Lexikon Fototechnik

Abbildungsmaßstab - Abblendtaste - Advanced Photo System - Agfacolor - Apochromat - Auflagemaß - Auflösung - Aufnahmeformat - Autofokus - Bajonettverschluss - Balgengerät - Belichtung - Belichtungsmesser - Belichtungsmessung - Belichtungszeit - Bildwinkel - Blitzlicht - Bokeh - Brennweite - Cooke Triplet - Densiometrie - Dichte - Farbfotografie - Festbrennweite - Fokus - Fotografische Blende - Fotostudio - Graukarte - Graukeil - Handbelichtungsmesser - Heliar - Infrarotfotografie - Innenfokussierung - Integralmessung - Irisblende - Langzeitbelichtung - Leitzahl - Lensbaby - Lichtschachtsucher - Lichtstärke - Makro-Objektiv - Mehrfachbelichtung - Polarisationsfilter - Portraitobjektiv - Schärfentiefe - Schlitzverschluss - Schnittbildentfernungsmesser - Spotbelichtungsmesser - Springblende - Tilt und Shift-Objektiv - Tonwert - Vergrößerungsgerät - Weitwinkelobjektiv - Zeitautomatik - Zentralverschluss - Zwischenring - Zonensystem

Abbildungsmaßstab

Der Abbildungsmaßstab (Formelzeichen β) ist definiert als das Verhältnis zwischen der Größe der optischen Abbildung (B, Bild) eines Gegenstandes und dessen realer Größe (G, Gegenstand) ( β = B / G).

Bekanntes Beispiel ist der Maßstab in der Kartografie: Hat eine Landkarte beispielsweise einen Maßstab von 1:100.000, dann ist die Realität 100.000-mal größer ist, als die Abbildung auf der Karte. 1 cm auf der Karte entspricht demnach 100.000 cm = 1 km in der Realität.

  • Ein Abbildungsmaßstab von 1:1 sagt aus, dass der Gegenstand und seine Abbildung gleich groß sind
  • Ein Abbildungsmaßstab von 1:2 sagt aus, dass der Gegenstand doppelt so groß ist, wie seine Abbildung
  • Ein Abbildungsmaßstab von 2:1 sagt aus, dass die Abbildung doppelt so groß ist, wie der Gegenstand.

Fotografie

In der Fotografie bezeichnet man als Abbildungsmaßstab das Verhältnis der Abbildungsgröße eines Objektes auf der Filmebene zur Größe des Originalobjektes selbst. Der Abbildungsmaßstab nimmt mit kleiner werdendem Abstand zum Objekt und mit Verlängerung der Objektivbrennweite zu.
Aufgrund der einem jeden Objektiv eigenen Naheinstellgrenze (der Mindestabstand zum Objekt), unterhalb derer es nicht mehr möglich ist auf das Objekt zu fokussieren, kann der Objektabstand allerdings nicht beliebig verringert werden. Ein Objektiv besitzt also einen maximalen Abbildungsmaßstab.

Spezielle Objektive für die Makrofotografie, die sogenannten Makro-Objektive, können mit einem besonders geringen Objektabstand eingesetzt werden und ermöglichen dadurch einen besonders großen Abbildungsmaßstab, wie beispielsweise 1:2 (die Abbildung ist halb so groß wie das Objekt) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgröße auf der Filmebene abgebildet). Bei Abbildungsmaßstäben von mindestens 1:4 wird ein Objektiv als makrofähig bezeichnet. Normale Objektive erzielen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:9.

Ein Anfang der 1990er Jahre vorgestelltes Spezialobjektiv von Minolta, das Minolta AF Macro Zoom 3x–1x (1:1,7–1:2,8), ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 3:1; es kann also ein Objekt dreifach vergrößert auf die Filmebene abbilden. Um derartige Abbildungsmaßstäbe ohne Spezialobjektive zu erzielen, müssen normalerweise ein Balgengerät, Zwischenringe oder ein Objektiv in Retrostellung eingesetzt werden.

Beispiele zur Berechnung des Abbildungsmaßstabes:

  • Bildet die Kamera einen 20 cm hohen Kopf auf dem Film mit einer Höhe von 0,5 cm ab, so ist der Abbildungsmaßstab 0,5:20 = 1:40 (= 0,025-fach)
  • Wird eine 35 mm lange Libelle formatfüllend auf 35-mm-Kleinbildfilm abgebildet, bedeutet dies einen Abbildungsmaßstab von 1:1
Häufig versäumen es die Hersteller von Wechselobjektiven, den mit einem bestimmten Objektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab anzugeben; stattdessen wird nur der kürzestmögliche Objektabstand angegeben. Diese Angabe lässt jedoch nur einen eher indirekten Rückschluss über den effektiv erzielbaren Abbildungsmaßstab zu. Mit Testaufnahmen lässt sich der effektive Abbildungsmaßstab jedoch ermitteln.
 
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Abblendtaste

Eine Abblendtaste (früher auch Abblendhebel) ist Bestandteil einäugiger Spiegelreflexkameras. Diese dient zur visuellen Kontrolle des Schärfebereichs (auch Schärfentiefe genannt) vor der Aufnahme. Drückt man den Abblendhebel, so schließt sich die Blende am Objektiv auf den eingestellten Wert und das Sucherbild wird dunkler. Die Kamera stellt von der hellen „Einstellblende“ auf die Arbeitsblende um, mit der die Aufnahme tatsächlich fotografiert wird. Gleichzeitig wird der als scharf wahrgenommene Bereich vor und hinter dem fokussierten Objekt erkennbar.

Je kleiner die an einer Kamera eingestellte Blendenöffnung, desto stärker dehnt sich die Schärfentiefe vor und hinter der Ebene aus, auf die fokussiert (scharf gestellt) wurde. Analog dazu ist bei großer Blendenöffnung der Schärfebereich geringer.

Dieser Effekt basiert auf der Tatsache, dass der Zerstreuungskreisdurchmesser in diesen Bildbereichen als „scharf“ wahrgenommen wird. Wirklich punktscharf werden nur Bildpunkte abgebildet, die in der Ebene des Fokus liegen.

Eine vielfach zitierte Faustregel besagt, dass die Ausdehnung des als noch scharf wahrgenommenen Bereichs einem Verhältnis von 2 Teilen hinter dem fokussierten Objekt und einem Teil davor entspräche. Diese Annahme ist jedoch falsch; vielmehr entspricht das Verhältnis des noch scharf wahrgenommenen Bereichs vor dem fokussierten Objekt zum scharf wahrgenommenen Bereich hinter dem fokussierten Objekt dem Verhältnis von Nah- zu Fernpunkt.

Da die Blendenzahl das Verhältnis von Brennweite zu Blendenöffnung wiedergibt, verhält sie sich umgekehrt proportional zur Größe der Blendenöffnung. Das heißt: Je kleiner die Blendenöffnung, desto größer die Blendenzahl:

Blendenöffnung: <-- groß ------------------------ klein -->
Blendenskala: 1,4; 2,8 ; 4 ; 5,6 ; 8 ; 11 ; 16 ; 22 ; 32 
Bei modernen Kameras wird die Blende meist von einem zentralen Motor angetrieben, der außerdem die Spiegelauslösung und den Filmtransport bewerkstelligt. Derartige Kameras haben aufgrund dieser Kopplung häufig keine Abblendtaste. Diese benötigt einen separat gesteuerten Blendenmechanismus, der die Kamera aufwändiger und teurer macht. Ein ähnlicher Zusammenhang besteht bei der Spiegelvorauslösung.
 
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Advanced Photo System

Das Advanced Photo System (APS) war der Versuch einer umfassenden Modernisierung der Fototechnik, bevor die Digitalfotografie ihren Siegeszug begann.

APS wurde offiziell am 22. April 1996 von den Kamera- und Filmherstellern Canon, Fujifilm, Kodak, Minolta und Nikon vorgestellt. Das APS-System ist eine Hybridtechnik, die auf einem neuen Filmmaterial zusätzliche digitale Informationen über Aufnahme- und Verarbeitungsdaten aufzeichnet.

Die APS-Technik erreichte nie die Verbreitung des 35 mm-Kleinbildfilms. Mit dem kommerziellen Erfolg der Digitalkameras verschwanden Kamerabaureihen für den APS-Film nach 2001 allmählich vom Markt, Weiterentwicklungen wurden eingestellt.
 
kleine APS-Kamera mit Film
kleine APS-Kamera mit Film
 

Vorgeschichte

Der Kleinbildfilm besitzt beidseitig eine Perforation, da er aus der Kinotechnik übernommen wurde. Diese Perforation ist aber in der Fotokamera weitenteils überflüssig; nur ganz wenige Kameras nutzen eine Rückpositioniermöglichkeit. So kommen die Rollfilme schon von jeher ohne Perforation aus. Da die Perforation die Filmpatrone und somit die Kamera vergrößert, kam mit fortschreitender Miniaturisierung immer wieder mal die Diskussion nach einem neuen Filmtyp auf. Weil aber der bisherige Film weltweit verfügbar war und eine Umstellung keine gewaltigen Vorteile gebracht hätte, kam es lange nicht zu einer Neuerung. Erst kurz vor Einführung der Digitaltechnik wurde dann schließlich doch noch ein neuer Standard herausgebracht, wobei man konsequenterweise dafür Sorge trug, dass die Belichtungsdaten auf Magnetstreifen mit abgespeichert werden.

Merkmale

Bei dem Advanced Photo System handelt es sich nicht nur um ein neues Filmformat, es wurde vielmehr versucht, vor allem in drei Aspekten fototechnische Neuerungen einzuführen:

  • Neues Filmmaterial: Die zum Marktstart neu eingeführten APS-Filme bieten eine geschlossene Filmkassette, besonders dünne Schichtträger und verbesserte Filmemulsionen sowie ein ebenfalls neues Negativformat (30,2 mm × 16,7 mm).
    Der APS-Film verfügt außerdem über optische und magnetische Datenspuren, die einen Datenaustausch zwischen Kamera, Film und verarbeitendem Labor möglich machen (IX, Information Exchange); er wird in Konfektionierungen mit 15, 25 oder 40 Aufnahmen angeboten. Der APS-Film verbleibt außer zur Belichtung und Entwicklung immer in der Kassette und muss in geeigneten Archivsystemen aufbewahrt werden.
  • Neuartige Kameras: Durch APS konnten besonders leichte und kompakte Kameras mit neuartigen Funktionen realisiert werden; dazu gehört beispielsweise das komfortable Filmeinlegen durch Drop-In-Loading sowie der Datenaustausch zur Erzielung einer konstanten Bildqualität (PQI, Print Quality Improvement). Eine Besonderheit war die Auswahl verschiedener Bildformate mit drei definierten Seitenverhältnissen: Standard war das High-Definition-Format (H) mit einem Seitenverhältnis von 16:9, daneben gab es das Classic-Format (C) mit einem Verhältnis von 3:2 (dies entspricht dem Seitenverhältnis von Kleinbildkameras) und das Panorama-Format (P) mit dem extremen Verhältnis von 3:1. Dabei wird der Film stets im H-Format belichtet, die entsprechenden Randbereiche werden nur im Sucher und bei der Erstellung von Papierabzügen ausgeblendet. Durch das recht kleine Filmformat wurden kleine und leichte Kameras möglich: Typische APS-Kompaktkameras wie die Canon IXUS II wiegen nur etwa 170 Gramm.
  • Optimierte Laborverarbeitung: APS-Kameras können aufnahmespezifische Daten auf den APS-Film speichern; entsprechend eingerichtete Foto-Labors können diese Informationen auswerten und beispielsweise den Titel eines Bildes auf die Rückseite des Prints aufdrucken. Das Labor erhält über APS außerdem das gewünschte Seitenverhältnis sowie die gewünschte Anzahl der Abzüge mitgeteilt. Mit den für die Verarbeitung von APS-Filmen modernisierten Labormaschinen fand auch der Index Print erstmals Verbreitung.

APS-Kameras

Zu den erfolgreichsten APS-Kameras gehören die Modelle der IXUS-Serie von Canon, deren Design und Ausstattungsmerkmale auch in eine entsprechende Digitalkamera-Modellreihe übernommen wurden. Diese Kameras bieten typische APS-Funktionen wie die Möglichkeit, teilbelichtete Filme auszuwechseln (Mid-Roll-Change) sowie zahlreiche PQI-Daten (Laufrichtung des Films, Blitzeinsatz, Blitzmodus, Zoomfaktor, Motivhelligkeit, Kunstlicht und Lichtverhältnisse).

Nur wenige APS-Kameras nutzen alle Möglichkeiten des Advanced Photo System aus; zu diesen wenigen Ausnahmemodellen gehört beispielsweise die Vectis S1 von Minolta, die über eine so genannte FTPM-Funktion für feste Print-Belichtungszeiten verfügt. Ein weiterer "Sonderling" ist die Fotonex 3500 ix Zoom MRC von Fujifilm, die auch teilbelichtete Filme weiterbelichten kann ( Mid-Roll-Change).

Zusatzgeräte

Als Ergänzung zu den APS-Kameras bieten Zubehörhersteller eine Reihe von Zusatzgeräten an. Beispielsweise gibt es APS-Player, mit denen die Bilder einer APS-Kassette am Fernseher betrachtet und die Daten auf der Magnetspur des Films modifiziert werden können. Mit einem APS-Scanner können Bilder von APS-Filmen in den Computer eingelesen und digital weiterverarbeitet werden.

Nachteile

Das Advanced Photo System bietet eine Reihe praktischer Neuerungen, die sich in erster Linie an Fotoamateure richten. Dem gegenüber stehen jedoch eine Fülle von Nachteilen.

So ist das System in nahezu jeder Beziehung inkompatibel mit dem 35 mm-Kleinbildfilm oder dem Mittelformat, vorhandenes Systemzubehör müsste in der Regel neu angeschafft werden und eine Verarbeitung im eigenen Labor ist nahezu unmöglich. Der Profisektor wird im Kamerabereich wenig oder nicht abgedeckt, aber auch im Billigbereich fehlten Kameras.

Auch die kommerziellen Fotolabors brauchen neue Maschinen zur Verarbeitung von APS-Filmen; diese relativ teuren Geräte verbreiteten sich erst Jahre nach der Markteinführung von APS und unterstützten nur die Grund-Informationen, die durch Datenaustausch (IX und PQI) eigentlich möglich gewesen wären.

Die APS-Filme bieten, trotz dünnerer Schichtträger und verbesserter Emulsionen, aufgrund ihres verringerten Negativformats, eine deutlich geringere Bildqualität als das Kleinbildformat. Die besseren Emulsionen wurden zudem sehr schnell auch bei Filmen im Kleinbildformat eingesetzt, sodass dieser ursprüngliche Vorteil wegfiel.

Ambitionierte Fotografen sind bei APS außerdem mit einem sehr begrenzten Angebot an Filmmaterialien konfrontiert: Schwarzweiß- oder Diafilme sowie hochempfindliche Filme werden nur selten oder gar nicht angeboten. Auch die Kamerahersteller versäumten es, von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Möglichkeiten des APS in ihren Produkten vollständig zu implementieren.

Nicht zuletzt waren (und sind) die Kosten für die APS-Filmpatronen wie auch für das APS-Entwickeln meist höher, zum Teil wesentlich höher. Der gewohnte und eingeführte 35 mm Film bietet folglich zusammenfassend bei etwa gleichen Leistungen eine größere Auswahl und geringere Kosten.

Marktbedeutung

Das APS-Format konnte sich am Markt nicht durchsetzen, was nicht ausschließlich an seinem späten Erscheinen lag. 1996 kamen bereits die ersten Digitalkameras auf und es erschien vollkommen unsinnig, parallel zum bewährten 35 mm Film und zur neuen Digitaltechnik noch ein neues Format einzuführen.

Hätte man APS etwa anstatt der Kodak Disc oder des Instamatic-Kassettenfilms, als Nachfolger des Pocketfilms in der ersten Hälfte der 1980er Jahre eingeführt, dann wäre der Erfolg vermutlich garantiert gewesen. Ein Teil der fortschrittlichen Merkmale des Films hätte allerdings aufgrund der damaligen Technik zunächst nicht realisiert werden können und wäre erst mit fortschreitender Kameratechnik machbar gewesen.

Aufgrund des schwindenden Markterfolgs ließen die meisten Kamerahersteller ihre APS-Modellreihen zwischen 2001 und 2002 auslaufen. Auch die Eastman Kodak Company, einer der Initiatoren von APS, stellte die Produktion von APS-Kameras weltweit 2004 ein.Gegen Ende verkauften sich nur die Canon IXUS Baureihen erfolgreich in nennenswerter Stückzahl, wobei viele Kunden mehr am Design der Kamera als am APS-System selbst interessiert waren.

Die Neuerungen des APS hätte man auch im bisherigen Kleinbildfilm integrieren können, etwa mit einem Chip im Spulenkern, stattdessen setzte man auf ein neues Format. Einige APS-Eigenschaften wurden mit der fortschreitenden Kamera- und Labortechnik für den 35 mm Film übernommen, so etwa die Möglichkeit zum komfortablen Auswechseln eines teilweise belichteten Films (Mid-Roll-Change bzw. Mid-Reload) sowie der Index Print, der Nachfolger des Kontaktabzuges. Das Speichern der Belichtungsdaten etwa wurde für Digitalkameras übernommen, das EXIF-Dateiformat zeichnet diese Informationen auf, analog den PQI-Daten beim APS-Film.

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Agfa Agfacolor

Agfa Agfacolor ist ein 1936 eingeführter Farb-Umkehrfilm und ein ab 1937 entwickelter Farbnegativ- und Positivfilm sowie ein Markenname von Agfa.

Agfacolor-Filme wurden von unterschiedlichen Herstellern produziert, darunter:

  • I.G. Farbenindustrie AG (1936 bis 1945),
  • Filmfabrik Agfa, einer Abteilung der Sowjetischen Staatlichen Aktiengesellschaft Photoplenka (1945 bis 1954),
  • VEB Filmfabrik Agfa Wolfen in Wolfen, DDR (1954 bis 1964; danach abgelöst durch die ORWO Orwocolor-Filme),
  • Agfa-Gevaert AG, Leverkusen, BRD (ab 1949),

Verarbeitung

Der Agfacolor-Film wird nach dem Agfacolor-Verfahren verarbeitet; dabei handelt es sich um das erste Negativ-/Positiv-Verfahren mit chromogener Entwicklung.

