografie setzte unter anderem der deutsche Fotograf Albert Renger-Patzsch, der unter anderem für Pelikan und die Jenaer Glaswerke arbeitete. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Produktfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Reisefotografie Die Reisefotografie hat ihre Wurzeln in der fotografischen Dokumentation der wissenschaftlichen Erkundungen des 19. Jahrhunderts (siehe auch wissenschaftliche Fotografie, Expedition (Forschungsreise) und Reise). Sie diente schon damals dem Festhalten der Landschaften, Pflanzen, Tiere sowie Menschen und ihrer Gebräuche und hat die Malerei zu diesem Zweck weitgehend abgelöst. Insbesondere wurde ihr ein besonderer Dokumentationscharakter zugebilligt (siehe Theorie der Fotografie). In manchen Fällen musste jedoch tatsächlich von den idealisierten Darstellungen der Maler des 19. Jahrhunderts Abschied genommen werden. In technischer Hinsicht hat die Entwicklung des Negativ-Positiv-Prozesses (zum Beispiel nasses Kollodiumverfahren im Jahr 1851) durch die dadurch gegebene Möglichkeit der einfachen Vervielfältigung sowie der laufend erhöhten Lichtempfindlichkeit des Materials der Fotografie als Dokumentationsmedium zum Durchbruch verholfen. Zu jener Zeit mussten die Fotografen jedoch die fotografischen Platten direkt vor ihrer Belichtung herstellen und sofort entwickeln. Besonders bewegte Objekte konnten nur bedingt aufgenommen werden. Viele Bilder wirken daher gestellt und künstlich arrangiert. Der Aufwand zur Fotografie wurde erst durch die Entwicklung des Filmes und immer kleinerer Kameras vermindert (siehe auch Chronologie der Fotografie). Je geringer der technische Aufwand zur Fotografie wurde, umso mehr entwickelte sich die Reisefotografie zu einem Medium der breiten Massen. Zusammen mit dem Aufkommen des Massentourismus wurde die verbildlichte Erinnerung an den eigenen Urlaub für viele Menschen zu einem Hauptmotiv zur Auseinandersetzung mit dem Lichtbild. Heute wird die Fotografie als Reiseerinnerung durch die digitale Fotografie weiter verbreitet sowie durch die „Handy-Fotografie“ auch den fotografisch Unkundigen eröffnet. Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Reisefotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Reportagefotografie   Die Reportagefotografie, der Fotojournalismus oder die Bildberichterstattung verwendet die Ausdrucksformen und Mittel der Fotografie, um Reportagen (von französisch reportage, siehe Reporter), das heißt Berichterstattungen über Hintergründe in Politik, Kultur, und anderen Bereichen von gesellschaftlichem Belang (z. B. Gerichtsverhandlungen, Unglücksfälle oder Verbrechen), zu illustrieren oder ausschließlich in bildhafter Weise darzustellen. Berichterstatter ist der Foto-Reporter. Fotojournalisten in Indianapolis Fotojournalist bei der Kieler Woche 2007     Diese Art der Fotografie ist gekennzeichnet durch: Zeitlichen Bezug zur Abfolge eines Ereignisses das Bemühen um Authentizität Erzählcharakter zusammen mit anderen Methoden der Reportage Geschichte Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Bildbericht ein integraler Bestandteil der Zeitungen und Magazine ( Picture Post, Paris Match, Life, Sports Illustrated, The Daily Mirror (London), The Daily Graphic (New York)) und sprach so große Lesergemeinden der 30er bis 50er Jahre an. In den USA ergaben die sozialdokumentarischen Arbeiten der Farm Security Administration 1935–1942 und ihrer Fotografischen Sektion geleitet von Roy Stryker ein erhebliches Archiv des Lebens jener Zeit. 1947 wurde die Agentur Magnum Photos gegründet, deren Mitglieder bis heute eine herausragende Position einnehmen. Ethische Überlegungen Am Beginn der geschichtlichen Entwicklung der Fotografie war diese von der Überlegung getragen, ein möglichst realistisches Abbild der „wahren“ Umwelt zu erstellen. Dies ist schon allein deshalb nicht möglich, weil die Fotografie den dreidimensionalen Raum auf eine Ebene mit beschränktem Ausschnitt reduziert. Dies kann die Bildaussage des Motivs unter Umständen bis zur Karikatur verzerren. Dennoch werden fotografischen Bildern hoher Wahrheitsgehalt und große Glaubwürdigkeit zugedacht. Der Reportagefotograf hat daher eine hohe ethische Verantwortung, wenn er sich nicht als ein Instrument der Propaganda verwenden lassen möchte. Ebenso ist die Grenze zur Verletzung der Intimsphäre und einer reinen Befriedigung der Sensationsgier (beispielsweise durch die inzwischen im Metier der Fotografen verbreiteten Paparazzi) schnell überschritten. Technik Die Entwicklung transportabler, kleiner Kameras (z.B. Leica) und empfindlicher Filme ermöglichte seit Beginn des 20. Jahrhunderts die Aufnahme am Ort des Geschehens sowie die Erfassung bewegter Vorgänge. Dies revolutionierte auch die Berichterstattung von den Kriegen jener Zeit: Die Fotografie konnte das Grauen der tatsächlichen Kampfhandlungen und des alltäglichen Sterbens im Feld transportieren. Heute hat die Digitalfotografie eine Vormachtstellung erobert und ermöglicht eine weitere Beschleunigung der Berichterstattung. Unter der im Vergleich zum Film noch leichteren Manipulierbarkeit dieser Fotos hat allerdings die Glaubwürdigkeit weiter gelitten. Weitere Fotografen Eddie Adams Werner Bischof Margaret Bourke-White Henri Cartier-Bresson Robert Capa Julia Margaret Cameron Luc Delahaye Walker Evans Arthur Fellig alias Weegee Roger Fenton Nachum T. Gidal Olivia Heussler Walter Iooss André Kertész Dorothea Lange Robert Lebeck Neil Leifer Mary Ellen Mark James Nachtwey Ruth Orkin Jacob August Riis Henry Peach Robinson Sebastiao Salgado W. Eugene Smith Ami Vitale Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Reportage fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Satellitenfotografie Satellitenfoto des Großen Barriere Riffs in Ost- Australien Als Satellitenfotografie wird das technische Verfahren zum Erstellen eines meist hochaufgelösten Fotos aus dem Orbit eines Planeten von dessen Oberfläche mit Hilfe eines Satelliten bezeichnet. Ursprünglich wurde die Technik für militärische Zwecke während des Kalten Krieges entwickelt und genutzt, um die Truppenbewegungen feindlicher Staaten überwachen zu können. Die zivile Nutzung begann 1960 in Wettersatelliten. Einer der bekanntesten Satelliten für die Erdbeobachtung ist Envisat. Auch für die Beobachtung anderer Himmelskörper wurde und wird die Satellitenfotografie eingesetzt. Darunter beim irdischen Mond ( Lunar Orbiter), Mars ( Mars Express), Venus ( Venus Express), Jupiter ( Galileo-Raumsonde) und Saturn ( Cassini-Huygens). Dagegen werden Fotos, die zwar von Satelliten erstellt werden, aber nicht die Oberfläche eines Planeten zeigen, der Astrofotografie zugerechnet. Beispiele für solche Satelliten sind das bekannte Hubble-Weltraumteleskop oder das Solar and Heliospheric Observatory.     Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Satelliten fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Serienfotografie Als Serienfotografie bezeichnet man eine Ausdrucksform der Fotografie, bei der eine Folge von fotografischen Aufnahmen zu einer Reihe oder Serie kombiniert werden. Serienaufnahmen auf einem oder mehreren Bildträgern werden heute für die Analyse von Bewegung genutzt, etwa im Leistungssport. Während die dafür verwendeten Kameras früher vor allem aus Kosten- und Aufwandsgründen eine berufliche Verwendung notwendig machten, sind mit den heute möglichen digitalen Mitteln, aber auch mit billigen Einfachkameras Anwendungen auch im Hobby- und Kunstbereich machbar. Die Grenzen zur Photomontage und zur Filmkamera bzw. zu Stroboskopaufnahmen sind hierbei fließend. Bildserie aus mehreren Bildern Die Bildserie kann sowohl Zeit überbrücken, also beispielsweise eine Chronologie zeigen (ein Baum zu verschiedenen Jahreszeiten), als auch Raum überbrücken, also Szenen aus verschiedenen Regionen der Erde gegenüberstellen. Diese Form der Serienfotografie wird beispielsweise in der Chronofotografie (auch Fotochronografie) genutzt. Eadweard Muybridge fotografierte u.a. 1872 für Leland Stanford die Bewegungsphasen eines galoppierenden Pferdes mit zunächst 12, dann 24 und schließlich 36 synchronisierten Fotoapparaten, wobei die wohl ersten Serienfotografien im engeren Sinne entstanden. Muybridges veröffentlichte seine Arbeiten in den Bänden Animal Locomotion und The Human Figure in Motion, die ausschließlich aus Bildtafeln mit Serienfotografien bestanden. Andere Pioniere der Momentfotografie und ihrer Weiterentwicklung zum bewegten Bild sind Étienne-Jules Marey und der Erfinder des Schlitzverschlusses Ottomar Anschütz. Woman Walking Downstairs aus The Human Figure in Motion. Diese Bildfolge regte Marcel Duchamp zu dem Gemälde Akt, eine Treppe herabsteigend an. Animation aus Fotos von Muybridge   Bildserie in einem Einzelbild Die Einzelbilder einer Serie von Bildern können auf ein einziges Negativ bzw. Positiv belichtet werden; man spricht dann von einer Mehrfachbelichtung. Besonders beliebt ist hierbei die Kombination mit einem Stroboskopblitz, mit dem beispielsweise die einzelnen Phasen einer Bewegung in einem einzigen Bild festgehalten werden können. Auch diese Form der Serienfotografie wird in der Chronofotografie genutzt. Étienne-Jules Mareys chronofotografische Flinte aus dem Jahr 1883 hielt beispielsweise eine ganze Serie von Belichtungen auf einer einzigen Platte fest.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Serien fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Schnappschussfotografie Der Begriff der Schnappschussfotografie bezieht sich in der Fotografie auf eine weite Palette von Arbeiten, die sich zumeist mit der Darstellung von Motiven ohne gesondertes vorheriges Arrangement auseinandersetzen. Wurzeln in der Amateurfotografie Mit der Einführung einfacherer Kameras und dem Entstehen der industriellen Filmherstellung und -entwicklung am Ende des 19. Jahrhunderts (siehe Kodak und Kodak No. 1) konnten weite Kreise der Bevölkerung ohne besondere Vorbildung fotografisch arbeiten. Seit damals entsteht eine große Anzahl von Bildern, die das Leben im Alltag, zu Hause und im Urlaub dokumentieren (siehe auch Reisefotografie). Dieser Trend wird durch die Digitalfotografie und ihr Eindringen als permanenter Begleiter im Alltag (z.B. durch die Miniaturisierung der Kameras und ihre Integration in die immer mitgeführten Mobiltelefone/Handy-Kameras) verstärkt. Der Großteil dieser Aufnahmen wird nur für den Eigengebrauch erstellt. Die Rechte der Fotografierten und das Privatleben Dritter darf hierbei jedoch nicht zu kurz kommen. Fotografie des Öffentlichen Raumes Im englischen Sprachraum wurde das Genre der 'Fotografie des Öffentlichen Raumes' (englisch: street photography) bekannt. Der Fotograf stellt damit seine Sicht der Welt dar (vergleiche auch Reportagefotografie). Oft bedient sich der Fotograf auch dabei einer Ästhetik des Schnappschusses. Namhafte Fotografen: Eugène Atget Brassaï (Gyula Halász) Henri Cartier-Bresson Weegee Walker Evans Diane Arbus (1923 - 1971) Robert Frank Garry Winogrand William Klein William Eggleston Lee Friedlander Martin Parr Lomografie und digitale Techniken Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde der Schnappschuss auch die treibende Kraft der Lomografie. Der weitgehende Verzicht auf die Belastung der technischen Perfektion ermöglichte spontanes Reagieren. Die mit der Lomografie modern gewordenen und akzeptierten Techniken werden zunehmend auch mit den digitalen Kameras aufgegriffen und mit Videos und Tonaufnahmen verquickt.