Geschichte

Technische Entwicklung

Bereits 1932 wurde der erste Agfacolor-Farbfilm nach dem Kornrasterverfahren vorgestellt. 1936 brachte Agfa den Agfacolor-Neu-Film auf den Markt, er war damit der erste moderne Farbfilm mit eingelagerten Farbkupplern, das heißt: Er besteht aus drei übereinander liegenden lichtempfindlichen Gelatineschichten mit den darin –- im Unterschied zu den Kodachrome-Filmen –- eingelagerten Farbkupplern. Die drei Schichten sind (von oben nach unten) für Blau, Grün und Rot sensibilisiert. Da die Silberbromid- und Iodidkristalle in der grün- und rot-sensibilisierte Schicht auch auf blaues Licht empfindlich sind, ist zwischen der Blau- und der Grünschicht noch eine das restliche blaue Licht absorbierende Gelbfilterschicht, deren Eigenfarbe beim Entwickeln herausgewaschen wird. Negativ- und Positivfilmtaschen für Agfacolor, 1952-1965 Frühes Farbfoto auf Agfacolor Negativfilm L NT, Eckernförder Bucht im Sommer 1952.   Der Agfacolor-Neu-Film war zuerst als Umkehrfilm für Diapositive erhältlich. Hier wird das nach dem Belichten vorhandene latente Negativ zunächst als Schwarzweißbild erstentwickelt, um dann durch Nachbelichtung des Films das noch vorhandene unentwickelte Silbersalz zu verschleiern. Anschließend erfolgt die Farbentwicklung durch N,N-Diethyl-p-Phenylendiamin (T22), das mit den vom Silbersalz oxidierten zuvor farblosen Farbkupplern die eigentlichen Farbstoffe bildet. Das beim Erstentwickeln und dem Farbentwickeln aus dem Silbersalz reduzierte Silber wird mit Kaliumferricyanid (rotem Blutlaugensalz) oxidiert und herausgelöst, sodass zuletzt nur das Positiv aus Farbstoffpartikeln übrigbleibt. Die Lichtempfindlichkeit betrug nur ISO 4/7 °, deutlich weniger als bei Schwarzweißfilmen dieser Zeit. 1938 wurde die Empfindlichkeit durch einen Zusatz von Goldrhodanid in Spuren (etwa 10 µg pro Film) auf ISO 16/13 ° (nominal: 15/10 °DIN) erhöht, und der Film so für Freihandaufnahmen ohne Stativ besser verwendbar. Die Herstellung von Papiervergrößerungen war jedoch nur mit Spezialverfahren über Farbauszüge möglich. Der Agfacolor-Kinefilm arbeitete nach dem Negativ/Positiv-Verfahren. Während der Entwicklung in einem Schritt entsteht aus den Farbkupplern und dem Farbentwickler die jeweils komplementäre Farbe Gelb, Magenta und Cyan. Das Ergebnis ist also ein Negativ, aus dem durch Umkopieren positive Bilder und Filme zur Vorführung hergestellt werden können. 1942 wurden bei der Tagung Film und Farbe in Dresden der Agfacolor-Negativ-Fotofilm und das Agfacolor-Fotopapier vorgestellt, das bis Kriegsende nur für Propaganda- und militärische Zwecke verfügbar war. Kodaks Kodacolor, ein prinzipiell gleich aufgebauter Film, kam ebenfalls 1942 auf den Markt, allerdings mit einem zu Agfacolor nicht kompatiblem Verarbeitungsprozess. Der Unterschied bestand in der Art der Verankerung der Farbkuppler in den drei fotografischen Schichten. Während Agfa auf diffusionsfeste Moleküle mit langen gesättigten Kohlenwasserstoffketten ähnlich den Fettsäuren setzte, die nicht in die benachbarte Gelatineschicht wandern konnten, waren es bei Kodak winzige Öltröpfchen in der Gelatine, das heißt ölgeschützte, wasserunlösliche Farbkuppler. Dieses Verfahren hat sich inzwischen längst allgemein für Farbdia- und negativfilme durchgesetzt. Agfacolor im Kino Agfacolor hielt zu Beginn der 1940er Jahre auch in der deutschen Filmproduktion Einzug. Der Erfolg des US-amerikanischen Technicolor-Systems mit Kassenknüllern wie Robin Hood oder Vom Winde verweht gab hierzu den Anstoß. Aus Prestigegründen und um die Leistungsfähigkeit der deutschen Filmindustrie auch in Kriegszeiten zu demonstrieren, wurde die technische Entwicklung schnell vorangetrieben. Der erste in Agfacolor gefilmte abendfüllende deutsche Spielfilm hieß Frauen sind doch bessere Diplomaten. Er entstand 1939 bis 1941 und zeigte eine noch relativ unausgereifte Farbumsetzung. Während der Produktion einer Reihe von weiteren Ufa-Filmen wurde das Agfacolor-Verfahren kontinuierlich verbessert. Spätestens mit dem 1943 zum 25jährigen Ufa-Jubiläum uraufgeführten Münchhausen konnte Agfacolor in der Bildqualität mit dem technisch wesentlich aufwändigeren Technicolor-Verfahren gleichziehen. Bis zum Kriegsende 1945 entstand in Deutschland eine Reihe weiterer abendfüllender Farbfilme: Die Goldene Stadt (1942), Das Bad auf der Tenne (1943), Immensee (1943), Münchhausen (1943), Die Frau meiner Träume (1944), Opfergang (1944), Große Freiheit Nr. 7 (1944) und Kolberg (1945). Dazu gehören die Überläuferfilme von 1944/1945 Wiener Mädeln, Das kleine Hofkonzert, Figaro oder Ein toller Tag und Die Fledermaus (1946). Entwicklung nach 1945 Nach der Freigabe des Agfacolor-Verfahrens und dem Verfall der internationalen Patente 1945 produzierten mehrere Hersteller (Adox, Ferrania, Fuji, Gevaert, Konishiroku, Tellko, Valca) derartige Filme und Fotopapiere, wobei die Entwicklungsverfahren jedoch je nach Hersteller unterschiedlich waren. In den frühen 1980er Jahren stellte Agfa auf die Kodak-Chemie (ölgeschützte, wasserunlösliche Farbkuppler) um, damit waren Agfa- und Kodak-Farbfilme in denselben Entwicklungsprozessen zu verarbeiten, dem bis heute bestehenden C-41 für Negative oder E-6 für Dias. Diese Umstellung auf Kodak-Chemie fand konsequenterweise bei Farbnegativ- und Farbdiafilmen sowie auch bei Farbpapieren statt. Die Umstellung brachte bei den Filmen einen deutlichen Gewinn an Schärfe, Feinkörnigkeit und Qualität der Farbwiedergabe. Die Verarbeitungszeit in 38 °C warmen Bädern wurde gegenüber den Entwicklungszeiten der Agfacolor/Agfachrome-Filme bei 18 bis 25 °C deutlich verkürzt. Gleichzeitig verschwanden so bekannte Traditionsprodukte wie der Agfacolor CNS und Agfacolor CT18-Diafilm vom Markt. Die Entwicklung der alten Agfa-Prozesse ist auch heute noch in einigen Fachlabors in Großbritannien und den USA möglich. Der Markenname Agfacolor wurde bis zum Konkurs der aus dem Agfa-Gevaert-Konzern herausgelösten AgfaPhoto GmbH 2005 für Farbnegativfilme verwendet. Den zuletzt produzierten Vista/Optima-Filmen wurden in Tests in Fotozeitschriften höchste Farbtreue bei Unempfindlichkeit gegenüber Farbverschiebungen zum Beispiel durch Leuchtstoffröhrenlicht bescheinigt. Zu den letzten aktuellen Produkten gehören unter anderem der Agfacolor Vista 100, Agfacolor Ultra 100 (ISO 100/21°), Agfacolor Optima Prestige 100, Agfacolor Portrait 160 Professional (ISO 160/23°), Agfa Agfacolor HDC 200, Agfacolor Vista 200, Agfacolor Optima Prestige 200, Agfacolor Vista 400, Agfacolor Optima Prestige 400, Agfacolor Vista 800. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Agfa Agfacolor " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Apochromat Als Apochromat ( griech. etwa für frei von Farben; engl. apochromatic lens) bezeichnet man ein optisches System, z. B. ein Objektiv, bei dem der Farbfehler weitestgehend korrigiert ist. Im Gegensatz zu einem Achromaten wird nicht nur das primäre, sondern auch das sekundäre Spektrum korrigiert. In der ursprünglichen Bedeutung ist ein apochromatisches Linsensystem so berechnet, dass die Schnittweite für drei Wellenlängen (Farben) im sichtbaren Bereich übereinstimmt, während beim einfacheren Achromaten die Übereinstimmung für nur zwei Wellenlängen gefordert ist. Auch für die übrigen Wellenlängen ergibt sich dann nur eine sehr kleine Abweichung der Schnittweite, und der Farblängsfehler ist somit sehr gut korrigiert. Funktionsweise Die durchlaufenden Lichtstrahlen werden – abhängig von ihrer Wellenlänge – unterschiedlich stark von einer Linse gebrochen (siehe auch Dispersion) und treffen somit nicht genau auf demselben Punkt der Bildebene auf. Es entstehen Unschärfen und Farbsäume (siehe chromatische Aberration). Die Konstruktion der achromatischen Linsensysteme beruht darauf, dass das Verhältnis von Brechzahl und Dispersion von verschiedenen Glassorten verschieden ist, was sich in verschiedenen Abbe-Zahlen ausdrückt. Wäre dieses Verhältnis gleich, gäbe es keine Möglichkeit, den Farbfehler von Linsensystemen auszugleichen. Der verbleibende Farbfehler eines Achromaten wird vom sekundären Spektrum dominiert. Beim echten Apochromaten kann durch Einsatz von mindestens drei Glassorten auch das sekundäre Spektrum beseitigt werden. In dem dann noch verbleibende Rest des Farbfehlers dominiert das tertiäre Spektrum. Dafür muss man mindestens eine Linse aus Glas (oder anderem Material) mit besonderen Dispersionseigenschaften verwenden, wie Fluorit, Langkronglas (Fluorkronglas) und Kurzflintglas. Langkronglas besitzt eine hohe Teildispersion im kurzwelligen (blauen) Bereich des Spektrums, d. h. die Brechzahl ändert sich hier stark mit der Wellenlänge, verglichen mit seiner Teildispersion im langwelligen (roten) Bereich. Kurzflintglas hat hier hingegen eine relativ geringe Teildispersion. Solche speziellen Glassorten sind notwendig, um das sekundäre Spektrum zu beeinflussen. Bei gewöhnlichen Glassorten ist die Teildispersion eng mit der allgemeinen Dispersion (Abbe-Zahl) verknüpft. Wenn man nur solche Gläser verwendet, kann man das sekundäre Spektrum nicht wesentlich reduzieren. Manchmal begnügt man sich mit einer erheblichen Reduktion des sekundären Spektrums, statt es völlig zu beseitigen. Diese Linsensysteme werden manchmal Halbapochromate genannt, aber oft unterscheidet man nicht so genau und bezeichnet sie ebenfalls als Apochromate. Astronomie Der klassische Weg zur Verringerung des Rest-Farbfehlers von Linsenfernrohren, z. B. in der Astronomie, war die Wahl immer längerer Brennweiten (relativ zur Öffnung), erst der Wunsch nach kompakteren und lichtstärkeren Teleskopen (f:8 oder kürzer), führte zur Nachfrage nach den wesentlich teureren Apochromaten. Dieser besteht dann meistens aus drei Linsen, die an einer oder zwei Kontaktflächen verkittet sind. Für Fernrohre ab einer bestimmten Öffnung (etwa 250 mm) ist es jedoch preisgünstiger, statt eines Apochromaten auf Spiegeloptiken überzugehen, die keinen Farbfehler aufweisen. Mikroskopie Da Mikroskop-Objektive für höhere Vergrößerungen immer mit großer Öffnung (numerische Apertur) arbeiten um die nötige Auflösung zu erzielen, ist der Farbfehler hier besonders störend und die Entwicklung apochromatischer Objektive durch Zeiss galt als großer Fortschritt. Für die Mikroskopfotografie kommen weitere Anforderungen wie die Ebnung des Bildfeldes auch in den Randbereichen hinzu; Objektive, die dies leisten, heißen Planachromaten und Planapochromaten und wurden 1938 bei Zeiss erfunden. Fotografie & Spektive In der Fotografie werden Objektive mit (teilweise) korrigiertem sekundären Spektrum häufig mit der Abkürzung „APO“ gekennzeichnet. Dabei handelt es sich vor allem um höherwertige, lichtstarke Teleobjektive. Insbesondere beim Fotografieren mit Offenblende wird dann eine merklich gesteigerte Abbildungsqualität erzielt. Diese Fotoobjektive sind aber selten (falls überhaupt) echte Apochromate. Die vollständige Korrektion des sekundären Spektrums ist nur dann sinnvoll, wenn auch die übrigen Abbildungsfehler ähnlich gut korrigiert werden. Dies würde aber einen extrem hohen Aufwand erfordern. Ein solches Objektiv wäre kaum zu bezahlen, und seine Abbildungsqualität könnte in der Praxis auch kaum genutzt werden. Hersteller wie Zeiss, Leica, Swarovski, Nikon, Kowa u.a. haben Spektivreihen im Programm, welche ebenfalls mit der APO-Technologie ausgestattet sind. Diese Spektive sind ein wenig schwerer als die baugleichen Geräte ohne APO, kosten aber deutlich mehr. Die bessere Farbqualität macht sich jedoch auch hier bezahlt, und ist bei astronomischen Beobachtungen nahezu unerlässlich. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Apochromat " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Auflagemaß Das Auflagemaß ist ein Begriff aus der Fotografie und Filmtechnik. Das Auflagemaß ist der Abstand zwischen dem Film oder CCD-Chip und dem Objektiv. In der Fototechnik wird das Auflagemaß so eingestellt/konstruiert, dass die Schärfe in der Unendlich-Einstellung am besten ist. Das Auflagemaß [engl. flange register, flange-film distance] bezeichnet die Entfernung zwischen Filmebene (bzw. Sensor) und vorderer Bajonettkante der Kamera. Unterschiedliche Kamerasysteme verwenden unterschiedliche Auflagemaße, die möglichst bis auf Toleranzen von +/-0,01 mm eingehalten werden sollten, damit die Unendlichkeitseinstellung des Objektivs gewährleistet bleibt. Zur Justage des Auflagemaß gibt es spezielle Messlehren, Abweichungen von der Kameranorm werden vom Kameraservice ggfs. durch hauchdünne Unterlegscheiben unter dem Bajonettring ausgeglichen. Die Position der Filmebene wird in der Regel auch durch ein stilisierten Kreis mit einem Strich in Höhe der Filmebene auf dem Kameragehäuse angegeben, was zwar nicht die geforderte Ablesegenauigkeit in Bezug auf Abweichung des Auflagemaßes bietet, aber dennoch insbesondere bei Makroaufnahmen und für Spezialaufgaben wichtig zu wissen ist. Generell ist anzumerken, dass Spiegelreflexkameras wegen des Spiegelkastens ein deutlich größeres Auflagemaß besitzen als Messsucherkameras. Vom Gesichtspunkt möglichst vielfältiger Adaptionsmöglichkeiten von Fremdobjektiven an ein Kamerasystem sollte das Auflagemaß möglichst kurz sein, was u.U. besondere Klappschiebemechanismen für den Schwingspiegel erfordert, damit dieser nicht mit den Objektiven kollidiert. Denn nur, wenn das Auflagemaß des Objektivs größer dem Auflagemaß der Kamera ist, lässt sich ein Adapter bauen, der genau die Differenz der Auflagemaße ausgleicht. Andernfalls verliert man die Fokussiermöglichkeit auf Unendlich. Umgekehrt erlaubt ein größeres Auflagemaß bei sonst gleichem konstruktiven Aufwand größere Rückschwingspiegel, was im Hinblick auf möglichst 100 % Übereinstimmung von Sucherbild und Filmbild zu berücksichtigen ist. Bei Digital-SLRs kommt noch hinzu, dass der Strahlenverlauf bei kürzerem Auflagemaß u.U. "schräger" erfolgen muss, was für die Bildsensoren problematisch ist, da diese in der Regel winkelabhängige Empfindlichkeiten aufweisen. Bei der Fotografie auf Film war dies noch kein Kriterium. In der Praxis sind die Vor- und Nachteile jedoch marginal, es gibt nur wenige Evidenzen dafür, dass bestimmte Objektive bei bestimmten Kamerasystemen konstruktiv nicht möglich sind, da das Auflagemaß zu kurz oder zu lang ist. So haben Nikon-SLRs ein eher langes Auflagemaß, was viele Adaptionen von Fremdobjektiven anderer Systeme ausschließt. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Auflagemaß " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Auflösung Als Auflösung oder Auflösungsvermögen bezeichnet man in der Fotografie die Fähigkeit eines Objektivs oder Films, bestimmte kleinste Strukturen noch wiedergeben zu können. Das Auflösungsvermögen kann auch anhand der Modulationsübertragungsfunktion (engl. modulation transfer function, MTF) angegeben werden. Ermittlung Zur Ermittlung des Auflösungsvermögens werden Testaufnahmen von Strichmustern angefertigt, die in der Regel schwarz-weiß oder zumindest einfarbig sind. Dazu wird ein Film mit einem Strichraster belichtet, das einen immer geringer werdenden Abstand (zunehmende Ortsfrequenz) hat. Mit einem Mikrodensitometer wird gemessen, wie stark die Unterscheidungen zwischen den immer enger werden Linien sind. Die Ermittlung des Auflösungsvermögens erfolgt durch Abzählen der noch erkennbaren Anzahl von Strichintervallen pro Millimeter. Die durch den MTF-Wert beschriebene Bildqualität eines Films oder Objektivs berücksicht neben anderen Faktoren wie dem reproduzierbaren Bildkontrast auch das Auflösungsvermögen. Die üblichen Verfahren liefern nur eine Aussage über das Auflösungsvermögen in Bezug auf Hell-dunkel-Kontraste. Es kann daraus nicht abgeleitet werden, wie gut die Auflösung von vielfarbigen Strukturen ist. Hierzu ist es notwendig mehrfarbige Vorlagen, wie zum Beispiel Weißlichtinterferogramme oder farbige Rauschmuster zu verwenden. Abbildung: Testmuster zur Bestimmung des Auflösungsvermögens von fotografischen Objektiven und Filmen. Diese Methode zur Ermittlung der Auflösung bietet den Vorteil der einfachen technischen Umsetzung und Vergleichbarkeit bei Bildaufnahme-Methoden mit gleicher physikalischer Grundstruktur beim Film eine Kornstruktur mit stochastischer Verteilung beim Sensor eine gleichmässige Matrix Zum Vergleich verschiedener Grundstrukturen (analog und digital) ist dieses Verfahren ungeeignet, da hierbei nicht nur farbige Bildinformationen unberücksichtigt bleiben, sondern auch Struktureffekte (beispielsweise Moiré) vernachläsigt werden. Digitales Auflösungsvermögen Hier bietet die Menge der Pixel eine Orientierung. Diese wird oft in Megapixeln angegeben. Dies ist aber nur ein theoretischer Wert, denn eine Messung der tatsächlich physikalisch vorhandene Auflösung kann nur über eine differenzierte Messmethode ermittelt werden. Zur Zeit gibt es hierzu noch keinen einheitlichen Standard, so das zum Teil starke Schwankungen der Messergebnisse entstehen. U.a. muss berücksichtigt werden, das Struktureffekte (beispielsweise Moiré) das Messergebnis verändern können. Verschiedene Ausschnitte ein und des selben Fotos. Der mittlere Ausschnitt ist von Artefakten überlagert ( Moiré ). Ohne Berücksichtigung von Struktureffekten kann die Auflösung nicht eindeutig ermittelt werden.  Auflösung und Schärfe Schärfe wird durch Unterschiede in Helligkeit, Farbe und Sättigung wahrgenommen. Diese Unterschiede werden in einem Foto (digital oder analog) sowohl zwischen den Bildpunkten (Körnung, Pixel) als auch innerhalb der Bildpunkte (Körnung, Pixel) dargestellt. Die Darstellung zwischen den Bildpunkten entspricht dem Mass der Auflösung. Die Darstellung innerhalb der Bildpunkte entspricht dem Kontrastumfang und seiner Differenzierung. Analoge und digitale Auflösung Chemischen Kleinbildfilm gibt es in vielen Empfindlichkeitsstufen. Je empfindlicher der Film desto körniger die Emulsionsschicht. Dies bedingt eine deutliche Reduzierung der Auflösung. Betrachtet man einen typischen recht feinkörnigen Kleinbildfilm der Empfindlichkeit ISO 100 nach ISO 5800, so erzielt eine kleine Digitalkamera mit sechs bis zehn Millionen Bildpunkten in etwa die gleiche Auflösung. Bedingt durch das immer noch sichtbare Filmkorn wirkt das Bild aber im Gegensatz zur digitalen Aufnahme deutlich unsauberer. Um die gleiche Auflösung zu erreichen, reichen in der Praxis meist vier bis sechs Millionen Bildpunkte völlig aus, um einen vergleichbaren Ausdruck zu produzieren. Die tatsächliche Auflösung hängt wesentlich von der Größe der Bildpunkte bzw. der Fläche des Bildsensors ab. Sinkt diese, verschlechtert sich die Auflösung zusehends. Das Phänomen der Beugung macht sich hier bemerkbar. Ein generalisiertes Motto „mehr Pixel = bessere Qualität“ ist daher ein Trugschluss. Wird der Ausschnitt eines Siemensstern reproduziert, so ergibt sich für das digitale Bild (mittig) ein anderes Auflösungsmuster als für das analoge Bild (rechts). Analoges und digitales Kontrastverhalten Die Datenblätter für Amateur-Kleinbildfilme (ISO200) gaben Mitte der 90er Jahre einen Blendenumfang von ca. 6 Blendenstufen (ohne nennenswerte Artefaktbildung) an. Das entspricht etwa einem Empfindlichkeitsumfang von ISO 25 bis ISO 1600. Durch diese hohe Qualitätsreserve konnten bei der Fertigung von Kleinbildtechnik hohe Toleranzen bei der Belichtung eingeplant werden. Denn die Fehlbelichtungen konnten während des automatischen Optimierungsprozesses problemlos korrigiert werden. Die durchschnittliche Amateur-Digitalkamera bietet heutzutage etwa vier Blendenstufen Kontrastumfang (ohne nennenswerte Artefaktbildung). Das entspricht einem Empfindlichkeitsumfang von ISO 50 bis ISO 800. Bedingt dadurch, und durch weitere Einschränkungen, muss eine Digitalkamera wesentlich präzisere Belichtungen erreichen, um dem Film vergleichbare Schärfeleistungen zu erreichen. Eine durchschnittliche Digitalkamera hat eine Auflösung von mehreren Millionen Pixeln. Gleichzeitig besitzt jeder Pixel eine Kontrastdifferenzierung von mehreren Millionen Abstufungen (bei 24 bit Farbtiefe). Ein durchschnittlicher Kleinbildfilm besitzt eine vergleichbare Auflösung, aber ein wesentlich größeren Umfang an Kontrastdifferenzierungen. Das sorgt dafür, das analoge Fotografie in der Regel schärfere Ergebnisse liefert, als digitale Fotografie. Um diesen Qualitätsmangel auszugleichen, wird ausnahmslos bei allen digitalen Bildern mit Hilfe mehrerer Optimierungsstufen der Schärfeeindruck verbessert. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Auflösung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar. nach oben Aufnahmeformat Als Aufnahmeformat ( Filmformat, Bildformat, Negativformat oder Konfektionierung) bezeichnet man in der Fotografie die Abmessungen des Bildes auf fotografischen Platten oder Filmen. Seitenverhältnis Jedes dieser Aufnahmeformate weist ein charakteristisches Seitenverhältnis auf, das bei der Kleinbildfotografie und vielen digitalen Spiegelreflexkameras 1,5 (3:2; in Anlehnung an Druck- und Papierformate), bei der Digitalfotografie mit Kompaktkameras dagegen i. d. R. 1,33 (4:3; in Anlehnung an die Fernseh- und Videonormen NTSC, PAL und SECAM) beträgt. Weitere elektronische Formate werden unter dem Begriff Bildauflösung zusammengefasst. Aufnahmeformate von fotografischem Film Übersicht Auswahl wichtiger fotografischer Aufnahmeformate: Vergleich der Aufnahmeformate des APS-, Kleinbild und Mittelformats Kleinstbildfotografie Das kleinste handelsübliche Aufnahmeformat ist das Minox-Kleinstbildformat8×11 mm. Kleinstkameras für 16-mm-Film der späten 60er Jahre mussten zunächst selbst konfektioniert werden; sie verwendeten ein Aufnahmeformat von 10×14 mm, für das später auch Kassetten angeboten wurden (z.B. Minolta-16). Minolta führte 1970 eine fertig konfektionierte Kassette mit 16 mm-Film ein, die das 50 Prozent größere Aufnahmeformat 12×17 mm verwendete. Die (noch nicht standardisierten) Miniaturkameras der 1850er Jahre verwendeten häufig fotografische Platten mit einer Seitenlänge von 2,5 cm, so beispielsweise die Apparate von Thomas Skaife (1858) und Charles Piazzi Smyth (1859 ff.). Diese Negative wurden – was zu dieser Zeit vollkommen unüblich war – vergrößert. Advanced Photo Systen Der APS-Film des 1996 eingeführten Advanced Photo Systems (APS), die letzte bedeutende fotochemische Neuentwicklung des letzten Jahrzehnts, weist ein Negativformat von 16,7×30,2 mm auf, der APS-Film selbst ist 24 mm breit; dieses Format gewinnt heute wieder eine gewisse Bedeutung als Sensorgröße von professionellen Digitalkameras. Bei Einführung des APS-Films meinten manche Hersteller vollmundig, dass der Kleinbildfilm 135 in den nächsten 5-10 Jahren durch das Advanced Photo Systems (APS) verdrängt würde. Inzwischen ist es umgekehrt: Der APS-Film ist stark im Rückgang begriffen und wird nur noch in wenigen Standard-Empfindlichkeiten angeboten. Schwarz-weiss-Filme für APS (in Form von chromogenen S/W-Filmen) gibt es gar nicht mehr, ebenso wenig wie Dia-Filme. Kodak Instamatic (126er) und Agfa Rapid Die Instamatic-Kassetten (126er) aus den 1960er Jahren hatten ein Aufnahmeformat von 28,5×28,5 mm (rund 28×28 mm), die Filmbreite betrug 35 mm; der Film selbst ist zum üblichen 35-mm-Kleinbildfilm nicht kompatibel. Dieser Film wird heute nur noch als Farbfilm in der Filmempfindlichkeit ISO 200 von einem italienischen Hersteller und nur in sehr geringen Stückzahlen hergestellt. Die völlige Einstellung der Produktion weltweit ist absehbar. Das Agfa-Rapid-Format aus der Mitte der 1960er Jahre verwendete das quadratische Aufnahmeformat 24×24 mm bei 24 Bildern pro Film. Pocket-Kameras (110er) Pocket-Kameras der 1970er Jahre verwendeten 110er-Filmkassetten mit dem Format 13×17 mm. Obwohl keine neuen Kameras für diesen Film mehr hergestellt werden, sind die Filme relativ unproblematisch erhältlich und werden von jedem Grosslabor verarbeitet. Kodak Disc Die 1982 eingeführte Kodak Disc verwendete ein Negativformat von ca. 8×10,5 mm. Auf eine Disc konnten immer 15 Aufnahmen gemacht werden. Kameras für dieses Format wurden bis etwa 1988 und Filme bis 1998 hergestellt. Heutzutage haben die meisten Großlabors keine Maschinen mehr zur Vergrößerung oder gar Entwicklung von Disc-Filmen, so dass die Besitzer von Disc-Negativen kaum eine Chance mehr haben, Abzüge machen zu lassen. Kleinbildfotografieearbeite (135er) Das Kleinbildformat von 24×36 mm ergab sich 1913 mit der Entwicklung der "Ur-Leica" aus der Verdopplung des Stummfilm-Kinoformats 18×24 mm. Der beidseitig perforierte Kleinbildfilm wird konfektioniert aus 35-mm-Film als Rollfilm. Handelübliche Konfektionierungen sind für die Filmkamera 122 m (= 400 ft. / entsprechend ca. 4 Min.), 305 m (= 1000 ft. / entsprechend ca. 11 Min.) und in der Fotografie 24 und 36 Bilder (ca. 1,3 m). In der Geschichte der Fototechnik wurde auch mehrfach mit Halbformaten experimentiert, beispielsweise durch Halbierung des Kleinbildfilms. Halbformatkameras verwenden 35-mm-Film im Format 18×24 mm; dieses Format entspricht also wieder dem ursprünglich verwendeten 35-mm-Kinofilm (Bildanzahl: 24, 48, 72). Mit dem Format 24×24 mm der in den 50er Jahren gebaute Kleinbildkamera Zeiss Ikon Taxona sind ca. 50 Aufnahmen je Film möglich. Panoramakameras verwenden 35-mm-Film beispielsweise mit dem Format 24×65 mm (z.B. Hasselblad XPan). Ein Grund für die erstaunliche Dauerhaftigkeit des Kleinbildformats über rund 80 Jahre liegt möglicherweise in einer Erkenntnis, die schon Oskar Barnack aus Berechnungen zum Auflösungsvermögen des menschlichen Auges gewonnen hatte: Die optimale Bildgröße für fotografischen Film liegt demnach bei 22×23 mm. Mittelformatfotografieearbe (120er, 220er u.a.)   Kleinbildformat 24×36 mm Kleinstes Mittelformat 4,5×6 cm Klassisches Mittelformat 6×6 cm Rechteckiges Mittelformat 6×7 cm Großformatfilm wird blattweise konfektioniert als Planfilm System der Rollfilme. Der B2-Normalfilm wurde 1932 standardisiert auf acht Aufnahmen 6×9 cm (B2-8); zuvor hatte der B2-Film in Deutschland nur sechs (B2-6) bzw. bei der "Kurzspule" nur vier Aufnahmen (B2-4). Die deutschen Bezeichnungen waren bis ca. 1960 in Benutzung. Kodak-NummerDeutsche BezeichnungBildformatAufnahmen116D-66,5×11 cm6129N-65×7,5 cm6127A-83×4, 4×4, 4×6,5 cm16, 12, 8120B2-4 (Kurzspule)4,5×6, 6×6, 6×9 cm4B2-66B2-8 (Standardisiert ab 1932)16, 12, 8620PB 204,5×6, 6×6, 6×9 cm (wie 120er, aber andere Spule)16, 12, 8 Mittelformatfilm wird konfektioniert als Rollfilm. Als "Kleinbild" galt um 1908 das Format 4,5×6 cm, ein heutiges Mittelformat. In den 1920er und 1930er Jahren waren noch diverse andere Mittelformat-Varianten verbreitet wie 65×90 mm, 40×65 mm Boxkameras verwendeten die Aufnahmeformate 6,5×11 cm, 6×9 cm (2 1/4×3 1/4 Zoll), 5×7,5 cm, 4,5×6 cm (Halbierung von 6×9 cm), 3×4 cm (Halbierung des Formats 4×6,5 cm auf Film 127) Der erste industriell gefertigte Fotoapparat, die berühmte Kodak Nr. 1 ( You press the button, we do the rest), zeichnete runde (!) Bilder mit einem Durchmesser von 65 mm auf. Rollfilme in anderen Konfektionierungen als 120 oder 220 werden von den grossen Herstellern nicht mehr angeboten; jedoch gibt es speziell in den USA Firmen, die sich auf Filme für klassische Kameras spezialisiert haben und fast jedes Rollfilmformat bei entsprechend hohen Preisen einzeln anfertigen. In jüngster Zeit gibt es sogar einen Hersteller aus Kroatien, der auf alten, aus Deutschland gekauften Maschinen wieder 127er-Filme herstellt und anbietet. Die Verarbeitung im Großlabor bereitet jedoch Schwierigkeiten, da der Film mit einer Breite von 4 cm nicht in die modernen Vergößerungsgeräte eingelegt werden kann. Wenn also Abzüge gemacht werden sollen, ist teure Handarbeit nötig. Großformatfotografieearbeite Großformat 9×12 cm (4×5"), 13×18 cm (5×7"), 18×24 cm (8×10"), 30×40 cm: Digitalfotografie In der Digitalfotografie werden teilweise Aufnahmeformate mit abweichenden Seitenverhältnissen verwendet; am weitesten verbreitet bei digitalen Kompaktkameras ist das Seitenverhältnis 1,33 (4:3). Digitale Spiegelreflexkameras weisen meistens ein Seitenverhältnis auf, welches dem des Kleinbildfilms von 1,5 (3:2) entspricht; es gibt aber auch digitale Rückteile für Mittelformatkameras, welche die dort üblichen Seitenverhältnisse 4:3 und 1:1 aufweisen. Aufnahmeformate von fotografischen Platten Ottomar Anschütz fotografierte mit seinem Electrotachyscop auf Glasplatten im Format 9x13 cm, was dem heutigen Großformat entspricht. Noch um 1890 war das am weitesten verbreitete Negativformat 13×18 cm; das in den 1890er Jahren aufkommende Format 9×12 cm galt als "Kleinbild" und technisch minderwertig. Klassische Aufnahmeformate Die klassischen Aufnahmeformate wurden in der Frühzeit der Fotografie international normiert; folgende Plattengrößen waren verbreitet: Ganzplatte: 165×216 mm, 6½×8½ Inch Halbplatte: 114×140 mm, 4½×5½ Inch Viertelplatte: 83×108 mm, 3¼×4¼ Inch Sechstelplatte: 70×83 mm, 2¾×3¼ Inch Neuntelplatte: 51×64 mm, 2×2½ Inch Noch größere Formate wurden als Doppelformat oder auch Mammutformat bezeichnet, sie waren jedoch nicht standardisiert. Der Daguerreotypist John Edwin Mayall fotografierte beispielsweise Mitte des 19. Jahrhunderts eine Serie von Aufnahmen im Mammutformat 24×34 cm vom Kristallpalast während der ersten Weltausstellung in London (1851).   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Aufnahmeformat " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar. nach oben Autofokus Als Autofokus ( AF) wird die Technik einer Kamera oder allgemein eines jeden optischen Apparates bezeichnet, automatisch auf das Motiv scharfzustellen. Grundsätzlich wird zwischen passivem Autofokus, also solchem, der nur das vom Motiv abgestrahlte oder reflektierte Licht verwendet, und aktivem Autofokus unterschieden, der auch bei völliger Dunkelheit funktioniert. Passiver Autofokus Am weitesten verbreitet sind heute passive Autofokussysteme. Die beiden grundsätzlichen Techniken sind der Phasenvergleich und die Kontrastmessung. Der passive Autofokus ist auf genügende Beleuchtung und ausreichenden Objektkontrast angewiesen, um zu funktionieren. Durch Beleuchtung des Motivs mit einem Hilfslicht kann er jedoch zu einem aktiven Verfahren erweitert werden. Kontrastmessung Eine Fokussierung mittels Kontrastmessung läuft prinzipiell so ab, wie auch das Auge bzw. ein Fotograf ohne weitere Hilfsmittel fokussieren: Die Bildweite des Objektivs wird solange variiert, bis der Kontrast maximal ist. Da die Kamera im Gegensatz zu einem Lebewesen keine Vorstellung davon hat, wie weit das Motiv ungefähr entfernt ist, reicht eine einzige Kontrastmessung nicht aus, um die Fokussierrichtung festzulegen. Erst wenn mindestens zwei Messungen vorliegen, ist nicht nur die Richtung bekannt, sondern es kann die Fokusposition evtl. auch extrapoliert werden. Die Methode der Kontrastmessung kommt häufig in Video- und kompakten Digitalkameras zum Einsatz. Hier ist ohnehin ein das gesamte Format ausfüllender Bildsensor vorhanden, und die Integration des Phasenkontrastverfahrens in diesen Chip wäre sehr aufwändig bis unmöglich. Aufgrund des rechnerischen Aufwandes und nötigen Vorwissens der absoluten Verfahren („Depth from Defocus“) kommen in der Praxis meist nur relative Verfahren („Depth from Focus“) zum Einsatz. Der Prozessor der Kamera errechnet dabei die Frequenzverteilung im Bild. Je größer der Anteil der hohen Frequenzen, desto schärfer das Bild. Relatives Verfahren bedeutet, dass mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Fokussierung notwendig sind, um eine Verbesserung oder Verschlechterung der Bildschärfe und die Richtung der nötigen Fokussierung zu ermitteln. Die Nachteile dieser Methode sind also großer Rechen- und Motoraufwand, was sich negativ auf die Batteriekapazität und Geschwindigkeit niederschlägt. Phasenvergleich Die ältere und bessere passive Methode ist der Phasenvergleich. Dieses Verfahren ist zwar komplexer und erfordert einen speziellen Sensor, es erfordert jedoch prinzipiell keine große Rechenleistung, und die Fokussierrichtung kann mit der ersten Messung bestimmt werden. Die Methode wurde erstmals 1976 durch Honeywells Visitronic-Chip realisiert. Die erste damit ausgerüstete Serienkamera war die Konica C35-AF. Das Funktionsprinzip beruht auf Triangulation der Objektentfernung durch (mindestens) zwei durch die gleiche Linse schauende Autofokussensoren (Stereobild). Das Ergebnis ist eine schnelle und genaue Fokussierung. Bei Digitalkameras findet dieses Verfahren auf Grund der höheren Kosten und technischen Komplexität überwiegend in den teureren Spiegelreflexkameras Verwendung, jedoch sind beispielsweise viele Kompaktkameras der Firma Ricoh ebenfalls mit dieser Technik ausgestattet, hier "Hybrid-AF" genannt. Aktiver Autofokus Der aktive Autofokus funktioniert auch in absoluter Dunkelheit. Man unterscheidet zwischen direkter Entfernungsmessung mittels Ultraschallwellen und der Erweiterung von passiven Methoden mittels Objektbeleuchtung. Ultraschall-Laufzeitverfahren Ein aktives Ultraschallverfahren (Sonar) kommt beispielsweise seit 1982 bei diversen Polaroid-Kameras zum Einsatz. Dabei wird die Zeit, die der Schall von der Kamera zum Objekt und zurück benötigt, gemessen und je nach berechneter Entfernung fokussiert. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es extrem schnell funktioniert, da keine Probefokussierung wie bei der Kontrastmessung notwendig ist. Nachteilig ist, dass keine präzise Auswahl des Fokus auf dem Motiv möglich ist, und dass es durch Glasscheiben gar nicht und mit Spiegeln nur bedingt funktioniert, da es kein optisches Verfahren ist. Licht-Laufzeitverfahren Objektbeleuchtung AF-Hilfslicht am Blitzgerät in Betrieb AF-Hilfslicht (im Dunkeln auf weiße Wand projiziert)   Eine Phasenkontrast- oder Kontrastmessung kann trotz zu geringer Leuchtleistung des Motivs durchgeführt werden, wenn dieses aktiv beleuchtet wird. Dabei kommt entweder ein Hilfslicht, das dem einer Taschenlampe ähnelt, oder Messblitze zur Verwendung. Das AF-Hilfslicht ist meist rot (sichtbar) oder infrarot (unsichtbar, aber durch Längs-CA des Objektivs ungenauer). Wie im Bildbeispiel zu sehen ist, kommt dabei idealerweise kein gleichmäßiger Lichtfleck zum Einsatz, sondern es wird ein Muster auf das Motiv projiziert. Wenn der Phasenkontrast in der Horizontalen gemessen wird, eignet sich ein vertikales Linienmuster besonders gut. Der große Vorteil ist, dass mit solcher Beleuchtung sogar auf Flächen ohne jeden Kontrast fokussiert werden kann. Dieses Verfahren kommt deshalb auch dann zum Einsatz, wenn das Objekt eigentlich genügend Licht für die Messeinrichtung liefert, jedoch zu geringen Kontrast aufweist. Wenn die Kamera über kein eigenes Blitzlicht verfügt, ist das AF-Hilfslicht meist im Blitzgerät eingebaut. Neben der (zeitlich) kontinuierlichen Ausleuchtung mit einem AF-Hilfslicht werden auch Messblitze verwendet. Diese Methode ist wohl kostengünstiger zu realisieren, hat aber neben der „Auffälligkeit“ den Nachteil, dass wegen der gleichmäßigen Ausleuchtung wie bei passiven Verfahren nur auf Objekte mit ausreichendem Konstrast scharf gestellt werden kann. Vorteilhaft ist, dass auch stark bewegte Objekte wegen fehlender Bewegungsunschärfe scharf gestellt werden können. Allgemeine Eigenschaften Die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Autofokus kann sehr gut sein. Normalerweise liegen sie über dem, was manuell erreicht werden kann. Moderne Kameras messen verschiedene Bereiche des Bildes und entscheiden, wo das Objekt ist. Einige Kameras sind auch fähig zu entscheiden, ob sich das Objekt auf die Kamera zu oder von ihr weg bewegt sowie welche Geschwindigkeit es hat und verfolgen es. Einfache AF-Systeme besitzen einen Fokussensor. Höher entwickelte verfügen jedoch über ein ganzes Gitter von Sensoren. Die Nikon D3 und andere (semi-)professionell angesiedelte Nikon Modelle haben sogar 51 Sensoren, die einzeln auswählbar sind, um das zu fokussierende Objekt zu erfassen. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Autofokus " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Bajonettverschluss Als Bajonettverschluss bezeichnet man eine Vorrichtung zum leicht lösbaren Verbinden zweier Teile in der Richtung ihrer Längsachse.   Funktionsweise Der eine Teil, welcher über den anderen geschoben wird, besitzt einen Längsschlitz, an dessen Ende sich rechtwinklig ein kurzer Querschlitz ansetzt. Der andere Teil besitzt dagegen einen Knopf, der in den Querschlitz eingeführt wird und dann die feste Verbindung bewirkt. Die Verbindung erfolgt über eine Steck-Dreh-Bewegung: Die beiden zu verbindenden Teile werden ineinandergesetzt; annähernd senkrecht zur Steckrichtung sind in beiden Teilen an der Verbindungsstelle längliche Erhebungen angebracht. Diese laufen jedoch nicht rundum, sondern sind unterbrochen (sonst wäre das Ineinanderstecken nicht möglich). Da die Erhebungen nun leicht schräg in der Ebene senkrecht zur Steckrichtung liegen, werden durch eine Drehbewegung beide Teile gegeneinandergepresst. Der Bajonettverschluss arbeitet also wie ein Gewinde. Manchmal (zum Beispiel bei Kamera-Objektiven) wird zur Sicherung der Verbindung zusätzlich eine Raste verwendet. Alternativ zum Verfahren der ineinandergreifenden Schienen kann auch eine entsprechend geformte Einbuchtung am einen und eine Ausbuchtung am anderen Teil verwendet werden (z. B. bei BNC-Steckverbindern).   Prinzipskizze eines Bajonettverschlusses Vor und nach dem Verbinden Bajonettverschluß an einer Kamera Das Gegenstück am Objektiv LED -Lampe mit Bajonettverschluss   Verwendung Die Funktionsweise von Bajonettverschlüssen orientiert sich an der Art der Verbindung, mit der ursprünglich Bajonette am Gewehr befestigt wurden. Die Verschlussbewegung selbst erinnert entfernt an die Repetierbewegung des Gewehrverschlusses nach Mauser (Enfield, etc.). Bajonettverschlüsse finden sich heute beispielsweise an: Wechselobjektiven von fotografischen Kameras Steckverbindungen für Kabel (BNC-Steckverbinder, ST-Stecker) Verpackungen von CDs und DVDs (Cakebox) Espresso-Maschinen Glühlampen an Kraftfahrzeug-Scheinwerfern Tankdeckeln von Kraftfahrzeugen Halsketten Auch die Schlauchkupplungen bei Feuerwehrschläuchen sind üblicherweise mit einem Bajonettverschluss zusammenzukuppeln.   Lampen-Bajonettverschluss   Type IEC DIN B15d IEC 60061-1 (7004-11) DIN 49721 BA15d IEC 7004-11 A DIN 49720 BA15s IEC 7004-11 A DIN 49720 BA20d IEC 7004-12 DIN 49730 B21s-4 B22d IEC 60061-1 (7004-10) B24s-3 GU10 IEC 60061-1 (7004-121) GZ10 IEC 60061-1 (7004-120)   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Bajonettverschluss " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Balgengerät Ein Balgengerät ermöglicht in der Fotografie eine in der Länge verschiebbare Verbindung zwischen Objektiv und Kamera. Die Befestigung des Objektivanschlusses und des Kameraanschlusses wird auf einer Schiene bewegt. Zudem besteht mitunter die Möglichkeit der Verschwenkung des Objektiv- und/oder Kameraanschlusses. Ein Balgen verbindet das Objektiv und die Kamera lichtdicht. In Verbindung mit einem Diakopiervorsatz lassen sich Dias vervielfältigen oder, bei Verwendung einer Digitalkamera, digitalisieren.   Kamera und Objektiv mit Umkehrring an einem Balgengerät   Das Balgengerät findet in der Makrofotografie Verwendung. Es ermöglicht, die Bildweite erheblich zu vergrößern, wodurch die Gegenstandsweite verkleinert und der Abbildungsmaßstab vergrößert werden kann. Für den Einsatz am Balgengerät sind speziell für Nah- und Makroaufnahmen gerechnete Objektive mit relativ geringer Anfangsöffnung verfügbar. An einem Balgengerät lassen sich auch Objektive von Vergrößerungsapparaten sehr gut einsetzen, da diese für den Nahbereich mit Gegenstandsweiten um 30 bis 40 cm optimiert sind. Lichtstarke Normalobjektive und insbesondere Weitwinkelobjektive erreichen oftmals eine wesentlich bessere Bildqualität, wenn sie in Umkehrposition mittels Umkehrringen am Filtergewinde befestigt werden (Retrostellung). Manche Balgengeräte erlauben mit Übertragungswellen die Nutzung einiger Automatik-Funktionen zwischen Kamera und Objektiv, zum Beispiel das Schließen der Blende vor dem Verschlussablauf, und teils auch die Übertragung des eingestellten Objektiv-Blendenwertes an das Kameragehäuse, so dass auch mit dem Balgen die Offenblendenmessung möglich ist. Bei mechanischer Übertragung funktioniert dies jedoch nur in der „Normalposition“, also mit nicht reversiertem Objektiv. Aufgrund des Spiels der Übertragungselemente sinkt auch die Genauigkeit der mechanischen Übertragung. Kamerasysteme, die sämtliche Objektivfunktionen elektrisch übertragen, ermöglichen bei entsprechend ausgestatteten Balgengeräten verlustfreie Übertragungsfunktionen, teilweise auch in Retrostellung. Balgengerät und Objektiv mit montiertem Retroadapter, hier für Minolta MD Automatik-Balgengerät mit mechanischer Blendenübertragung Balgengerät für M42-Kameras Balgen mit Diakopiervorsatz   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Balgengerät " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Belichtung Die Belichtung fotografischen Aufnahmematerials wird von drei Faktoren bestimmt: der Empfindlichkeit, der Blende und der Zeit. Sie ist ausgewogen, wenn Lichter und Schatten im Bild noch Zeichnung aufweisen. Empfindlichkeit Kontrastwiedergabe in Abhängigkeit von der Empfindlichkeit Die Filmempfindlichkeit, der bei Digitalkameras die Empfindlichkeit des Bildsensors entspricht, wird heute überwiegend in ISO angegeben. Die Reihe der gängigen Werte lautet: ISO 100 – 200 – 400 – 800 – 1600 Dabei bedeutet die aufsteigende Zahlenfolge nicht nur rechnerisch eine Verdopplung des vorausgehenden Wertes, sondern ein Film mit der nächsthöheren ISO-Angabe ist auch doppelt so lichtempfindlich wie der vorausgehende, in umgekehrter Reihenfolge halb so lichtempfindlich. Die Wahl der Empfindlichkeit hängt zunächst vom Motivkontrast ab. Ist der Unterschied zwischen Licht (nicht weiß) und Schatten (nicht schwarz) im Motiv sehr groß, besitzt es also eine große Anzahl von fein differenzierten Zwischentönen, wählt man die höhere Empfindlichkeit, weil sie eine flachere Gradation aufweist und somit feinere Details wiederzugeben in der Lage ist. Dementsprechend wählt man bei geringem Motivkontrast eine niedrige Empfindlichkeit, weil die Gradation hier steiler ist und weniger differenzierte Zwischentöne umfasst. Mit zunehmender Empfindlichkeit steigt aber bei Filmen das Sichtbarwerden seiner Körnigkeit, bei Digitalkameras das Bildrauschen. Daher sollte für die meisten Motive ein mittlerer Wert aus der vorstehenden Zahlenreihe ausreichend sein und nur in Ausnahmesituationen eine geringe Empfindlichkeit gewählt werden, wenn etwa Dokumente abgelichtet oder unter gestalterischem Gesichtspunkt kontrastreich nur wenige Details wiedergegeben werden sollen oder das Aufnahmelicht zu stark ist, hohe Empfindlichkeit, wenn das Aufnahmelicht zu schwach ist. Liegt die Empfindlichkeit des Aufnahmematerials einmal fest, bestimmen nur noch die Werte von Blende und Zeit die Belichtung. Blende Blende ist zunächst einmal eine meist aus dünnen einzelnen Lamellen gebildete Öffnung in den Objektiven, deren Durchmesser sich häufig durch Drehen eines Ringes außen an den Objektiven vergrößern oder verkleinern lässt. Sodann meint Blende auch das Verhältnis von Öffnung zu Brennweite eines optischen Systems. Ein Teleobjektiv beispielsweise von 50 mm freier Öffnung (D) und 200 mm Brennweite (f) besitzt die Blende 50 : 200 = 1 : 4, auch f / 4 geschrieben. Die Öffnung selbst wird im Gegensatz zu anderen optischen Geräten bei den fotografischen Objektiven nicht angegeben, weil sie für die fotografische Praxis ohne weitere Bedeutung ist, sondern nur die Brennweite und die Blende, also 200 mm 1 : 4, wobei die angegebene Blende (hier 4) die größt einstellbare des Objektivs und damit seine Lichtstärke bezeichnet. Übliche Blenden sind: f 2,8 – 4 – 5,6 – 8 – 11 – 16 – 22 Da die Blende ein reziproker Wert ist, bedeutet eine große, weit geöffnete Blende eine kleine Blendenzahl und eine kleine, eng geschlossene Blende eine große Blendenzahl. In der angegebenen Reihenfolge wird von Stufe zu Stufe die Lichtstärke des Objektivs und damit die auf das Aufnahmematerial einwirkende Belichtung halbiert, in umgekehrter Reihenfolge verdoppelt. So bezeichnet man den Unterschied in der Belichtung, der durch Verstellen um eine Blende zustandekommt, als Blendenwert, auch Lichtwert (LW) genannt. Somit entspricht ein Blendenwert einer Filmempfindlichkeitstufe. Daher kann ein Bild beispielsweise, das mit ISO 400 und Blende 16 belichtet wurde, bei gleichbleibender Belichtungszeit mit demselben Belichtungsergebnis auch mit ISO 200 und Blende 11 gemacht werden. Die Blende dient aber nicht nur der Belichtungssteuerung, sondern sie legt auch die Schärfentiefe im Bild fest. Soll sich das zu fotografierende Objekt von unscharfem Hintergrund abheben, wählt man eine große Blende. Soll dagegen vom Vordergrund bis in den Hintergrund hinein gleichermaßen Schärfe liegen, nimmt man eine kleine Blende. Das Abblenden eines Objektivs kann aber nicht beliebig betrieben werden, denn sein optisches Auflösungsvermögen ist proportional zu seinem Öffnungsverhältnis. Je größer die Öffnung und je kleiner die Brennweite, umso größer ist das Auflösungsvermögen. Mit dem Schließen der Blende wird bei gleichbleibender Brennweite daher auch das Auflösungsvermögen des Objektivs herabgesetzt. Ähnlich verhält es sich mit dem Auflösungsvermögen eines Films oder Sensors, das seiner Körnigkeit beziehungsweise der Anzahl seiner Pixel entspricht. Je feinkörniger desto höher ist die Auflösung. Vergleicht man nun die Auflösungsvermögen von Objektiv und Aufnahmematerial miteinander, gelangt man gewöhnlich bei Blende 16 in den Bereich, bei dem das Auflösungsvermögen des Objektivs das Auflösungsvermögen des Aufnahmematerials unterläuft. Allgemeine Bildunschärfe ist die Folge. Zeit Belichtungszeit ist die Dauer, für die sich der Verschluss der Kamera öffnet und das Aufnahmematerial dem durch das Objektiv projizierten Bild aussetzt. Übliche Belichtungszeiten sind: sec 1/15 – 1/30 – 1/60 – 1/125 – 1/250 – 1/500 – 1/1000 Wie bei der Blende wird auch hier in der angegebenen Reihenfolge die auf das Aufnahmematerial einwirkende Belichtung von Stufe zu Stufe halbiert, in umgekehrter Reihenfolge verdoppelt, so dass man auch den Unterschied zwischen zwei Werten in der Zeitreihe als Blendenwert oder Lichtwert bezeichnet. Kurze Belichtungszeiten nimmt man, wenn das Aufnahmelicht sehr hell ist, oder um Bewegung zu stoppen, lange Belichtungszeiten, wenn das Aufnahmelicht schwach ist oder um Wisch- oder Fließeffekte zu erzielen. Bei Belichtungszeiten von 1/125 sec an abwärts besteht stets Verwacklungsgefahr, so dass Blitzlichteinsatz oder ein Stativ erforderlich werden. Weil sowohl in der Blenden- als auch in der Zeitreihe die Lichteinwirkung in aufsteigender Reihenfolge halbiert und in absteigender Reihenfolge verdoppelt wird, lassen sich die für eine korrekte Belichtung erforderlichen Werte für die Blende und die Zeit gegeneinander verschieben. So erhält man dasselbe Belichtungsergebnis, wenn man statt mit Blende 8 und 1/250 sec mit weiter geöffneter Blende 5,6 aber verkürzter Zeit 1/500 sec belichtet. Bei Belichtungszeiten von etwa 1/2000 sec an abwärts und bei Belichtungszeiten von einer Sekunde an aufwärts gilt diese Regel allerdings nicht mehr uneingeschränkt, denn tatsächlich wird für eine ausgewogene Belichtung mehr Licht benötigt, als die Regel angibt. Im Kurzzeitbereich spricht man vom Kurzzeiteffekt, im Langzeitbereich nach seinem Entdecker vom Schwarzschildeffekt. Messung Die Ermittlung von richtiger Blende und Zeit erfolgt mit Belichtungsmessern. Reflexion des Lichts in 18%-Stufen Alle fotografischen Aufnahmematerialien und Messgeräte sind auf ein sogenanntes mittleres Grau kalibriert, was deshalb möglich ist, weil sich alle Farben von der Helligkeitsverteilung her auf die verschiedenen Töne des Grau reduzieren lassen. Dabei wird die durchschnittliche Lichtreflexion in Innenräumen zugrundegelegt, die der Reflexion von 18 % des auffallenden Lichts entspricht. Der Unterschied zwischen diesem Grau und 90-prozentigem Weiß, das gerade noch ein wenig Zeichnung wiedergibt, beträgt zwei Blendenwerte. Unterbelichtung aus Belichtungsreihe Korrekte Belichtung aus Belichtungsreihe Überbelichtung aus Belichtungsreihe   Bei den Belichtungsmessern gibt es zwei Arten Licht zu messen, nämlich die Lichtmessung und die Objektmessung. Die Lichtmessung erfolgt am Motiv. Man muss also zu ihm hingehen, was nicht immer möglich ist. Diese Art der Messung kommt nur bei Handbelichtungsmessern vor, wobei das auf das Motiv einfallende Licht gemessen und der Belichtungsmesser mit vorgeschobener Kalotte vom Motiv aus in Richtung Kamera gehalten wird. In umgekehrter Richtung, bei der Messung von der Kamera zum Motiv hin, handelt es sich um Objektmessung. Dabei wird das vom Motiv reflektierte Licht gemessen. Diese Art der Lichtmessung findet sich bei allen in die Kamera eingebauten Belichtungsmessern, ist aber auch eine Einsatzmöglichkeit der Handbelichtungsmesser, bei denen dann die Kalotte zur Seite zu schieben ist. Die Objektmessung ist weniger zuverlässig, weil nicht das gleichmäßig einfallende Licht, sondern das reflektierte gemessen wird, das von den einzelnen Partien des Motivs recht unterschiedlich wiedergegeben werden kann. Das versuchen die Belichtungsmesser unter Zugrundelegung des mittleren Grau auszugleichen. Ist aber ein Motiv nicht durchschnittlich, sondern überwiegend hell oder überwiegend dunkel, setzen die Belichtungsmesser aufgrund ihrer Kalibrierung das Überwiegende als mittleres Grau voraus und verschieben so die Graustufung des Motivs in die eine oder andere Richtung, so dass helle Motive unterbelichtet und dunkle Motive überbelichtet wiedergegeben werden. Bei Schnee, Strand, weißer Hausfront, im tiefen Wald und ähnlichen Situationen besteht daher die Gefahr, falsch zu belichten. Unterbelichtete Bilder wirken zu dunkel und in den Schatten erscheint keine Zeichnung mehr. Sie laufen zu, was in der Digitalfotografie regelmäßig mit verstärktem Bildrauschen verbunden ist, wenn man versucht, den Belichtungsfehler nachträglich im Bildbearbeitungsprogramm am Rechner auszugleichen. Überbelichtete Bilder sind zu hell. In den Lichtern erscheint keine Zeichnung mehr, sie wirken ausgefranst und die Farben verwaschen. Mögliche Fehler bei der Belichtungsmessung lassen sich auf verschiedene Art und Weise vermeiden. Einfach ist eine Belichtungsreihe mit mindestens drei, um einen halben oder einen drittel Blendenwert unterschiedlichen Belichtungen. Einfach ist es auch, ein helles oder dunkles Motiv nicht direkt sondern seitlich des eigentlichen Motivs, da wo sich mittleres Grau findet, zu messen und die Kamera mit diesen Werten auf das Motiv zu schwenken. Zuverlässig und einfach ist es, die beiden vorgenannten Methoden miteinander zu kombinieren. Zuverlässig aber umständlich ist das Messen über eine Graukarte. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Belichtung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Belichtungsmesser Ein Belichtungsmesser ist in der Fotografie oder beim Film entweder ein eigenständiges Gerät ( Handbelichtungsmesser) oder Teil einer Kamera (integrierter oder interner Belichtungsmesser), mit dem die Helligkeit des Motivs gemessen wird und daraus die Daten für die Belichtung (Blende, Belichtungszeit) berechnet oder bestimmt werden.   Automatischer Belichtungsmesser Analoger Handbelichtungsmesser "Practos II", optischer Belichtungs-messer; der Belichtungsmesser arbeitet rein optisch, die Belichtung wird auf einer optischen Skala ermittelt, wobei der Belichtungswert dem angezeigten Wert entspricht, der gerade noch sichtbar ist.   Technik Sehr frühe Belichtungsmesser arbeiteten auf rein optische Weise durch Abschätzung einer Vergleichsskala unter Ausnutzung der Lichtempfindlichkeit des Auges. Moderne Belichtungsmesser benötigen einen Lichtsensor. Es werden Fotowiderstände und Fotodioden eingesetzt. Der Lichtsensor muss eine spektrale Empfindlichkeit besitzen, die an die Hellempfindlichkeitskurve des Auges beziehungsweise des Films angepasst sein muss. Ältere Belichtungsmesser arbeiteten mit einer Selenzelle, einem Fotoelement bzw. einer Fotodiode auf der Basis polykristallinen Selens. Die Selenzelle speiste direkt ein Drehspulmesswerk; solche Belichtungsmesser benötigten daher keine Batterie. Da der Fotostrom der Selenzelle wie auch anderer Fotodioden linear zur Beleuchtungsstärke ist, besaßen diese Belichtungsmesser oft eine Bereichsumschaltung (elektrisch, Graufilter oder Lochblende), um alle Helligkeiten abzudecken, oder ein Stellrad zur Verrechnung von Filmempfindlichkeit, Belichtungszeitwert und Blende. Neuere Geräte und Belichtungsmesser in Kameras arbeiten oft mit einem Cadmiumsulfid(CdS)-Fotowiderstand. Der Widerstandsverlauf von Fotowiderständen ist stark nichtlinear, sodass oft keine Bereichsumschaltung nötig ist. Sowohl Selenzellen als auch CdS-Fotowiderstände besitzen annähernd eine spektrale Empfindlichkeit wie das Auge und besitzen daher keinen Farbfilter. Einer Silizium-Fotodiode muss hingegen ein Tageslichtfilter vorgesetzt sein, um diese an die spektrale Empfindlichkeit anzupassen beziehungsweise deren höhere Empfindlichkeit im Roten und Infraroten zu korrigieren. Blitzbelichtungsmesser messen nicht die Beleuchtungsstärke, sondern die Lichtmenge, die auf sie trifft. Sie integrieren die Beleuchtungsstärke während der Zeit des Blitzes auf und benötigen daher eine Synchronisierung zum Blitz. Entweder synchronisieren sie sich selbst bei Beginn des Blitzes oder sie besitzen einen Synchronanschluss, um den Blitz über ein Kabel auszulösen. Spiegelreflexkameras mit Innenlichtmessung besitzen einen Fotoempfänger im Strahlweg hinter der Blende. Sie konnten daher objektivunabhängig die Beleuchtung messen. Sie besitzen eine mit der Belichtungszeit und der Filmempfindlichkeit korrigierte Mittenanzeige mit Leuchtdioden oder einem in das Sucherbild eingeblendeten Zeiger. Automatische Kameras können überdies häufig die Blitzenergie während der Aufnahme anhand der vom Objekt reflektierten Lichtmenge steuern. Sie beenden den Blitz, wenn genügend Licht zurückgeworfen wurde. CCD- und CMOS-Kameras benötigen keinen separaten Belichtungsmesser, sie können die Beleuchtungsstärke anhand ihrer Bildsensoren ermitteln. Integrierter oder Interner Belichtungsmesser Ein Belichtungsmesser ist heute integraler Bestandteil fast aller Fotoapparate. Er ist im wesentlichen für die richtige Belichtung eines Objektes verantwortlich, da er das richtige Verhältnis aus Belichtungszeit und Blendenöffnung (in Abhängigkeit vom der Empfindlichkeit des Films) berechnet. Berechnete Belichtungszeit und/oder Blendenöffnung werden dann entweder von der Kamera selbständig (Automatik) oder vom Fotografen manuell eingestellt (mittels Nachführmessung oder über abgelesene EV/LW/Blenden/Zeit-Werte).   Kamera mit Selen-Belichtungsmessfeld am Gehäuse und Nachführsystem im Sucher Digitaler Handbelichtungsmesser Belichtungsmesser mit Sucheroptik Skala eines älteren Handbelichtungsmessers     Die interne Belichtungsmessung einer (Spiegelreflex-)Kamera durch das Objektiv hindurch wird entsprechend dem englischen Begriff "Through The Lens" als TTL-Belichtungsmessung bezeichnet. Sucherkameras verfügen häufig über eine Belichtungsmessung, die neben dem Objektiv oder im Kameragehäuse eingebaut ist. Bei Nahaufnahmen kann diese Anordnung durch die Parallaxe zu Fehlmessungen führen. Einzelne Kamerakonstruktionen nutzen für die Belichtungssteuerung auch das vom Film während der Belichtung reflektierte Licht. Handbelichtungsmesser Als separates Zubehör wird der Handbelichtungsmesser vor allem in der Studiotechnik oder bei professionellen Arbeiten eingesetzt. Hier ist der integrierte Belichtungsmesser oft unerwünscht, da man meist mehrere künstliche Lichtquellen einsetzt. Bei der Verwendung von Tochter-Blitzgeräten kann der integrierte Belichtungsmesser einer Kamera mit eingebautem Blitz die exakte Lichtmenge nicht steuern, da sich das Licht der anderen Blitzquellen erst beim Auslösen des Blitzes addiert, was zu einer Überbelichtung führt. In diesen Situationen kann nur ein separater Belichtungsmesser die exakte Lichtmenge messen. Die hieraus gewonnenen Daten können dann an der Kamera so eingestellt werden, dass eine korrekte Belichtung des Filmmaterials gewährleistet ist. Die Messung findet entweder vom Kamerastandpunkt aus statt oder direkt am Objekt oder einer Graukarte. Spezielle Spot-Belichtungsmesser dienen der Messung einzelner Bildausschnitte. Mit Hilfe eines speziellen Filters kann statt des reflektierten Lichtes bei vielen Handbelichtungsmessern auch das Licht gemessen werden, dass von der Lichtquelle geliefert wird. Der Filter wird entweder vor den Sensor geschoben oder geklappt. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Belichtungsmesser " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.     nach oben Belichtungsmessung Belichtungsmessung ist in der Fotografie die zusammenfassende Bezeichnung für verschiedene Methoden zur Bestimmung der passenden Kombination aus Verschlusszeit und Blende, mit der ein korrekt belichtetes Bild erzeugt werden kann. Die Belichtung H ist das Produkt der Beleuchtungsstärke E (in lx) und der Belichtungszeit t (in s) ⇒ . Ziel Alle fotografischen Aufnahme- und Wiedergabeverfahren, gleichgültig ob Negativfilm, Diafilm, Fotopapier oder auch Digitalkameras, weisen zwei charakteristische Eigenschaften auf: Die Filmempfindlichkeit (die Empfindlichkeitseinstellung bei Digitalkameras) und den maximal darstellbaren Kontrastumfang. Ziel der Belichtungsmessung ist es, einen optimalen Kompromiss zwischen den Möglichkeiten des verwendeten Materials einerseits, den Beleuchtungsverhältnissen und den Reflexions- bzw. Kontrasteigenschaften des Motivs andererseits, zu finden. Messverfahren Grundsätzlich werden zwei Formen der Belichtungsmessung unterschieden: Objektmessung (auch: Leuchtdichentenmessung) – gemessen wird hier das vom Objekt reflektierte oder ausgestrahlte Licht. Die Objektmessung ist die am weitesten verbreitete Messmethode, die sich auch in den meisten Kameras findet. Varianten: Integralmessung, Spotmessung, Mehrfeldmessung bzw. Matrixmessung, Detailmessung, Zwei- und Mehrpunktmessung. Lichtmessung – hier wird das auf das Objekt einfallende Licht gemessen. Sie setzt in der Regel speziell ausgerüstete Handbelichtungsmesser mit Kalotte voraus, ist aber mit geeignetem Zubehör auch mit einigen Kameras möglich. Mit Hilfe einer Graukarte ist auch mit Kameras oder einfacheren Handbelichtungsmessern ohne Messkalotte eine so genannte Ersatzmessung möglich. Funktionsweise Klassische automatische Belichtungsmessungen gehen von einfachen Durchschnittswerten aus: Es wird ein Landschaftsmotiv bei klarem, blauen Himmel voraugesetzt, das weitgehend frontal (bei 35 bis 55° Sonnenstand) beleuchtet wird und 18 % des einfallenden Lichts in Richtung der Kamera reflektiert. Moderne computergestützte Belichtungsmessmethoden ( Mehrfeld- oder Matrixmessung) versuchen dagegen, anhand einer Motivdatenbank bzw. des Motivkontrastes eine gegebene, auch von der Norm abweichende, Lichtsituation zu erkennen – und können damit oft erstaunlich gute Ergebnisse liefern. Varianten Ein Belichtungsmesser. Vorn die vorschiebbare Diffusor-Kalotte für Lichtmessungen. Zur Lichtmessung wird vom Objekt/Motiv in Richtung Kamera das auf das Objekt fallende Licht gemessen. Dazu muss das Messgerät, der Belichtungsmesser, speziell ausgerüstet sein und über Kalotte oder Diffusor verfügen, die als weiße Halbkugel oder Jalousie über die Messzelle geschoben werden. Von dem auf das Motiv fallenden Licht lässt sich auf die Lichtreflexion in Richtung Kamera schließen. Dieses Messverfahren ist unabhängig vom Motiv und dessen Kontrast. Bei der Objektmessung wird von der Kamera oder einem Belichtungsmesser aus zum Objekt/Motiv hin dessen Lichtabstrahlung ( Remission) ermittelt. Hilfreich kann hier ein Spotmesser mit 1–5° Messwinkel sein: Damit läßt sich aus mehreren Messungen unterschiedlicher Motivhelligkeiten ein Mittelwert gewinnen ( Multispotmessung). Dieses Verfahren ist primär von der Remission des Motivs und vom Motivkontrast abhängig. Letzterer muss zusätzlich analysiert und bewertet werden. Neutralgrau und Graukarte Als Einheit bei der Belichtungsmessung gilt der Lichtwert – gleichwertig mit einer Blendenstufe des Objektives, einer Zeitenstufe des Kameraverschlusses, oder einer Empfindlichkeitsstufe des Films (des Sensors, bei Digitalkameras). Ein Belichtungsmesser gibt Auskunft über eine vorhandene Lichtmenge, die er über den Lichtwert und die eingestellte Film-(Sensor-)Empfindlichkeit zu einer Zeit-Blenden-Kombination in Beziehung setzt, welche nötig ist, um ein Motiv(teil) einem mittleren Grauwert entsprechend zu belichten. Der mittlere Grauwert ist definiert als eine Fläche mit einer Lichtabstrahlung von 18 % – dem mittleren Remissonswert (oder auch „Zone V“), zwischen zeichnungslosem Weiß und tiefem Schwarz; bezogen auf einen wiedergebbaren Kontrastumfang von fünf Belichtungsstufen. Als ein Hilfsmittel zur korrekten Belichtungsmessung dient die Graukarte, die ersatzweise angemessen werden kann, wenn das Motiv selbst überdurchschnittlich kontrastreich ist; also aus einer Vielzahl unterschiedlicher Grauflächen besteht. Sie ist als neutral-grau (ohne Farbstich) und einer exakten Remission von 18 % definiert, strahlt also 18 % des einfallenden Lichts zurück. Das gleiche macht sinngemäß die Kalotte oder der Diffusor bei Handbelichtungsmessern, die als weiße Halbkugel (oder Jalousie) über die Messzellen der Geräte geschoben werden: Auch hier werden exakt 18 % des Lichtes messtechnisch erfasst. Womit eine sogenannte Lichtmessung – eine Direktmessung vom Motiv hin zur Lichtquelle – realisiert werden kann. Praxis Bei der Objektmessung wird von der Kamera zum Objekt (Motiv) hin ein Belichtungswert ermittelt, der jener Einstellungen an der Kamera entspricht, die nötig wäre, um dieses Motiv in einer mittleren Helligkeit, einem mittleren Grauwert, auf den Film zu bannen. Bei Motiven, deren Remission davon abweicht, also sich vorwiegend Weiß (z. B. Schneelandschaften) oder Schwarz (z. B. Kohlenhalde) darstellt, entspricht der ermittelte Belichtungswert nicht der korrekten Einstellung. Nur bei einem durchschnittlich beleuchteten und kontrastierenden Motiv (z. B. eine Landschaft bei Sonne im Rücken) kann der Mittelwert aller hellen und dunklen Bereiche als weitgehend gültiger Maßstab zur Belichtungsmessung herangezogen werden. Ansonsten muss ein ermitteltere Wert korrigiert werden. Bei der Lichtmessung dagegen ist der ermittelte Wert geeignet, ein Motiv unabhängig vom Kontrast(umfang), also auch Weiß als Weiß und Schwarz als Schwarz, abzulichten. Hier ist nur Vorsicht geboten, wenn der Belichtungsumfang des Motivs größer ist als der des Films. Belichtungskorrektur Eine notwendige Belichtungskorrektur hängt vom benutzten Film und der Licht-/Kontrast-Situation ab. Der natürliche Kontrastumfang in der Natur kann bis zu 20 Lichtwerte umfassen, von denen das Auge zehn Stufen auf einmal (ohne Adaption) wahrzunehmen vermag. Hier lehnt sich das Zonensystem von Ansel Adams an: neun Helligkeitsstufen, vom tiefen Schwarz (Zone I) bis zum zeichnungslosen Weiß (Zone IX) – entsprechend halben Belichtungsstufen, wenn Zone V einer Remission von 18 % entspricht. Unter Zeichnung versteht man, wenn die Strukturen eines Motivs gerade noch erkennbar sind (z. B. bei einer Hauswand die Struktur des Wandputzes, bei einem Kohlenhaufen die einzelnen Stücke). Heutige Filmmaterialien verarbeiten einen Belichtungsumfang von fünf bis sieben Stufen bei Diafilmen, von zehn bis zwölf Stufen bei Negativfilmen. Digitalkameras können einen Kontrastumfang von bis zu zwölf Lichtwerten erfassen. Auf Papier ausbelichtet oder im Druck bleiben davon etwa fünf Stufen. Um einen Kontrastumfang vom reinen Weiß bis zum tiefen Schwarz noch mit Zeichnung auf dem Film zu zeigen, können Korrekturwerte von bis zu ± 2,5 Belichtungsstufen nötig sein. Für mehr Zeichnung in den Lichtern wird gegenüber dem Messwert die Belichtung verkürzt, für mehr Zeichnung in den Schatten verlängert. Dadurch werden die Tonwerte relativ zum Neutralgrau verschoben. Übersteigt der Kontrastumfang des Motivs den reproduzierbaren Bereich, muss in der Regel auf Zeichnung in den Lichtern und/oder Schatten verzichtet werden (Ausnahme: siehe unter HDI- bzw. HDR-Technik). Die Skizze zeigt neun Grau-Zonen. Unter unterschiedlichen Lichtverhältnissen zeigt der Belichtungsmesser stets an, mit welcher Belichtung auf dem Film ein Neutralgrau, das der Zone V(5) entspricht, erreicht wird. Mal ist es heller, mal dunkler, so dass sich ganz unterschiedliche Belichtungswerte für die einzelnen Zonen ergeben können (wie das unter der Skizze an zwei Blendenreihen gezeigt ist). Ist der Belichtungsumfang von Motiv und Film gleich groß (hier fünf Zonen), kann dennoch eine Korrektur nötig sein, wenn der Mittelwert für das Motiv nicht der Zone V entspricht; die Gesamthelligkeit des Motivs entweder heller oder dunkler, als einem „durchschnittlichen Grau“ entsprechend, ausfällt. ACHTUNG: Beim Arbeiten mit dem Zonensystem wird eine Belichtungkorrektur ergänzt durch geänderte Verarbeitungszeiten der Filme im Labor. Belichtungskorrekturen allein haben nur Auswirkungen auf die Gesamthelligkeit des Motivs, nicht aber auf dessen Kontrastumfang in der Wiedergabe. Ergänzend soll noch erwähnt sein, dass auch auszugsverlängerndes Zubehör, wie Zwischenringe oder ein Balgengerät, eine Belichtungskorrektur bedingt, die der Länge des jeweiligen Auszugs bei gegebener Objektivbrennweite anzupassen ist. Korrekturfaktor der Korrekturfaktor ist gleich = (Auszug/Brennweite)² (Korrekturfaktor = Auszug durch Brennweite in Klammern zum Quadrat) Neue Belichtungszeit ist gleich = Alte Bel.