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Schnappschussf otografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Sozialdokumentarische Fotografie Die Sozialdokumentarische Fotografie trat insbesondere durch die fotografische Praxis der Farm Security Administration (FSA) ins Bewusstsein der Foto- und Kunstgeschichte. Für die FSA fotografierten mehrere Fotografen, die Fotogeschichte schrieben, wie z. B. Walker Evans und Dorothea Lange. Sie dokumentierten in beeindruckender Weise für die FSA die Lebenssituation armer Farmer, deren ökonomische Existenz bedroht war. Diese Werke waren bei der fotografischen Dokumentation sozialer Probleme stilbildend. Merkmale der Sozialdokumentarischen Fotografie Die vornehmlich im 20. Jahrhundert unter dem Begriff Sozialdokumentarismus (auch 'Sozialfotografie') zusammengefasste fotografische Tradition widmet sich regelmäßig 'gesellschaftlichen Gruppen', die sozio-ökonomische wie kulturelle Gemeinsamkeiten besitzen. 'Anlässe' sind regelmäßig als beschämend, benachteiligend, ungerecht oder schädigend empfundene Lebens- und/oder Arbeitsbedingungen sowie Armut. Die Beispiele sind vielfältig: Kinderarbeit, Kindesvernachlässigung, Obdachlosigkeit, Armut von gesellschaftlichen Schichten, von Kindern und Alten, Arbeitsbedingungen in brasilianischen Goldbergwerken, Wohnen in Trabantenstädten, verarmende Landwirte, gefährliche industrielle Arbeitsbedingungen usw. Die 'Intentionen' der fotografischen Autoren bewegen sich zwischen emphatischer Dokumentation und konkreter Anklage gesellschaftlicher Ungleichheit. Sozialdokumentarische Fotografie ist bis heute überwiegend 'schwarz-weiß'. Das hat vielfach ästhetische Gründe, andererseits erscheinen die farblich eher eindimensionalen Aufnahmen vielen Autoren wie Betrachtern direkter und eindrücklicher. Die so entstandenen Fotografien verstehen sich immer als eine 'Werkgruppe', die für die 'Veröffentlichung' bestimmt ist. Sie bedürfen des erläuternden Textes, zumindest aber eines Titels, der das Anliegen bzw. das Thema benennt. Geschichte Schon im 19. Jahrhundert waren Lebenslagen der Unterschichten Gegenstand der Fotografie. Henry Mayheur und John Brinny veröffentlichen mit dem Buch "London Labour And The London Poor" (Arbeit und Armut in London) eine Darstellung der Lage der Londoner Arbeiterschaft. Für die Illustration des Bandes lagen Fotografien zugrunde. Thomas Annan publizierte mit "Photographs of the Old Closes and Streets of Glasgow 1868-77" (Fotografien der Gassen und Straßen des Glasgow von 1868-77) eine Dokumentation der städtebaulichen Situation in den Glasgower Elendsvierteln. Ein weiteres englisches Beispiel ist das von Smith und Thompson 1877 herausgegebene Buch "Street Life in London", Straßenleben in London), das gleichfalls soziales Leben dokumentiert. In England schlug wahrscheinlich die Geburtsstunde der sozialdokumentarischen Fotografie, da hier die Industrialisierung und damit einher gehende Folgen am weitesten fortgeschritten waren. Kinderarbeit in einer Fabrik (Lewis Hine, USA, 1908). In den USA engagierten sich um die folgende Jahrhundertwende zwei herausragende Fotografen für Menschen am Rande der Gesellschaft, Jacob Riis und Lewis Hine. Ihnen wurde die Kamera zum Instrument der Anklage gegen soziale Ungerechtigkeit. Jacob Riis dokumentierte 1890 die Lebensbedingungen von Arbeits- und Obdachlosen in New York ("How The Other Half Lives"; Wie die andere Hälfte lebt). Ein weiteres Thema war für ihn das Schicksal der Einwanderer, von denen viele in extremer Armut in den New Yorker Slums lebten. Riis ergreift eindeutig Partei für die von ihm abgelichteten Menschen und appelliert mit seiner Arbeit an das soziale Gewissen der Gesellschaft. Gleiches gilt für Lewis Hine, der ebenfalls auf die Situation von Immigranten aufmerksam machte und als Fotograf des National Child Labor (Nationalkommitee zur Kinderarbeit) gegen die in den USA zu Beginn des 20. Jahrhundert weit verbreitete Kinderarbeit antrat. Beide Fotografen hatten politischen Einfluss mit ihren Arbeiten. Riis' Engagement für die Menschen im Mulberry-Bend-Viertel führte zu dessen Abriss. Schulbauten und Erziehungsprogramme lassen sich ebenfalls auf Riis zurückführen. Lewis Hines Werk mündete in einem Gesetz gegen Kinderarbeit. Der deutsche Maler und Fotograf Heinrich Zille verfolgte seinerseits ebenfalls um die Jahrhundertwende (1890 bis 1910) eine fotografische Dokumentation des Berliner Alltags. Es handelt sich nicht um gezielt sozialkritische Fotografien, sie bilden allerdings zu einem erheblichen Teil das Leben der Armen und Ausgegrenzten ab (bezeichnende Titel sind u.a.: Schusterwerkstatt, Schlafende Obdachlose, Charlottenburg – Reisigsammlerinnen, Frau mit holzbeladenem Kinderwagen, Hausierer mit Hundegespann; viele Bilder geben die Trostlosigkeit der Berliner Arbeiterquartiere wieder). Roy E. Stryker nahm die amerikanische Tradition während der Mitte der 1930er Jahre für die Farm Security Administration wieder auf. Die FSA, 1935 als „Resettlement Administration“ gegründete US-Amerikanische Regierungsinstitution, betreute arme in ihrer Existenz bedrohte Landwirte vor dem Hintergrund des 'Zusammenbruchs' der amerikanischen Landwirtschaft. Sie vermittelte z.B. Darlehen und bot Fortbildungskurse an. Stryker, ursprünglich Professor für Volkswirtschaft, war Leiter der Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der FSA, fotografierte selbst und initiierte das fotodokumentarische Projekt der FSA. Walker Evans, Dorothea Lange und andere fotografierten in diesem Rahmen verarmte Farmer, ihre Familien, ihre Wohn- und Arbeitsbedingungen. Es entstand eine Sammlung von mindestens 130.000 Aufnahmen. Sie wurden für die Öffentlichkeitsarbeit der FSA benutzt und waren die Grundlage für das Buch „Land of Free“ (Land der Freien), das nachhaltig die Öffentlichkeit zugunsten der Lage der amerikanischen Landwirte beeinflusste. Es entstanden Fotografien wie Langes „Mutter einer Wanderarbeiterfamilie mit ihren Kindern“ (1936, die bis heute vielfältig publiziert werden. Im Zusammenhang mit der Fotodokumentation der FSA wurde der Begriff der 'Sozialdokumentarischen Fotografie' geprägt. Roy E. Stryker erläuterte die von der FSA verfolgte Dokumentarfotografie mit dem Satz: „Der Hauptunterschied zwischen dem Fotografen, den man irrigerweise als 'Piktoralisten' bezeichnet, und jenem, den man ebenso falsch Dokumentaristen nennt, besteht darin, dass der erste eine Situation verschönt oder wegen ihrer Schönheit ablichtet, während die Fotografie dem Anderen als Mittel zum Zweck dient.“ In Deutschland entstand einige Jahre vorher die Arbeiterfotografen-Bewegung. Angesichts der nationalsozialistischen Diktatur von 1933 an war ihr keine lange Existenz beschieden. Ihre Protagonisten waren politisch engagierte Amateurfotografen. Sie dokumentierten die soziale Lage der Arbeiterschaft und die Aktivitäten der Arbeiterbewegung. Ein bekannter Vertreter dieses fotografischen Weges in Deutschland ist, auch wenn er nicht Mitglied der Arbeiterfotografen war, Walter Ballhause, der im Hannover der frühen 1930er u. a. Arbeitslose, Kriegsversehrte und proletarische Großstadtkinder fotografierte. Bei dem großen deutschen Fotografen August Sander steht das Soziale im Vordergrund seines Werks. Im Mappenwerk "Menschen des 20. Jahrhunderts" dokumentierte Sander mit einem soziologischen Blick die deutschen „Stände“ seiner Zeit. Er wählte ihm exemplarisch erscheinende Personen bzw. –gruppen, die die unterschiedlichen sozialen Ebenen repräsentieren (’zwischen Obdachlosem und Bankdirektor’). Für diese Aufnahmen bemühte sich Sander um weitest gehende Objektivität – und fotografierte damit im Gegensatz zur klassischen sozialdokumentarischen Fotografie ohne jede Anklage oder einem Interesse, die Lebenssituation der Dargestellten verändern zu wollen. Ein englischer Wegbereiter der sozial engagierten Fotografie ist Bill Brandt. Brandt war als Fotograf ein bedeutender Künstler. Er genießt besonders für seine experimentellen Aktstudien internationales Ansehen. Brandt ließ sich 1931 in England nieder und arbeitete für einige Magazine, für die er u. a. Reportagen über die von der Weltwirtschaftskrise betroffenen Menschen erstellte. 1936 veröffentlichte er den Bildband „The English at Home“ (Die Engländer daheim), in dem er die englische Klassengesellschaft pointiert darstellte. Bei Reisen in die Midlands und nach Nordengland fotografierte er zielstrebig die Folgen der Großen Depression. Mit diesen Arbeiten schuf Bill Brandt ein eigenständiges sozialdokumentarisches Werk von hohem Rang. Sozialdokumentarische Fotografie nach 1945 Viele Fotografen widmeten sich auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert sozialen Fragen. Beispielhaft kann hier der amerikanische Fotograf W. Eugene Smith genannt werden, der Ende der 1960er das Schicksal der Bewohner des japanischen Fischerdorfes Minamata dokumentierte, die in der Folge von Quecksilbervergiftungen erkrankt und zu einem erheblichen Anteil verkrüppelt waren. Während der 1970er gab es in Deutschland eine gestiegene Sensibilität für soziale Fragen, die sich auch in der Fotografie niederschlug. Ein anschauliches Beispiel dieser sozial engagierten dokumentierenden Fotografie ist der Band „Rettet Eisenheim“, in dem das (auch fotografische) Engagement gegen den Abriss einer Bergarbeitersiedlung in Oberhausen dargestellt wird. Ein bedeutender sozialdokumentarischer Fotograf der Gegenwart ist der Brasilianer Sebastião Salgado, der z. B. mit seinem Werk „Arbeiter“ (1993) eine eindrucksvolle Dokumentation zur industriellen Arbeit publizierte. Ein weiteres zentrales Thema seiner Arbeit ist die weltweite Erscheinung der Migration, zu der er die Fotobände „Kinder der Migration“ (2000) und „Migranten“ (2000) vorlegte. Mit beiden Dokumentationen belegt er das schier unbeschreibliche Flüchtlingselend in vielen Ländern der Erde und leistet Beiträge zu einem differenzierten öffentlichen Bewusstsein und unterstützt die Arbeit von UNICEF. Parallel arbeiten viele Amateur- wie Berufsfotografen zu sozialen Problemen. Hier stehen weiterhin Armut, Arbeitsbedingungen, Arbeits- oder Obdachlosigkeit auf der Tagesordnung. So veröffentlichte der weltbekannte ukrainische Fotograf Boris Mikhailov mit ‚Case History’ einen Bildband über Odachlose in Charkov. 