-Zeit mal Korrekturfaktor. Beispiel: Objektiv mit einer Brennweite f = 50 mm und einem Auszug von 100 mm, ergibt einen Korrekturfaktor von (100/50)² = 4. (K.-Faktor 4 entspricht 2 Blenden, weil jede Blenden-/Zeit-stufe die Belichtung verdoppelt bzw. halbiert; 1 Blenden-/Zeit-stufe entspricht also dem Faktor 2). Anstatt mit einer Belichtung von z. B. 1/60 s müsste also mit 1/15 s (= plus 2 Stufen) belichtet werden (bei Dauerlicht); oder die Blende um 2 Stufen geöffnet werden. (Oder Zeit plus eine Stufe UND Blende plus eine Stufe) Bei Blitzanlagen könnte der Ausgleich auch durch sogenanntes „Mehrfachblitzen“ erfolgen. Ausstattung von Kameras Moderne Kameras verfügen häufig über mehrere Varianten der Objektmessung, zwischen denen der Fotograf je nach Situation oder Vorlieben wählen kann. Die flexibelste Belichtungsmessung ist die Spotmessung, insbesondere wenn sie einen möglichst kleinen Bildwinkel ausmisst; ein höheres Maß an Kontrolle erhält der Fotograf nur mit einem externen Spotbelichtungsmesser. Bei Schnappschüssen führt die Spotmessung gelegentlich zu unbefriedigenden Ergebnissen, wenn zufällig ein besonders heller oder ein besonders dunkler Teil des Motivs angemessen wird. Die modernste Variante ist die Mehrfeldmessung bzw. Matrixmessung, die mehrere Felder im Bildausschnitt misst und nach einem Satz komplexer Algorithmen gewichtet, die sich teilweise an das Zonensystem Ansel Adams anlehnen. Die Ergebnisse fallen meist gut aus, können aber auch gelegentlich zu völlig unerwarteten Belichtungseinstellungen führen. Da das Verhalten des Messsystems vom Fotografen nur schwer berechenbar ist, ist es empfehlenswert, bei schwierigen Beleuchtungssituationen auf die Spotmessung zurückzugreifen. Eine weit verbreitete Variante ist die Integralmessung, die meist mittenbetont arbeitet. Sie liefert bei komplizierten Lichtsituationen wie Seiten- oder Gegenlicht berechenbar schlechte, aber eben kalkulierbare Ergebnisse, die der Fotograf durch eine manuelle Belichtungskorrektur kompensieren kann, bei durchschnittlichen Aufnahmesituationen jedoch überwiegend gute bis sehr gute Belichtungsergebnisse. Viele ältere Kameras und Fachkameras verfügen über keine integrierte Belichtungsmessung; hier ist der Fotograf auf einen externen Belichtungsmesser, Erfahrungswerte oder Schätzungen angewiesen. Nur zur Hasselblad-V-Serie gibt es Wechselsucher mit integrierter Lichtmesskalotte. Allerdings gibt es für einige Kamerasysteme Messkalotten, die anstelle eines Objektivs angesetzt werden können und so eine echte Lichtmessung ermöglichen. Wegen der umständlichen Handhabung und die gegenüber einem separaten Handbelichtungsmesser eingeschränkten Möglichkeiten sind solche Systeme wenig verbreitet. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Belichtungsmessung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Belichtungszeit Unter der Belichtungszeit (oder Belichtungsdauer, englisch exposure time) versteht man die Zeitspanne, in der ein photosensibles Medium (z. B. Film bei herkömmlichen Kameras, CMOS- oder CCD-Sensor bei Digitalkameras) zur Aufzeichnung eines Bildes dem Licht ausgesetzt wird. Bei der Fotografie wird die Belichtungsdauer (bzw. Belichtungszeit) oft als '1/15 s ', '1/30 s ' (s für Sekunde) angegeben. Zusammen mit der Blendenöffnung bestimmt die Belichtungszeit die auf das Medium einfallende Lichtmenge (englisch Exposure value, EV). Eine korrekte Belichtung des Mediums ist abhängig von der Helligkeit des Motivs, der einfallenden Lichtmenge und der Empfindlichkeit des Mediums (ISO-, ASA- oder DIN-Zahl). Bei gegebener Motivhelligkeit und Empfindlichkeit des Mediums führt nur eine bestimmte Lichtmenge zu einer richtigen Belichtung. Die Lichtmenge ergibt sich hierbei aus dem Quotienten aus Belichtungszeit und Blendenöffnung. Eine zu kurze Belichtungszeit führt daher zu unterbelichteten, eine zu lange Belichtungszeit zu überbelichteten Bildern.   Einfluss der Belichtungszeit auf die Bildwirkung Bildgestaltung durch sehr lange Belichtungszeit Einfrieren einer Bewegung bei einer Belichtungszeit von 1/2000 Sekunden Die Belichtungszeit wird als zu steuernde Verschlusszeit an der Kamera eingestellt oder auf andere geeignete Weise gebildet (insbesondere wenn die benötigte Belichtungszeit außerhalb des von der Kamera gesteuerten Verschlusszeitenbereichs liegt). Die notwendige Belichtungszeit wird mit zunehmendem Lichteinfall (Helligkeit) sowie zunehmender Lichtempfindlichkeit des Bildaufnehmers (ISO-Zahl - je höher, umso lichtempfindlicher) kürzer. Ermittelt wird die richtige Belichtungszeit mit einem (meist in die Kamera integrierten) Belichtungsmesser. Die Belichtungszeit kann je nach eingesetzter Technik von Bruchteilen einer Sekunde bis hin zu Stunden reichen. Bei extrem kurzen Zeiten (unter ca. 1/5000 s ) wird von Kurzzeitfotografie gesprochen, bei Zeiten über ca. 5 s von Langzeitbelichtung (insbesondere bei Nachtaufnahmen, mikroskopischen Aufnahmen, Astrofotographie). Bei Langzeitaufnahmen auf Film ist der Schwarzschildeffekt zu beachten. Zu lange Belichtungszeiten können zu unscharfen ("verwackelten") Bildern führen. Die für ein ausreichend scharfes Ergebnis nötige Belichtungszeit ist von vielen Faktoren abhängig: Verwendung von Stativ, Brennweite des Objektivs, optisch stabilisierter Objektive oder gewünschte Auflösung des Bildes. Je länger die Brennweite des Objektives ist, um so kleiner der abgebildete Blickwinkel, und um so größer der Einfluss einer Winkeländerung der Kamera innerhalb der Belichtungszeit. Bei Kameras mit Kleinbildfilm gilt für Freihandaufnahmen als Faustregel, dass die Belichtungszeit nicht länger als der Kehrwert der Brennweite sein sollte. Bei einem 50 mm Objektiv an der Kleinbildkamera sollte die Belichtungszeit also ca. 1/60 s , bei einem 500 mm Objektiv ca. 1/500 s nicht überschreiten. Neben der Blende ist die Belichtungszeit das wichtigste Mittel zur Gestaltung fotografischer Werke. Sie bestimmt ob der Propeller eines Flugzeuges als verschwommener Kreis (längere Belichtungszeit) oder als scheinbar stehender Propeller (kurze Belichtungszeit) abgebildet wird (siehe auch Bewegungsunschärfe). Umgekehrt erzwingen gewünschte Blenden (insbesondere zur Erzeugung bestimmter Schärfentiefe) im allgemeinen bestimmte Belichtungszeiten. Ausnahmen können durch Verwendung spezieller Filmempfindlichkeiten oder durch Graufilter erreicht werden. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Belichtungszeit " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Bildwinkel Horizontaler Bildwinkel α h, vertikaler Bildwinkel α v und diagonaler Bildwinkel α d Der Bildwinkel eines kollinear abbildenden optischen Systemes ergibt sich aus dem Aufnahmeformat und der Brennweite eines abbildenden optischen Systems: Je nachdem, ob sich die Angabe des Bildwinkels auf die Breite, die Höhe oder die diagonale Ausdehnung des rechteckigenAufnahmeformates bezieht, spricht man vom horizontalen, vertikalen oder diagonalen Bildwinkel. Ohne Spezifizierung bezieht sich Bildwinkel auf den diagonalen Bildwinkel. Die Formel gilt uneingeschränkt für kollinear abbildende Objektive mit bildwinkelunabhängiger Brennweite. Ist dies nicht der Fall – zum Beispiel bei Objektiven mit ausgeprägten Verzeichnungen – muss die dem Aufnahmeformat entsprechende lokale Brennweite des Objektivs an den Rändern bzw. Ecken des Aufnahmeformates eingesetzt werden. Gemäß der Formel kann der Bildwinkel maximal 180° betragen (die Arkustangensfunktion hat einen Wertebereich von -90° bis +90°). Mit speziellen Objektivkonstruktionen, wie zum Beispiel Fischaugenobjektiven können dennoch Bildwinkel von mehr als 180° abgebildet werden. Solche Objektive erzeugen aber keine kollineare Abbildung (d.h. gerade Linien werden gekrümmt abgebildet), so dass die Formel für den Bildwinkel hier nicht angewendet werden kann. Richtungsabhängigkeit Außer bei einem kreisförmigen Aufnahmeformat hängt die Größe des Bildwinkels von der Richtung - in Bezug auf die Horizontale des Aufnahmemediums - ab, in der er ermittelt wird. Die besondere Bedeutung des diagonalen Bildwinkels liegt darin, dass die Diagonale eines Rechtecks seiner größten Ausdehnung entspricht. Somit ist bei gegebener Brennweite und Aufnahmeformat der diagonale auch stets der größte Bildwinkel. Die Richtung des jeweiligen Bildwinkels gegenüber der Horizontalen ist beim horizontalen Bildwinkel: 0° bzw. 180° vertikalen Bildwinkel: ±90° diagonalen Bildwinkel: Beim Vergleich von verschiedenen Aufnahmeformaten ist deshalb zu beachten, dass sich die diagonalen Bildwinkel der beiden Formate in ihrer Richtung unterscheiden können. Ein Vergleich anhand des diagonalen Bildwinkels ist nur aussagekräftig, wenn die zu vergleichenden Aufnahmeformate in etwa die gleichen Seitenverhältnisse aufweisen. Durch Zuschneiden des ausbelichteten Bildes oder durch Beschränkung des Aufnahmeformates bei der Aufnahme durch Masken vor der Bildebene können beliebig geformte Aufnahmeformate realisiert werden. In diesem Fall bezieht man sich bei der Angabe des Bildwinkels auf ein gedachtes Rechteck, dass das tatsächliche Aufnahmeformat gerade noch umschreibt. Ein Spezialfall ist das kreisförmige Aufnahmeformat, hier ist der Bildwinkel von der Richtung unabhängig und konstant. Das trifft auch auf den (kreisförmigen) Bildkreis zu. Bildwinkel und Sichtfeld. Zur Veranschaulichung ist hier nur der vertikale Bildwinkel dargestellt Sichtfeld (FOV) Als Sichtfeld (englisch = Field of view) wird derjenige Bereich im Objektraum bezeichnet, der vom horizontalen und vertikalen Bildwinkel aufgespannt wird. Maximal erreichbarer Bildwinkel Bei einer einzelnen Sammellinse oder einer Lochblende kann der maximale Bildwinkel theoretisch bis zu 180° betragen. Bei Objektiven aber muss das Licht nacheinander mehrere Öffnungen durchtreten, die als Blenden wirken. Dazu zählen auch die Linsen bzw. ihre Fassungen. Somit ist der nutzbare Bildwinkel eingeschränkt. Abbildungsfehler können den tatsächlich sinnvoll nutzbaren Bildwinkel noch weiter einschränken. Spezielle Objektivkonstruktionen wie z. B. Fischaugenobjektive können dennoch Bildwinkel von 180° - oder sogar darüber hinaus - abbilden. Der maximal erreichbare Bildwinkel eines Objektivs wird in den technischen Daten angegeben. Aus ihm ergibt sich die Diagonale des größten nutzbaren Aufnahmeformates: Der Bildkreisdurchmesser entspricht der Diagonalen des größten nutzbaren Aufnahmeformates. Normalbrennweite Als Normalbrennweite bezeichnet man die Brennweite, die ungefähr der Länge der Diagonalen des jeweiligen Aufnahmeformates entspricht. Sie definiert sich nicht - wie oft fälschlich angenommen wird - über den Sehwinkel des Auges oder das Gesichtsfeld des menschlichen Sehsinnes. Anmerkung Das schließt nicht aus, dass sich der Begriff Normalbrennweite ursprünglich auf eine natürlich wirkende perspektivische Abbildung in der Portraitfotografie bezogen hat. Früher wurden für Portrait-Aufnahmen mehr als heute große Filmformate verwendet, da sie ohne weitere Vergrößerungen und Projektionen - und deshalb auch mit vergleichbar kleinem Aufwand - ausbelichtet werden können. Wird nun ein Portrait in Originalgröße (im Maßstab 1:1) abgebildet und die ausbelichtete Fotografie dann aus derselben Entfernung wie bei der Aufnahme betrachtet, so ergibt sich tatsächlich exakt derselbe perspektivische Seheindruck wie bei der Betrachtung des Originals. Unter diesen speziellen Voraussetzungen (Sehwinkel bei der Aufnahme gleich dem Sehwinkel bei der Betrachtung des Abbildes) - und nur unter diesen Voraussetzungen - kann von einer "natürlichen" oder besser "realistischen Perspektive" der Normalbrennweite gesprochen werden. Beim Kleinbildformat von 36 mm x 24 mm ergibt sich somit die Normalbrennweite zu: Entsprechend der Formel für den Bildwinkel ergibt sich formatunabhängig der Bildwinkel für die Normalbrennweite zu: Ein Objektiv, das an einem bestimmten Aufnahmeformat einen Bildwinkel um die 50° zeigt, wird deshalb als Normalobjektiv - bezogen auf das Aufnahmeformat - bezeichnet. Beim Kleinbildformat von 36 mm × 24 mm und einem Normalobjektiv mit 50 mm Brennweite ergibt sich ein horizontaler Bildwinkel von 39,6°, ein vertikaler Bildwinkel von 27° und ein diagonaler Bildwinkel von etwa 46,8°. Ein Weitwinkel-Objektiv hat einen deutlich größeren, ein typisches Teleobjektiv einen deutlich kleineren Bildwinkel. Sehwinkel Analog zum Bildwinkel definiert man objektseitig den Sehwinkel β als wobei l für die horizontale, vertikale bzw. diagonale Ausdehnung des abzubildenden Objekts und g für die Entfernung des Objektes (genauer: für die Gegenstandsweite) steht. Der Sehwinkel (auch scheinbare Größe) beschreibt, unter welchem Winkel ein Objekt bei gegebener Ausdehnung und Entfernung erscheint. Anschaulich kann man sich den Sehwinkel durch Umkehrung des Strahlengangs vorstellen. Um ein Objekt auf dem Aufnahmemedium vollständig abbilden zu können, darf der horizontale und vertikale Bildwinkel nicht kleiner sein als der entsprechende Sehwinkel, es muss also gelten: Soll ein Motiv im Nahbereich und mit einer Optik mit großer Öffnung hinreichend scharf abgebildet werden, so muss die Gegenstandsweite auch beim Bildwinkel mit einbezogen werden (siehe Makrofotografie). Der effektive Bildwinkel darf nicht kleiner als der entsprechende Sehwinkel werden: Bildwinkel und Sehwinkel in der Fotografie Ändert man das Aufnahmeformat d und die Brennweite f um denselben Faktor, so ändert sich der Bildwinkel (hier 69°) nicht. Bildwinkel und Sehwinkel zählen zu den wichtigsten fotografischen Gestaltungsmitteln. Der Bildwinkel hängt ausschließlich von der Brennweite und dem Aufnahmeformat ab, daher hat der Fotograf die Möglichkeit ihn sowohl durch Verändern der Brennweite - z.B. mit Wechselobjektiven, Konvertern oder durch die Verwendung eines Zoomobjektivs als auch durch die Wahl des Aufnahmeformates - durch die Verwendung eines bestimmten Filmformates, durch nachträgliches Zuschneiden der Aufnahme oder dem Zusammenfügen mehrerer Einzelaufnahmen durch Stitching gezielt zu beeinflussen. Es gilt: Ändert man das Aufnahmeformat und die Brennweite um denselben Faktor , so ändert sich der Bildwinkel nicht. Dieser Zusammenhang ergibt sich direkt aus der Definition des Bildwinkels: Der Sehwinkel hängt ausschließlich von der Entfernung und der Größe des Objektes ab. In der Tricktechnik und in der Architektur-Fotografie kann der Sehwinkel durch die Größe des abzubildenden Objektes beeinflusst werden, indem ein verkleinertes (oder vergrößertes) Modell eines Objektes - z.B. eines Gebäudes - fotografiert oder gefilmt wird. Die Größe von "realen" Objekten lässt sich aber normalerweise nicht beeinflussen, daher hat der Fotograf meist nur Einfluss auf den Sehwinkel, indem er die Entfernung zum Objekt verändert - scherzhaft auch " Fuß-Zoom" genannt. Makrofotografie Die Definition des Bildwinkels bezieht sich auf die Brennebene. Diese fällt aber nicht notwendigerweise mit der Bildebene zusammen. Soll ein Gegenstand in kurzer Entfernung noch scharf auf einem Film oder einer Mattscheibe abgebildet werden, muss entweder abgeblendet oder die Bildebene nach hinten verschoben werden. Ist die Gegenstandsweite nicht größer als die doppelte Brennweite, so spricht man von Makrofotografie. Um den effektiven Bildwinkel - bezogen auf die Bildebene - im Nahbereich zu erhalten muss man anstelle der Brennweite die Bildweite b in die Definition einsetzen, also . Durch die Brennweite f und Gegenstandsweite g ausgedrückt ergibt sich gemäß der Linsengleichung: . Anmerkung: Ähnliches gilt auch für andere grundlegende Definitionen in der Fotografie. Im Makrobereich spricht man daher auch analog von effektiver Blende bzw. effektiver Lichtstärke, effektiver Vergrößerung oder auch effektiver Belichtungszeit, die sich jeweils durch Ersetzen der Brennweite durch die Bildweite ergeben. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Bildwinkel " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Blitzlicht Unter der Sammelbezeichnung Blitzlicht werden in der Fotografie Beleuchtungseinrichtungen zusammengefasst, die für die notwendige Objektausleuchtung im Moment der Aufnahme mittels eines Lichtblitzes sorgen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Blitzlichtfotografie. Grundlagen Eine kurze, blitzartige Beleuchtung reicht in der Fotografie wegen der relativ kurzen Belichtungszeiten aus. Hierzu muss die Zeit, in der das Blitzlicht ausgelöst und vom Objekt reflektiert wird, mit der Verschlusszeit der Kamera synchronisiert werden. Da der Blitz im Vergleich zu üblichen Verschlusszeiten nur sehr kurz leuchtet, muss er zu einem Zeitpunkt ausgelöst werden, zu dem der Verschluss vollständig geöffnet ist. Die kürzeste Verschlusszeit, bei der ein Schlitzverschluss den Film bzw. Sensor zu einem Zeitpunkt vollständig freigibt, nennt man Blitzsynchronzeit. Durch unterschiedliche Blitzmethoden können verschiedene Effekte und Stimmungen im Foto erreicht werden. Ein wichtiges Kriterium beim Blitzlicht ist die Lichtfarbe – angegeben in Kelvin. Die meisten aktuellen Blitzgeräte strahlen ein neutral weißes Licht – ähnlich direktem Sonnenlicht – von 5500 K bis 6500 K ab. Sie lassen sich daher problemlos mit Sonnenlicht kombinieren (zum Beispiel beim Aufhellblitzen). In Innenräumen wirkt Blitzlicht zum Beispiel im Vergleich zu Glühbirnenlicht eher kalt, so dass man hierbei Mischlicht eher vermeiden sollte – außer für kreative Effektfotografie. Die Leitzahl (LZ) eines Blitzes dient der einfachen Berechnung der Kameraeinstellungen bei Verwendung von Blitzbirnen oder manuellen Einstellungen bei Computerblitzgeräten. Der Leuchtwinkel eines Blitzgerätes steht für die maximale Objektivbrennweite, bei der das von der Kamera aufgenommene Bild noch vollständig ausgeleuchtet werden kann. Neben den in den Kameras integrierten Blitzen oder den aufsteckbaren Systemblitzen finden im Studio oder On-Location sogenannte Blitzanlagen Anwendung. Blitzsysteme Blitzlicht mit offener Flamme Magnesiumlicht Magnesium wurde 1755 durch den britischen Chemiker Joseph Black (1728–1799) als eigenes chemisches Element erkannt. Nachdem Prof. Robert Bunsen (1811–1899) und Sir Henry Roscoe (1833–1915) die Eigenschaften des Magnesiums näher untersucht hatten, schlug Paul Eduard Liesegang (1838–1896) 1861 vor, mit Magnesiumlicht zu fotografieren: „Eine vorzüglich aktinisch wirksame Lichtquelle ist nach den photochemischen Studien von Bunsen und Roscoe das Magnesium, welches mit Leichtigkeit Feuer fängt und mit einer äußerst brillanten Flamme brennt. … Nach Bunsens Untersuchungen ist die photogenische Kraft der Sonne nur 36mal stärker als die des brennenden Magnesiums. ... Wir glauben nicht, dass es schon zu photographischen Zwecken benutzt worden ist.“ Die ersten Blitzlichtanordnungen waren Pustlichtlampen. Da sich reines Magnesium erst bei hohen Temperaturen entzündet wurde bei diesen Lampen das reine Magnesiumpulver durch Blasen in eine heiße Flamme entzündet. Dabei wurde ein grelles Licht erzeugt. Das Blasen wurde häufig mit einem kleinen Gummiballblasebalg durch Zusammendrücken mit der Hand erzeugt, so dass eine Art Lichtblitz entstand. Die Anzahl der Luftstöße oder die Dauer des Blasens regulierte die abgegebene Lichtmenge. Ein kurzes Blitzlicht im heutigen Sinne entstand dabei aber eigentlich nicht. Auch dünne Magnesiumfolie, dünner Magnesiumdraht oder dünnes schmales Magnesiumband brannte in der Luft nach dem Anzünden mit grellem Licht ab und wurden bis zum Zweiten Weltkrieg zur Erzeugung von Licht für fotografische Zwecke verwendet. Bei der Porträtfotografie stellte das plötzlich aufflammende und einige Sekunden anhaltende grelle Magnesiumlicht ein großes Problem dar, da die Modelle geblendet wurden und erschraken. „Das Resultat wird, selbst wenn keine zu markante Unschärfe vorhanden ist, ein gequältes, unähnliches, verängstigtes Gesicht sein, mit geistlosem Ausdruck und krebsartig hervorquellenden Augen“ wie Adolf Miethe und Johannes Gädicke es in ihrem Buch „Praktische Anleitung zum Photographiren bei Magnesiumlicht“ von 1887 ausgedrückt haben. Blitzlichtpulver John Traill Taylor fand 1865 heraus, dass Magnesiumpulver vermischt mit Kaliumpermanganat manuell angezündet werden konnte und dann mit sehr starkem kurzen Leuchten verbrannte. Adolf Miethe und Johannes Gädicke entwickelten 1887 ein Blitzpulver, indem sie dem Magnesium Kaliumchlorat und Schwefelantimon beimischten. Ihnen ging es dabei speziell um die Kürze des Aufleuchtens bei gleicher wirksamer Gesamtlichtmenge. Die blitzartige Verbrennung in etwa 1/30 Sekunde ermöglichte Aufnahmen von Personen und lebenden Objekten, ohne dass die Reaktion auf den hellen Blitz in der Fotografie erkennbar wurde. Die von ihnen zum Patent angemeldete Blitzpulvermischung kam daher bald in allgemeinen Gebrauch.   Der Brenner der Pettibone-Pustlichtlampe (um 1895). Durch das hinter dem Brenner sichtbare Rohr wird das Magnesiumpulver in die Flamme geblasen Die Pettibone-Pustlichtlampe (um 1895). Durch das lange Rohr wird das Magnesium¬pulver aus dem unter dem Brenner liegenden Vorrat in der Kugel in die Spiritusflamme geblasen Eine Lampe für Blitzlichtpulver Das Vacublitzprogramm der Firma „Osram“ von 1932 Für die Verwendung mit Tageslichtfarbfilm blau eingefärbte Blitzlichtbirne   Die Mischung war jedoch hochexplosiv. Es wird von mehreren großen Unfällen mit Toten und Verletzten bei der Explosion von ganzen Blitzlichtpulverfabriken berichtet. Am 30. Mai 1903 patentierte die „Aktien-Gesellschaft für Anilin-Fabrikation in Berlin“ (Agfa) Blitzlichtpulvermischungen, die Nitrate der seltenen Erden Thorium, Cer oder Zirconium enthielten. Neben einer gesteigerten Lichtstärke ergab sich dadurch eine geringere Explosionsgefahr und eine auf 1/10 des Üblichen reduzierte Rauchentwicklung. Das offene Feuer, der Rauch und die alles verschmutzende Magnesiaschicht blieben jedoch die größten Probleme bei der Blitzlichtpulverfotografie. Bis in die 1960er Jahre hielten sich jedoch die Beutelblitze auf dem Markt, da sie bedeutend billiger als Blitzbirnen waren. Bei den Beutelblitzen handelte es sich um mit Blitzlichtpulver gefüllte Papierbeutel in Form heutiger Teebeutel, an denen unten ein langer präparierter Papierstreifen als Lunte angebracht war. An der Oberseite war eine Aufhängeschnur, mit der man den Blitzbeutel zum Beispiel an einem Besenstiel befestigen konnte. Man musste darauf achten, dass abfallende, noch glühende Reste des Blitzbeutels keine Sengschäden anrichten konnten. Das Fotografieren mit Magnesium und Blitzlichtpulver erfolgte in der Regel ohne Synchronisation, d. h. der Fotograf öffnete zunächst den Kameraverschluss, zündete dann möglichst schnell den Blitz und schloss anschließend den Verschluss wieder. Blitzlichtbirnen Glaslampen Dem Physiker Johann B. Ostermeier, der bei der Firma Hauser arbeitete, gelang 1928 die Entdeckung, dass reines Magnesium (oder auch Aluminium), das in einer Blitzlichtbirne in einer Sauerstoffatmosphäre untergebracht war, elektrisch gezündet werden konnte und dabei blitzartig (in etwa 1/30 Sekunde) unter großer Helligkeitsentwicklung verbrannte. Diese Blitzlichtbirnen konnten nur einmal verwendet werden und wurden sehr heiß, erzeugten allerdings nur noch beim gelegentlichem Zerplatzen eine kleine Explosion. Um dieses zu verhindern wurden die Blitzlichtbirnen mit einer zähen Lackschicht versehen, die ab Mitte der 1960er Jahre hellblau gefärbt war, um eine tageslichtähnlichere Lichtfarbe zu erzielen. Geraume Zeit wurden ungefärbte Blitzlämpchen für die Schwarzweißfotografie parallel zu den für Farbaufnahmen nötigen blauen Blitzlämpchen erzeugt. Die Lichtausbeute wurde durch einen Reflektor gesteigert, die Blendung des Photographen dadurch vermindert. Unter den Bezeichnungen Vacublitz, Sashalite und Photoflux vermarkteten die Firmen Osram, General Electric und Philips diese Erfindung bis in die 1980er Jahre, dabei wurden die Blitzbirnen von anfänglich normaler Glühlampen-Bauform mit Edison-Sockel immer weiter miniaturisiert. Typische „moderne“ Blitzbirnen hatten eine Leitzahl von etwa 36 (AG3) bis 45 (AG1) bei ISO100. Der erste synchron arbeitende Blitz am Fotoapparat wurde 1935 mit der Exakta Modell B der Firma Ihagee in Dresden mit „Vacublitz“-Birnen der Firma Osram realisiert. 