2005 stellte das Krefelder Museum Haus Lange mit der künstlerischen Arbeit von Lukas Einsele eine in der Tradition der Konzeptkunst stehende Dokumentation zum Thema Minenopfer in einer Reihe von Ländern aus. Einsele fotografierte systematisch u. a. Opfer von Landminen, die betroffene Landschaft und die Entschärfung von Landminen. In einem umfangreichen Textteil kommen u. a. die Opfer zu Wort. (Buchveröffentlichung: One Step Beyond, Ostfildern-Ruit 2005) Sozialarbeit und Fotografie In der Ausbildung der Sozialarbeit und Sozialpädagogik wird vielfach die Fotografie zur Dokumentation und Sensibilisierung für soziale Missstände eingesetzt. Oft ist sie auch ein Instrument für parteiliche Soziale Arbeit, die Öffentlichkeit herstellen will. In diesem Kontext wird das Genre auch Soziale Fotografie genannt. Grenzbereiche und verwandte Genres Ohne die engagierte Parteinahme für die Opfer sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Missstände wenden sich Fotografinnen und Fotografien auch gesellschaftlichen (sozialen) Fragen zu. Beispielhaft seien hier Diane Arbus und Tina Barney genannt. Während Arbus eindringliche Aufnahmen behinderter und anderer Menschen am Rande der Gesellschaft schuf, gelang Barney die Dokumentation der Lebenssituation der weißen Oberschicht in den Neu-England-Staaten der USA. Sozialdokumentarisch im Wortsinne sind vielfältige Dokumentationen aus den Leben in bestimmten Städten, Landschaften oder Kulturen. So vielfältig wie die Möglichkeiten sind die Beispiele. Stellvertretend kann Roman Vishniac erwähnt werden, der mit seinen Fotografien das jüdische Leben im Osteuropa vor dem Holocaust festhielt (Verschwundene Welt, München, 1996). Ein weiteres Genre, das den Verfahren und Ergebnissen sozialdokumentarischer Fotografie nahe ist, findet sich in der volkskundlichen Fotografie (die häufig Menschen in prekären Lebenslagen darstellt, mit ihrem Anliegen allerdings z. B. untergehende Lebens- oder Produktionsweisen, Traditionen, Wohnformen und Kleidung dokumentieren will). Ein bemerkenswerter Vertreter dieser fotografischen Richtung ist der Becher-Schüler Martin Rosswog (Martin Rosswog, München 2005). Er fotografiert seit vielen Jahren systematisch insbesondere Innenräume ländlicher Gegenden. Er erhält damit fotografierend verschwindende Lebensweisen (z.B. in auf den Äußeren Hebriden, Rumänien und Russland, aber auch in Deutschland, z.B. Höfe im Münsterland, ‚Schultenhöfe’, München 2005). Die Kriegsfotografie, beispielsweise eines Robert Capa, zeigt wie die Werke der amerikanischen Bürgerkriegsfotografen das Elend des Krieges und kann damit auch im engeren Sinne schon der Sozialdokumentarischen Fotografie zugerechnet werden. Im Umfeld gesellschaftlicher Bewegungen (1968er, Umwelt-, Antikernkraftbewegung und andere) hat sich auch eine Form dokumentarischer Fotografie etabliert, wie sie beispielhaft im Werk von Michael Ruetz zum Ausdruck kommt. Er begleitete ab Mitte der 1960er Jahre die damalige Studentenbewegung und lichtete Typisches dieser Zeit ab. Der Fotojournalismus wiederum nimmt oft Anteil an sozialen Fragen, ist aber nicht in jedem Fall als sozial engagierter Dokumentarismus zu verstehen, da die meisten der entsprechenden Reportagen einmaligen Aufträgen zu verdanken sein dürften.     Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Sczialdokumentarische F otografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Spiritische Fotografie Als spiritistische Fotografie bezeichnet man das Fotografieren übersinnlicher und paranormaler Phänomene. Ausgangspunkt ist dabei die Feststellung, dass mit fotografischen Verfahren nicht nur der für den Menschen sichtbare Anteil des elektromagnetischen Spektrums visualisiert werden kann. Geschichte und Entwicklung In der Frühzeit der Fotografie wurden die Möglichkeiten und Grenzen des neuen Mediums entdeckt; dabei gelang in unterschiedlichen Bereichen die Visualisierung des zuvor Unsichtbaren; im Rahmen einer visuellen Zeitenwende wurden zunächst die Möglichkeiten der Optik und des Lichtes erkundet und ausgereizt. Der Fotografie selbst wurde dabei ein acheiropoietischer Charakter zugeschrieben, wie bereits aus Talbots Bezeichnung des Verfahrens als photogenic drawing und dem Buchtitel Pencil of Nature hervorgeht. Visualisierung des Unsichtbaren Die Mikrofotografie zeigte einen Mikrokosmos mit nie zuvor gekannter Präzision; Talbot stellte bereits 1839 photogenic drawings von Kristallen, Pflanzenteilen und Insektenflügeln aus. Die Astrofotografie zeigte den Makrokosmos auch den Menschen, die nie durch ein Teleskop geblickt hatten; bereits 1840 gelang J. W. Draper das Fotografieren des Mondes, 1845 nahmen Léon Foucault und Hippolyte Fizeau erstmals Sonnenflecken auf. Die Hochgeschwindigkeitsfotografie bzw. die Chronofotografie fror Bewegungen fotografisch ein, die das menschliche Auge nicht erkennen konnte; spektakuläre Serienfotografien mit Bewegungsstudien stammen beispielsweise von Eadweard Muybridge ( Animal Locomotion, 1887) und Étienne-Jules Marey, der 1883 das fotografische Gewehr konstruierte. Geschosse wurden im Flug fotografisch festgehalten und Luftströmungen sichtbar gemacht. In einem weiteren visuellen Paradigmenwechsel als mit der Entdeckung des Phänomens der Nebenstrahlung 1895 die Röntgenstrahlen entdeckt und etwa ab 1896 als Röntgenbild (zum Beispiel John Macintyre, A. W. Wright und andere) fotografisch fixiert werden konnten. Hier wurde erstmals "etwas anderes als das sichtbare Licht zur Visualisierung" genutzt (Rumpf). Anwendung in Grenzbereichen Die Fotografie wurde im 19. Jahrhundert sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als grafisch ungedeutetes Bild betrachtet, das dem Menschen einen Zugang zum Unsichtbaren eröffnete. Diese der Fotografie zugeschriebene Objektivität machte sie zur "wahren Retina des Gelehrten" (Janssen) und ließ die wissenschaftliche Fotografie entstehen, bei der der Fotoapparat als das "vorrangige Hilfsmittel des menschlichen Auges" (Frizot 1998: 274) betrachtet wurde. Angesichts der Wunderleistungen der Fotografie fiel es schwer, die Grenzen der fotografischen Möglichkeiten zu determinieren, die Möglichkeiten des neuen Mediums wurden noch erkundet. Einen frühen Versuch, die "Lichtschwingungen der Seele" fotografisch aufzuzeichnen, findet sich bei Hippolyte Baraduc in L'Ame humaine von 1896, der von einer "spontanen Ikonographie" sprach. Seine Bilder zeigen beispielsweise die "vitale Kraft, die durch den mitfühlenden Seelenzustand eines Kindes angezogen wird" als strömungsartig angeordnete "Schleier"; wie diese Bilder entstanden ist nicht detailliert bekannt. Auch eine Variante des Naturselbstdrucks wurde um 1900 wiederentdeckt: Das nach Untersuchungen aus dem Jahr 1988 aus dem Mittelalter stammende Turiner Grabtuch wurde 1898 von Secondo Pia sowie 1931 von Giuseppe Enrie fotografiert; auf den Fotografien ist ein "Bild von Christus" zu sehehn, "das viel klarer war als der nur schemenhafte Umriß auf dem Grabtuch. Diese Entdeckung verlieh dem Grabtuch eine neue theologische Bedeutung, dessen mögliche Echtheit durch die Fotografie bekräftigt wurde. Das Grabtuch selbst konnte als eine empfindliche Oberfläche betrachtet werden, auf der sich ein Körper durch den direkten Kontakt abgebildet hatte" (Frizot 1998: 283; vgl. auch P. Vignon, Le Linceul de Christ; étude scientifique. Paris 1902). 1898 behauptete Emil Jacobson in der Photographischen Rundschau, er habe mit sogenannten Elektrografien "nachweisen können, daß Liebe und Haß sich auch in der Tierwelt elektrografisch feststellen lassen"; er zeigte – im wahrsten Sinne des Wortes – "Bilder glühenden Hasses" von Tieren, die er aufeinander gehetzt und mit einem elektrografischen Verfahren fotografiert hatte. Dass sich Jacobsons Strahlen nicht nur bei belebter Materie zeigten, sondern auch noch bei Würstchen ( "Das Würstchen links leuchtet wenig, es scheint kränklich [...]"), mag heutzutage nur noch anekdotischen Wert am Rande haben, zeigt aber, dass man auch zum Ende des 19. Jahrhunderts offensichtlich bereits einige Zweifel bezüglich der Seele von Lebewesen hatte. "Es mochte zunächst scheinen, als kehrte die Zeit der Ikonen zurück, wenn in der Dunkelkammer, wie von Engelshand geführt, ein Bild aus der Fläche stieg. Es wundert daher nicht, dass die Fotografie im 19. Jahrhundert gerne vereinnahmt wurde von Geistersehern, die mit dem neuesten technischen Medium spiritistische Experimente durchführten, um die uralte Annahme zu beweisen, es gäbe ein paranormales Leben neben dem Alltag" (Beat Wyss, Über die Herstellung des Unsichtbaren). Das Bild Teleplasma und spiritistisches Bild von Deane, ein so genanntes Gedankenfoto, entstanden um 1920, zeigt beispielsweise einen weiblichen Torso, der aus einem schleierumhüllten Kopf aufsteigt; in derartigen Werken mischen sich Einflüsse der Psychoanalyse mit fotografischen Montagetechniken zu einem ästhetischen Ausdruck des Seelenlebens. Die so genannte Aura (auch Fluidum oder Bioplasma) – nicht zu verwechseln mit Benjamins Aura-Begriff – lässt sich angeblich als Emanationsphänomen chemisch durch die Effluviographie aufnehmen. Der Japaner Masaru Emoto behauptet, mit seinen Fotografien von Wasserkristallen nachweisen zu können, dass Wasser auf Emotionen reagiere sowie Informationen speichern und mit anderen Flüssigkeiten austauschen könne. Diese Experimente sind jedoch mit konventioneller wissenschaftlicher Methodik nicht reproduzierbar. Wissenschaftliche Fotografie Einen Grenzbereich zur wissenschaftlichen Fotografie bildet schließlich die paraphysikalische Methode der so genannten Kirlianfotografie, die um 1939 von Semjon Kirlian und Valentina Kirlian entwickelt wurde. Die präzise Bezeichnung hierfür lautet Hochfrequente Hochspannungsfotografie, sie wurde 1949 patentiert. Mit dieser Methode der Koronaentladungsfotografie können elektrische Entladungen um Lebewesen visualisiert werden. Die aura-ähnlichen Erscheinungen werden mit dem paranormalen Phänomen des Energiekörpers der Theosophie und der Anthroposophie in Verbindung gebracht.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Sczialdokumentarische F otografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Sportfotografie   Unter Sportfotografie versteht man neben dem Ablichten sportlicher Ereignisse vor allem das Fotografieren schnell bewegter Objekte, auch wenn das nicht immer mit Sport zu tun haben muss. Andererseits ist das Fotografieren eines sportlichen Ereignisses manchmal in andere Genres einzuordnen (Bilder von einem Schachturnier sind wohl eher als Porträtfotos anzusehen)   Ein Sportfotograf bei der Tour de France 2006 Aufnahme mit Teleobjektiv und geringer Schärfentiefe zum Freistellen des Sportlers (hier Fabian Wegmann ) Thomas Voeckler auf dem Fahrrad – ein gutes Mitzieh-Beispiel Foto aus einem Bundesliga-Handballspiel der Frauen Fabian Hambüchen am Reck bei der Turn-WM 2007 – Beispiel für schnelle Bewegung in dunkler Halle   Sportfotos sind oftmals Großaufnahmen, die mit starken Teleobjektiven gemacht wurden. Diese haben eine sehr geringe Schärfentiefe, wodurch sie anders aussehen, als der Mensch dieselbe Szene mit seinen Augen sieht. Das totale Verschwimmen des Hintergrundes macht den Vordergrund bildbestimmend, daher wirken Sportfotos oft spektakulär.   Schnelle Bewegungen Es kommen oft Teleobjektive oder so genannte „Supertele“ mit Brennweiten von 1.8/200 mm bis 4.0/600 mm zum Einsatz. Da lange Brennweiten und schnelle Bewegung sich normalerweise widersprechen, müssen diese Objektive eine sehr hohe Lichtstärke besitzen, was sie extrem verteuert. Oft kosten die in der Sportfotografie verwendeten Objektive ein Mehrfaches der Kameras. Außerdem werden zumindest bei Feldsportarten und beim Hallensport spezielle hochempfindliche Filme mit über ISO 400 eingesetzt. Die Kamera wird beim Fotografieren häufig mitgezogen, man verfolgt beispielsweise beim Fußball wie mit der Fernsehkamera den Ball. Das macht diese Art der Fotoaufnahmen körperlich sehr anstrengend, weswegen manche Fotografen gerne mit Einbeinstativen arbeiten. Sportarten wie Wasserspringen oder Turnen zeichnen sich durch extrem schnelle Bewegungen aus und finden häufig in Hallen mit sehr ungünstigen Lichtverhältnissen statt. Der Fotograf muß seine Bilder vorher planen, ahnen, welche Orte das Motiv, der Sportler, durchwandert und dann den richtigen Auslösemoment im Bruchteil einer Sekunde finden. Auch hier kommen Teleobjektive zum Einsatz, da eine unmittelbare Nähe zum Sportler während der Wettkämpfe nicht möglich ist. Aufgrund der erforderlichen hohen ISO-Einstellungen (z. T. bis 1600) sind diese Bilder häufig gröber gekörnt oder weisen bei digitalen Fotoapparaten ein höheres Rauschen als Außenlichtaufnahmen auf. Kameraeinstellungen Billige- und Mittelklasse-SLR sowie einige Sucherkameras besitzen oft ein so genanntes Sportprogramm. Die Kameraelektronik versucht, mit der schnellstmöglichen Verschlussgeschwindigkeit zu fotografieren. Die Blende wird dabei voll geöffnet, damit wird die Zeit allein von Umgebungslicht und Film bestimmt. Mit dieser Kameraautomatik entstehen – ausreichend Licht vorausgesetzt – relativ scharfe Bilder mit eingefrorenen Szenen und minimaler Schärfentiefe. Die Verwendung hochempfindlicher Filme in Sucherkameras ist meist nicht möglich, da diese bis auf wenige Ausnahmen (Leica) nur Filme bis ISO 400 erkennen. Manuelles Fotografieren Sportfotos wie man sie von Hochglanzmagazinen kennt, bleiben professionellen Fotografen mit teurer Technik vorbehalten. Kameras werden vielfach manuell eingestellt, die Blende nur leicht geschlossen, um zumindest ein wenig Schärfentiefe zu haben. Üblich ist die Verwendung von Filmen von ISO 50 bis 1600, wobei die hochempfindlichen Filme im Extremfall (schlechtes Wetter, Hallensport) sogar bis ISO 6400 gepusht werden können und trotzdem brauchbare Ergebnisse liefern. Entscheidend für scharfe Fotos sind bei den meisten Sportarten ein lichtstarkes Objektiv und ein schneller Autofokus. Bei Ballsportarten sollte außerdem die Brennweite lang genug sein, da man als Fotograf in der Regel nicht gerade nahe am Geschehen ist. Langsamere Sportarten Bei Sportarten, die entweder weniger schnell als Formel-1-Rennen bzw. weniger weit entfernt als Fußball sind (z. B. Springreiten), kann man durchaus mit handelsüblichen SLR- und Sucherkameras ansprechende Bilder machen. Die Verwendung o. g. Sport-Automatik führt u. U. zu recht brauchbaren Bildern.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Sportfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Stereoskopie Die Stereoskopie (aus dem griechischen: stereo = räumlich - skopein = sehen) ist ein Verfahren zur raumtreuen Abbildung, bei dem paarweise Bilder, stereoskopische Halbbilder genannt, getrennt für jedes Auge erzeugt und angeboten werden, auf denen jeder Raumpunkt durch korrespondierende Bildpunkte auf jedem Halbbild abgebildet wird, die aufgrund der Parallaxe gering seitenverschoben zueinander sind (=stereoskopische Deviation) und durch welche im Gegensatz zu einem zweidimensionalen Bild die Tiefenlage jedes Raumpunktes aus dem Bild mathematisch reproduzierbar ermittelt werden kann und der Betrachter die räumliche Lage jedes abgebildeten Raumpunktes aufgrund einer dem Natürlichen nahekommenden Darbietung empfinden kann. Alle anderen Eigenschaften eines zweidimensionalen Bildes, wie perspektivische Verzerrung in Abhängigkeit von einer unnatürlichen Objektivbrennweite, die Farbe und insbesondere aber auch die beschränkende Standortbindung des Betrachters bleiben erhalten. Gerade die beiden letzten Eigenschaften dieses Raumbildverfahrens bedingen den erheblichen Unterschied zur Holografie.   Abb. 1: „Raumbild“-Karte von 1949, zum dreidimensionalen Betrachten benötigt man eine spezielle Brille. Abb. 2: „Raumbild“-Album von 1949, im Buchdeckel befinden sich Fächer für die Raumbildkarten und die Spezialbrille.   Grundlagen Beim Betrachten naher Gegenstände bietet das Sehen mit zwei Augen ein wesentliches Mittel zur richtigen Schätzung der Entfernungen. Mit dem rechten Auge sehen wir einen nahen Gegenstand auf einen anderen Punkt des Hintergrundes projiziert als mit dem linken, und dieser Unterschied wird um so bedeutender, je näher der Gegenstand rückt. Richten wir beide Augen auf einen nicht allzu weit entfernten Punkt, so machen die beiden Augenachsen einen Winkel (Gesichtswinkel) miteinander, der um so kleiner wird, je weiter sich der Gegenstand entfernt. Die Größe dieses Winkels gibt uns daher ein Maß für die Entfernung der Gegenstände. Wir unterscheiden also beim Sehen mit zwei Augen deutlich, welche Punkte mehr vortreten, und welche mehr zurückliegen. Dazu kommt noch, dass wir nahe Gegenstände mit dem rechten Auge etwas mehr von der einen, mit dem linken Auge etwas mehr von der anderen Seite sehen, und dass gerade die Kombination dieser etwas ungleichen Bilder zu einem Totaleindruck wesentlich dazu beiträgt, die flächenhafte Anschauung des einzelnen Auges zu einer körperlichen, einer plastischen zu erheben. Eine auf einer Fläche ausgeführte Zeichnung oder ein Gemälde kann immer nur die Anschauung eines einzelnen Auges wiedergeben; bietet man aber jedem Auge das passend gezeichnete Bild eines Gegenstandes dar, so werden sich beide Bilder zu einem einzigen Totaleindruck vereinigen. Der dreidimensionale Gesamteindruck beim Sehen setzt sich im Wesentlichen aus zwei Informationen zusammen: Der unterschiedliche Blickwinkel beider Augen erzeugt zwei unterschiedliche Bilder und die Linsenkrümmung des Auges passt sich der Entfernung des gesehenen Objektes an, um eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut zu erzeugen. Nur beide Eindrücke zusammen lassen einen echten 3D-Eindruck entstehen. Darüber hinaus bewirken Verdeckungs- und Unschärfeeffekte sowie die Perspektive den Raumeindruck. Beim Stereofoto wird den Augen nur die erste Information angeboten. Da das Auge gewohnheitsgemäß versucht, die Linsenkrümmung an die vermeintliche Entfernung anzupassen, kommt eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut erst mit einer gewissen Verzögerung (im Millisekundenbereich) zustande. Der Widerspruch zwischen der vermeintlichen Entfernung des gesehenen Objekts und der tatsächlichen Linsenkrümmung bewirkt bei manchen Menschen nach längerer Einwirkung auch Schwindelgefühl oder körperliches Unwohlsein. Das Resultat eines unwirklichen aber Bildes kommt zustande, weil das Foto in allen Ebenen scharf angeboten werden muß, um den Raumeindruck zu erzielen, in der Natur wir aber immer nur einen beschränkten Bereich zugleich scharf sehen können (Tiefenschärfe des Auges). Um das Auge nicht zu überfordern, wird bei der Aufnahme der überschaubare Bereich absichtlich begrenzt (siehe unten: "Lüschers Winkel").   Installation einer Gaslaterne in Berlin, 1890, stereoskopisches Foto (Doppelfoto) mit zwei Kameras aus leicht unterschiedlicher Perspektive zur Erzeugung von Räumlichkeit in den Kaiserpanoramen des August Fuhrmann Zwei stereoskopische Halbbilder in einem Bild für den Kreuzblick Mit einer Stereokamera, die zwei Objektive in Augenabstand, als natürliche Basis bezeichnet, aufweist, werden die beiden benötigten Halbbilder gleichzeitig (synchron) aufgenommen. Jedes Einzelbild wird als stereoskopisches Halbbild, das Bildpaar als ein stereoskopisches Bild bezeichnet. Handelt es sich bei dem gewünschten Aufnahmeobjekt aber um unbewegte Motive (Stillleben, Landschaft), können die benötigten Halbbilder auch mit einer einfachen Kamera nacheinander (metachron) aufgenommen werden.   Eine Vergrößerung oder Verkleinerung der Basis bei der Aufnahme vergrößert oder verkleinert bei Betrachtung den räumlichen Eindruck. Aber selbst bei Aufnahme mit natürlicher Basis muss man individuell unterschiedliche Grenzen der maximal verträglichen Deviation berücksichtigen. Es ist Lüschers Verdienst, auf selbige hingewiesen zu haben.   Geschichte   Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus befasste sich der griechische Mathematiker Euklid in den Bänden 11-13 seiner Lehrbücher zur Mathematik mit der Stereometrie. Er wusste aber nicht, dass zwei Augen für physiologisch räumlichen Seheindruck nötig sind. 1838 veröffentlichte Sir Charles Wheatstone seine ersten Forschungsergebnisse über räumliches Sehen. Er berechnete und zeichnete Stereobildpaare und konstruierte für deren Betrachtung einen Apparat, bei dem der Blick des Betrachters durch Spiegel auf die Halbbilder umgelenkt wurde. Diesen Apparat nannte er Stereoskop.   