1949 erfand auch Artur Fischer eine Blitzsynchronisation. Agfa erwarb die Vermarktungsrechte an der Erfindung, die zu einem großen Erfolg wurde. Blitzwürfel N-Blitzwürfel ( Flashcube) Sylvania stellte 1965 den Blitzwürfel vor, der vier Blitzlichtbirnen enthielt. Es handelte sich dabei um eine kubische Haube aus transparentem Kunststoff, unter der sich vier Blitzbirnchen befanden, jeweils mit eigenem Reflektor ausgerüstet. Die Anschlussdrähte dieser Blitzbirnen ragten unten aus dem Gehäuse heraus und wurden mit der Kamera elektrisch verbunden. Es gab zum einen spezielle Blitzgeräte, welche die Würfel aufnahmen, und zum anderen Kameras mit einer eingebauten Fassung. Nach jeder Aufnahme musste der Würfel gedreht werden, was entweder manuell oder automatisch vonstatten ging. Bei besseren Kameras war hierzu die Blitzwürfel-Fassung mit dem Filmtransport gekoppelt. Nach vier Blitzaufnahmen wurde der Würfel dann weggeworfen. Das Zünden eines N-Blitzwürfels erforderte eine Batterie und einen Kondensator, beides musste in das Blitzgerät, bzw. die Kamera eingebaut sein. Die Leitzahl betrug 25 bei einer Filmempfindlichkeit von ISO 100/21°, die Leuchtdauer etwa eine 1/30 Sekunde. X-Blitzwürfel ( Magicube) Die für die N-Blitzwürfel erforderliche Batterie trieb zum einen den Verkaufspreis der Kameras in die Höhe und verminderte zum anderen deren Zuverlässigkeit. Schließlich konnte der Gelegenheitsfotograf leicht vergessen, die Batterie rechtzeitig zu wechseln. Um diese Probleme zu umgehen, stellte Sylvania 1970 mit dem Magicube einen neuen Blitzwürfel mit mechanischer Zündung vor. Dieser Würfel war oben auf ihrem Gehäuse mit einem X gekennzeichnet und nicht kompatibel zu den N-Blitzwürfeln. X-Blitzwürfel konnten nur mit Kameras verwendet werden, die eine entsprechende Fassung besaßen. Häufig kennzeichneten die Hersteller diese Modelle mit einen X in der Modellbezeichnung, beispielsweise Kodak Instamatic 233-X. Aus der Kamera fuhr beim Auslösen ein Stößel heraus, der in eine dafür vorgesehene Öffnung im Blitzwürfel drückte. Damit gab er einen gespannten Draht frei, der gegen einen Stift schnellte, welcher wiederum im Glaskolben eingearbeitet war und dort die erschütterungsempfindliche pyrotechnische Füllung entzündete. (Die mitunter verbreitete Erklärung, dass ein Piezoelement einen elektrischen Impuls und damit den Blitz auslösen würde, ist falsch.) Mit X-Anschlüssen wurden zumeist Kameras für Pocket- und Instamatic-Film ausgestattet. X-Blitzwürfel besaßen geringfügig größere Abmaße als N-Würfel. Ihre Leitzahl betrug ebenfalls 25 bei ISO 100/21°. Topflash Beim Verwenden von Blitzwürfeln auf Pocketkameras kam es im Falle von Personenaufnahmen leicht zu roten Augen. Der Grund dafür lag im geringen Abstand zwischen Objektiv und Blitzbirnchen. Abhilfe schuf ein Distanzstück (Magicube Extender), der häufig mit den Kameras mitgeliefert wurde. Da dessen Einsatz aber leicht vergessen werden konnte, stellte Philips mit dem Topflash eine vor Fehlbedienung geschützte Lösung vor. Es handelte sich um ein hohes, aber flaches Gehäuse mit 8 Blitzbirnchen, die in zwei Reihen übereinander lagen. Ein Topflash besaß zwei Anschlüsse, einen an der Ober- und einen an der Unterseite. Zunächst wurde einer der beiden Anschlüsse in die Kamera gesteckt, dann konnten nacheinander die oberen vier Birnchen gezündet werden. Umdrehen des Topflashs erlaubte das Verwenden der übrigen vier Birnchen. Dadurch war ein immer ausreichender Abstand zwischen Objektiv und Lichtquelle sichergestellt. Ein Topflash besaß elektrische Kontakte und wurde mit einem Piezoelement in der Kamera gezündet, wodurch es keine Batterie benötigte. Von hinten konnte man die noch intakten Blitzbirnchen an einem gelben Punkt erkennen, der mit dem Abbrennen verschwand. Die Leitzahl betrug entsprechend den Blitzwürfeln 25 bei ISO 100/21°. Das Topflash ist mit der extrem erfolgreichen Baureihe Agfamatic Pocket 2008 / 3008 / 4008 sehr bekannt geworden. Die „8“ in den Bezeichnungen deutete dabei auf die acht Blitzbirnchen hin. Es gab aber auch Firmen, die 2×5 Birnchen eingebaut haben. Flashbar Für Polaroid-Sofortbildkameras gab es spezielle Einmalblitze mit 10 Blitzbirnchen, die in einem Gehäuse zu je 5 pro Seite nebeneinander lagen. Sie wurden entsprechend den N-Blitzwürfeln elektrisch gezündet − da die betreffenden Kameras sowieso mit einer Batterie arbeiteten, stellte dies keinen Nachteil dar; die Kameraelektronik steuerte selbständig das nächste zündbare Lämpchen an. Die Leitzahl betrug im Hinblick auf die (aufgrund der großen Brennweite) lichtschwachen Objektive der Sofortbildkameras hohe 45 bei ISO 100/21°. Elektronenblitzgeräte Als Elektronenblitz oder Elektronenblitzgerät oder Röhrenblitzgerät bezeichnet man in der Blitzlichtfotografie ein spezielles Blitzgerät, das mit einer auf der 1938 von Harold E. Edgerton am Massachusetts Institute of Technology entwickelten Gasentladungsröhre basierenden Blitzlampe arbeitet; es zählt zu den künstlichen Lichtquellen, gibt jedoch meist Licht mit einer Farbtemperatur ab, die etwa der des Tageslichts entspricht. Das Elektronenblitzgerät gibt über einen definierten Zeitraum Licht von hoher Intensität, aber extrem kurzer Dauer ab (etwa 1/300 Sekunde bis herunter zu etwa 1/40000 Sekunde). Bei Spezialkonstruktionen sind Aufnahmen mit einer Belichtungszeit bis hinunter zu einer Millionstel Sekunde möglich. Diese Werte dürfen allerdings nicht mit der Blitzsynchronzeit verwechselt werden; der kürzesten Zeitspanne, in der der Verschluss eines Fotoapparats vollständig geöffnet ist und der Blitz die gewünschte Leistung vollständig abgibt. Adapter für N-Blitzwürfel, Ansicht der Leitzahltabelle Instamatic-Kamera mit Blitzwürfel Flashcube und Magicube: Der Flashcube wird elektrisch gezündet, der Magicube mechanisch durch einen Schlagbolzen. Blitz einer Xenonlampe   Mobile Elektronenblitzgeräte werden entweder über den Blitzschuh mit der Kamera gekoppelt, mit einem Synchronkabel an die Kamera angeschlossen oder als so genannter entfesselter Blitz vollkommen drahtlos ausgelöst. Hierzu gibt es einen "Optokoppler", ein würfelförmiger Halter, der über eine Fotozelle das Licht eines auf einer Kamera montierten "fremden" Blitzgerätes sehen und dann den Blitzkontakt für ein im eigenen Blitzschuh angeschlossenes Gerät auslösen kann. Über mehrere Optokoppler lassen sich so ggf. viele, auf Fotostativen montierte Blitzlichtgeräte "optisch ankoppeln" und werden durch den "Master-Blitz" - an oder in der Kamera - mit ausgelöst. Daneben gibt es auch noch mehr oder minder ortsgebundene Studioblitzgeräte, die ebenfalls auf Edgertons Gasentladungsröhre basieren. Die maximale Lichtleistung eines Elektronenblitzgeräts wird heute meist mit der Leitzahl bei einer gegebenen Filmempfindlichkeit und einem gegebenen Ausleuchtwinkel angegeben. Andere, jedoch seltener verwendete Angaben sind Wattsekunden, oder Joule, BCPS ( Beam Candle Power Seconds) oder ECPS ( Effective Candle Power Seconds). Die Belichtung kann über die Leuchtdauer geregelt werden. Manche Elektronenblitzgeräte können während der Aufnahme selbst eine Belichtungsmessung durchführen (siehe Computerblitz). Bei modernen Kamerasystemen hat sich die Steuerung des Blitzes durch die Kamera durchgesetzt (etwa bei der TTL-Blitzmessung). Die gängigsten Bauformen sind das Aufsteck-, das Stab- und das Ringblitzgerät. Letzteres dient vorwiegend zur gleichmäßigen Ausleuchtung in der Makrofotografie. Folgende Typen von Elektronenblitzgeräten sind verbreitet: Eingebautes Blitzgerät – vor allem bei Kompaktkameras Aufsteckblitzgerät (Kompaktblitzgerät) Handblitzgerät (Stabblitzgerät) Studioblitzgerät Aufsteck-Elektronenblitz Vorderseite eines externen Blitzgeräts Modernes Aufsteckblitzgerät Klassisches Stabblitzgerät, hier mit Zweitreflektor zum Aufhellen Heutige Elektronenblitzgeräte arbeiten mit xenongefülltenBlitzlampen, die zehntausendfach verwendet werden können. Beim Auslösen wird dabei ein zuvor mit einer Hochspannung aufgeladener Kondensator entladen, wodurch im Inneren der Blitzlampe eine sehr kurze, helle Gasentladung erzeugt wird. Die typische Leuchtdauer dieses Blitzes liegt je nach Leistung und Ansteuerung zwischen etwa 1/300 und 1/40.000 Sekunde. Dies ist wesentlich kürzer als jene der alten Blitzwürfel und bei der Wahl der Belichtungszeit zu berücksichtigen. Viele moderne Fotokameras haben ein Blitzlicht eingebaut. Hochwertige Kameras verfügen zudem über einen so genannten Blitzschuh, auf den externe Blitzgeräte aufgesteckt werden können. Seitdem die Mikroelektronik Mitte der 80er Jahre Einzug in die Kameratechnik erhalten hat, sind diese meist auf das jeweilige Kameramodell abgestimmt, um mit dessen Automatikfunktionen zusammenzuwirken. Fremdhersteller bieten Blitzgeräte an, die mit Blitzadaptern (SCA-System) an unterschiedliche Kameras angepasst werden können. Der Elektronenblitz hat frühere, auf chemischer Verbrennung basierende Blitzbirnen fast völlig abgelöst. Einsatz in der Makrofotografie Einige der Merkmale des Einsatzes eines Blitzlichtes im Bereich der Makrofotografie liegen in der Erzielung einer größeren Schärfentiefe sowie Detailausleuchtung (vergleiche dazu das folgende Beispiel an einem kleinen Schmetterling). Dieses Bild eines männlichen Geißklee-Bläulings ( Plebejus argus) wurde ohne Blitzlichteinsatz mit Tageslicht (bei bedecktem Himmel) gemacht. Die Schärfentiefe ist relativ gering, der Schmetterling befindet sich aber noch ausreichend innerhalb der scharfen Bildebene. Der Hintergrund ist (erwünscht) verschwommen und hebt so das Motiv hervor. Die Farben sind nah an der Realität und es tritt durch die diffuse Lichtquelle von oben nur ein sehr moderater, natürlicher Schattenwurf auf. Das Bild wirkt eher weich kontrastiert und "harmonisch". Dieses Foto wurde mit dem in der Kamera eingebauten Elektronenblitz angefertigt. Im Vergleich ist die Schärfentiefe etwas höher; auch erscheinen Details wie die blaue Beschuppung der Flügeloberseite kontrastreicher und klarer. Der Körper wird intensiver ausgeleuchtet - allerdings "künstlich" von der Seite. So treten auch seitliche Verschattungen auf (z. B. am linken Fühler) und die Zeichnung der Flügelunterseite ist dadurch weniger gut erkennbar. Der Hintergrund wird durch die kurze Verschlusszeit und die kleinere Blende stärker abgedunkelt. Das Bild wirkt infolge der Blitzbelichtung "härter" und schärfer. Belichtungssteuerung Die Belichtungssteuerung erfolgt bei Blitzaufnahmen durch die eingestellte Blende und die Lichtleistung des Blitzgeräts. Bei Studio-Blitzgeräten und besseren Blitzgeräte kann man zudem den Reflektor schwenken und ggf drehen, um nicht direkt, sondern indirekt mit dem von einer weißen Fläche (z.B. Raumdecke) reflektierten Licht zu blitzen. Die Verschlusszeit hat, außer in Sonderfällen, keinen Einfluss auf die eigentliche Blitzbelichtung. Besonders komfortabel ist eine in die Kamera eingebaute Belichtungsautomatik, die sowohl den Blitz als auch die Objektivblende steuern kann. Aber auch Elektronenblitzgeräte mit eigenständiger Lichtsteuerung erlauben in der Regel zuverlässig korrekte Blitzaufnahmen. Ohne solche Automatiken benötigt man einen Blitzbelichtungsmesser oder man arbeitet nach Tabellen und Erfahrungswerten. Eine gute Hilfestellung sind auch die Histogramme moderner digitaler Kameras. Um möglichst kurze Blitzsynchronzeiten zu erreichen, muss der Ablauf der Verschlussvorhänge möglichst schnell sein. Dafür hat man im Laufe der Zeit verschiedene effiziente Techniken entwickelt. Sogenannte Systemblitzgeräte arbeiten eng mit der Kamera zusammen und entlasten im Automatikbetrieb den Fotografen von solchen Einstellungen. Sie passen die Blitzleistung und/oder die Blende an die aktuelle Lichtsituation an. Dabei wird – in nicht zu dunkler Umgebung – oft noch eine lange Belichtungszeit gewählt um das vorhandene Licht (Available Light) einzufangen und durch den Blitz die Lichtstimmung möglichst wenig zu stören. Man kann bei vielen Blitzgeräten die Leitzahl auch stufenweise verringern (meist auf 1/2, 1/4, 1/8 usw.). Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Blitzlicht " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Bokeh Bokeh (vom japanischen boke ぼけ, unscharf, verschwommen[1]) ist ein in der Fotografie verwendeter Begriff, um die subjektive, ästhetische Qualität von unscharfen Gebieten in einer fotografischen Abbildung zu kennzeichnen, die von einem Objektivprojiziert werden. Es geht dabei nicht um die Stärke der Unschärfe, sondern darum, wie die Unschärfebereiche aussehen. Details Bei der Fotografie bestimmter Motive wird der Hintergrund gerne bewusst unscharf gehalten, um die Ablenkung des Betrachters vom Hauptmotiv zu mindern. Beispielsweise erscheinen dann bei einigen Objektiven in den unscharfen Bereichen (die außerhalb der Schärfentiefe liegen) im vorderen Bereich viele helle Kreise, während bei anderen Objektiven diese Kreise eine andere Form, Farbe oder Kontrast aufzeigen. Diese unterschiedlichen Erscheinungsformen der unscharfen Bereiche als auch die Qualität des Übergangs nennt man das Bokeh eines Objektives. Bokeh in einem Foto mit Blende 1,2   Das Bokeh kann zwischen unscharfem Vordergrund und unscharfem Hintergrund deutlich verschieden ausfallen. Häufig geht eine angenehme Wiedergabe des Hintergrunds mit einer unschönen des Vordergrunds einher und umgekehrt. Bokeh ist eine ausgesprochen subjektive Qualität, die schwierig zu messen ist und kontrovers diskutiert wird. Viele Fotografen greifen mit einiger Erfahrung subjektiv zu Objektiven mit gutem Bokeh, ohne sich darüber klar zu werden, warum genau sie einem bestimmten Objektiv gegenüber einem von den fotografischen Eckwerten her ansonsten gleichwertigen Objektiv den Vorzug geben, „es macht einfach die schöneren Bilder“. Außerhalb von Fachkreisen ist die Diskussion über gutes oder schlechtes Bokeh erst seit Mitte der neunziger Jahre entbrannt und noch lange nicht abgeschlossen. Einflüsse der Konstruktion auf das Bokeh Zerstreuungskreis Die Eigenschaften des Bokeh werden maßgeblich durch das Aussehen des Zerstreuungskreises bestimmt. In unscharfen Bereichen wird jeder Punkt des Lichtes scheibenförmig und nimmt die Form der Blende bzw. der Eintrittspupille des Objektivs an. Bei einigen Objektiven wird diese „Scheibe“ gleichmäßig erleuchtet, bei anderen ist sie in der Nähe des Bildrandes oder im Bildzentrum heller, wobei ringförmige Helligkeitsverläufe eher unruhig wirken. Die Eigenschaften, die ein Objektiv dazu veranlassen, ein angenehmes Bokeh zu produzieren, konnten bisher nicht eindeutig festgelegt werden. Die Anzahl oder Form der Blendenlamellen zum Beispiel ist für sich allein ein sehr unsicheres Indiz auf ein als natürlich empfundenes nebliges statt harsches Bokeh, obwohl ein kreisrundes Blendenbild (ohne Zacken) in der Regel als weniger auffällig gilt. Einige Hersteller (wie z. B. Minolta) sind dazu übergegangen, die Irisblenden der Objektive mit mindestens sieben, oft auch neun oder zehn Lamellen auszustatten und diesen eine spezielle Kontur zu geben, so dass die Pupille bei allen Blendeneinstellungen der Kreisform möglichst nahe kommt. Gegenüber den in den siebziger und achtziger Jahren üblichen Blenden mit fünf bis sechs nicht konturoptimierten Lamellen ist dies in jedem Fall ein Fortschritt, wenn auch nicht der einzige Einflussfaktor in Bezug auf das Bokeh. Im Allgemeinen tendieren Zoomobjektive eher dazu, ein schlechtes Bokeh zu produzieren, ebenso wie bezogen auf die Brennweite eher kurz gebaute sog. Teleobjektive gegenüber klassischen Fernobjektiven, deren Baulänge in etwa der Brennweite entsprach – dies ist jedoch nicht immer der Fall und es gibt auch in Bezug auf Bokeh ganz hervorragende Zoomobjektive. Viele Fotografen empfinden auch das Bokeh alter, optisch eher einfach aufgebauter Objektive als vorteilhaft, wenn dies auch mit dem Verlust anderer erstrebenswerter Eigenschaften wie Schärfe oder Kontrast einhergeht. Bestimmte optische Grundkonstruktionen im Objektivbau scheinen eher als andere zu gutem (Sonnar) oder schlechtem Bokeh (Tessar) zu neigen, doch gibt es auch Beispiele für Tessare mit akzeptablem Bokeh und Sonnare, die das offenbar vorhandene Potential nicht ausreizen. Unruhiges Bokeh mit Doppelkonturen in den Unschärfebereichen Verschiedene Hersteller verfolgten bis vor einigen Jahren auch ganz unterschiedliche Optimierungsziele beim Objektivdesign [2], was ebenfalls Auswirkungen auf das Bokeh hatte. Traditionell wird z. B. vielen Nikon- und Canon-Objektiven ein eher unruhiges Bokeh nachgesagt; insbesondere Nikon-Objektive wurden schon früh auf extreme Schärfe optimiert, was einem ausgewogenen Bokeh meist abträglich ist. Minoltas Designphilosophie lag in bestmöglicher Ausgewogenenheit von Farbe und Kontrast über das gesamte Objektivprogramm hinweg. Bei Leica (und später auch bei Minolta) lag der Fokus auf einer optimalen Balance zwischen Mikrokontrast und allgemeinem Kontrast (d. h. höchste MTF-Werte für 60 lp/mm und (nur) gute für den wichtigen Bereich von 10–30 lp/mm), was der Abbildung durch die Wiedergabe feinster Oberflächenstrukturen bei ansonsten eher weicher Darstellung eine gewisse Dreidimensionalität verleiht und zu sog. liquid colors verhilft – und eben häufig auch zu einem sehr angenehmen Bokeh, für das viele Leica- und Minolta-Objektive berühmt sind. Zeiss-Objektive wurden, z. T. auf Kosten von Kontrast und neutraler Farbwiedergabe, auf einen möglichst gleichmäßig hohen MTF-Wert bis zum Rand und einen bestimmten von Brennweite und Einsatzzweck abhängigen „Knickpunkt“ an Linienpaaren/Millimeter hin optimiert. Seit etwa Anfang der Neunziger Jahre finden diese übergreifenden Designideen bei den meisten Herstellern jedoch weniger konsequente Anwendung, ein spezieller Look lässt sich zum Teil kaum noch ausmachen, was auch daran liegt, dass für die Digitalfotografie andere Anforderungen an ein Objektiv gestellt werden und einige negative Effekte in Kauf genommen werden können, da sie sich auch mittels elektronischer Bildverarbeitung zuverlässig korrigieren lassen. So gibt es inzwischen bei allen Herstellern Objektive mit eher durchschnittlichem Bokeh, andererseits aber auch im Hinblick auf besonders schönes Bokeh optimierte Objektive. Ein angenehmes Bokeh ist besonders wichtig für lichtstarke Objektive, da sie bei der größten Blendenöffnung eine besonders geringe Schärfentiefe aufweisen. Bokeh ist auch wichtig für Portraitobjektive (mittlere Teleobjektive), da der Fotograf häufig bewusst eine geringe Schärfentiefe anstrebt, um den Bildhintergrund in Unschärfe verschwimmen zu lassen und das portraitierte Motiv hervorzuheben. Spezielle Konstruktionen Einige Objektive werden speziell konzipiert, um besonders ansprechende Unschärfezonen zu erzeugen, die die Gesamtqualität eines Bildes verbessern können. Das Minolta/Sony STF 2,8/135 mm [T4,5] Portraitobjektiv verwendet (als einziges Objektiv seiner Art) einen Apodisationsfilter in der Nähe einer zweiten kreisrunden Blende, um eine ideale gaußsche Helligkeitsverteilung innerhalb der kreisrunden Zerstreuungskreise zu erzeugen, was ein gutes Bokeh sowohl vor als auch hinter der Schärfeebene und gleichzeitig einen besonders harmonischen Übergang zwischen dem Bereich der Schärfe und dem der Unschärfe verspricht, einen mit dem von herkömmlichen Objektiven nicht vergleichbaren Verlauf der Schärfentiefe bewirkt und dem Objektiv den Namen 'Smooth Trans Focus' einbrachte. Der Effekt ist über die Blende stufenlos einstellbar. (Es handelt sich dabei nicht, wie oft vermutet wird, um ein Weichzeichner-Objektiv - das Objektiv gilt sogar als sehr scharf.) Der Nachteil des STF-Objektivs ist der hohe Lichtverlust durch den Apodisationsfilter von bis zu 1,5 Blenden. Von Nikon gibt es zwei spezielle Defocus-Control-Portraitobjektive Nikon DC 2,0/105 mm und DC 2,0/135 mm mit variabel einstellbarer sphärischer Über- bzw. Unterkorrektion. Auf diese Weise lässt sich wahlweise der Hintergrund oder der Vordergrund in Bezug auf das Bokeh optimieren (aber nicht beides gleichzeitig), wobei das Bokeh am jeweils anderen Ende darunter leidet. Ebenfalls ein sehr spezielles (nicht notwendigerweise 'gutes') Bokeh erzeugen Weichzeichner-Objektive mit Siebblenden wie die historische Rodenstock Imagon (Tiefenbildner) Objektivbaureihe (und ähnliche Konstruktionen von Fuji und Sigma oder das seiboldsche Dreamagon mit Spaltsegmentblende. Ein besonders auffälliges Bokeh produzieren Spiegellinsenobjektive. Aufgrund des Fangspiegels an der Vorderseite werden unscharfe Punkte nicht als Scheibchen, sondern als Ring abgebildet. Mit diesem Objektivtyp werden deshalb Vorder- und Hintergrund unangenehm unruhig wiedergegeben; lange schmale Objekte erscheinen dadurch häufig mit einer Doppelkontur. Sofern man diese Ringstrukturen nicht vorteilhaft bildgebend in die Gestaltung einbeziehen kann, verwendet man Spiegellinsenobjektive deshalb auch überwiegend für Aufnahmen weit entfernter Motive (ohne sichtbaren Vordergrund) oder mit möglichst gleichmäßigem Hintergrund (z. B. für Makroaufnahmen). Innerhalb dieser Randbedingungen gelingen natürlich auch mit anderen Objektiven, die durch weniger schönes Bokeh auffallen, hervorragende Aufnahmen. Bildbeispiele In den vier nachfolgenden Bildern wurde das selbe Objekt fotografiert. Bild 1+2 mit einem Spiegellinsenobjektiv und Bild 3+4 mit einem hochwertigen Linsenobjektiv. Bei Bild 1+3 wurde auf den Vordergrund (Forsythien) fokussiert. Bei Bild 2+4 auf den jeweiligen Hintergrund. Bokeh bei Verwendung eines Spiegellinsenobjektives (Fokus auf Vordergrund) Bokeh bei Verwendung eines Spiegellinsenobjektives (Fokus auf Hintergrund) Bokeh bei Verwendung einer Linsenoptik (Fokus auf Vordergrund) Bokeh bei Verwendung einer Linsenoptik (Fokus auf Hintergrund) Bild ohne Bokeh Bokeh in der Bildbearbeitung nachträglich erzeugt Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Bokeh " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben   Brennweite f = Brennweite Die Brennweite f ist in der Optik der Abstand eines Brennpunkts F, auch Fokus genannt, von dem ihm zugeordneten Hauptpunkt H auf der Linse oder dem Hohlspiegel bei parallel einfallendem Licht. Wenn man Sonnenlicht mit einer Sammellinse bündelt, ändert sich die Größe des Bildes der Sonne mit dem Abstand der Linse zu dem Objekt, auf dem das Bild sichtbar ist. Wenn die Größe des Brennpunkts ( Fokus) auf dem Objekt am kleinsten ist, entspricht der Abstand der Linse zum Objekt genau der Brennweite der Linse. Ein brennbarer Gegenstand, zum Beispiel Papier, kann dann so stark erhitzt werden, dass er entflammt. Daher die Namensgebung Brennweite. Objekte, die „unendlich“ weit entfernt sind, werden scharf abgebildet, wenn die Entfernung der einzelnen Linse zur Bildebene der Brennweite entspricht. Für näher liegende Objekte muss der Abstand der Linse zur Bildebene vergrößert werden. In der Fotografie bestimmt die Brennweite eines Objektivs zusammen mit dem Aufnahmeformat den Bildwinkel und damit den Bildausschnitt einer Aufnahme. Ein Objektiv, dessen Brennweite etwa der Diagonalen des Aufnahmeformats entspricht, wird als Normalobjektiv für das jeweilige Format bezeichnet. Die Brennweite einer Linse berechnet sich nach der Linsengleichung. Den Kehrwert bezeichnet man als Brechwert oder Brechkraft. Bei Sammellinsen ist die Brennweite positiv, bei Zerstreuungslinsen negativ. Brechwert Der Kehrwert der Brennweite (bezogen auf Luft) heißt Brechwert oder Brechkraft D und entspricht der Vergenz, die die Linse auf einen kollimierten Strahl aufprägt: Brechwerte werden in der Einheit 1/Meter (reziprokes Meter) angegeben; das reziproke Meter bezeichnet man – nur im Zusammenhang mit Brechwerten – auch als Dioptrie (Einheitenzeichen: dpt). Beispiel: Eine freistehende Linse der Brennweite 10 cm = 0,10 m hat den Brechwert von 1/(0,10 m) = 10 dpt. Ein optisches System, das Licht in einem Punkt, dem Brennpunkt, vereinigt, hat eine Brennweite. Bei einer dünnen Linse ist die Brennweite in etwa die Entfernung des Brennpunktes von der Linse. Genauer bezeichnet die Brennweite die Entfernung der Hauptebene der Linse vom Brennpunkt. Werden Linsen dicht aufeinander folgend kombiniert, addieren sich die Brechwerte der Einzellinsen: wobei f bei einer Sammellinse einen positiven Wert trägt, bei einer Streulinse einen negativen. fS gibt die Brennweite des gesamten Linsenystems an. Für Doppellinsen mit einem größeren Abstand d dazwischen muss die Formel um einen Term ergänzt werden: Bei manchen optischen Systemen kann die Brennweite nicht direkt aus dem Abstand zwischen Objektiv und Bildebene ermittelt werden. Dabei handelt es sich um Systeme, bei denen der Strahlengang nach Passieren des Objektivs noch einmal aufgefächert wird, z. B. bei Zoom-Objektiven, bei Einsatz einer Barlow-Linse oder bei Spiegelobjektiven in der Bauart Schmidt-Cassegrain oder Maksutov. Abhängigkeit von der Form Zerstreuungslinse Den Zusammenhang zwischen Linsenform und Brennweite gibt die sogenannte Linsenschleiferformel an. An dieser Stelle sei nur angemerkt, dass: mit einer Sammellinse (auch Konvexlinse) das Sonnenlicht so konzentriert werden kann, dass z. B. Papier aufgrund der hohen Intensität des gebündelten Lichtes zu brennen beginnt. Daher rühren eigentlich die Begriffe Brennweite und Brennpunkt, wie sie etwa auch für die Kegelschnitte Ellipse, Parabel, und Hyperbel definiert sind; siehe hierzu Exzentrizität (Mathematik). eine Zerstreuungslinse (auch Konkavlinse) eine virtuelle (negative) Brennweite hat. Bei einer sphärischen Linse variiert die Brennweite im Zentralbereich zu der eines Randbereiches (Sphärische Aberration). Um den Brennweitenunterschied auszugleichen und das Bild deutlich zu stellen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Dazu zählen: Abblenden (nur der mittlere Teil der Linse wird genutzt), Verwendung von Linsenkombinationen, die den Fehler ausgleichen, Verwendung asphärischer Linsen oder Spiegel (z.B. Parabolspiegel). Abhängigkeit von der Farbe (Wellenlänge) Chromatische Aberration Da die Stärke der Brechung von der Brechzahl n abhängt, diese wiederum von der Ausbreitungsgeschwindigkeit cMedium der Welle im entsprechenden Medium und cMedium von der Wellenlänge ( Farbe des Lichtes) abhängt, ergibt sich für unterschiedliche Farben ein unterschiedlicher Brechwert. Kurz ausgedrückt: und wobei c0 für die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum und f w für die Frequenz der Welle steht. Die unterschiedliche Änderung der Wellenlänge elektromagnetischer Wellen im Medium bei gleich bleibender Frequenz bewirkt schlussendlich die Brechungsunterschiede zwischen den verschiedenen Farben, weshalb Abbildungsfehler, wie Farbsäume oder unscharfe Stellen auf Schwarz-Weiß-Bildern, entstehen können. Zum Ausgleichen kann man achromatische oder apochromatische Linsenkombinationen aus Gläsern mit unterschiedlicher Abbe-Zahl verwenden. Brennweitenbestimmung Die Brennweite einer Linse kann aus der Linsengleichung berechnet werden, wenn Gegenstands- und Bildweite bekannt sind. Weitere Messverfahren sind das Bessel-Verfahren, das Abbe-Verfahren und das Autokollimationsverfahren. Brennweitenangaben bei DSLR und Kompaktkameras Tatsächliche Brennweite einer digitalen Bridgekamera auf der Frontlinsenfassung eingraviert, zusätzlich kleinbildäquivalente Brennweitenangabe auf der Fassung Bei Objektiven von Kompaktkameras oder digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) mit kleinem Aufnahmeformat wird gelegentlich zusätzlich auch die kleinbildäquivalente Brennweite angegeben. Sie entspricht der Brennweite einer 24 mm × 36 mm-Kleinbildkamera, die denselben Bildwinkel erfasst. Bildwirkung unterschiedlicher Brennweiten Bei Aufnahmen mit unterschiedlichen Brennweiten vom selben Standort ergibt sich keine Änderung der Perspektive, sondern nur eine Veränderung des Abbildungsmaßstabs. Eine Ausschnittsvergrößerung eines der nebenstehenden Weitwinkelfotos würde exakt dieselbe Perspektive zeigen wie das entsprechende, mit längerer Brennweite aufgenommene Bild. Allerdings ändert sich der Bereich der Schärfentiefe.   Ausschnitt, Aufnahmen mit einer Kamera mit dem Formatfaktor 1,6:   17 mm Brennweite (Weitwinkel) 24 mm Brennweite (leichter Weitwinkel) 35 mm Brennweite (Normalobjektiv) 50 mm Brennweite (leichtes Teleobjektiv) 70 mm Brennweite (Teleobjektiv) 100 mm Brennweite (Teleobjektiv) 135 mm Brennweite (Teleobjektiv) 200 mm Brennweite (Teleobjektiv) 300 mm Brennweite (Teleobjektiv) 500 mm Brennweite (Teleobjektiv) 1000 mm Brennweite (Teleobjektiv) 2000 mm Brennweite (Teleobjektiv) Bei der Aufnahme eines Objektes mit unterschiedlichen Brennweiten und unterschiedlichem Abstand zum Objekt, aber demselben Abbildungsmaßstab, ändert sich die perspektivische Darstellung. Deutlich erkennbar ist, dass bei der Aufnahme mit dem Weitwinkelobjektiv der Vordergrund des Objektes stark betont wird. Bei der Aufnahme mit dem Teleobjektiv wird dagegen der Hintergrund stärker betont. Dieser Effekt ist jedoch nicht unmittelbar durch die unterschiedlichen Brennweiten bedingt. Er entsteht durch die Beibehaltung des selben Abbildungsmaßstabes, bei unterschiedlichen Brennweiten. Dies wiederum macht verschiedene Abstände vom Objekt erforderlich, die letztlich die Perspektive verändern:   17 mm Brennweite (Weitwinkel). Abstand vordere Objektkante – Bildebene (Sensorfläche): 0,17 m 36 mm Brennweite (Normalobjektiv). Abstand vordere Objektkante – Bildebene (Sensorfläche): 0,36 m 170 mm Brennweite (Teleobjektiv). Abstand vordere Objektkante – Bildebene (Sensorfläche): 1,7 m   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Brennweite " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Cooke-Triplet Das Triplet (engl. für Dreiergruppe oder Drilling; auch: Dreilinser) ist eine klassische Objektivkonstruktion. Sie wurde erstmals 1893 von Harold Dennis Taylor beschrieben ( auch: Cooke-Triplet, nach Taylors Arbeitgeber, der Firma Thomas Cooke & Son). Allerdings meldete auch Ernst Abbe bereits 1890 ein Patent auf eine Triplet-Konstruktion an. Klassisches Triplet (Schnittzeichnung)   Der Name spielt an auf die Zusammensetzung aus drei freistehenden Linsen. Die Kombination der beiden ersten ergeben eine sehr lange Brennweite, die durch dritte in größerem Abstand wieder verkürzt wird. Koma und Astigmatismus sind bei mäßiger Öffnungsweite (Anfangslichtstärke höchstens 1:2,8) bereits gut korrigiert. Allerdings eignet sich diese Bauweise nicht für große Bildwinkel da hier – wie auch bei größeren Öffnungsweiten – die Abbildungsfehler nicht mehr unter Kontrolle gebracht werden können. Üblicherweise besteht ein Triplet aus zwei sammelnden Außengliedern (aus Kronglas) und einem inneren Zerstreuungsglied (aus Flintglas). Bei höherwertigen Triplets werden einzelne Linsen durch verkittete Elemente ersetzt. Eine solche Modifikation ist beispielsweise das 1902 bei Zeiss entwickelte vierlinsige Tessar. Beim Tessar besteht das rückwärtige Element aus zwei verkitteten Linsen. Das fünflinsige Heliar wurde von Voigtländer bereits im Jahr 1900 entwickelt. Beim klassischen Heliar besteht sowohl das vordere als auch das rückwärtige Element aus jeweils zwei verkitteten Linsen. Das Triplet entwickelte sich rasch zur Standardkonstruktion im Objektivbau vor allem bei preiswerten Kameras. Auch Zeiss hatte neben den Weiterentwicklungen ein klassisches Triplet, Triotar genannt, im Angebot. Jahrzehntelang verfügte beinahe jede Kompakt-Sucherkamera über ein Triplet-Objektiv mit fester Brennweite. Inzwischen sind jedoch auch hier Zoomobjektive die Regel. Auch bei Ferngläsern und Fernrohren wird gern auf die Triplet-Bauweise zurückgegriffen. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Cooke Triplet " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Densiometrie Die Densitometrie ist die quantitative Messung der Farbdichte (Volltondichte), das heißt der Farbmenge pro Flächeneinheit. Dabei werden Tonwerte, aber keine Farbtöne bestimmt. Die Densitometrie kommt in der Fotografie und der Reproduktionstechnik zum Einsatz, u.a. zur Qualitätssicherung. Messung der Farbdichte Die Densitometrie basiert auf der Linearität zwischen Farbmenge und optischer Dichte. Je mehr Farbe, desto weniger Licht wird reflektiert oder transmittiert.   Das "D19C" Aufsicht-Densitometer der Firma GretagMacbeth   Prinzip: Ein Messgerät wird zunächst auf dem Trägermedium an einer unbehandelten Stelle auf Null kalibriert. Dann strahlt man Licht einer genau definierten Wellenlänge auf die Farbschicht. Das Licht durchdringt diese Farbschicht und wird dabei gefiltert, wodurch bestimmte Wellenlängen wegfallen oder in ihrer Intensität (Physik) reduziert werden. Das Restlicht wird vom (meist weißen) Substrat entweder reflektiert und durchdringt erneut die Farbschicht, oder, im Falle eines durchsichtigen Trägers (Film, Folie, ...), tritt auf der Rückseite wieder aus. Jetzt kann die Licht-Menge und Licht-Art im Messgerät photoelektrisch gemessen werden. Der Remissionswert R, bzw. der Transmissionswert T kann bestimmt werden. Formel: wobei D die Dichte ist. Übliche Dichtewerte im Druck schwanken zwischen 0,001 und 2. Durch den in der Rechnung enthaltenen Kehrwehrt, ergeben sich bei hohen Werten für R oder T geringe Dichten, und umgekehrt. Der Kehrwert des Transmissionswertes wird auch als Opazität (zu deutsch: Undurchlässigkeit) bezeichnet. Will man die Qualität einer Farbe oder des Druckprozesses an sich beurteilen benötigt man noch weitere Kriterien, z. B. den Kontrast, die Volltondichte, den Punktzuwachs. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Desnsiometrie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Dichte (Fotografie) Unter Dichte versteht man in der Fotografie das Ausmaß der Umwandlung des lichtempfindlichen Materials (siehe Silber, Film (Foto)) in Folge der Belichtung und Entwicklung in sichtbares Grau/Schwarz (Schwärzung) oder Farbe. Zwischen dem Ausmaß der Belichtung sowie der Entwicklung und der Dichte besteht ein Zusammenhang, der durch den Dichteumfang und die Dichtekurve beschrieben werden kann. Die Dichte des Trägermaterials nennt man Blankfilmdichte. Bei der digitalen Fotografie entspricht dies der vom Bildsensor gelieferten elektrischen Spannung und in weiterer Folge den von der Kamera errechneten Bilddaten. Dichteumfang Der Dichteumfang ist in der Fotografie die Spannbreite zwischen der minimalen (Dmin) und maximalen Dichte (Dmax) eines lichtempfindlichen Materials (Film, Sensor, Papier). Im einfachen Fall eines Schwarzweißfilms wird damit der Unterschied zwischen der minimalen und der maximalen Schwärzung beschrieben. Um Filmmaterial und Scanner oder Sensoren von Digital-Kameras vergleichen zu können, wird der Dichteumfang als ganze Zahl mit meist einer Nachkommastelle angegeben. Die simple Formel lautet Dmax – Dmin = D (Dichteumfang). Dabei ist wichtig, wie Dmin und Dmax ermittelt werden. Bei einer Dichte von 0 durchdringt 100% des Lichtes das Material, bzw. würden vom Sensor erfasst, bei D=1 noch 10%, bei D = 2 1%, bei D = 3 0,1%, usw. Der Umfang allein sagt somit noch nicht aus, wieviel Film oder Sensor in den Extrembereichen zu leisten vermögen. Beispielhafte Werte für D: Fotopapier ca. 2,0 Negativfilm 3,0 bis 4,0 Diafilm 2,0 bis 3,0 gute (CCD) Sensoren bis 4,0 gute Scanner ca. 4,5 virtueller Trommelscanner bis 5,9 Photomultiplier (im Trommelscanner) über 5,0 möglich. Durch den Einsatz moderner Software-Technologien (wie z.B. das in SilverFast eingesetzte Multi-Exposure ®) lässt sich auch mit herkömmlichen Scannern eine deutliche Steigerung des Dichteumfangs gegenüber einem normalen Scanvorgang erreichen. [1] Dichtekurve Die Dichtekurve ist in der Fotografie die mathematische Beschreibung zwischen dem Ausmaß der Belichtung und der Reaktion des lichtempfindlichen Materials (Film, Sensor). Die Steilheit der Dichtkurve wird als Gamma-Wert, der Unterschied zwischen der maximalen und der minimalen Dichte auch als Dichteumfang lautet.   