Ein Stereoskop im ehemaligen Wiener Praterkino „Kaiserpanorama“ um 1900 Stereoskop um 1915 Soldatenquartier im ersten Weltkrieg bei Mouron Der Mailänder Dom. Aufnahme von G.Brogi, ca. 1870   Wheatstone erreichte die Vereinigung der zwei Teilbilder durch sein Spiegelstereoskop. Es besteht aus zwei rechtwinkelig gegeneinander geneigten Spiegeln, deren Ebenen vertikal stehen. Der Beobachter schaut mit dem linken Auge in den linken, mit dem rechten Auge in den rechten Spiegel. Seitlich von den Spiegeln sind zwei vorschiebbare Brettchen angebracht, welche die umgekehrten perspektivischen Zeichnungen eines Objekts aufnehmen. Durch die Spiegel werden nun die von entsprechenden Punkten der beiden Zeichnungen ausgehenden Strahlen so reflektiert, dass sie von einem einzigen hinter den Spiegeln gelegenen Punkt zu kommen scheinen. Jedes Auge sieht also das ihm zugehörige Bild und der Beobachter erhält daher den räumlichen Eindruck. Nachdem 1839 in der Akademie der Wissenschaften in Paris das Verfahren zur Herstellung fotografischer Bilder auf Silberschichten von Louis Daguerre öffentlich bekannt gegeben wurden, lag es nahe, damit auch stereoskopische Doppelaufnahmen herzustellen, die es bis dahin nur in gezeichneter Form gab. 1849 vereinfachte Sir David Brewster die Bauweise durch die Verwendung von Linsen. Brewster hat die Spiegel dieses Instruments durch linsenartig gebogene Prismen ersetzt, und diese Stereoskope waren im 19. Jahrhundert allgemein im Gebrauch. Eine Sammellinse von etwa 18 cm Brennweite ist durchschnitten; die beiden Hälften sind, mit ihren scharfen Kanten gegeneinander gerichtet, in einem Gestell befestigt, und am Boden desselben wird das Blatt, welches die beiden Zeichnungen (oder photographische Bilder) enthält, eingeschoben. Durch die Anwendung der Linsenstücke ist es zunächst möglich, die Bilder dem Auge näher zu bringen; dann aber wirken sie auch wie Prismen, indem die Linsenhälfte vor dem rechten Auge das Bild etwas nach dem linken schiebt, während das Bild der mit dem linken Auge betrachteten Zeichnung etwas nach rechts gerückt erscheint. Auf diese Weise wird das vollständige Zusammenfallen der beiden Bilder hervorgebracht. Wenn man durch eine zwischen den Bildern befindliche senkrechte Scheidewand dafür sorgt, dass jedes Auge nur das ihm zugehörige, nicht aber das für das andere Auge bestimmte Bild sieht, so ist eine weitere Vorrichtung, um die Bilder zur Deckung zubringen, gar nicht nötig (Stereoskop von Frick). Mit konkaven Halblinsen muss das für das rechte Auge bestimmte Bild links, das für das linke bestimmte rechts liegen; die Bilder des Brewsterschen Stereoskops würden darin mit verkehrtem Relief erscheinen. 1849 stellte Sir David Brewster (1781-1868), englischer Physiker und Privatgelehrter, die erste Zweiobjektiv-Kamera vor. Damit konnte man zum ersten Mal bewegte Schnappschüsse stereoskopisch festhalten (single shot). Bis dahin wurden die Stereohalbbilder nacheinander belichtet und die Kamera zwischen den beiden Aufnahmen im Augenabstand verschoben, was bei bewegten Motiven zu unterschiedlichen Bildinhalten führen konnte, die keinen räumlichen Eindruck ermöglichten. Mit einem von ihm gebauten Prismenstereoskop konnte man die Aufnahmen, welche mit der Brewster-Kamera fotografiert wurden, betrachten. Scharen von Fotografen nahmen von nun an auf ihren Exkursionen durch die ganze Welt auch stereoskopische Fotos auf. Im Britischen Museum in London werden noch heute in verschiedenen Sälen historische Stereo-Aufnahmen von Ausgrabungen und Landschaften gezeigt, die auf einer runden Scheibe angebracht sind. Damit ist diese Betrachtungsart ein Vorläufer der populären View-Master-Scheiben aus den 1950er Jahren. Während der 1980er Jahre haben die "Gralshüter" der Stereoskopikervereine insbesondere in Deutschland, Frankreich und der Schweiz eine der fotohistorisch typischen "Stereoskopiewellen" ausgelöst. 1851 führte der französische Optiker Jules Dobascq auf der Weltausstellung in London seine Apparate der Öffentlichkeit vor. Es waren Stereoskope nach Konstruktionen von Brewster, mit denen er Stereo-Daguerreotypien zeigte. Die Resonanz des Publikums war überwältigend, und auch Königin Victoria begeisterte sich für diese Präsentation. Damit war der Siegeszug der Stereobilder nicht mehr aufzuhalten. Die weiteste Verbreitung fand das Stereoskop in der 1861 von Oliver Wendell Holmes entwickelten Bauform.   Stereo-Fotografie ca. aus dem Jahr 1906 Dasselbe Foto als Anaglyphe montiert Nimslo-Kamera Zur Jahrhundertwende (um 1900) sowie in den 1950ern erlebte die Stereo-Fotografie einen Boom, aufgrund des höheren technischen Aufwands hat sie sich jedoch nie dauerhaft durchgesetzt. Heute erlebt sie wieder eine leichte Renaissance, die der Einführung der Digitalkamera mit ihrem großartigen Lern- und Übepotential zu verdanken ist.   Aufnahme Bei der Aufnahme eines 3D-Fotos mit einer echten Stereokamera mit zwei Objektiven, kann ganz normal fotografiert werden. Bei der Motivgestaltung sollte auf eine gestaffelte Vorder-/Hintergrundanordnung von Gegenständen geachtet werden. Dieses fördert die räumliche Tiefenwirkung beim späteren Ansehen des Fotos. Landschaftaufnahmen mit normaler Stereobasis (Augenabstand) wirken auch bei einem 3D-Foto selten räumlich. Bei Landschaftaufnahmen muss deshalb mit anderen Mitteln eine erweiterte Stereobasis geschaffen werden. Hierbei werden zum Beispiel mit einer Kamera zwei Aufnahmen nacheinander gemacht und zwischen beiden Aufnahmen die Stereobasis auf ca. 50cm verbreitert. Nachteil dieses Verfahren ist es, dass sich zwischen beiden Aufnahmen etwas bewegen kann. Die Bewegung verhindert eine räumliche gleiche Zuordnung des Objektes im Stereobild. Deshalb empfiehlt es sich, Aufnahmen mit breiterer Stereobasis mit zwei festmontierten Kameras zu machen, die mit geeigneten Mitteln gleichzeitig ausgelöst werden, z. B. mittels Kabelauslöser. Eine für Stereo-Laien einfache Aufnahmetechnik bei Sucherkameras: erstes Objektfoto mit dem Körpergewicht auf dem linken Bein, zweites Objektfoto mit Körpergewicht auf dem rechten Bein. Die Stereobasis beeinflusst die Deviation zwischen den beiden Fotos. Grundregeln der stereoskopischen Aufnahme Das Ziel einer guten Stereo-Aufnahme ist zumeist eine möglichst naturgetreue Wiedergabe des Gesehenen. Die Einhaltung der gleichen Lage der Strahlenbündel bei Aufnahme und Betrachtung ist die Grundbedingung für eine geometrisch naturgetreue (tautomorphe) Wiedergabe. Andernfalls bleibt wegen Überforderung der Stereo-Effekt aus oder es resultiert eine räumliche Verzerrungen des Originals (heteromorphe Raumbilder). Die Halbbildpaare müssen die gleichen Sehwinkeldifferenzen (Parallaxen) aufweisen, wie beim freien Sehen, weshalb die Aufnahmebasis dem mittleren Augenabstand von 65 mm entsprechen sollte. Bei der Betrachtung müssen die gleichen Sehwinkel wie bei der Aufnahme erhalten bleiben. Zum einen müssen die Teilbilder in einem Abstand von den Augen betrachtet werden, der der Brennweite der Aufnahme gleicht und in einer Ebene gelegen sein. Andererseits sollte der Abstand der Bildmitten oder korrespondierender ferner Bildpunkte 65 mm betragen. Die Bildachsen der beiden Halbbilder müssen bei der Betrachtung die gleiche Richtung einnehmen, wie bei der Aufnahme. Diese Forderung bedeutet, dass für die Betrachtung nicht nur, wie schon unter (b) verlangt, die Halbbilder im Abstand der Aufnahmeobjektive montiert sein müssen, sondern auch in den Betrachter, beispielsweise ein Linsenstereoskop, so einzulegen sind, dass die Linsenachsen die Bildmitten treffen. Werden die Linsenmitten gegenüber den Halbbildmitten seitlich verschoben, so erscheint der zukommende räumliche Eindruck seitlich verschoben und verzerrt, um so mehr, je größer die Abweichung von der Normalstellung ist. In ähnlicher Weise tritt auch eine Verzerrung auf, wenn die Bild- und Linsenmitten sich in der Höhe nicht gleichen. Solange die Höhenverzerrung in mäßigen Grenzen bleibt und vor allen auf beiden Halbbildern gleich groß ist, stört sie kaum. Dagegen wirkt sich eine Höhendifferenz zwischen linkem und rechtem Halbbild von nur wenigen Zehntelmillimeter als sogenannte Höhenparallaxe aus und erschwert das räumliche Verschmelzen. Deshalb muss bei der Montage der Stereo-Bilder vor allem darauf geachtet werden, dass Höhenabweichungen der Teilbilder unter allen Umständen vermieden werden. Die Lage- oder Betrachtungsdifferenzen (Parallaxen), die nur parallel zur Verbindungslinie der Aufnahmebasis auftreten, müssen auch bei der Betrachtung parallel zur Verbindung der Linsenmitte zu liegen kommen. Mit anderen Worten: Die Teilbilder sind so zueinander anzuordnen, dass ihre seitlichen Begrenzungen zueinander parallel ausgerichtet und nicht in ihrer Ebene gegeneinander verkantet sind. Es entstehen sonst wiederum unliebsame Höhenparallaxen, die den stereoskopischen Effekt störend beeinflussen. Die Bilder müssen über den ganzen Bereich der Bildaufnahme scharf sein, weil das menschliche Auge ab zirka 3 m Abstand alle Gegenstände gleichzeitig scharf sieht und andererseits auf nähere Entfernungen sich sofort scharf einstellt (akkomodiert). „Künstlerische Unschärfen“ sind daher im Stereobild unangebracht und zu vermeiden. Zur Erzielung einer guten Raumwirkungen sollten kurzbrennweitige Objektive, die eine hohe Schärfentiefe aufweisen, zur Anwendung kommen. Hingegen braucht man sich im Gegensatz zum einzelnen Lichtbild um die „richtige Perspektive“ nicht zu kümmern. Stereobilder müssen keineswegs von vorne bis hinten scharf sein. Ein Blick durch ein Prismenfernglas zeigt, dass ein scharfes Objekt vor einem unscharfen Hintergrund einen hervorragenden Tiefeneindruck liefert, der durch die Unschärfe sogar verstärkt wird. Bei normalen Fotos kann man mit einem unscharfen Hintergrund ebenfalls eine (schwächere) Tiefenwirkung erreichen. Tatsächlich haben „echte“ Stereokameras eine etwas kürzere Brennweite mit einer großen Schärfentiefe. Die im stereoskopischen Bild dargestellte Raum (Tiefenzone) soll möglichst so bemessen sein, dass er auf einmal scharf erfasst werden kann. Die Sehwinkeldifferenz zwischen dem nächstem und dem fernstem Punkt darf einen Betrag von 60 bis 70 Winkelminuten - Lüschers Winkel - nicht überschreiten. Bei Landschaftsaufnahmen darf deshalb der nächstgelegene Punkt erst in 3 m Entfernung liegen. Bei Makroaufnahmen ist analog auf die Einhaltung der Tiefenzone zu achten. Die Konvergenz der Sehstrahlen darf bei der Betrachtung der Stereobilder den maximalen Betrag der Konvergenz der Augachsen bei freiem Sehen um zirka 2° nicht übersteigen und sie darf vor allem nicht negativ werden, da Divergenz jegliches Zustandekommen eines Raumeindrucks verhindern kann. Bei Beachtung der vorstehend aufgeführten Grundregeln wird man immer eine naturgetreue und reine Raumwirkung erzielen. Deshalb braucht man die in der gewöhnlichen Photographie ängstlich vermiedenen stürzenden Linien, wie sie beispielsweise bei Gebäudeaufnahmen mit geneigter Kamera entstehen, nicht zu fürchten. Man sollte bei der Betrachtung die Linsenachse im gleichen Sinne wie bei der Aufnahme neigen.   Methoden zur Darstellung und Betrachtung Stereobildpaar Eine einfache Methode besteht darin zwei stereoskopische Halbbilder nebeneinander abzubilden, mit einer speziellen Blicktechnik (dem Kreuzblick oder Parallelblick – sofern deren Breite jeweils ca. 65 mm nicht übersteigt) können sie dann ohne weitere Hilfsmittel betrachtet werden. Das linke und rechte Bild ist das Halbbild für das linke Auge, das mittlere Bild ist das Halbbild des rechten Auges. Dadurch kann man das Stereogramm mittels Kreuz- oder Parallelblick anschauen. Es bedarf keiner besonderen Voraussetzungen, um das hilfsmittellose Betrachten von Stereobildern zu erlernen. Zur Vereinfachung gibt es jedoch spezielle Prismenbrillen. Bei der KMQ-Betrachtungsmethode sind die Halbbilder nicht nebeneinander, sondern übereinander abgebildet. Für die Archivierung stereoskopischer Bildpaare auf Computern ist es üblich, beide Halbbilder in einer einzelnen JPEG-Datei zu speichern und den Dateityp mit „.jps“ anzugeben. Diese Bildpaare sind für die Betrachtung mit dem „Kreuzblick“ (Schielen) vorgesehen. Anaglypheverfahren Bei den Anaglyphenbildern werden die beiden Halbbilder übereinander gedruckt, wobei beide Halbbilder in Komplementärfarben eingefärbt werden. Mit einer entsprechend gefärbten Brille wird für jedes Auge das richtige Halbbild herausgefiltert. Häufig werden die Farben Rot und Blau bzw. Rot und Grün verwendet. Mittlerweile kommen jedoch vermehrt Rot-Cyan- oder Blau-Gelb-Brillen zum Einsatz. Während Rot-Blau- und Rot-Grün-Filter ein dreidimensionales, aber schwarz-weißes Bild liefern, sind die anderen Brillen in der Lage, farbige Raumbilder sichtbar zu machen!   Farbiges 3D-Anaglyphenbild für Rot-Cyan-Brillen - Motiv: in den Gassen von Hvar auf der gleichnamigen, kroatischen Insel Farbiges 3D-Anaglyphenbild aus dem Stereomikroskop für Rot-Cyan-Brillen - Motiv: Ausschnitt einer Deutsche Mark Münze Farbiges 3D-Anaglyphenbild aus dem Stereomikroskop für Rot-Cyan-Brillen - Motiv: Holzschraube 3D-Anaglyphenbild aus dem REM für Rot-Cyan-Brillen - Motiv: Bienenauge   Während Rot-Grün- und Rot-Blau-Brillen jeweils nur zwei Farbkanäle der verfügbaren Rot, Grün, Blau - Kanäle verwenden, besteht Cyan aus einer Mischung von Grün und Blau, was zusammen mit dem roten Filter alle drei Farben mit ins Spiel bringt. (im Falle der Blau-Gelb-Brillen gilt das Gleiche, da Gelb aus rotem und grünem Licht erzeugt wird) Schematische Darstellung der Generierung eines Rot-Cyan-Anaglyphenbildes Anaglyphe Rot/Grün-Brille zum Ansehen von 3D-Kinofilmen. Anhand des Rot-Cyan-Verfahrens wird hier die Vorgehensweise bei der Erzeugung eines dreidimensionalen Bildes anhand nebenstehenden Schemas erläutert: in der ersten Zeile erkennt man die zwei farbigen Bilder für das linke und rechte Auge (in dieser Darstellung auch mit Parallelblick zu sehen) die zweite Zeile verdeutlicht, daß ausschließlich der Rot-Kanal des linken Bildes, sowie Blau- und Grünkanäle des rechten Bildes für die Berechnung herangezogen werden der fertige, farbige Anaglyph in Zeile drei entsteht durch die Kombination aus Rotkanal des linken und Blau-Grün-Werten des rechten Bildes Perfekt ist diese Methode nicht. Problematisch sind bei der Betrachtung durch eine Rot-Cyan-Brille vor allen Dingen die zwei linken Kugeln, da sie die Filterfarben Rot und Cyan besitzen, was zu störenden Effekten bei der Betrachtung führt. Linsenraster Soll das 3D-Bild, aus mehreren Einzelaufnahmen zusammengesetzt, auf normalen Fotopapier räumlich angesehen werden können, muss die Hilfe eine Speziallabors in Anspruch genommen werden. Die Einzelbilder werden in schmalen Streifen auf den Bildträger belichtet und über das Gesamtbild wird eine "Linsenrasterfolie" aufgetragen, die das Ansehen aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht. Je mehr Bilder für diese Rasterfolie zur Verfügung stehen, desto weniger "springt" der Blickwinkel beim Bewegen des Bildes. Für dieses Verfahren wurde u.a. von der Firma " Nimslo" eine spezielle 3D-Kamera entwickelt, die sogar 4 Fotos gleichzeitig auf 35mm-Film aufnehmen kann. Seit den 1970er-Jahren gibt es Postkartenserien (und vereinzelt auch großformatige Bilder), die dieses Verfahren anwenden. Diabetrachter Diabetrachter für 3D-Hochformat-Aufnahmen Zum Ansehen zweier Diapositive, die zusammen ein 3D-Foto ergeben, von einer einzelnen Person, reichen auch zwei einfache Dia-"Guckis" aus, in denen das linke und rechte Bild ohne weiteren technischen Aufwand betrachtet werden können. Zufallspunkt-Raumbilder Bei seinen Forschungen entdeckte Dr. Bela Julesz 1959, dass die Wahrnehmung der räumlichen Tiefe erst im Gehirn stattfindet. Hierzu experimentierte er mit einer speziellen Sorte von Stereobildpaaren, die nur zufällig verteilte Punkte enthielten. Die Raumwirkung entsteht nur durch die Querdisparation. Auf dem folgenden Bild ist ein Kreis zu erkennen. Das Prinzip, das hinter den Zufallpunkt-Raumbildern steht, ist, dass ein Zufallspunkt-Bild erzeugt wird. Die räumlichen Unterschiede werden als Differenz in dem zweiten Bild erzeugt. Aus dem Unterschied eines Punktes auf dem ersten Bild und seiner veränderten Lage auf dem Zweiten Bild ergibt sich der Höhenunterschied. Das funktioniert deswegen so gut, weil das Gehirn versucht, die beiden Bilder zur Deckung zu bekommen. Noch völlig ungeklärt ist, wie das Gehirn jeweils zwei Punkte auf der linken und rechten Retina als "zusammengehörig" erkennt, das so genannte Korrespondenzproblem. SIRDS Die nächste Entwicklung folgte mit dem Single Image Random Dot Stereogram (SIRDS), das ein einzelnes großes Bild ist. Entwickelt wurde diese Art der Stereogramme von Christoper Tyler und Maureen Clarke gegen 1979. SIRDS mit dem Schriftzug „3D“ Die Vorgehensweise bei der Erstellung des SIRDS ist ähnlich wie bei der Erstellung des Zufallspunkt-Bildpaares. Der Unterschied liegt darin, dass kein ganzes Zufallspunkt-Bild erzeugt wird, sondern erstmal ein Streifen. Von diesem Streifen wird ein Differenzstreifen berechnet, der direkt an den Urstreifen angehängt wird; zu dem Differenzstreifen wird ein weiterer Differenzstreifen berechnet, und so weiter, bis das ganze Bild komplett ist. Dabei ist es vorteilhaft, den Urstreifen in die Mitte zu legen, und links und rechts davon die Differenzstreifen zu legen. Das lässt sich besonders bei dem weiter unten abgebildeten SIS verstehen. Um den korrekten räumlichen Eindruck zu erhalten, muss der Blick des Betrachter auf das Bild ins Unendliche gerichtet werden. Schielen ergibt einen invertierten 3-D Eindruck: eigentlich im Vordergrund befindliche Bildelemente erscheinen im Hintergrund und umgekehrt. Nach einiger Eingewöhnungszeit werden dann die eingebetteten Konturen sichtbar. Das Computerspiel Magic Carpet verwendete auf Wunsch das SIRDS-Verfahren, um das Spielgeschehen in Echtzeit räumlich darzustellen. Bei dieser Darstellung handelt es sich aufgrund der Interaktivität des Spiels um einen Sonderfall des animierten Stereogramms. SIS Gegen Mitte der 1980er wurde begonnen, die Zufallsmuster durch richtige Bilder zu ersetzen. Das single image stereogram (SIS) erlebte dann in den 1990ern einen großen Boom, nachdem Tom Baccei die Buchserie Das Magische Auge (engl. magic eye) herausbrachte. SIS mit einem Herzen Animiertes Stereogramm   Anwendungsgebiete Neben der Unterhaltung wird die Stereoskopie auch zur Veranschaulichung der Stereometrie und Trigonometrie, in mathematischen Lehrbüchern und zum Studium der Gesetze des binokularen Sehens eingesetzt. Dove demonstrierte mit Hilfe des Stereoskops die Entstehung des Glanzes. Ist die Fläche einer Zeichnung blau und die entsprechende der anderen gelb angestrichen, so sieht man sie, wenn man sie im Stereoskop durch ein violettes Glas betrachtet, metallisch glänzend. Weiß und Schwarz führen zu einem noch lebhaftern Bilde. Auch zur Unterscheidung echter Wertpapiere von unechten hat Dove das Stereoskop benutzt. Betrachtet man die zu vergleichenden Papiere mit dem Instrument, so werden sofort die kleinsten Unterschiede bemerkbar. Die einzelnen Zeichen, die nicht genau mit dem Original übereinstimmen, decken sich nicht und befinden sich anscheinend in verschiedenen Ebenen. Die horizontale Deviation der korrespondierenden Bildpunkte auf den paarweisen stereoskopischen Halbbildern kann man auch technisch auswerten, um die Tiefe zu bestimmen. Hierbei spielen physiologische Überforderungen keine Rolle und man nutzt den Effekt in der Astronomie, wobei keine paarweise Montage der Bilder nötig ist. Wünscht man hingegen eine bequeme und natürliche Betrachtung, vielleicht sogar ohne größere technische Hilfsmittel, so ist die paarweise Montage der stereoskopischen Halbbilder zu 3D-Fotos zweckmäßig und üblich. In der Fahrzeug- und Robotertechnik dienen Stereovideosensoren zur Entfernungs- und Abstandmessung.[4] Für die Kartierung von Geländeformationen und zur Erstellung von 3D-Stadtmodellen kann die stereoskopische Luftbildauswertung herangezogen werden. Heutige Computerspiele, werden in der Regel dreidimensional berechnet. Durch geeignete Software, bzw. Treiber kann aus diesem 3D-Bild ein Stereobild erzeugt werden. Je nach vorhandener Hardware kann sogar die Ausgabetechnik festgelegt werden.