Dichtekurve. Der lineare Bereich befindet sich zwischen den Punkten B und C Führen geringe Änderungen der Belichtung zu starken Änderungen der Dichte, spricht man von einem harten Verhalten, umgekehrt von einem weichen. Farb-Negativfilme neigen zu weichem, Diafilme zu hartem Verhalten. Digitale Sensoren liegen üblicherweise zwischen diesen Materialien. Fotografisches Schwarzweiß-Papier kann kontrastvariabel (mit anpassbarer Dichtekurve) ausgestattet werden. Fotografisches Material ist nur in einem beschränkten Umfang in der Lage, linear, das heißt direkt proportional, auf Änderungen der Belichtung zu reagieren. Außerhalb dieses Bereiches werden Änderungen der Belichtung nicht mehr 1:1 in eine Änderung der Schwärzung (Dichte) überführt. Chemische Filme reagieren außerhalb des linearen Bereiches durch langsame Annäherung an die minimale und maximale Dichte, wobei Farbänderungen auftreten können. Digitale Sensoren wechseln im oberen Bereich hart vom linearen Verhalten zur Übersättigung, wobei je nach Farbe des abzubildenden Objekts unter Umständen nur einzelnen Farbkanäle betroffen sind. Folgerungen für die Fotografie Filmmaterial und Sensoren weisen einen eingeschränkten Dichteumfang auf. Nur wenn der Motivkontrast kleiner ist als der Dichteumfang kann das Motiv vollständig in allen Lichtern und Schatten wiedergegeben werden (Mit dem Zonensystem wurde versucht, dies zu optimieren; siehe auch: Belichtungsmessung). Übersteigt der Motivkontrast den Dichtumfang, so muss auf die Zeichnung in den Schatten und/oder die Zeichnung in den Lichtern verzichtet werden. Für unbewegte Motive besteht, insbesondere in der Digitalfotografie, die Möglichkeit, mehrere unterschiedlich belichtete Einzelaufnahmen zu überlagern, und miteinander zu verrechnen. Die Überlagerung kann auf das gesamte Bild oder auch auf einzelne Bildteile erfolgen. Das Verfahren wird Dynamic Range Increase (DRI) genannt, weil dadurch der Dynamikumfang eines Bildes erhöht werden kann. Alternativ dazu - und auch auf bewegte Bilder anwendbar - ist es auch (eingeschränkt) möglich, Digitalbilder im RAW-(Rohdaten-)Modus aufzunehmen, um dann in der Bildbearbeitung verschiedene Belichtungsvarianten daraus zu extrahieren. Diese Belichtungsvarianten lassen sich wiederum über die DRI-Technik zu einem Bild mit erweitertem Dynamikumfang zusammenführen. Die Gradationskurve in der digitalen Bildbearbeitung Manche Software zur digitalen Bildbearbeitung bietet als Hilfsmittel an, Bilder mit Hilfe einer Gradationskurve zu verändern (z. B. in der Software GIMP im Menü Ebene/Farben/Kurven oder in Photoshop im Menü unter Bild/Anpassen/Gradationskurve). Dabei kann zeichnerisch eine Beziehung zwischen den Eingangswerten der Bilder (oder einzelner Kanäle) und dem Rechenergebnis entworfen werden. Mögliche Anwendungen sind die Anhebung der Kontraste in den Schatten und Lichtern oder eine negative Darstellung des Bildes (Umkehr der Werte). Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Dichte (Fotografie) " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Farbfotografie Als Farbfotografie bezeichnet man fotografische Verfahren, um farbrichtige Bilder zu speichern und farbrichtig zu reproduzieren. Die Farbfotografie wird etwa seit den 1930er Jahren in der angewandten Fotografie genutzt (Werbe-, Industrie- und Modefotografie), etwa ab 1945 auch im Fotojournalismus. In der künstlerischen Fotografie ist die Farbfotografie etwa seit den 1970er Jahren etabliert. Als Wendepunkt gilt hier William Eggleston's Guide im Museum of Modern Art (MoMA) von 1976. Funktionsprinzip Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der metameren Nachbildung von Farben: Additive Farbmischung, also durch Addition von Spektralbereichen in Form farbigen Lichtes, Subtraktive Farbmischung, also durch Subtraktion von Spektralbereichen des weißen Lichtes mittels absorbierender Pigmente. In der Fotografie dominieren die Subtraktionsverfahren; der jeweilige Farbstoff absorbiert aus dem weißen Licht einen bestimmten Spektralanteil: Cyan: enthält Blau und Grün, absorbiert Rot Magenta: enthält Blau und Rot, absorbiert Grün Gelb: enthält Grün und Rot, absorbiert Blau Die Grundfarben bilden sich dabei nach dem Schema: Gelb + Cyan = Grün (-Blau und -Rot) Cyan + Magenta = Blau (-Rot und -Grün) Gelb + Magenta = Rot (-Blau und -Grün) Da bei der subtraktiven Farbmischung Gegenfarben der primären Farben entstehen, spricht man bei den subtraktiven Farben auch von Minus-Farben: Cyan = Minus Rot Magenta = Minus Grün Gelb = Minus Blau Im Gegensatz zur Schwarzweißfotografie, bei der das Silber Licht relativ gleichmäßig absorbiert, besitzen die einzelnen Farbstoffe spezifische Absorptionskurven. In der Farbsensiometrie ergibt sich daher insbesondere für die Verwendung von Densitometern ein hoher Grad an Komplexität; Farbtonverschiebungen und Kontrastverfälschungen müssen beim Anfertigen von Abzügen oder Duplikaten ausgeglichen werden. Speziell bei früheren Fotoemulsionen kam noch das Problem des Farbkippens hinzu. Farbfilme sind heute in mehreren Schichten aufgebaut; seit den 1930er Jahren werden überwiegend Dreischichtenfilme verwendet. Die Einzelschichten des Films können spektral unterschiedlich sensibilisiert werden; dabei wird unterschieden zwischen: Film ohne Sensibilisierung: ca. 350–450 nm (nur Violett, Blau) Orthochromatische Sensibilisierung: ca. 350–600 nm (zzgl. Grün, Gelb) Panchromatische Sensibilisierung: ca. 350–799 nm (zzgl. Orange, Rot) Infrarotempfindliche Sensibilisierung: > 700 nm. Geschichte und Entwicklung Frühe Experimente und Farbsensibilisierung Die Farbfotografie basiert auf Experimenten aus der Frühzeit der Fotografie. Der amerikanische Minister und Daguerrotypist Levi Hill beanspruchte um 1850/1851 als erster die Erfindung der Farbfotografie für sich. Zum Beweis präsentierte er sogenannte Hillotypien. Allerdings waren diese von einer nur sehr mäßigen Qualität und Hill weigerte sich zudem auch vehement, die Funktionsweise seines Verfahrens offenzulegen, so dass sein Anspruch bereits von seinen Zeitgenossen mit Skepsis betrachtet wurde. 1860 arbeitete Niépce de Saint-Victor an einem Verfahren, alle Farben auf einer einzigen lichtempfindlichen Schicht aufzuzeichnen (Heliochromie). Am 17. Mai 1861 zeigte der schottische Physiker James Clerk Maxwell in einem Vortrag an der Royal Institution das erste Farbfoto. Zu sehen war darauf ein Tartan-Band. Die Vorführung der additiven Farbmischung (Additionsverfahren) basierte auf drei Diapositiven, die durch drei Farbfilter (Rot, Grün und Blau) fotografiert worden waren und durch entsprechende Filter deckungsgleich projiziert wurden.   „Stillleben“. Eine Joly-Rasterplatte im Format 95×142 mm (1898) Hillotypie um 1850 Diese Abbildung eines Tartan-Bands, die James Clerk Maxwell 1861 vorführte, gilt als die erste Farbfotografie Diese Farbaufnahme wurde erstmals 1892 mit einen Ives Photochromiscope-Projektor gezeigt Farbempfindlichkeit fotografischer Materialien in Bezug auf die sichtbaren Bereiche des elektromagnetischen Wellenspektrums: Orthochromatische, panchromatische und infrarotempfindliche Sensibilisierung von fotografischen Filmen Entsprechende farbfotografische Verfahren wurden parallel von Louis Ducos du Hauron und Charles Cros seit etwa 1862 entwickelt und 1868 gleichzeitig präsentiert. Allerdings konnte nur du Hauron ein patentiertes und praktikables Verfahren vorführen. Du Haurons Verfahren basierte auf Bromsilber-Kollodiumplatten und ergab Pigment-Diapositive. Beide Verfahren basieren jedoch auf dem Prinzip der Dreifarbigkeit (Trichromie). Die orthochromatische Sensibilisierung (= isochromatische Sensibilisierung) des Negativmaterials gelang erstmals Hermann Wilhelm Vogel 1873; hierbei wurde das Aufnahmematerial neben Blau auch für die Grün- und Gelbanteile des Lichts sensibilisiert. Vogel benutzte als optische Sensibilisatoren, d. h. als Stoffe, welche das Bromsilber gelb-, resp. rotempfindlich machen, im Licht leicht verschiedene organische Farbstoffe wie Fuchsin, Cyanine, Eosin etc.; dadurch gelang es ihm, die Silberhalogenide auch für langwelligeres grünes und rotes Licht zu sensibilisieren. Zuerst versuchte Ducos de Hauron dieses Prinzip praktisch anzuwenden. Die nachteilige Wirkung der Sensibilisatoren auf die fotografischen Chemikalien stellte aber der Praxis Hindernisse in den Weg, die hauptsächlich durch Einführung der Gelatinetrockenplatten durch Richard Leach Maddox um 1871 beseitigt wurden. Pierre Alphonse Attout (Attout Tailfer [?]) brachte 1882/83 mit Eosin gefärbte isochromatische Gelatineplatten in den Handel; 1884 entdeckte Vogel dann die optisch sensibilisierende Kraft des Jacobsenschen Chinolinrots und präparierte mit diesem unter Zusatz von Chinolinblau die farbenempfindlichen Azalinplatten. Alle diese isochromen Platten bedurften aber zur Abschwächung des zu stark wirkenden blauen Lichts noch der Einschaltung einer Gelbscheibe bei der Aufnahme. Diese Mängel überwand Hermann Wilhelm Vogel durch Einführung des Eosinsilbers als optischen Sensibilisators. Durch seine und Obernetters Bemühungen entstanden die Eosinsilberplatten, welche sich von den herkömmlichen farbenempfindlichen Trockenplatten durch bedeutend größere Empfindlichkeit auszeichnen, und in der Otto Perutz Trockenplattenfabrik zur Produktreife geführt wurden. Nur für Aufnahmen von Gemälden bedürfen dieselben noch zuweilen (bei leuchtend blauen Tönen) einer Gelbscheibe, bei Landschaften, Porträts etc. nicht. Eine andere Interferenzmethode entwickelte Gabriel Lippmann, die er 1891 unter der Bezeichnung „ Methode der Photographie in Farbe mittels Interferenzmethode“ veröffentlichte. Für diese Entdeckung erhielt Lippman 1908 den Nobelpreis. Die Brüder Auguste und Louis Lumière stellten 1904 die Autochrom-Platten vor, die mit orangerot, grün und violett eingefärbten Stärkekörnchen aus Kartoffeln und einer Bromsilber-Gelatine-Emulsion arbeiteten; die Stärkekörnchen wirkten dabei als rasterartiger Filter. Obgleich dieses Verfahren bei großflächigen Standbildern erstaunliche Resultate erbrachte mit seinen weichen Farben und lichtechten Pigmenten, war es für den Kinofilm ungeeignet, da das grobe Raster ein sehr störendes Rauschen erzeugt. Vogels orthochromatische Sensibilisierung wurde 1902 durch Adolf Miethe und A. Traube weiter verbessert; mit der so genannten panchromatischen Sensibilisierung wurde erstmals eine vollständige Tonwertrichtigkeit bei der Umsetzung von Farben in Graustufen erzielt. Die panchromatische Sensibilisierung bildet die Grundlage für jede Farbfotografie. Frühe und sonstige Verfahren Als Kompromisslösung zwischen schwarzweißer und vollfarbiger Fotografie gab es insbesondere beim Kinofilm auch dichromatische Verfahren, das heißt solche mit zwei Grundfarben. Ein Vollfarben-Verfahren (nach Robert Berthon) für Amateurfilmer benutzte einen Schwarzweißfilm mit eingraviertem Linsenraster. Aufgenommen und abgespielt wurde der Film mit einem Objektiv, hinter dem ein dreiteiliges Farbfilter angebracht war (blau, grün, rot). Nachteilig dabei war vor allem die verringerte Auflösung. Beim Kornrasterverfahren werden verschieden sensibilisierte Körner auf einer Platte aufgebracht. Das „relativ“ einfache Verfahren erlaubte Bilder bei relativ kurzer Belichtungszeit, die vergleichsweise grobe, körnige Auflösung war für weich wirkende, farbechte Großformatphotographien gut geeignet. Bei den Prismenverfahren werden drei Bilder gleichzeitig hinter einem farbteilendem Prisma belichtet. Das Verfahren mit schwerer und aufwändiger Kameratechnik wurde für amerikanische Zeitschriftentitelseiten benutzt, auch sind frühe bewegte Filmaufnahmen aus dem Europa vor dem ersten Weltkrieg erhalten. Beim einfachem Filterverfahren werden drei Platten nacheinander vom selben Motiv belichtet. Drei verschiedene Farbfilter ermöglichten nach entsprechender Entwicklung die manuelle Montage der drei Gelatine-Schichten des Farbphotos. Die aufwändige Methode kam aufgrund des Zeitaufwands für Stillleben und Landschaftsaufnahmen bei fest montierter Kamera in Frage. Die ersten Dreischichtenfilme wurden 1936 von Agfa und Kodak auf den Markt gebracht. Nach diesem technisch ähnlichem Verfahren funktionieren Farbfilme prinzipiell bis heute. Während beim Verfahren nach Kodak früher die eigentliche Färbung aufwändig während der Entwicklung erfolgt, beinhaltete das einfachere Agfa-Verfahren diese bereits im Film. Das nach dem Weltkrieg vereinheitlichte und bis heute übliche Verfahren beinhaltet als Optimierung Bestandteile beider Verfahren, vereinfacht formuliert, die Methode nach Agfa, die Chemie nach Kodak. Ästhetik „ Die Menschen empfinden im Allgemeinen eine große Freude an der Farbe. Das Auge bedarf ihrer, wie es des Lichtes bedarf“ (Goethe, Zur Farbenlehre). Die Geschichte der Ästhetik der Farbfotografie „ ist bis heute nur bruchstückhaft erfasst“; die bisherigen Untersuchungen beschränken sich überwiegend auf die Auflistung von Verfahren oder Fotografen. Statt dessen müsste die Farbfotografie wie ein technisches Objekt behandelt werden, das innerhalb eines sozialen Kontextes verwendet wird. Die Kultur der fotografischen Farbe werde i. d. R. in Anlehnung an die Malerei oder in Bezug auf die fotografische Wahrheit untersucht. „ Sie müßte [dagegen] wie ein Industrieprodukt nach Kriterien des Gebrauchs, der Aneignung, des Konsums, der Manipulierbarkeit und der Subjektivität untersucht werden“ (Michel Frizot, 1998). Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Farbfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Festbrennweite Festbrennweite ist im Fachjargon der Name für ein Objektiv dessen Brennweite fest eingestellt ist und sich nicht wie bei einem Zoomobjektiv verändern lässt. Im Vergleich zum Zoomobjektiv ist eine Festbrennweite einfacher und günstiger zu entwickeln und zu produzieren. Deshalb haben Festbrennweiten in der Regel ein besseres Auflösungsvermögen und bessere Abbildungsqualität sowie eine höhere Lichtstärke. Neben der Fotografie kommen Festbrennweiten auch in der Videotechnik zum Einsatz. Für das Fernsehen wird die Qualität einer Festbrennweite aber meist nur bei HDTV-Aufnahmen benötigt. 50-mm-Festbrennweite für eine Kleinbild-Spiegelreflexkamera Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Festbrennweite " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Fokus Als Fokus oder Brennpunkt einer optischen Linse oder einer fotografischen Linse, eines Hohlspiegels oder eines Antennen-Reflektors wird in der geometrischen Optik der Ort bezeichnet, in dem parallel zur optischen Achse einfallende Lichtstrahlen durch das optische Element gebündelt werden. Es gilt auch die Umkehrung. Strahlen, die vom Fokus eines optischen Elements ausgehen, werden von diesem so gebrochen oder reflektiert, dass sie im Weiteren parallel zu einander und zur optischen Achse verlaufen. f = Brennweite Der Fokus befindet sich auf der optischen Achse in einem definierten Abstand, der Brennweite, von der Hauptebene des optischen Systems. Er ist also eine Eigenschaft des optischen Systems und nicht abhängig von der Aufnahmesituation, insbesondere nicht von der vorgenommenen Fokussierung. Allerdings gibt es Linsensysteme, deren Brennweite (und also deren Fokus) sich durch Verschiebung der Linsen gegeneinander verändern lässt (Zoomobjektive). Je nach Ausführung der Linse bzw. des Spiegels gelingt die Vereinigung der Strahlen mehr oder weniger vollkommen ( siehe auch: Abbildungsfehler). Weil sich die Lichtstrahlen nicht perfekt in einem Punkt treffen, ist der Begriff Brennpunkt nicht völlig korrekt. All das gilt nicht nur für den sichtbaren Spektralbereich, der im Bereich von 400nm bis 700nm liegt; auch ultraviolette oder Wärmestrahlung kann durch Linsen oder Spiegel in einem Fokus (Brennpunkt) gebündelt werden. Wird mit einem Brennglas ( siehe auch: Lupe) Sonnenlicht gesammelt, ist eine sehr hohe Energiedichte erreichbar. Diese reicht aus, um Papier, Holzspäne oder andere brennbare Materialien zu entzünden (von daher resultiert auch der Name Brennpunkt; nicht im sichtbaren Spektralbereich liegendes Licht wird im Fokus gebündelt und mag gegebenenfalls energetisch bedingt dazu in der Lage sein, das Papier wie oben erwähnt zu entzünden). Zur Anwendung - mittels eines Hohlspiegels - kommt der Brennpunkt auch bei Sonnenwärmekraftwerk oder einfachen Konstruktionen als Kochstellen für Gebiete ohne entsprechendes Brennmaterial und ausreichender Sonnenstrahlung (Tropen). Eine unbeabsichtigte Wirkung ist die Brandgefahr durch entsprechend geformte Glasteile in Trockengebieten. Laserstrahlen werden mit Linsen fokussiert, um sie zur Materialbearbeitung nutzen zu können. Je nach Bearbeitungsverfahren (Bohren, Schneiden, Schweißen, Härten, Gravieren) liegt der Fokus im, auf oder über dem Material. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Fokus " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Fotografische Blende Die Blende (englisch aperture „Öffnung“, von lateinisch aperire „öffnen“) ist eine (normalerweise mechanische) Vorrichtung an Kameras, mit deren Hilfe der Lichteinfall durch das optische System (Objektiv) geregelt werden kann. Sie ist meist als Lamellenblende (auch Irisblende genannt) ausgeführt, bei der sich kreisförmig angeordnete Lamellen-Bleche so ineinander verschieben, dass der Lichtdurchlass enger oder weiter wird und so das einfallende Lichtbündel kleiner oder größer wird. Die Blende ist dabei so im Strahlengang positioniert, dass sie nur als Aperturblende und nicht als Gesichtsfeldblende wirkt.   Nikon 50 mm/1.8-Objektiv mit maximal geöffneter Blende Objektive mit verschieden geöffneten Blenden: Geschlossene Blende (f/22 links), Blende f/11 (Mitte) und offene Blende (f/3,5 rechts) im Vergleich Mittelformatkamera mit Meyer 300/1:4 mit 19 Blendenlamellen Die Blende erfüllt zwei wichtige Funktionen: Einerseits steuert sie die Stärke der Beleuchtung des Films, Fotopapiers oder Bildsensors: Je größer die Blendenzahl wird, desto weniger Licht kann durch das Objektiv dringen. Zum Beispiel bei der Blendenzahl-Einstellung 5.6 lässt das Objektiv weniger Licht durch als bei 2.8. So wird in Verbindung mit der Belichtungszeit die Belichtung des Films bzw. Chips geregelt (Verhältnis ist beschrieben unter Lichtwert). In diesem ersten Aspekt lässt sich ihre Wirkung mit der unterschiedlich dunkler Filter vergleichen, welche vor dem Objektiv befestigt werden und eine Abdunklung des Bildinhaltes bewirken. Andererseits beeinflusst die Blende mit ihrer ringförmigen Abschattung die Schärfentiefe: Mit größerer Blendenzahl und damit kleinerer Blendenöffnung wird nicht nur die wirksame Lichtmenge verringert, auch die Unschärfenkreise werden durch den spitzeren Lichtkegel kleiner. Folglich vergrößert sich der Bereich des Motivs, der noch als scharf wahrgenommen wird, bis der zulässige Grenzwert (Zerstreuungskreisdurchmesser, hier 0,1 mm) erreicht wird. Der Bereich der scharfen Abbildung (Schärfentiefe) nimmt beim Schließen der Blende also zu. Daraus folgt: Je größer die Blendenzahl ist, desto größer ist die Schärfentiefe (und desto kleiner ist die Blendenöffnung) Je kleiner die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Schärfentiefe (und desto größer ist die Blendenöffnung) Im Sprachgebrauch der Fotografie wird der Begriff Blende auch als Kurzform für Blendenöffnung benutzt, und beispielsweise anstatt von großer Blendenöffnung von großer Blende gesprochen. Dieser Sprachgebrauch ist üblich, kann aber zu Missverständnissen führen da eine große Öffnung einer kleinen Blendenzahl (und umgekehrt) entspricht. In manchen einäugigen Spiegelreflexkameras kann der Fotograf die Schärfentiefe beurteilen, indem er mit einem kurzen Druck auf die Abblendtaste die Arbeitsblende der Kamera aktiviert. Die Blende wird als dimensionslose Blendenzahl angegeben, die aus dem Verhältnis von Brennweite zu Öffnungsweite der Optik (Objektiv) errechnet wird. Die Lichtstärke des Objektivs entspricht dem Kehrwert der kleinsten Blendenzahl, also der größten relativen Öffnung. Diese wird oft als Bruchteil der Brennweite f, z. B. f/2, (englisch f-stop) angegeben. Größere Blendenzahlen bedeuten bei gleicher Brennweite demzufolge stärkere Abblendung, also einen geringeren Lichteinfall. Bei hochwertigen Objektiven für Filmkameras wird die Blende mittels sogenannter T-Stop angegeben (engl. Transmission stop), deren Werte tatsächlich gemessene Durchgangswerte sind, anstatt der relativ ungenauen, nur rechnerisch zu betrachtenden Bruchteile der Brennweite Die Blendenzahl wird bei mechanischen Kameras am Objektivring, bei modernen elektronischen Kameras auch über Steuerelemente am Kameragehäuse (Body) eingestellt. Als Blendenreihe bezeichnet man eine Reihe von Blendenwerten, die jeweils die doppelte Menge Licht einlassen. Die benachbarten Werte einer Blendenreihe stehen, da sie sich auf den Durchmesser der Öffnung beziehen, immer im Verhältnis , so dass die offene Fläche sich im Quadrat dieser Werte ändert. So kann die Verstellung der Blende um einen Wert eine entsprechend entgegengesetzte Verstellung der Verschlusszeit um einen Wert kompensieren. Eine Belichtungsautomatik, bei der die Belichtungszeit manuell eingestellt wird und die Blende durch die Kamera in Abhängigkeit von der verfügbaren Lichtmenge gesteuert wird, bezeichnet man als Blendenautomatik. Alternativ wird bei der Zeitautomatik die Blende vorgewählt und die Belichtungszeit von der Kamera gesteuert. Werden sowohl Belichtungszeit als auch die Blende nach einem fest programmierten Schema von der Kamera gesteuert, spricht man von einer „Programmautomatik“. Einige Kameras lassen die Veränderung der von der Programmautomatik vorgegebene Zeit/Blenden-Kombination über manuelle Bedienelemente zu. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Fotografische Blende " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Fotostudio Ein Fotostudio ist ein Raum zur Aufnahmen von Fotografien oder auch Werbefilmen. Die Größe und Ausstattung ist abhängig von den Motiven und dem Ziel des Fotografen. Historisch waren das zunächst Räume mit sehr großen Fenstern zur Nutzung des Tageslichts, heute wird jedoch vorrangig künstliche Beleuchtung verwendet. Dazu ist ein breites Spektrum von Beleuchtungseinrichtungen möglich. Einstiegsausstattungen verwenden meist Dauerlicht aus Halogenbrennern, bessere Ausstattungen verwenden Hochfrequenzleuchtstofflampen respektive HMI-Licht. Dauerlicht ist auch für die Verwendung mit digitalen Scanbacks und gleichzeitiger Verwendung von Film und Video geeignet. Für die Fotografie ist jedoch in der absoluten Mehrzahl der Fälle eine Studioblitzanlage mit proportionalem Einstelllicht das Mittel der Wahl. Es ist dabei unerheblich, ob analog oder digital fotografiert wird. Sinn und Zweck eines Fotostudios ist die möglichst effiziente Erstellung von Fotografien mit exakt kontrollierter Beleuchtung. Kameras Im Fotostudio werden eine Vielzahl von Kameras eingesetzt. Wenn man die Verstellbarkeiten der Fachkamera benötigt, werden nach wie vor Großformatkameras auf optischer Bank eingesetzt. Sonst richtet sich die Verwendung nach dem beabsichtigten Ergebnis und der entsprechenden Ausstattung der Kameras. Je größer das Filmformat, umso aufwendiger wird der Produktionsprozess. Wenn man auf die Verstellbarkeiten der Fachkamera verzichten kann, und auch die Zielgröße der Bilder das erlaubt, werden Mittelformatkameras und Kleinbildkameras eingesetzt. In letzter Zeit weichen analoge Kameras mehr und mehr der digitalen Fotografie, in vielen professionellen Bereichen (v.a. Tagesberichterstattung, Katalogfotografie, Werbefotografie) ist Fotografie auf Film so gut wie ausgestorben. Beleuchtung Korrekte Belichtung erreicht man indem man eine bestimmte Menge Licht für eine bestimmte Zeit auf den Film einwirken lässt. Je höher die abgestrahlte Energiemenge, desto kürzer kann die Belichtungszeit sein. Das ist die Grundlage für Studioblitzanlagen, die in einem sehr kurzen, aber sehr energiereichen Blitzimpuls ihr Licht abgeben. Man vermeidet damit die enorme Hitzeeinwirkung und den ebenso enormen Energieverbrauch von Dauerlichtanlagen. Da das menschliche Auge diesen kurzen Elektronenblitz nicht gut beurteilen kann, verfügen die meisten Blitzanlagen über ein proportionales Einstelllicht, das im Zentrum der meist ringförmigen Blitzröhre angeordnet ist. Dieses Einstelllicht produziert einen nahezu identischen Schattenverlauf wie das Blitzlicht im Moment der Aufnahme, dient also hervorragend zur Beurteilung der späteren Bildwirkung. Wegen konstruktiver Beschränkungen ist es aber nicht immer absolut deckungsgleich, daher überprüft man dies gern mit Testaufnahmen, früher mit Sofortbild, (Polaroid/ Fuji), heute auch digital. Studioblitze erzeugen aus Netzstrom sehr energiereiche Blitzentladungen in einer Lichtfarbe von ungefähr 5500 K, das entspricht mittlerem Tageslicht. Die Abbrennzeiten (Entladungszeiten) sind relativ kurz, sie gehen von ca 1/100 s bei älteren Geräten (z. B. Hensel 3200 B Generatoren) bis zu weniger als 1/1000 s bei modernen Geräten (z. B. Hensel Tria). Diese kurze Abbrenndauer friert Bewegungen zuverlässig ein, für die Dauer der Belichtung ist ausschließlich die Blitzleuchtzeit von Bedeutung. Sofern kein Dauerlicht mitwirkt, ist nur darauf zu achten, dass die Blitzsynchronzeit des jeweiligen Kameraverschlusses nicht unterschritten wird. Belichtungsmessung Belichtungsmessung im Studio wird meist mit externen Handbelichtungsmessern durchgeführt. Moderne Geräte beherrschen sowohl reguläre Belichtungsmessung für Dauerlicht und Blitzbelichtungsmessung für Impulslicht. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Fotostudio " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Graukarte Eine Graukarte dient in der Fotografie zur Kalibrierung der Belichtung. Es ist meist ein kräftiger Karton oder ein Schild aus Kunststoff, der auf der einen Seite neutral grau und auf der anderen weiß eingefärbt ist. Die graue Seite reflektiert etwa 18 Prozent und die weiße etwa 90 Prozent des darauf fallenden Lichts. Die Beschichtung beider Seiten erfolgt mit metameren Farben, um auch bei Beleuchtungsquellen mit unterschiedlicher Farbtemperatur (Tageslicht, Leuchtstofflampen, Glühlampen) denselben Reflexionsgrad zu erhalten. Grau, mit dem exakten Wert von 17,68 Prozent Reflexion, entspricht dem logarithmischen Mittel des abbildbaren Kontrastumfangs von 1,50 log. D Dichte, das sind also genau 0,75 log. D. Nahezu alle Belichtungsmesser sind so kalibriert, dass sie Einstellwerte liefern, die für eine Szene mit durchschnittlicher Helligkeitsverteilung gelten. Aus der Helligkeitsverteilung im Motiv wird immer ein integraler Wert ermittelt. Ist jedoch ein Motiv nicht durchschnittlich (z. B. weißer Hase im Schnee), müssen die Werte korrigiert werden, weil es sonst zu Fehlmessungen kommt und das entstehende Foto nicht der Lichtsituation der Szene entspricht. Im Falle des weißen Hasen im Schnee würde die Aufnahme unterbelichtet, da der Belichtungsmesser die Belichtung auf einen Wert für eine Szene mittlerer Helligkeit reduziert (grauer Hase vor grauem Schnee). Mittels einer Graukarte kann dieser Fehler ausgeglichen werden, indem man sie möglichst nahe am Objekt platziert und die Karte mit dem Belichtungsmesser vollformatig anmisst (Objektmessung). Diese Messung sollte diffus geschehen. Dies erreicht man durch Unscharfstellung. Alternativ würde die Belichtungsmessung per Lichtmessung (Handbelichtungsmesser mit diffuser Kalotte in Richtung der Lichtquelle) nahezu den gleichen Belichtungswert liefern. Es bliebe beim „weißen Hasen im Schnee“. Eine "Graukarte" für einen Weißabgleich kann man schnell selber herstellen, falls keine echte zur Hand ist. Dazu nimmt man ein sauberes Papiertaschentuch und spannt es knitterfrei direkt vor die Linse. Nun hält man die Kamera direkt in die Lichtquelle und macht ein Bild, es ist aber darauf zu achten, dass nicht scharfgestellt wird. Ein weiteres Hilfsmittel für präzise Belichtungsmessung in außergewöhnlichen Beleuchtungssituationen ist ein Spotbelichtungsmesser. Im ersten Bild ist eine unter Kunstlicht aufgenomme Milchtüte mit verfälschten Farben zu sehen. Im zweiten Bild wurde in gleicher Lichtsituation vor die Milchtüte eine Graukarte zum manuellen Weißabgleich positioniert. Nachdem die Kamera entsprechend kalibriert wurde ist im dritten Bild eine korrekte Farbgebung zu erkennen In der Digitalfotografie kann die Graukarte auch zum Weißabgleich verwendet werden. Eine Verbesserung der Graukarte ist die Farbgraukarte. Hier sind zusätzlich zwei Dichtefelder und sechs Farbfelder mit definierten minimal abweichenden Farbdichten (0,05 D) aufgebracht. Dadurch wirkt die Karte wie eine Ampel. Das erleichtert die Farbstichbeurteilung bei Farb-Fehlsichtigkeit oder z. B. bei Übermüdung im Labor. Sind auf der einen Seite zwei Felder nicht so gut zu erkennen, so ist gegenüberliegend das konträre Feld stärker zu sehen oder umgekehrt. Es müssen immer alle Felder gleich gut zu sehen sein. Wenn nicht, liegt ein Farbstich vor oder der aufnehmende Film weist eine Sensibilisierungslücke auf und ist ungeeignet. Ähnlichkeiten: Zur Einstellung von Bildschirmen wird ein Monitorkalibrierungstarget verwendet. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Graukarte " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Graukeil Der Graukeil ist ein Hilfsmittel in der optischen Reproduktion, das meist in der Form eines länglichen Streifens Film oder Papier die grauen Abstufungen zwischen den Helligkeits- oder Dichtewerten Schwarz und Weiß als einen Verlauf darstellt. Er wird benutzt, um ein Kalibriermittel zu erhalten, mit dem man die unterschiedlichen Aufnahme- und Wiedergabefähigkeiten verschiedenener optischer Geräte beurteilen oder aufeinander abstimmen kann. beispielsweises Aussehen eines Graukeils Zur Beurteilung genügt eine einfache Reproduktion des Originals, an dem durch Vergleich festgestellt wird, welche Abstufungen noch unterschieden werden können und welche nicht. Zur Abstimmung wird ein Original des Graukeiles als Abbildung (beispielsweise Negativ oder Scan) so durch die einzelnen Verarbeitungsschritte geschickt, dass das ausgegebene Ergebnis (Reproduktion, Druck, Fotoprint) maximal mit dem Original übereinstimmt. Werden die so bestimmten Parameter der einzelnen Verarbeitungsschritte nun bei der Verarbeitung anderer Objekte beibehalten, so kann ein definiertes Ergebnis der Helligkeitswiedergabe erwartet werden.   Die am häufigsten verwendete Form ist der Graustufenkeil, der Bestandteil des genormten, von Kodak entworfenen IT8-Charts ist. Hierbei ist der Bereich zwischen Schwarz und Weiß kein 'analoger' Verlauf, sondern in 22 Stufen mit ansteigendenen Grauwerten unterteilt. Vielen besseren Geräten zur Bildbe- und -verarbeitung wie Digitalkameras, Scannern oder Bildschirmen ist solch ein Chart beigelegt, oder man kann sich über Fotofachgeschäfte einen besorgen.   