[5]   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Stereoskopie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Stockfotografie Stockfotografie ist ein Bereich der Fotografie, bei dem Bilder auf Vorrat ("to have in Stock" - "auf Lager haben") produziert werden, um sie dann an Kunden zu verkaufen, die entweder keine Zeit oder zu wenig Geld haben, um einen Fotografen für das gesuchte Bild zu beauftragen. Das Gegenteil der Stockfotografie ist demnach die Auftragsfotografie. Die vorproduzierten Fotos werden meist über Bildagenturen vertrieben und verkauft. Arten Es werden meist zwei Arten unterschieden, wie Stockfotos verkauft werden: als lizenzpflichtiges Bild ("RM", "rights managed", "lizenzpflichtig") als lizenzfreies Bild ("RF", royalty free", "lizenzfrei") Bei einem lizenzpflichtigen Bild wird der Preis entsprechend der Nutzungsart (Buch, Zeitschrift, Werbung, Katalog, ...), der Auflage, dem Verbreitungsraum u.a. festgelegt. Bei einem lizenzfreien Bild wird der Preis meist nur nach Größe des Bildes festgelegt und der Kunde darf das Bild dann, manchmal mit Einschränkungen, unbegrenzt nutzen. Geschichte Eine der ersten großen Bildagenturen für Stockfotos wurde 1920 von H. Armstrong Roberts gegründet und ist heute unter dem Namen RobertStock bekannt. Während früher Stockfotos vor allem Nebenprodukte bezahlter Auftragsarbeiten waren, begannen seit ca. 1980 einzelne Fotografen, sich auf die Belieferung von Bildagenturen zu spezialisieren. Heute gibt es Fotografen oder Fotoproduzenten, die sich hauptsächlich der Erstellung von Bildserien für die Stockfotografie widmen. In den 1990er Jahren begann eine Welle von Aufkäufen verschiedener Bildagenturen, die dazu führte, dass sich drei große Bildagenturen herausbildeten: Getty Images Corbis Jupiterimages Ab ca. 2000 begannen einige neue Agenturen nur das Internet als Vertriebsplattform zu nutzen und die Fotos viel günstiger zu verkaufen. Diese Agenturen werden in der Branche "Microstock-Agenturen" genannt und verkaufen Bilder für einen bis ca. zehn Euro. "Midstock-Agenturen" verkaufen Fotos für ca. 10-100 Euro, während die Preise von Macrostock-Agenturen ab ca. 100 Euro aufwärts liegen.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Stockfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Street Photography Street photography ist eine Genrebezeichnung der Fotografie, die zahlreiche Fotografen und Stile umfasst. Allgemein ist damit eine Fotografie gemeint, die im öffentlichen Raum entsteht, auf Straßen, in Geschäfte oder Cafés hineinblickend, Passantengruppen oder Einzelne herausgreifend, oftmals als Momentaufnahme, aber ebenso essayhafte Abfolge und Milieustudie. Bereits Atgets Aufnahmen von Paris und seinen Vororten können der Straßenfotografie zugerechnet werden. Die Blütezeit begann in den 1930er Jahren mit den Möglichkeiten der schnelleren und kompakteren Kleinbildkameras, dem Aufkommen der Illustrierten und dem gesteigerten Interesse am Alltagsleben und dessen Facetten. Gerade das Genre der Straßenfotografie hat herausragende Bildbände hervorgebracht, darunter beispielsweise Brassaïs Paris de nuit (1932), Robert Franks The Americans (1959) oder in jüngerer Zeit Bruce Davidsons Subway (1986). Straßenfotografien rangieren kompositorisch-stillistisch von dokumentarisch strengen Aufnahmen bis zu körnigen, bewusst verschwommenen oder gekippten Ansichten, gewagten Perspektiven und verzerrenden Spiegelungen. Die Unterschiede zwischen dokumentarischer und sogenannter kreativer Fotografie wurde insbesondere von Fotografen wie Lee Friedlander und William Klein in Frage gestellt.     Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Street Photography " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Szenische Fotografie Die Szenische Fotografie ist ein Genre der Fotografie. Ausgehend von einer konkreten Bildidee, die ihren Ursprung in historischen Referenzen der Kunst- und Filmgeschichte, literarischen Anregungen, Träumen und Begebenheiten haben kann, entwickelt der Künstler ein Set. Schauspieler oder Laien werden angeregt, Szenen zu erspielen, um Fotografien erzeugen zu können. Dabei werden an den jeweiligen Locations oder im Studio bestimmte Lichtverhältnisse und Requisiten eingesetzt, ähnlich einer Filmaufnahme für einen Spielfilm. Es gibt dabei verschiedene Ausprägungen: Szenische Fotografien findet man z.B. bei dem Berliner Künstler Matthias Leupold, geb. 1959, der mit künstlerischen Foto-Arbeiten seine visuellen Kritiken fotografisch formuliert hat (Serie Fahnenappell, Berlin 1988/89, Leupolds Gartenlaube-Liebhaberaufnahmen in Erinnerung an ein deutsches Familienblatt, 1994, Die Schönheit der Frauen, 1995). Leupold hat das Mittel der szenischen Fotografie auch spielerisch eingesetzt und Bildkonstellationen improvisiert. Die Möglichkeit des Improvisierens ist ein Vorteil gegenüber dem abgezirkelten Inszenieren im Theater und Spielfilm. Schauspieler und Fotograf können auf momentane Stimmungen und Lichtsituationen reagieren und von einem vorgefassten Konzept erheblich abweichen. Der Vorgang des Fotografierens hat in manchen Fällen etwas vom Charakter einer Performance. Szenische Fotografien werden als Einzelbilder oder auch Bildserien für Ausstellungen und Bücher konzipiert. Weitere Vertreter des Szenischen Fotografierens sind Jeff Wall, geboren 1946 in Vancouver, und James Higginson, geboren 1957 in Pennsylvania. Szenische Fotografien können auch das Ausgangsmaterial für einen Fotofilm darstellen.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Szenische Fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Tabletop-Fotografie   Der Begriff Tischfotografie oder Tabletop-Fotografie (engl. tabletop – Tischplatte) bezeichnet einen Sonderfall der Stillleben-Fotografie. Dabei werden Gegenstände im einfachsten Fall auf einer Tischplatte, im (semi-)professionellen Bereich jedoch auf speziellen Aufnahmetischen angeordnet, die z.B. mit neutralen (reinweißen oder halbtransparenten) Hintergründen ausgestattet werden können. Mehr oder weniger aufwändige Beleuchtungsvorrichtungen erlauben zudem die - in aller Regel erwünschte - schattenfreie Ausleuchtung der Objekte.   Eine simpele Vorrichtung für die Tabletop-Fotografie ... ...und das Ergebnis   Die Tabletop-Fotografie spielt von jeher eine herausragende Rolle in der Produktfotografie und somit in der Werbung im weitesten Sinne. Früher meist nur Fachfotografen überhaupt bekannt, wird sie durch den Aufschwung der Online-Auktionshäuser zwangsläufig auch von einem zunehmenden Kreis von Amateuren genutzt, gilt es doch besonders hier, aussagekräftige Produktfotos zu erstellen, die für den Verkaufserfolg oftmals entscheidend sind.   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Tabletop-Fotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Theaterfotografie Fotografie einer Ballettaufführung von Tschaikowskis Schwanensee Die Theaterfotografie befasst sich vor allem mit der Aufnahmepraxis und mit der Darstellung der Aufnahmen (Abzüge) in Theatern. Ihre Motive sind Schauspieler auf Theaterbühnen sowie Kulissen oder (selten) Requisiten bzw. Bühnenbilder. Richtungen der Theaterfotografie sind Schauspiel, Oper, Ballett und Portrait. Die Theaterfotografie dient der Dokumentation und der Werbung für ein Theater. Zur Dokumentation gehört das Festhalten eines künstlerischen Ausdrucks, die Darstellung, die Umsetzung des Themas und auch der Bühnengestaltung. Aufnahmen von Theaterszenen und Schauspielern wird an Schaukästen, Programmhefte und Annoncen verwendet. Es werden nicht alle Szenen, sondern nur Momentaufnahmen, also keine szenischen Dokumentationen, produziert. Fotografen für die professionelle Theaterfotografie sind sehr häufig selbstständig, nur selten sind sie fest engagiert. Fast jedes große Haus lässt professionelle Aufnahmen von den Schauspielern bzw. Szenen ihrer Auftritte machen. Daher sind die Abzüge sehr oft großformatig. Praxis Die Bilder werden klassischerweise in Schwarzweiß aufgenommen, seit dem späten 20. Jahrhundert werden auch farbige Aufnahmen gefertigt. Fotoserien werden nur in Schwarz-weiß oder nur in Farbe gefertigt. Die Fotografien werden hauptsächlich nur bei Proben gefertigt, damit die Aufführung nicht beeinträchtigt wird. Diese Beeinträchtigungen können durch das Blitzlicht, durch Auslöser und Winder-Motoren sowie durch den Körper des Fotografen (Abdeckung, Bewegungen) verursacht werden. Messsucherkameras, eine auf die fotografischen Bedürfnisse ausgerichtete Beleuchtung können diese Beeinträchtigungen weitgehend aufheben. Die Aufnahmen von Proben sollen jedenfalls nicht den Probencharakter wiedergeben, sondern vielmehr eine echte Aufführung darstellen. Meistens gibt es vor der Premiere eigene "Fotoproben", zu denen Pressefotografen eingeladen werden. Bedeutende Bühnenfotografinnen und -fotografen Barbara Braun, Renaissance-Theater Berlin Rosemarie Clausen (1907-1990) Mara Eggert (*1938) Iko Freese, Deutsches Theater Berlin Elli Marcus (1899-1977) Stefan Moses (* 1928) Fritz Peyer (1919-2001) Monika Rittershaus, Oper Frankfurt Liselotte Strelow (1908-1981) Wolfhard Theile (1939-2006), von 1987 bis 2003 Theaterfotograf am Deutsches Theater Berlin, große Produktionen: Der Lohndrücker von Heiner Müller, John Gabriel Borkman unter der Regie von Frank Castorf und Fette Männer im Rock unter der Regie von Thomas Ostermeier Ruth Walz, RuhrTriennale Ruth Wilhelmi (1904-1977)   Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Theaterfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Tierfotografie Goldwaldsänger (Dendroica petechia), aufgenommen im Kleinbildformat mit einer Brennweite von 700 mm Die Tierfotografie ist ein Bereich der Naturfotografie. Themen Die Tierfotografie befasst sich mit der Aufnahme lebender Tiere, bevorzugt im natürlichen Lebensraum. Aber auch Aufnahmen im Zoo oder Aquarium werden durchaus hinzugezählt. Aufnahmetechnik Die meisten wildlebenden Tiere sind relativ scheu und lassen den Menschen nicht nah genug heran, um mit üblicher Amateurausstattung zufriedenstellende Aufnahmen zu erzielen. Manche sind auch gefährlich genug, dass man den Abstand schon zum eigenen Schutz nicht zu klein wählt. Bei Aufnahmen in Zoos sind häufig Zäune, Gräben oder andere Umstände hinderlich. Die Tierfotografie ist daher in weiten Bereichen eine Domäne der Kameras mit langen bis sehr langen Teleobjektiven. Ausnahmen finden sich bei der Unterwasserfotografie und bei Aufnahmen im extremen Nahbereich. Für die Fotografie von größeren Echsen und Säugetieren aus sicherer Entfernung sind z.B. bei Kleinbildkameras und Mittelformatkameras Teleobjektive mit Brennweiten zwischen 135 und 800 mm notwendig. Kleinere Tiere können mit üblichen Normalobjektiven mit Brennweiten von 50 bzw. 80 mm aufgenommen werden. Für Spinnen, Ameisen, Käfer, Würmer und Lebewesen in ähnlicher Größe werden oft Makroobjektive eingesetzt, die Abbildungen von 1:1 bis 1:5 auf dem Kleinbildfilm oder 6x6-Film erlauben. Für Vergrößerungen im Bereich von 1:10 bis 10:1 wird z.B. ein Umkehrring oder ein Balgengerät eingesetzt. Für höhere Auflösungen existieren Fotoapparate und -kameras, die an Mikroskopen angeschlossen werden. Makroaufnahmen von Tieren erfordern Geduld, geeignete Objektive und geschickte Beleuchtungstechnik Teleobjektive erlauben Aufnahmen von scheuen, ... ... aber auch wehrhaften Tieren aus sicherer Entfernung. Unterwasseraufnahmen gelingen im Aquarium auch ohne Taucherausrüstung   Bekannte Tierfotografen Frans Lanting Bengt Berg Hans Dionys Dossenbach Fritz Pölking Benny Rebel Wolf Spillner     Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Tierfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar. nach oben       GNU Free Documentation License Version 1.2, November 2002 Copyright (C) 2000,2001,2002 Free Software Foundation, Inc. 51 Franklin St, Fifth Floor, Boston, MA 02110-1301 USA Everyone is permitted to copy and distribute verbatim copies of this license document, but changing it is not allowed. 0. PREAMBLE The purpose of this License is to make a manual, textbook, or other functional and useful document "free" in the sense of freedom: to assure everyone the effective freedom to copy and redistribute it, with or without modifying it, either commercially or noncommercially. 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The "Title Page" means, for a printed book, the title page itself, plus such following pages as are needed to hold, legibly, the material this License requires to appear in the title page. For works in formats which do not have any title page as such, "Title Page" means the text near the most prominent appearance of the work's title, preceding the beginning of the body of the text. A section "Entitled XYZ" means a named subunit of the Document whose title either is precisely XYZ or contains XYZ in parentheses following text that translates XYZ in another language. (Here XYZ stands for a specific section name mentioned below, such as "Acknowledgements", "Dedications", "Endorsements", or "History".) To "Preserve the Title" of such a section when you modify the Document means that it remains a section "Entitled XYZ" according to this definition. The Document may include Warranty Disclaimers next to the notice which states that this License applies to the Document. These Warranty Disclaimers are considered to be included by reference in this License, but only as regards disclaiming warranties: any other implication that these Warranty Disclaimers may have is void and has no effect on the meaning of this License. 2. VERBATIM COPYING You may copy and distribute the Document in any medium, either commercially or noncommercially, provided that this License, the copyright notices, and the license notice saying this License applies to the Document are reproduced in all copies, and that you add no other conditions whatsoever to those of this License. You may not use technical measures to obstruct or control the reading or further copying of the copies you make or distribute. However, you may accept compensation in exchange for copies. If you distribute a large enough number of copies you must also follow the conditions in section 3. You may also lend copies, under the same conditions stated above, and you may publicly display copies. 3. 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Preserve the section Entitled "History", Preserve its Title, and add to it an item stating at least the title, year, new authors, and publisher of the Modified Version as given on the Title Page. If there is no section Entitled "History" in the Document, create one stating the title, year, authors, and publisher of the Document as given on its Title Page, then add an item describing the Modified Version as stated in the previous sentence. J. Preserve the network location, if any, given in the Document for public access to a Transparent copy of the Document, and likewise the network locations given in the Document for previous versions it was based on. These may be placed in the "History" section. You may omit a network location for a work that was published at least four years before the Document itself, or if the original publisher of the version it refers to gives permission. K. For any section Entitled "Acknowledgements" or "Dedications", Preserve the Title of the section, and preserve in the section all the substance and tone of each of the contributor acknowledgements and/or dedications given therein. L. Preserve all the Invariant Sections of the Document, unaltered in their text and in their titles. Section numbers or the equivalent are not considered part of the section titles. M. Delete any section Entitled "Endorsements". Such a section may not be included in the Modified Version. N. Do not retitle any existing section to be Entitled "Endorsements" or to conflict in title with any Invariant Section. O. Preserve any Warranty Disclaimers. If the Modified Version includes new front-matter sections or appendices that qualify as Secondary Sections and contain no material copied from the Document, you may at your option designate some or all of these sections as invariant. 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The combined work need only contain one copy of this License, and multiple identical Invariant Sections may be replaced with a single copy. If there are multiple Invariant Sections with the same name but different contents, make the title of each such section unique by adding at the end of it, in parentheses, the name of the original author or publisher of that section if known, or else a unique number. Make the same adjustment to the section titles in the list of Invariant Sections in the license notice of the combined work. In the combination, you must combine any sections Entitled "History" in the various original documents, forming one section Entitled "History"; likewise combine any sections Entitled "Acknowledgements", and any sections Entitled "Dedications". You must delete all sections Entitled "Endorsements". 6. COLLECTIONS OF DOCUMENTS You may make a collection consisting of the Document and other documents released under this License, and replace the individual copies of this License in the various documents with a single copy that is included in the collection, provided that you follow the rules of this License for verbatim copying of each of the documents in all other respects. You may extract a single document from such a collection, and distribute it individually under this License, provided you insert a copy of this License into the extracted document, and follow this License in all other respects regarding verbatim copying of that document. 7. AGGREGATION WITH INDEPENDENT WORKS A compilation of the Document or its derivatives with other separate and independent documents or works, in or on a volume of a storage or distribution medium, is called an "aggregate" if the copyright resulting from the compilation is not used to limit the legal rights of the compilation's users beyond what the individual works permit. When the Document is included in an aggregate, this License does not apply to the other works in the aggregate which are not themselves derivative works of the Document. If the Cover Text requirement of section 3 is applicable to these copies of the Document, then if the Document is less than one half of the entire aggregate, the Document's Cover Texts may be placed on covers that bracket the Document within the aggregate, or the electronic equivalent of covers if the Document is in electronic form. Otherwise they must appear on printed covers that bracket the whole aggregate. 8. TRANSLATION Translation is considered a kind of modification, so you may distribute translations of the Document under the terms of section 4. Replacing Invariant Sections with translations requires special permission from their copyright holders, but you may include translations of some or all Invariant Sections in addition to the original versions of these Invariant Sections. You may include a translation of this License, and all the license notices in the Document, and any Warranty Disclaimers, provided that you also include the original English version of this License and the original versions of those notices and disclaimers. In case of a disagreement between the translation and the original version of this License or a notice or disclaimer, the original version will prevail. If a section in the Document is Entitled "Acknowledgements", "Dedications", or "History", the requirement (section 4) to Preserve its Title (section 1) will typically require changing the actual title. 9. TERMINATION You may not copy, modify, sublicense, or distribute the Document except as expressly provided for under this License. Any other attempt to copy, modify, sublicense or distribute the Document is void, and will automatically terminate your rights under this License. However, parties who have received copies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance. 10. FUTURE REVISIONS OF THIS LICENSE The Free Software Foundation may publish new, revised versions of the GNU Free Documentation License from time to time. Such new versions will be similar in spirit to the present version, but may differ in detail to address new problems or concerns. See http://www.gnu.org/copyleft/ . Each version of the License is given a distinguishing version number. If the Document specifies that a particular numbered version of this License "or any later version" applies to it, you have the option of following the terms and conditions either of that specified version or of any later version that has been published (not as a draft) by the Free Software Foundation. If the Document does not specify a version number of this License, you may choose any version ever published (not as a draft) by the Free Software Foundation. ADDENDUM: How to use this License for your documents To use this License in a document you have written, include a copy of the License in the document and put the following copyright and license notices just after the title page: Copyright (c) YEAR YOUR NAME. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. A copy of the license is included in the section entitled "GNU Free Documentation License". If you have Invariant Sections, Front-Cover Texts and Back-Cover Texts, replace the "with...Texts." line with this: with the Invariant Sections being LIST THEIR TITLES, with the Front-Cover Texts being LIST, and with the Back-Cover Texts being LIST. If you have Invariant Sections without Cover Texts, or some other combination of the three, merge those two alternatives to suit the situation. If your document contains nontrivial examples of program code, we recommend releasing these examples in parallel under your choice of free software license, such as the GNU General Public License, to permit their use in free software.