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Graukeil " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Handbelichtungsmesser Als Handbelichtungsmesser bezeichnet man ein externes Belichtungsmessgerät, das als separates Zubehör erhältlich ist und vor allem in der Studiotechnik oder bei professionellen Arbeiten eingesetzt wird. Hier ist der integrierte Belichtungsmesser oft nicht hinreichend, da mehrere künstliche Lichtquellen eingesetzt werden oder eine höhere Präzision der Belichtung benötigt wird, als sie der interne Belichtungsmesser eines Fotoapparates leisten kann.   Ein klassischer Handbelichtungsmesser mit Cadmiumsulfid-Messzelle, zwei Messbereichen und Lichtkalotte (vorn) für indirekte Messungen   Bei der Verwendung von mehr als einem Blitzgerät kann der integrierte Belichtungsmesser einer Kamera die exakte Lichtmenge nicht richtig berechnen, da sich die Lichtquellen erst beim Auslösen des Blitzes addieren, was zu einer Überbelichtung führt. In diesen Situationen kann nur mit einem externen Belichtungsmesser die exakte Lichtmenge ermittelt werden. Die hieraus gewonnenen Parameter können dann an der Kamera so eingestellt werden, dass eine korrekte Belichtung des Filmmaterials gewährleistet ist. Die überwiegend von Profis eingesetzte Lichtmessung setzt zwingend einen entsprechend ausgerüsteten Handbelichtungsmesser voraus. Funktionen Höherwertige Belichtungsmesser unterscheiden zwischen verschiedenen Funktionsgruppen wie Fotografie und Fotometrie; mit ihnen kann dann nicht nur eine Kontrastmessung, Blitzlichtmessung, Mehrfachblitzmessung etc. durchgeführt werden, sondern auch beispielsweise die Beleuchtungsstärke oder Farbtemperatur. Externe Handbelichtungsmesser können meist eine Licht- und Objektmessung (genauer: Leuchtdichtenmessung) sowohl bei Dauer- als auch bei Blitzlicht durchführen oder die Messwerte in beliebige Einheiten umrechnen. Varianten Kleine Belichtungsmesser können auch an Kameras angebaut werden, anstelle des Suchers oder auf dem Blitzschuh. Einzelne Handbelichtungsmesser sind zwischen einfacher und Spotmessung umschaltbar, viele verfügen über unterschiedliche Diffusoren oder Sonnenblenden. Vorläufer Während heutige Apparate meist eine digitale Funktionsweise und LED-Anzeige besitzen, verfügen ältere Modelle über eine nicht minder genaue Zeigernadel. Mittels Nachführsystem und gekoppelter Ablesescheibe oder mittels Ableseskala für den EV/LW-Wert und einer getrennten Rechenscheibe können die jeweiligen Blenden-Zeit-Filmwerte ermittelt werden. Die eigentliche Belichtungsmessung übernimmt ein Photowiderstand (CdS, etc.) oder eine Selenzelle nach dem Prinzip der Solarzelle. In der Frühzeit der Photographie wurde der Belichtungswert notwendigerweise geschätzt oder mittels Tabellen aus Jahres- und Uhrzeit, Wetter und Motiv berechnet. Für die vereinfachte Blitzberechnung benutzte und benutzt man Objektentfernung und Blitz- bzw. Lampenwert oder verwendet einen festen Standardwert. Da das benutzte Filmmaterial bzw. die Dunkelkammerarbeit kleine Fehler eventuell ungeschehen machen ist dies für viele Aufnahmen durchaus praktikabel. Auch heute noch funktioniert das Knipsen mit sehr einfachen und billigen Kameras bei schönen Wetter nach diesem Prinzip. Auch bei besseren Kameras versucht man in bestimmten Situationen durch das Schießen sogenannter Reihen mit unterschiedlichen Belichtungswerten den besten Wert empirisch-heuristisch zu bestimmen. Als Alternative zum elektromechanischen Belichtungsmesser fanden sich früher auch photooptische Geräte, die ein genaueres Schätzen des korrekten Wertes durch Vergleich des Motives mit geräteinterner Grauwertfilmvorlagen bei Durchsicht erlaubten. Differenzierungsbereiche Folgende spezielle Handbelichtungsmesser werden unterschieden: Spotbelichtungsmesser – Spot-Belichtungsmessung mit besonders engem Messwinkel von bis zu ca. einem Grad Blitzbelichtungsmesser – Messung von Blitzlicht Colorimeter – Messen der Farbtemperatur Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Handbelichtungsmesser " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Heliar Das Heliar ist eine Weiterentwicklung des Triplets. Um die Abbildungsfehler zu vermindern, hat Harting die einzelnen Linsen vorne und hinten im Triplet-Typ durch verkittete Gruppen aus jeweils einer Sammel- und einer Streulinse ersetzt. Bei dem ersten Entwurf, der 1900 patentiert wurde, lagen die Streulinsen außen. Harting selbst änderte seine Konstruktion noch ab, in dem er die Streulinsen nach innen verlegte. Dadurch ließen sich die Abbildungsfehler noch etwas besser reduzieren. Dieser Aufbau wurde sowohl als Dynar wie auch als Heliar bezeichnet. Heliar und Tessar Eine weitere Variante des Triplet-Typs wurde 1902 von Dr. Paul Rudolph für Carl Zeiss berechnet und patentiert. Beim Tessar besteht nur das rückwärtige Element aus zwei verkitteten Linsen. Man kann es also als vereinfachtes Heliar betrachten. Das Tessar erreicht eine hohe Schärfeleistung und einen hohen Kontrast. Mit einer Linse weniger war es billiger herzustellen und es ist leichter mit einer hohen Lichtstärke zu versehen. Voigtländer hat Objektive vom Typ des Tessars unter der Bezeichnung "Skopar" angeboten. Eigenschaften, Anwendung Das Heliar wurde für seine ausgewogene Abbildung hochgelobt. Die "weiche" Abbildung bei großer Blendendenöffnung machte es zu einem geschätzten Objektiv für Landschaften und Portraits. Die "Weichheit" entstand durch eine nicht vollständige Korrektur der Abbildungsfehler Astigmatismus und Koma. Sie nimmt beim Abblenden des Objektivs ab. Vollständig korrigierte Konstruktionen des Heliar-Typs gab es von Voigtländer nicht unter diesem Namen (erst 2001 vom Hersteller Cosina). Die scharfe Abbildung mit weichen Kontrasten galt als besonderes Qualitätsmerkmal dieses Typs. Modelle Verschiedene Varianten wurden als Heliar, Dynar und Color Heliar hergestellt. Sie fanden Verwendung in Rollfilm-Faltkameras des Typs Bessa, typisch mit 105 mm f/3.5. Für Großformatkameras wurden ebenfalls verschiedene Versionen produziert, zum Beispiel für die Voigtländer Laufbodenkameras vom Typ Bergheil für Planfilm. Hier ging die Brennweite von 150 bis 420 mm, die Lichtstärke betrug f/4.5. Anfang der 1950er Jahre brachte Voigtländer ein Spezial- Heliar für Portraitfotografie heraus. Man machte sich die "weiche" Abbildung des Originalentwurfs von 1900 zunutze. Zusätzlich konnte die mittlere Linse in der Objektivachse verschoben werden, um den Grad der Weichzeichnung zu steuern. Es war für Mittel- und Großformatkameras verfügbar. Apo-Lanthar Die höchste Entwicklungsstufe des Voigtländer Heliars stellt das Apo-Lanthar von 1952 dar. Der Aufbau des Apo-Lanthars entspricht dem Color-Heliar. Durch die Verwendung spezieller Glassorten wurde das Apo-Lanthar zum ersten Apochromatisch korrigierten Objektiv für das Mittelformat. Es erwarb sich einen legendären Ruf für die hervorragende Abbildungsleistung. Es erschien aus Marketinggründen nicht unter der Bezeichnung Heliar, man wollte den besonderen Ruf des Heliars für die "duftige Schärfe" nicht gefährden. Auch das Apo-Lanthar war nur für Mittel- und Großformatkameras verfügbar. Nachdem Voigtländer 1956 von Zeiss-Ikon übernommen wurde, konzentrierte sich die Firma bald auf das Kleinbildformat. Die Weiterentwicklung dieser Objektive wurde eingestellt und die Produktion lief langsam aus. Andere Hersteller Asahi Pentax hatte von 1952 bis 1962 ein Kleinbildobjektiv vom Heliar-Typ im Programm. Das Takumar 58 mm, f/2.4 war das erste Heliar für das Kleinbildformat und außergewöhnlich lichtstark für diesen Objektivtyp. Es wurde mit M37- und M42-Gewindeanschluss produziert. Im 1958 vorgestellten Sortiment von Auto-Takumar-Objektiven für Pentax-Kameras entfiel dieser Typ. Der Markt verlangte lichtstarke Objektive, die speziellen Eigenschaften des Heliar-Typs waren jetzt weniger gefragt. Interessanterweise sind alle Pentax 100mm f4 Makros vom 5/3 Heliartyp. Produziert wurden diese bis zum Jahre 1989. Kodak verwendete den Heliar-Typ für einige Objektive der Ektar-Reihe, auch Nikon soll diesen Objektivtyp verwendet haben. Mamiya nutzte diesen Typ z.B. für das 105 mm f/3.5 Objektiv der zweilinsigen Spiegelreflex. Leitz hatte Objektive vom Heliar-Typ unter dem Namen Hektor im Programm, zum Beispiel das Hektor 28 mm f/6.3. Cosina / Voigtländer Seit 1999 ist die japanische Firma Cosina Lizenznehmer der Marke Voigtländer und verschiedener Produktbezeichnungen. Cosina hat verschiedene Kameras und Objektive unter den alten Bezeichnungen z.B. Heliar (Super Wide Heliar 15 mm f/4.5, Ultra Wide Heliar 12 mm f/5.6, Color Heliar 75 mm f/2.5) und Apo Lanthar (Apo Lanthar 90 mm f/3.5) herausgebracht, deren Aufbau jedoch nichts mit den Namensgebern, die in Braunschweig hergestellt wurden, zu tun hat. Im Jahr 2001 kam ein limitiertes Jubiläumsset "101 Jahre Heliar" auf den Markt. Das Set enthielt ein neu berechnetes, zusammenschiebbares Heliar 50 mm f/3.5 mit einer passenden Sucherkamera. Der Grundaufbau dieses Objektivs entspricht dem originalen Color Heliar. Es wurde in Fotomagazinen hochgelobt, es gehöre eindeutig zum Besten, was man je getestet habe. Zum 250. Jubiläum des Markennamens Voigtländer wurden wieder limitierte Jubiläumssets aufgelegt. Diese Sets enthalten ein Heliar Classic 50 mm f/2.0 (wieder zusammenschiebbar, wieder im Aufbau entsprechend dem originalen Color Heliar) und eine passende Sucherkamera. Das Heliar Classic ist damit das bisher lichtstärkste Objektiv dieses Typs. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Heliar " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Infrarotfotografie Die Infrarotfotografie beschäftigt sich mit der Herstellung von Bildern unter Ausnutzung von Lichtwellenlängen, die länger als jene des sichtbaren Lichtes (Infrarotstrahlung) sind. Zwei Anwendungsbereiche werden unterschieden: Thermisches Infrarot (auch: Wärmestrahlung, fernes Infrarot), siehe Thermographie und Infrarotstrahlung (energetisch) knapp unterhalb des sichtbaren Bereiches (Wellenlänge ab ca. 780 Nanometer) In diesem Artikel wird nur auf die Fotografie mit analogem Infrarotfilm oder mit Digitalkameras bei Wellenlängen zwischen 700 und 900 Nanometer, also knapp jenseits des sichtbaren Lichtes, eingegangen. Bei der Infrarot-, oder auch Falschfarben-Fotografie, wird auf folgende Effekte abgezielt: Infrarote Wellenlängen werden in geringerem Ausmaß als das sichtbare Licht durch Dunst und Luftverunreinigungen gestreut, die Erkennbarkeit von Objekten trotz derartiger Sichtbeeinträchtigungen ist daher im infraroten Bereich besser als in jenem des sichtbaren Lichtes; Die fotografierten Gegenstände weisen in diesen Bereichen andere Reflexionseigenschaften als das sichtbare Licht auf, damit können spezifische Materialeigenschaften erkannt werden (z. B. Erkundung geschädigter Wälder); Die Infrarotstrahlung ist für das menschliche Auge unsichtbar, versteckte Aufnahmen mit nicht wahrnehmbarer künstlicher Beleuchtung sind möglich (Überwachung, Sicherheitsdienste, Militär, Naturbeobachtungen). Infrarotbild auf Kodak HIE Film (Botanischer Garten, Bern) Falschfarbenaufnahme mit einer Nikon D100 (Isarufer, München) Die Geschichte Bis ins frühe 20. Jahrhundert war Infrarotfotografie nicht möglich, weil Silberhalogenid-Emulsionen nicht für Infrarotstrahlung - ohne die Hinzufügung einer Färbung als eine Farbsensibilisierung - empfindlich waren. Die erste Infrarotfotografie wurde 1910 von Robert W. Wood veröffentlicht, der die ungewöhnlichen Effekte entdeckte, die jetzt seinen Namen tragen (siehe Wood-Effekt). Fotografien des Waldes wurden auf experimentellem Film aufgenommen, der sehr lange Belichtungen erforderte; so konzentrierten sich die meisten seiner Arbeiten auf Landschaften. Infrarotempfindliche fotografische Platten wurden in den Vereinigten Staaten während des Ersten Weltkrieges für verbesserte Luftbildfotografie entwickelt. Falschfarben-Infrarotfotografie wurde erst mit der Einführung des Kodak Ektachrome Aero Infrarotfilmes, Art.-Nr. 8443, in den 1960er Jahren ausgeübt und wurde von vielen Kunstfotografen genutzt, vor allem wegen ihrer ungewöhnlichen Ergebnisse: Jimi Hendrix, Donovan, Frank Zappa und Grateful Dead gaben Alben mit Infrarotfotos auf dem Cover heraus. Die unerwarteten Farben und die Effekte, die sich mit Infrarotfilm produzieren lassen, passten gut mit der psychedelischen Ästhetik zusammen, die in den späten 1960er Jahren populär wurde. Infrarotfotografien können leicht als Spielerei erscheinen, aber Fotografen wie z. B. Elio Ciol haben sehr subtilen Gebrauch vom infrarotempfindlichen Schwarzweiss-Film gemacht. Die Funktionsweise Ein Baum im normalen, sichtbaren Spektrum Das selbe Motiv fotografiert unter Verwendung eines IR-Filters . Die dunklen Blätter erscheinen hell, da das Chlorophyll in erhöhtem Maß Infrarotlicht reflektiert. Infrarotstrahlung (IR-Strahlung) - auch als Wärmestrahlung bezeichnet - ist Teil der optischen Strahlung und damit Teil des elektromagnetischen Spektrums. Das menschliche Auge kann das Licht zwischen 380 und 780 Nanometern wahrnehmen, das üblicherweise verwendete panchromatische Filmmaterial ist meist auf einen ähnlichen Spektralbereich sensibilisiert (ca. 400–650 nm). Durch spezielle Filter wird das sichtbare Licht bei der Aufnahme unterdrückt. Alles unterhalb des Spektralbereiches, für den der Filter durchlässig ist, erscheint dunkel, alles oberhalb erscheint hell. Analoges Infrarotmaterial bietet durch die erweiterte Sensibilisierung (> 700 nm) die Möglichkeit, diese Wellenlängen aufzuzeichnen. Digitale Sensoren können normalerweise auch infrarotes Licht sehen, diese Eigenschaft wird jedoch oft von den Kameraherstellern zugunsten der Bildqualität unterdrückt. Infrarotbilder haben im künstlerischen Bereich immer eine faszinierende Wirkung. Durch die märchenhafte Stimmung verleihen sie den Bildern einen mystischen Ausdruck. Die Aufnahme Kameras Fehlbelichtungen durch Infrarotsensor Die Sensoren moderner Digitalkameras sind für infrarotes Licht sehr empfindlich. Da dieses jedoch die Abbildungsleistung im sichtbaren Bereich stört und zu starken Unschärfen führt, werden zumeist für den Benutzer nicht entfernbare Sperrfilter zur Blockierung dieser Wellenlängen in die Kameras eingebaut. In den meisten Fällen reicht die Restempfindlichkeit im infraroten Bereich bei völliger Ausfilterung des sichtbaren Lichtes für Infrarotaufnahmen mit digitalen Kameras. Einige Kameramodelle bieten zudem einen "Night-Shot-Modus", der auch auf Infrarotlicht basiert und bei dem der kamerainterne Infrarot-Sperrfilter ausgeschwenkt wird und daher nicht blockiert. Bei Digitalkameras ohne diese Option kann man den internen IR-Sperrfilter durch einen fachkundigen Techniker unter Umständen ganz entfernen lassen. Dies erlaubt größere Freiheiten bei der Gestaltung der Aufnahme, da durch die höhere Empfindlichkeit auch ohne Stativ gearbeitet werden kann. Für die normale Fotografie im sichtbaren Licht ist die Kamera dann aufgrund der Qualitätseinbußen nur bedingt einsetzbar. Prinzipiell können alle Fotoapparate mit Infrarotfilm bestückt werden; eine Ausnahme bilden Modelle, die einen Bildzähler auf der Basis von Infrarotlicht einsetzen; zu diesem Modellen gehört beispielsweise die Minolta Dynax 4, aber auch verschiedene neuere Kameras anderer Hersteller. Im Einzelfall ist zu prüfen, wie stark die Beeinträchtigungen des Negativs wirklich sind. Filter Um bei der Infrarotfotografie die unsichtbare Strahlung darzustellen, wird das sichtbare Licht bis zu einem bestimmten Spektralbereich von einem entsprechenden Filter unterdrückt. Jede langwelligere Strahlung oberhalb des Schwellenwertes kann entsprechend der Sensibilität des Aufnahmematerials festgehalten werden. Hierzu werden im Fachhandel Filter von diversen Herstellern in verschiedener Wellenlänge angeboten: Heliopan bietet Filter aus Schottgläsern an, die genau ab dem Spektralbereich durchlässig sind RG 695 (89B), RG 715 (88A), RG 780(87), RG 830(87C), RG 850, RG 1000. Gute Ergebnisse erzielt man auch mit dem Hoya R72 (720 nm) der durchlässig ist für einen Rest sichtbaren Lichts und somit mehr Gestaltungsspielraum bezüglich der Falschfarben bietet. Für das Cokin-Filtersystem P ist ein IR-Filter 007 erhältlich. Von Kodak eignen sich die Filter 87, 87C, 88A, 89B B+W liefert die Filter IR 092, IR 093 und IR 099 Man kann sich für erste Tests aber auch mit Provisorien behelfen: 1-2 Schichten unbelichteter und normal entwickelter Diapositivfilm lichtdicht vor dem Objektiv befestigt, erzielt sehr ähnliche Ergebnisse. Auch die beiden übereinander gelegten Filterfolien einer 3D-Anaglyphenbrille (Rot/Cyan-Brille am Nasenbügel gefaltet) filtern weitgehend das sichtbare Licht und lassen infrarotes Licht hindurch. Material Frank Lloyd Wright 's Rudin House: links panchromatischer Film, infrarotempfindlicher Film rechts Die Aufnahme kann sowohl durch konventionelles Filmmaterial als auch durch digitale Sensoren erfolgen. Infrarotfilme werden angeboten als: Schwarzweißfilme, die im infraroten Bereich mehr oder weniger stark sensibilisiert sind. Das sichtbare Licht wird durch Kamerafilter gänzlich oder zum Großteil (Rotfilter) ausgeschaltet. Typischer Effekt ist ein extrem dunkel abgebildeter Himmel und eine Weißfärbung der Blätter (siehe Bildervergleich). Farbfilme, deren Farbwiedergabe "falsche Farben" aufweist, das heißt die abgebildeten Farben entsprechen nicht der Wahrnehmung des menschlichen Auges, sondern es werden die infraroten Bereiche in jene des sichtbaren Lichtes "übersetzt" (sog. Falschfarbenfilm). Einsatz finden derartige Materialien neben dem künstlerischen Bereich bei Luftbildaufnahmen z. B. zur Waldschadenskartierung. Die Verarbeitung von analogem Filmmaterial muss bei absoluter Dunkelheit erfolgen. Da die Filmträgerschicht als Lichtleiter wirkt, kann Licht durch die Filmzunge auf den unbelichteten Film fallen. Das Einlegen des Films in die Kamera sollte daher möglichst in der Dunkelkammer erfolgen. Verfahren Belichtungsmessung und Entfernungseinstellung Infrarotindex an einem Teleobjektiv Minolta APO Tele Zoom 1:2,8/80-200 mm Die Ermittlung exakter Belichtungszeiten für Infrarotfilme ist sehr schwierig, da die handelsüblichen Belichtungsmesser für infrarotes Licht weniger empfindlich sind als für sichtbares Licht. Beim Belichten von Infrarotaufnahmen stützt man sich daher auf Erfahrungswerte und die Datenblätter der Filmhersteller. Unerlässlich sind auch Belichtungsreihen, damit man nach der Entwicklung des Films gute Chancen auf brauchbares Material zur Weiterverarbeitung hat. Auch die Entfernungseinstellung ist nicht trivial, da man manuell fokussieren und dabei auf den Infrarotindex zurückgreifen muss, der am Objektiv durch eine spezielle Markierung gekennzeichnet ist. Allerdings verfügen heute nicht mehr alle Wechselobjektive über eine solche Kennzeichnung. Spiegelobjektive erfordern diese Justierung nicht, da Spiegel keine chromatischen Abweichungen haben. Zoomobjektive können mehr Licht durch ihre komplexen optischen Systeme zerstreuen, als dies bei Festbrennweiten der Fall ist. Dies bedeutet, dass ein Infrarotfoto, das mit einem 50-mm-Objektiv aufgenommen ist, kontrastreicher und schärfer ausfallen kann als das gleiche Bild, das mit einem 28-80-mm-Zoom bei 50 mm Brennweite aufgenommen wird. Bei Digitalkameras kann man die Aufnahme gewöhnlich gleich am Display überprüfen und ggf. korrigieren. Beispiele von unterschiedlichem Weißabgleich Unbearbeitete Aufnahme mit automatischem Weißabgleich Die selbe Aufnahme mit automatischer Tonwertkorrektur nachbearbeitet Die gleiche Szene mit manuellem Weißabgleich (mit Filter gegen grüne Fläche)   Digitalkameras benötigen einen Weißabgleich Die Standardeinstellungen für den Weißabgleich bei Digitalkameras für allgemeine Lichtsituationen (Sonnen-, Glühlampen-, Neonlicht, usw.) kann man bei der Infrarotfotografie nicht optimal nutzen. Es wird ein manueller Weißabgleich nach folgenden Verfahren benötigt: mit aufgesetztem Filter gegen eine gleichmäßig helle grüne Fläche, z. B. einen Rasen/Wiese bei Sonnenschein, gegen blauen wolkenlosen Himmel mit aufgesetztem Filter, alternativ ein rotes Monitorbild ohne aufgesetzten Filter. Dann sollte grün im unbearbeiteten Bild ziemlich weiß kommen und der Himmel wird normalerweise gelb/orange. Wie man einen manuellen Weißabgleich vor nimmt, hängt von der Kamera ab und kann in der Bedienungsanleitung in Erfahrung gebracht werden. Wenn sich dieser Weißabgleich abspeichern lässt, kann man die Einstellung für jede weitere IR-Aufnahme heranziehen. Beim Weißabgleich mit aufgesetztem Filter unbedingt mindestens eine Sekunde belichten. Nachbearbeitung Bei Infrarotfilm stehen natürlich alle chemischen und optischen Prozesse zur Verfügung, die auch bei normalem analogen Material eingesetzt werden können. Abgesehen von speziellen Entwicklungsprozessen bei diversen Filmen, können die daraus resultierenden Originale für übliche Vergrößerungen, bzw. Digitalisierungen herangezogen werden. Bei der digitalen Bildnachbearbeitung steht eine größere Auswahl an Werkzeugen und Modifikationen zur Verfügung, die jedoch von der eingesetzten Software abhängig ist. Im Allgemeinen wird bei farbigen IR-Aufnahmen ein sogenannter Channel-Shift eingesetzt, um eine natürlichere Farbgebung des Himmels zu erreichen. Dies ist eine Technik, bei dem die Aufnahme zuerst in ihre drei Kanäle separiert und anschließend nach Vertauschen des Rot- und Blaukanals wieder zusammengesetzt wird. Soll das Ergebnis eine Schwarzweißaufnahme werden, empfiehlt sich die Bearbeitung an der farbigen Vorlage und eine finale Konvertierung in ein monochromes Bild zur Publikation.   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Infrarotfotografie " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Innenfokussierung Innenfokussierung, abgekürzt IF, ist eine Konstuktionsart von Objektiven, bei der die Entfernungseinstellung nicht durch eine Verschiebung des ganzen Objektivs, sondern nur von einer oder mehreren Linsen innerhalb des Objektivs erfolgt. Die übrigen Linsen, insbesondere die Frontlinse, behalten ihren Abstand von der Bildauffangebene (Film oder Bildsensor) bei, wodurch sich die Baulänge des Objektivs nicht ändert. Problematik Gewöhnliche Objektive fokussieren dadurch, dass sich das gesamte Linsenpaket in Richtung ihrer optischen Achse verschiebt. Dies führt beim Einstellen auf nahe Motive zu einer größeren Baulänge und einer damit verbundenen Schwerpunktverlagerung. Hinzu kommt, dass mit dem Verstellen aller Linsen eine große Masse bewegt werden muss, die das Fokussieren verlangsamt. Diese Effekte sind für kurze Brennweite bedeutungslos, bei Teleobjektiven aber beträchtlich und von großem Nachteil. Deswegen werden Kameraobjektive ab etwa 3facher Vergrößerung gegenüber der Normalbrennweite, bei Kleinbild also etwa ab 150 mm, seit den 1970er Jahren zunehmend mit Innenfokussierung gebaut. Objektive mit Innenfokussierung lassen sich kompakter und leichter bauen, was insbesondere bei langen Brennweiten günstig ist. Auch verlagert sich der Schwerpunkt beim Fokussieren kaum, so dass bei Stativaufnahmen keine Änderung der Stativbelastung und somit kein störendes Kippen der Kamera (durch die Elastizität des Stativs) erfolgt. Von Nachteil kann allerdings sein, daß sich im Allgemeinen die Brennweite mit der Entfernungseinstellung ändert. Funktionsweise Bei konventioneller Fokussierung bleiben die Abstände der Linsen voneinander stets gleich. Das Linsenpaket besitzt eine Unendlicheinstellung und lässt sich von dieser ausgehend von der Kamera weg verschieben. Um ein Motiv in gegebener Entfernung scharf abzubilden, ist eine bestimmte Entfernung des Linsenpakets (genauer: der bildseitigen Hauptebene) von der Film- bzw. Sensoerebene einzustellen. Diese Auszug genannte Verschiebung des Objektivs hängt neben der Motiventfernung auch von der Brennweite des Objektivs ab. Sie wird mit zunehmender Brennweite größer. Wenn man auch die Abstände der Linsen voneinander ändert, wie es bei der Innenfokussierung der Fall ist, verschiebt sich nicht nur die bildseitige Hauptebene, sondern es ändert sich im Allgemeinen auch die Brennweite und damit der einzustellende Abstand der Hauptebene vom Film. Somit gibt es zwei Möglichkeiten, die Scharfeinstellung zu realisieren: Die Hauptebene wird bei gleichbleibender Brennweite nach vorn verschoben. Bei gleichbleibender Position der Hauptebene wird die Brennweite verkleinert. In der Regel nutzt man beide Effekte gleichzeitig. Bei der Innenfokussierung werden nur ausgewählte Linsen im hinteren Bereich des Objektivs verschoben. Diese Linsen sind relativ klein und leicht und müssen sich meist nur wenig bewegen, und beeinflussen den Objektiv-Schwerpunkt infolgedessen nur unbedeutend. Auch lassen sie sich sehr schnell verstellen, sowohl mit der Hand, wie auch durch einen Autofokusmotor. Da die vorderen Linsen, insbesondere die Frontlinse, nicht zu den verstellten Linsen gehören, bleibt die Objektiv-Baulänge unverändert. Die verringerte Brennweite und somit Vergrößerung bei Naheinstellung hat in der Praxis keine Bedeutung. Im Gegensatz zum herkömmlichen Verfahren kann sich aber die Verzeichnung des Objektivs mit der Entfernung ändern. Anstatt ausgewählte Linsen zu verschieben, kann man die Entfernung auch verstellen, indem man Linsen auswechselt. Dies führt zu einer stufenweisen Fokussierung und findet bei Polaroid-Sofortbildkameras Anwendung. Vorteile der Innenfokussierung Bei der Fokussierung wird weniger Masse bewegt, so dass sie schneller erfolgen kann. Die Gewichtsverlagerung ist viel kleiner, so dass sich die Stativbelastung kaum ändert und sich die Kamera nicht neigt. Die Fassung des Objektivs kann kleiner und leichter konstruiert werden. Das Objektiv ist im Allgemeinen robuster. Wenn das Objektiv einen Schlag auf die Vorderkante abbekommt, wird die Fokussiermechanik dadurch nicht belastet, da sie komplett im Inneren liegt. Die Frontlinse dreht sich nicht (im Gegensatz zur Frontlinsen-/Frontgruppen-Fokussierung vieler Zoomobjektive). Dadurch können Pol- oder Verlaufsfilter problemlos benutzt werden. Darum ist auch die Verwendung von tulpenförmigen Streulichtblenden möglich, welche in den Bildecken eingeschnitten sind, um Vignettierungen zu vermeiden. Besonderheit: Hinterlinsenfokussierung Die Hinterlinsenfokussierung (engl. rear focus, RF) ist eine Spielart der Innenfokussierung. Dabei wird die hinterste Linse oder Linsengruppe verschoben. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Innenfokussierung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Integralmessung Bei der Integralmessung handelt es sich um die verbreitetste Form der Belichtungsmessung (Ganzfeldbelichtungsmessung), bei der das gesamte fotografische Bildfeld zur Belichtungsmessung genutzt wird. Die Integralmessung wird sowohl bei Spiegelreflexkameras, bei Sucherkameras mit integriertem Belichtungsmesser als auch bei Handbelichtungsmessern verwendet. Ebenso arbeiten Blitzgeräte mit eigenem Sensor mit Integralmessung. Eigenschaften Die Lichtintensität wird auf der gesamten Fläche unter einer standardmäßigen Annahme eines mittleren Grautons, der exakt 18 Prozent des darauf fallenden Lichts reflektieren würde, gemessen. In der Praxis führt dieses Verfahren in seiner Reinform insbesondere bei hohen Motivkontrasten jedoch sehr häufig zu Fehlbelichtungen, da sich die bildwichtigen Motive oft in der Bildmitte befinden, bei Landschaftsaufnahmen der helle Himmel überbewertet oder bei Portraits mit sehr hellem oder sehr dunklen Umfeld das eigentliche Motiv falsch bewertet wird. Wegen dieser Einschränkungen hat sich schon sehr früh die mittenbetonte Integralmessung durchgesetzt, bei der ein mehr oder weniger großer Bereich des Bildausschnitts in der Mitte stärker bewertet wird als die Bildflächen zwischen der Mitte und den Rändern. Dadurch erhält man unter den meisten Umständen eine auf das Objekt bezogene korrekte Belichtungsmessung. Varianten Hersteller von Spiegelreflexkameras haben verschiedene Verfeinerungen der mittenbetonten Integralmessung entwickelt. So wurde beispielsweise die unterschiedliche Bewertung bei der OlympusOM-2 durch ein auf den ersten Verschlussvorhang aufgedrucktes Muster realisiert. Bei diesem System erfasst eine im Spiegelkasten angeordnete Messzelle nach dem Schließen der Objektivblende das vom Verschlussvorhang reflektierte Licht und steuert damit die Belichtungszeit. Minolta verwendete in der SRT- und der XE-Serie die CLC-Messung, bei der zwei Messzellen so angeordnet waren, dass sich die Messbereiche in der Mitte überlappten. Viele Kameras verwenden keine kreisförmige, sondern eine eher trapezförmige Messfläche, bei der die im Querformat untere Bildhälfte stärker als die obere berücksichtigt wird. Alle diese Maßnahmen verbessern die Zuverlässigkeit bei durchschnittlichen Motiven, und man erhält bei einem großen Teil der Aufnahmen ordentliche Ergebnisse. Bei ungewöhnlichen Beleuchtungsverhältnissen ist für den Fotografen jedoch einige Erfahrung mit den Eigenheiten des jeweiligen Kameramodells erforderlich, um korrigierend eingreifen zu können. Wesentlicher Nachteil der Integralmessung ist, dass das Zonenmessverfahren nach Ansel Adams nicht so ohne weiteres durchführbar ist, auch die Ermittlung des Kontrastumfangs eines Motivs ist nur sehr unzulänglich möglich. Sonstiges Das Gegenstück zur Integralmessung ist die Selektivmessung bzw. Spotmessung mit konzentrierter Messung auf einen sehr kleinen definierten Bereich, ohne Berücksichtigung des Bildumfeldes. Moderne, mikroprozessorgesteuerte Kameras bieten darüber hinaus das Matrix-Messverfahren. Einige Kameramodelle erlauben auch eine Umschaltung zwischen verschiedenen Messmethoden. Bei Digitalkameras, außer sehr einfachen Modellen, ist die Auswahlmöglichkeit zwischen den verschiedenen Messverfahren heute Standard. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Integralmessung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Irisblende Eine Irisblende ist eine Blende mit variabler Öffnungsweite. Die Öffnung kann in einer Art und Weise variiert werden, dass sie unabhängig von der Größe immer nahezu kreisförmig ist und der Mittelpunkt konstant bleibt. Funktionsweise Irisblende, unterschiedlich weit geöffnet Die Irisblende besteht aus mehreren Lamellen, die über eine Mechanik gemeinsam nach innen oder außen gedreht werden können. Jede Lamelle ist auf einer Achse gelagert. Alle Lamellen sind mit einem Ring über jeweils eine weitere Achse verbunden, damit sie sich gemeinsam bewegen. Je mehr Lamellen eingesetzt werden, desto besser bleibt die Öffnung bei der Verstellung an die Kreisform angenähert. Eine möglichst kreisförmige Öffnung ist bedeutend, wenn in der Fotografie mit Unschärfe gestaltet wird, da die Blendenform den Unschärfebereich und damit, gemeinsam mit weiteren Objektiveigenschaften, das so genannte Bokeh beeinflusst. Punkte außerhalb des Schärfebereichs ergeben auf dem Bild eine Fläche, die der Form der Blendenöffnung ähnlich ist, z. B. ein Sechseck, wenn die Öffnung sechseckig ist. Anwendung Irisblenden können je nach Bauart per Hand oder mit Motorantrieb geöffnet und geschlossen werden. Sie werden in optischen Systemen üblicherweise in der unmittelbaren Nähe einer Linse angebracht, um deren Apertur zu begrenzen und damit die Helligkeit der Abbildung zu steuern. Die Eigenschaften und der Zweck einer Irisblende sind denen der Iris im Auge von Menschen und Tieren sehr ähnlich. Geschichte Im 19. Jahrhundert waren zur Abblendung von fotografischen Objektiven gelochte Metallscheiben üblich, die durch einen seitlichen Spalt zwischen die Linsensätze geschoben wurden. In einem Vortrag mit dem Titel "Die Sichelblende" vor der Wiener Photographischen Gesellschaft am 18. Januar 1887 schlug Max Jaffé vor, die Lamellen sichelförmig zu gestalten und nicht um feste Achspunkte zu drehen, sondern diese gleitend zu lagern. Dies spart Bauraum und ermöglicht kreisförmigere Aperturen, die sich für Portraitfotografie empfehlen. Ferner verbesserten diese Vorschläge die damaligen Ausführungen, z.B. der Firma Anzoux & Français, Paris, die nur sehr große Minimalaperturen zuließen und keine Abschätzung des Lochdurchmessers von außen zuließen. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Irisblende " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Langzeitbelichtung Von Langzeitbelichtung wird in der Fotografie ab einer Belichtungszeit von mehreren Sekunden gesprochen. Langzeitbelichtungen werden eingesetzt, um auch bei geringem Licht noch fotografieren zu können oder um Bewegungsabläufe aufzuzeigen, im technischen und künstlerischen Bereich. In der Available-Light-Fotografie werden Langzeitbelichtungen durch hochempfindliche Filme oder Bildsensoren und lichtstarke Objektive nach Möglichkeit vermieden, da hier normalerweise kein Stativ verwendet wird. In der Nachtfotografie werden Langzeitbelichtungen häufig eingesetzt, das Anwendungsgebiet ist jedoch universeller. Bildwirkung Langzeitbelichtung eines Zuges (25 Sekunden) Typische Langzeitbelichtung (30s) Hesselberg im späten Abendlicht Blende 22 / 30 Sek. Langzeitbelichtungen zeigen einen Ausschnitt der Zeit, wie wir ihn normalerweise nicht wahrnehmen können. Im Gegensatz zu „normalen“ Fotografien halten sie nicht einen kurzen Augenblick fest, sie bilden das Motiv in einem längeren Prozess ab. Bewegungen werden dabei verwischt, sie zerfließen in der Zeit. Die ca. zweijährigen Belichtungszeiten vom Potsdamer Platz durch Michael Wesely zeigen einen Horizont durch die neuen Gebäude hindurch, der schon vor der Bebauung des Platzes zu sehen war. Auch die Sonnenbahnen treten als helle Streifen sehr stark in den Vordergrund. Durch die lange Belichtungszeit ergibt sich bei bewegten Objekten eine große Bewegungsunschärfe, die als gestalterisches Mittel genutzt werden kann. Bewegte Objekte oder Personen verschwimmen und können sogar völlig „verschwinden“, was bei z. B. Architekturaufnahmen genutzt wird. Im Dunklen hinterlassen helle Objekte (z. B. Scheinwerfer von Fahrzeugen) Lichtstreifen. Langzeitaufnahmen eines Nachthimmels (ohne Beeinflussung störender Lichtquellen wie Straßenbeleuchtungen etc.) lassen die Sterne durch die Erddrehung wie Striche bzw. Kreissegmente aussehen. Durchführung Die meisten Langzeitbelichtungen spielen sich im Rahmen von fünf Sekunden bis hin zu mehreren Minuten ab. Der Belichtungszeit ist nach oben kaum eine Grenze gesetzt. Michael Wesely hat extreme Langzeitbelichtungen von bis zu 26 Monaten durchgeführt. Eine korrekte Belichtung bei langen Zeiten kann durch verschiedene Mittel erreicht werden: Abblenden, z. B. auf Blende 16 bis 32 (je nach Objektiv) Verwendung eines Films mit geringer Lichtempfindlichkeit, z. B. 50 ASA Graufilter am Objektiv Verringerung des Umgebungslichtes. Soll nur ein sich bewegendes Objekt, nicht aber der Hintergrund verwackelt und verschwommen wiedergegeben werden, so muss die Kamera gegen Verwackeln gesichert werden z. B. durch ein stabiles Stativ. Bei Verwendung eines Stativs sollten Bildstabilisierungs-Systeme abgeschaltet werden. Sie können sonst durch „Überreaktionen“ wieder zu verwackelten Bildern führen. Bei Kameras mit manueller Belichtungseinstellung oder Zeitvorwahl lassen sich lange Belichtungszeiten direkt einstellen. Auf den meisten Kameras ist die Funktion für die Langzeitbelichtung mit einem B gekennzeichnet, das für Bulb (engl. Blasebalg/-Ball) steht. Bei den meisten elektronisch gesteuerten Kameras wird die Belichtungszeit jedoch durch die Kapazität der Batterie begrenzt, da das Offenhalten des Verschlusses Strom benötigt. Kameras mit mechanischem Verschluss erlauben nahezu unbegrenzte Belichtungszeiten. In den Anfängen der Fotografie war die Langzeitbelichtung kein reines Gestaltungsmittel, sondern eine Notwendigkeit. Gründe dafür waren die geringe Empfindlichkeit des Fotomaterials und geringe Lichtstärke der Objektive. Besonderheiten Zu beachten ist, dass bei chemischem Filmmaterial durch den Schwarzschildeffekt längere Belichtungszeiten notwendig sind, als der Belichtungsmesser angibt. Diese Abweichung ist abhängig vom Filmmaterial. Bei digitalen Kameras entfällt diese Korrektur, dafür entsteht ein höheres Rauschen des Bildsensors, das zum Teil durch bestimmte „Entrauschungsverfahren“ ausgeglichen werden kann. Bei modernen Digitalkameras wird im Anschluss an die Langzeitbelichtung ein Bild bei geschlossenem Verschluss als „Rauschmuster“ aufgenommen. Dieses Muster wird benutzt, um das Rauschen des aufgenommenen Bildes zu reduzieren. Eine weitere sehr effektive Methode, welche jedoch nicht angewendet werden kann, wenn sich im Bild Bewegungsmuster befinden, ist die Methode der zweiten Aufnahme. Hierbei wird das Bild mit absolut identischen Einstellungen mehrfach aufgenommen. Da sich Störungen bezüglich Bildrauschen zufällig verhalten, können diese über diese Bilder herausgerechnet werden. Beispielbilder 10 Sekunden in einem Bild Blitz bei einem Gewitter (15 Sekunden) Mehrfacher Kurzschluss (16s) Ein Gewitter Liechtenstein (25 Sekunden) Feierabendverkehr in Madrid (30 Sekunden) Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Langzeitbelichtung " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Leitzahl Als Leitzahl wird die Maßzahl bezeichnet, mit der die Lichtleistung eines Blitzgeräts angegeben wird. Definition und Berechnung Zusammenhang zwischen Entfernung des Objektes, am Objektiv eingestellter Blende und Leitzahl des Blitzgerätes Die Leitzahl (L) ist das Produkt aus dem Abstand (A) zwischen Blitz und Motiv in Metern und der jeweils zur korrekten Belichtung erforderlichen Blendenzahl (B): Über die Leitzahl kann die Entfernung zwischen Blitzgerät und Motiv berechnet werden, bei der der Blitz ein Bild ausreichend belichten kann oder umgekehrt bei gegebener Leitzahl und Entfernung die am Kameraobjektiv einzustellende Blende ermittelt werden. Diese Formel gilt für ein Motiv „mittlerer Helligkeit“ (18 % Grau, Graukarte), weicht das Motiv von dieser Vorgabe ab, muss das Ergebnis entsprechend korrigiert werden. Diese Angabe bezieht sich häufig auf eine Filmempfindlichkeit von ISO 100/21° (bei historischen Blitzgeräten teilweise bis in die 1970er Jahre hinein auch auf ISO 50/18°) und eine Blendenzahl von 1:1, jedoch ist diese Vorgabe weder standardisiert, noch wird sie konsistent von allen Herstellern von Blitzgeräten angewandt. Daher ist es meistens notwendig, die vom Hersteller angegebene Leitzahl in die tatsächliche ( effektive), der eigenen Ausrüstung und Filmempfindlichkeit entsprechende Leitzahl umzurechnen. Die effektive Leitzahl hängt auch von weiteren Faktoren ab, wie beispielsweise Zoomreflektoreinstellung und manueller Leistungseinstellung am Blitzgerät sowie den Reflexionseigenschaften des Objekts und der Umgebung. Die meisten Hersteller geben die Leitzahl für einen relativ kleinen Innenraum mit weißen Wänden an, hierbei erhöht sich die Lichtausbeute durch das von den Wänden reflektierte Licht. Die Helligkeit des ausgeleuchteten Objektes nimmt mit dem Quadrat des Blitzabstands ab, entsprechend liefert also ein Blitzgerät mit doppelter Leitzahl die vierfache Lichtmenge. Der maximale Abstand des Objektes A m a x, die Blitzreichweite, ist durch die Leitzahl (L) des Blitzgerätes und die größtmögliche Objektivöffnung (kleinstmögliche Blendenzahl B m i n) gegeben: Wird eine Kamera im manuellen Betrieb genutzt, kann die Leitzahl als Kalkulationshilfe für die Belichtung genutzt werden. Moderne Blitzgeräte ( Computerblitz) messen das vom Motiv reflektierte Licht durch einen Sensor und steuern so die Leuchtdauer des Blitzes. Im Zusammenspiel mit dafür ausgerüsteten Fotoapparaten kann die Lichtmenge auch durch das Objektiv (Through The Lens, TTL) gemessen und gesteuert werden. Manche einfacheren Digitalkameras stellen die Lichtleistung des eingebauten Blitzes auch mittels Leitzahlrechnung ein, indem die eingestellte Blende und die vom Autofokus ermittelte Objektentfernung verwendet werden. Andere, jedoch seltener verwendete Angaben der Leuchtleistung eines Blitzgeräts sind Wattsekunden, BCPS ( Beam Candle Power Seconds) oder ECPS ( Effective Candle Power Seconds). Verstellbarer Reflektor Viele Blitzgeräte bieten die Möglichkeit, mittels eines verstellbaren Reflektors den ausgeleuchteten Bildwinkel dem Aufnahme-Bildwinkel der Kamera anzupassen. Üblichererweise wird die Brennweite eines Objektivs angegeben, das an einer Kleinbildkamera einen passenden Bildwinkel hat. Dabei ändert sich mit der Größe der ausgeleuchteten Fläche auch die Leitzahl. Beispiel (Nikon SB 800): Bildwinkel 114° 104° 84° 75° 63° 47° 34° 29° 23° Brennweite (Kleinbild) 14 mm 17 mm 24 mm 28 mm 35 mm 50 mm 70 mm 85 mm 105 mm Leitzahl (ISO 100, Meter) 17 19 30 32 38 44 50 53 56   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Leitzahl " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Lensbaby Ein Lensbaby ist ein spezielles Objektiv mit einer Brennweite von 50mm, das an Spiegelreflexkameras eingesetzt wird. Es besteht aus einem röhrenförmigen Gummiteil, das durch eine Feder in Längsrichtung gespannt wird, an dessen Ende sich eine Linse befindet. Dadurch ist das Objektiv flexibel, es kann gedehnt, gestaucht und gebogen werden. Mithilfe dieser Bewegungen wird das Bild fokussiert und der Ort des Fokuspunktes festgelegt.   Lensbaby 2.0 Mit einem Lensbaby aufgenommenes Bild Ein mit einem Lensbaby aufgenommenes Bild ist nur in einem bestimmten Bereich scharf, rundherum nimmt die Schärfe bis in den Randbereich immer weiter ab. Der Schärfebereich kann durch Verbiegen des Lensbabys in gewissen Grenzen frei gewählt werden. Weiterhin kann ein Lensbaby durch Kippen und Verschieben der Linse in Bezug auf die Aufnahmeebene ähnlich wie ein Tilt-und-Shift-Objektiv verwendet werden. Das Abblenden erfolgt durch Einlegen von Scheiben mit unterschiedlich großen Löchern. Das Objektiv ist für mehrere Spiegelreflexsysteme erhältlich, sodass es an Kameras unterschiedlicher Hersteller eingesetzt werden kann. Es werden drei Versionen produziert: Das "Original-Lensbaby" mit einer unvergüteten einzelnen Linse. Das "Lensbaby 2.0", das gegenüber seinem Vorgänger lichtstärker ist und schärfere Bilder erzeugt. Es wird eine vergütete zweilinsige Optik verwendet. Das Lensbaby 3G entspricht dem 2.0, kann aber zusätzlich fixiert und danach noch fein eingestellt werden. Von diesem Objektiv gibt es eine Mittelformat Variante mit einer Brennweite von 80mm oder 100mm. Lensbabys werden im Bereich der kreativen Fotografie verwendet. Die Bilder entstehen in der Regel spontan und gehen in die Richtung der Lomographie, auf technische Perfektion wird beim Fotografieren mit dem Lensbaby weniger Wert gelegt. Die Bildgestaltung wird durch das Verformen des Objektivs mit der Hand beeinflusst, sodass die exakten Aufnahmebedingungen eines Bildes kaum zu reproduzieren sind. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Lensbaby " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Lichtschachtsucher Ein Lichtschachtsucher ist eine technische Einrichtung bei Fotoapparaten – meist Mittel- oder Großformatkameras. Bei Spiegelreflexkameras wird das Bild auf eine Einstellscheibe (Mattscheibe) projiziert, um dem Fotografen eine Beurteilung und Fokussierung des Motivs zu ermöglichen. Die Einstellscheibe befindet sich gegenüber der optischen Achse des Objektivs um 90 Grad verschwenkt auf der Oberseite der Kamera.   Der Lichtschachtsucher einer zweiäugigen 6x6-Spiegelreflexkamera, rechts mit eingeklappter Lupe zur Beurteilung der Scharfeinstellung Faltlichtschachtsucher geschlossen... ...und aufgeklappt Funktion als Sportsucher Bei einem Lichtschachtsucher besteht die Möglichkeit, direkt von oben auf die Einstellscheibe zu blicken. Der Lichtschacht dunkelt zudem das helle Umgebungslicht ab und hilft somit, das Bild besser zu erkennen. Die am weitesten verbreitete Form des Lichtschachts ist eine faltbare Konstruktion, die aufgerichtet vier Seitenwände bildet. Oft lässt sich eine Lupe zur Vergrößerung des Bildes auf der Einstellscheibe aus einer der Seitenwände herausklappen oder ein Sucher (mit oder ohne Belichtungsmessung) mit einem Pentaprisma (Dachkantenprisma) und Einblick von hinten auf den Lichtschacht aufsetzen. Bei Mittelformatkameras lässt sich der Vorderfront des Lichtschachtsuchers häufig zurückklappen; die waagrechte Durchsicht bezeichnet man traditionell als Sportsucher (was den realen Hintergrund hat, dass das seitenverkehrte Bild und die Haltung des Lichtschachtsuchers sich für schnell bewegte Motive kaum eignet). Das Bild erscheint im Lichtschachtsucher aufrecht, aber seitenverkehrt.       Diese Sucherart wird bei manchen professionellen Kleinbildkameras und bei vielem Mittelformatkameras angeboten. Aus fotografischer Sicht bietet der Lichtschachtsucher einige Vorteile: Durch den Einblick von oben in die Kamera können die Aufnahmen leichter aus einer niederen Aufnahmeposition vorgenommen werden (z. B. für die Porträtfotografie). Viele Menschen fühlen sich durch das Fotografieren weniger belästigt, wenn der Fotograf mit dem Kopf nach unten in den Lichtschacht blickt, anstatt direkt mit der Kamera auf das Modell zu „zielen“. Bei längerer Beobachtungsdauer, beispielsweise in der Naturfotografie, ist die Nutzung eines Lichtschachtsuchers für die Augen wesentlich entspannender. Aufnahmen in Bodennähe Froschperspektive oder über Kopf (über ein Hindernis hinweg) sind naturgemäß mit einem LS einfacher zu gestalten, allerdings hat ein Winkelsucher am Prismensucher etwa den gleichen Effekt. Lichtschachtsucher zeigen das Bild seitenverkehrt, was gewöhnungsbedürftig ist, nach Meinung vieler Profis allerdings aus hirnphysiologischen und wahrnehmungspsychologischen Gründen eine bessere Beurteilung (und somit auch Komposition) des Motivs erlaubt: Das linke Auge ist nämlich mit der rechten Gehirnhälfte „verschaltet“ (und umgekehrt), so dass eine seitenverkehrte (oder auf den Kopf gestellte) Betrachtung eine präzisere Einschätzung von Bildaufteilung und -proportionen ermöglicht. Nachteile: Hochformataufnahmen sind freihändig beinahe unmöglich, da die spiegelverkehrten Bewegungsabläufe kaum zu beherrschen sind, daher ist der Lichtschachtsucher vor allem bei Mittelformatkameras 6 x 6 verbreitet, bei denen es ein Hochformat nicht gibt. Der avantgardistischerussische Fotograf und Künstler Alexander Michailowitsch Rodtschenko (1891–1956) polemisierte bereits in den 1920er Jahren gegen die „Bauchnabelperspektive“, die der Lichtschachtsucher beinahe regelmäßig erzwingt und tat in der Gestaltung seiner Aufnahmen alles, um eben diese zu konterkarieren. Im Gegensatz zum klassischen Lichtschachtsucher findet man jedoch bei den meisten Kleinbild-Spiegelreflexkameras statt eines Lichtschachts einen Sucher, der den Blick auf die Einstellscheibe über ein fest eingebautes Pentaprisma oder ein entsprechendes Spiegelsystem ermöglicht. Damit ist aber nur ein Einblick von der Rückseite der Kamera in den Sucher möglich. Um einen Einblick von oben in diese Sucher zu gestatten (bzw. um die Kamera sinnvoll z. B. an einem Reprostativ nutzen zu können), sind Winkelsucher erhältlich. Hochwertige KB-Systemkameras bieten freilich auswechselbare Sucher, so dass auch hier Lichtschachtsucher zum Einsatz kommen können. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Lichtschachtsucher " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Lichtstärke (Fotografie) Als Lichtstärke bezeichnet man in der Fotografie das Verhältnis der größten wirksamen Blendenöffnung zur Brennweite eines Objektivs: Die größte wirksame Blendenöffnung entspricht dabei dem maximalen Durchmesser der Eintrittspupille des Objektivs (bei kreisförmigen Blenden). Andere Bezeichnungen für die Lichtstärke sind maximales Öffnungsverhältnis, relative Öffnung oder geometrisches Öffnungsverhältnis. Die Lichtstärke ist neben der Brennweite und dem (meist über die Bilddiagonale angegebenen) Bildwinkel der wichtigste Kennwert eines Objektivs. Die fotografische Lichtstärke entspricht dem Kehrwert der kleinsten Blendenzahl eines Objektivs. Entsprechend wird die Lichtstärke auch meistens in der Bruchform 1/ oder 1: angeschrieben (also 1/2,8 oder 1:2,8). Als alternative Schreibweisen haben sich f/ und F (also z.B. f/2,8 oder F 2,8) ebenfalls eingebürgert. Lichtstärke und Apertur. Man darf die fotografische Lichtstärke nicht mit der Beleuchtungsstärke verwechseln. Die Beleuchtungsstärke beschreibt die Helligkeit eines (flächenhaften) fotografischen Motivs und hat mit dem Vorhandensein oder gar den Eigenschaften einer abbildenden Optik nichts zu tun. Typische und maximale Lichtstärken Normalobjektive (50 mm im Kleinbildformat) bewegen sich in der Regel bei Lichtstärken von 1:1,2 bis 1:2,8. In einigen Fällen können sie jedoch auch Lichtstärken bis 1:1,0 und mehr erreichen . Das lichtstärkste fotografische Objektiv wurde von Carl Zeiss entwickelt. Mit dem Planar 1:0,7/50mm konnten Filmaufnahmen von bewegten Szenen bei Kerzenlicht gedreht werden, so etwa im Film Barry Lyndon von Stanley Kubrick. Die theoretisch höchstmögliche Lichtstärke beträgt 1:0,3535. Weitwinkel- und Teleobjektive weisen in der Regel Lichtstärken um 1:2,8 auf. Bei extremen Brennweiten kann die Lichtstärke, zur Volumens- und Gewichtsreduzierung, auch auf 1:4 oder 1:5,6 reduziert sein. Zoomobjektive (Vario-Objektive) teilen sich meist in solche mit konstant hoher Lichtstärke 1:2,8 oder in solche, kompaktere, mit geringerer, variabler Öffnung (z.B. 1:3,5-4,5). Eine hohe Lichtstärke darf nicht automatisch mit hoher optischer Abbildungsqualität gleichgesetzt werden. Vor- und Nachteile Manuelle Scharfstellung: Die hohe Lichtstärke kommt bei Spiegelreflexkameras der Helligkeit des Sucherbildes zugute und erleichtert das Scharfstellen. Zudem geht die größere Blendenöffnung mit einer geringeren Schärfentiefe einher, wodurch die Lage der Schärfeebene im Sucher exakter beurteilt werden kann. Einstellhilfen für das manuelle Scharfstellen, wie z.B. Schnittbildindikatoren, funktionieren bei lichtschwachen Objektiven (1:5,6 oder weniger) nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr. Bei Kameras, deren Scharfeinstellung nicht durch das Objektiv erfolgt, ist dieser Aspekt ohne Bedeutung. Autofokus: Hohe Lichtstärken erleichtern den AF-Sensoren die Funktion: In der Regel ist der Autofokus daher bei Verwendung hochlichtstarker Objektive schneller und präziser als bei Objektiven gleicher Brennweite aber geringerer Lichtstärke. Bildgestaltung: Objektive mit hohen Lichtstärken erweitern den gestalterischen Spielraum. Beispielsweise ermöglichen/erleichtern hochlichtstarke Objektive im gemäßigten Weitwinkel- und Telebereich ein Freistellen des Motivs vor unscharfem Vorder- bzw. Hintergrund. Hier gilt aber auch: Je größer das Aufnahmeformat, desto markanter das Spiel mit Schärfe und Unschärfe (wichtig bei der Wahl von Digitalkameras, mit ihren unterschiedlichen Sensorformaten). Nicht zuletzt ermöglicht eine hohe Lichtstärke kürzere Belichtungszeiten und/oder die Verwendung von geringeren Filmempfindlichkeiten mit höherem Auflösungsvermögen und feinerem Korn; bei Digitalkameras mit geringerem Rauschen. Größere Abmessungen, höhere Gewichte, sowie teurer in der Anschaffung, als vergleichbare Optiken geringerer Lichtstärke. Geschichte und Entwicklung Auch die Lichtstärke von Objektiven konnte deutlich gesteigert werden. Während die Boxkameras der 20er und 30er Jahre eine typische größte Blende von 1:11 hatten, verfügten die Modelle aus den 50er Jahren bereits über 1:4 oder sogar 1:2,8. Vergleichsweise lichtstarke Objektive gab es aber bereits länger; ein Beispiel hierfür ist das Petzvalobjektiv, das gemeinsam von Josef Maximilian Petzval und Peter Wilhelm Friedrich von Voigtländer im Jahre 1840 konstruiert wurde; mit einer Offenblende von 1:3,6 war es im Vergleich zu Daguerres Objektiv von 1839 22-mal lichtstärker, was unter günstigen Bedingungen erstmals Porträts mit Belichtungszeiten von weniger als einer Minute ermöglichte. Das Petzvalobjektiv wurde von Voigtländer produziert und mit großem Erfolg weltweit vertrieben; bis 1862 produzierte er 60.000 Stück. Wesentlichen Einfluss auf die Möglichkeit, Objektive mit hoher Lichtstärke herzustellen, hat das Objektivdesign. Durch die Verwendung von Linsenkombinationen aus verschiedenartigen Gläsern (Kron- und Flintglas, CaF2-Linsen, ED-Gläser, asphärisch geschliffene Linsen und andere) und geeignete Zusammenstellung der Linsen gelang es, Abbildungsfehler zu minimieren. Einen Meilenstein stellte das Cooke-Triplet dar, das 1893 von Harold Dennis Taylor entwickelt wurde. Es ermöglichte bei preisgünstigen Objektiven eine Lichtstärke von 1:2,8 und wird noch heute verwendet.   Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Lichtstärke (Fotografie) " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Makro-Objektiv Als Makro-Objektiv bezeichnet man ein spezielles Wechselobjektiv, das auch mit einem besonders geringen Objektabstand eingesetzt werden kann und es dadurch ermöglicht, einen großen Abbildungsmaßstab zu erzielen wie beispielsweise 1:2 (Abbildung auf dem Film bzw. dem Sensor ist halb so groß wie das Objekt selber) oder 1:1 (Objekt wird in Originalgröße auf dem Film/Sensor abgebildet). Man spricht dann von Makrofotografie. Ist der effektive Abbildungsmaßstab eines Wechselobjektivs nicht bekannt, lässt er sich mit Testaufnahmen bestimmen. Ein Objektiv wird ab einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:4 als makrofähig bezeichnet. Normale Objektive erzielen maximale Abbildungsmaßstäbe im Bereich von 1:7 bis 1:9, unabhängig davon, ob es sich um eine Festbrennweite oder ein Zoomobjektiv handelt. Spezielle Makro-Objektive Fotoobjektive sind für die Abbildung unendlich weit entfernter Objekte konstruiert. Zur Abbildung von Objekten in endlicher Entfernung wird nur das Objektiv von der Bildebene entfernt. Die Abbildungsleistung sinkt dabei deutlich, vor allem die bildfeldabhängigen Fehler (Astigmatismus, Verzeichnung, Bildfeldwölbung) nehmen zu, was zu starker Randunschärfe führt. Dies begrenzt den Objektabstand, will man ein brauchbares Ergebnis erhalten. Ein echtes Makro-Objektiv zeichnet sich dadurch aus, dass es für beste Abbildungsleistung bei endlichen Objektabständen konstruiert wurde. Ein Makroobjektiv hat meist eine kleinere Anfangsöffnung (also höhere Blendenzahl) als ein Normalobjektiv. Dies reduziert die Bildfehler und erhöht die Schärfentiefe, die reziprok mit der Objektentfernung abnimmt.   Canon MP-E 65mm 1-5x Lupenobjektiv. Abbildungsmaßstab bis 5:1 Tamron SP AF180mm F/3.5 Di Makroobjektiv Vivitar Series 1 Makroobjektiv Canon EF 100 mm f/2,8 Makroobjektiv. Autofokus und Abbildungsmaßstab bis 1:1 Nahlinse Canon 500D 58 mm Die meisten Hersteller bieten Makro-Objektive mit 50 oder 100 mm Brennweite an. Für einen größeren Aufnahmeabstand zwischen Objekt und Objektiv gibt es noch Makro-Objektive mit 180 oder 200 mm Brennweite. Der Abbildungsmaßstab dieser Objektive beträgt meist 1:2 oder 1:1. Ein Anfang der 1990er Jahre vorgestelltes Spezialobjektiv von Minolta, das Minolta AF Macro Zoom 3x-1x (1:1,7-1:2,8) mit einer fließenden Brennweite von 45mm - 52mm, ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von 3:1; es bildet also ein Objekt in natürlicher Größe auf dem Film ab oder vergrößert es maximal um den Faktor 3. Dabei bietet das entfernt an ein Balgengerät erinnernde Gerät mit Double-Floating-Optik volle mechanische und elektronische Kupplung mit der Kamera und unterstützt damit alle Belichtungsfunktionen, vollen Autofokus (sehr unüblich im Makrobereich), als auch eine motorische Verstellung des Abbildungsmaßstabs mit automatischer Fokus- und Blendenkompensation und motorische Rotation des gesamten Kamerasetups um die Objektivachse. Es kann, wie üblich für Objektivköpfe für Balgengeräte, allerdings nur im Nahbereich (wenige Zentimeter vor der Frontlinse) fokussieren. Das Ende der 1990er Jahre erschienene Canon MP-E 2,8/65 ermöglicht sogar einen Abbildungsmaßstab von bis 5:1, bietet aber weder Autofokus noch eine elektronische Kopplung zur Kamera. Alternativen Die heute fast mit jedem Zoom-Objektiv angebotene Makro-Einstellmöglichkeit ist nur ein unzulänglicher Kompromiss. Meist wird eine Linsengruppe innerhalb des Objektivs verschoben, um die Fehler bei objektnaher Abbildung zu reduzieren. Eine gleichzeitige Korrektur der Bildfehler für mehrere Brennweiten und verschiedene Objektabstände ist allerdings nur schwer zu erreichen, wodurch die Makro-Abbildungsschärfe eines Zoomobjektivs in der Praxis erheblich unter dem optischen Potential eines Festbrennweiten-Makro-Objektivs liegt. Statt eines kostspieligen Makro-Objektivs kann man auch eine Nahlinse verwenden. Auch dabei sind jedoch Abstriche in der Bildqualität in Kauf zu nehmen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Abstand des Objektivs von der Bildebene durch ein Balgengerät oder Zwischenringe zu erhöhen. Da keinerlei zusätzliche Linsen ins Spiel kommen, bleibt die Abbildungsqualität des Objektivs weitgehend erhalten und ist deshalb den Nahlinsen in aller Regel vorzuziehen. Bei einem Abbildungsmaßstab größer als 1:1 sollte das Objektiv dabei in der so genannten Retrostellung eingesetzt werden. Die Bildqualität ist dann meistens gut, es wird jedoch ein Umkehrring benötigt, um das Objektiv mit dem Filtergewinde an der Kamera zu befestigen. Generell empfiehlt es sich bei diesen Alternativen, das Objektiv um eine bis zwei Blendenstufen abzublenden, um die Bildfehler im Rahmen zu halten. Für den hoch ambitionierten Fotografen, der sich in die Welt der kleinen Dinge begibt, ist ein eigenes Festbrennweiten-Makro-Objektiv unverzichtbar. Dessen auf den Nahbereich optimierte Schärfeleistung ohne Einbuße in der Lichtstärke ist von anderen Objektivbauarten unerreicht. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Makro-Objektiv " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Polarisationsfilter Ein Polarisationsfilter (kurz auch Polfilter) ist ein Polarisator. Wirkungsweise Licht kann man als eine elektromagnetische Welle, die transversal (also rechtwinklig) zur Ausbreitungsrichtung schwingt, betrachten. Dabei kann es in allen möglichen Richtungen (beziehungsweise Ebenen) rechtwinklig zur Ausbreitungsrichtung schwingen. Wenn die transversale Schwingung zeitlich konstant ist, nennt man es polarisiert. Es gibt verschiedene Erscheinungsformen von polarisiertem Licht: linear polarisiert, zirkular polarisiert und elliptisch polarisiert. Linear polarisiertes Licht schwingt in Ausbreitungsrichtung nur in einer ganz bestimmten Ebene. Bei zirkular polarisiertem Licht schwingt das Licht senkrecht zur Ausbreitungsrichtung, wobei sich die Schwingungsebene in Form einer Helix in den Raum schraubt. Die Projektion dieser Helix ist der Kreis, woraus sich der Name Zirkular ableitet. Diese Helixstrukur kann dadurch erzeugt werden, dass 2 linear polarisierte Wellen addiert werden. Die Wellen stehen hierbei wiederum senkrecht aufeinander und sind 90° phasenverschoben. Stehen die beiden Wellen nicht senkrecht aufeinander, sind nicht 90° phasenverschoben oder haben unterschiedliche Amplituden wird die Abbildung der Helix elliptisch. Die Welle somit elliptisch polarisiert. Da die Phasenverschiebung positiv oder negativ sein kann, dreht die Polarisationsachse rechts bzw. links herum, weswegen bei zirkular oder elliptisch polarisierten Wellen auch immer die Drehrichtung rechts bzw. links angegeben wird. Unpolarisiertes Licht lässt sich als Licht auffassen, bei dem die Polarisation sich mit der Wellenlänge ändert bzw. dessen Polarisation sich ständig in nicht vorhersehbarer Weise ändert. Ein Polarisationsfilter lässt nur Licht einer bestimmten Polarisierung des Filters durch. Demzufolge ist das Licht, welches den Polarisationsfilter verlässt, immer polarisiert.   Polarisationsfilter für Kamera-Objektiv Darstellung eines Polfilters einer Kamera in verschiedenen Einstellungen Spannungen in Glas   Man unterscheidet zwischen linearen und zirkularen Polarisationsfiltern, je nach Art der Polarisation des austretenden Lichts. Die eigentliche Filterung ist dabei allerdings immer die der linearen Polarisation. Beim linearen Polarisationsfilter ist das austretende Licht immer Licht einer bestimmten Polarisation, es schwingt also immer entlang einer gedachten Linie, die durch das Polarisationsfilter bestimmt wird, und wird linear polarisiertes Licht genannt. Bei zirkularen Polarisationsfiltern wird das linear polarisierte Licht anschließend noch in zirkular polarisiertes Licht umgewandelt. Dies wird erreicht, indem das Licht nach der linearen Polarisation durch ein so genanntes λ/4-Plättchen gesendet wird, welches für verschieden polarisiertes Licht verschiedene Ausbreitungsgeschwindigkeiten hat. Die optische Achse des λ/4-Plättchens muss hierzu um 45° gegen die Polarisationsrichtung des linearen Polarisationsfilters gedreht werden. Das nun zirkular polarisierte Licht hat gegenüber dem linear polarisierten Licht den technischen Vorteil, dass keine Schwingungsrichtung bevorzugt wird und sich somit in der weiteren Verarbeitung keine Abhängigkeiten von der ausgewählten Polarisationsrichtung mehr zeigen. Mit Hilfe von Polarisationfiltern lässt sich auch die Polarisationsrichtung von linear polarisiertem Licht drehen. Lässt man Licht durch ein lineares Polarisationsfilter auf ein weiteres lineares Filter fallen, dessen Polarisierung z. B. um 45° gedreht ist, so tritt entsprechend linearisiertes Licht durch. Dies ist die Folge davon, dass man linearisiertes Licht auch als zwei linear polarisierte Lichtstrahlen beschreiben kann, die gegenüber dem Originalstrahl gedreht sind, so lange die Drehung nicht 90° bzw. 270° beträgt. Lässt man das Licht auf ein weiteres lineares Polarisisationsfilter fallen, das gegenüber dem ersten um 90° gedreht ist, so wird das Licht nun um 90° gegenüber der ursprünglichen Polarisationrichtung gedreht, wo bei es deutlich schwächer ist als das Licht, das aus dem ersten Filter kommt. Anwendungen Polarisationsfilter werden in wissenschaftlichen Instrumenten, z. B. Mikroskopen, benutzt, um Strukturen deutlicher hervortreten zu lassen. In Polarimetern werden zwei Polarisationsfilter zur Messung der optischen Aktivität organischer Stoffe verwendet. Für die Projektion von einigen 3D-Filmen werden zwei Projektoren mit vorgesetzten Polarisationsfiltern verwendet. Die Polarisationsebenen sind dabei um 90° gegeneinander gedreht. Die beiden übereinander projizierten Bilder wurden von zwei verschiedenen Punkten aufgenommen; der Zuschauer betrachtet das Gesamtbild mit einer Brille, die ebenfalls aus zwei gegen einander geneigten Polfiltern besteht. Dadurch sieht jedes Auge ein unterschiedliches Bild und ein räumlicher Eindruck entsteht. Um zu verhindern, dass das Licht dabei an der Leinwand seine Polarisation verliert, muss eine metallisierte Leinwand verwendet werden, welche jedoch meist schlechte Reflexionseigenschaften hat. In der Fotografie werden Polarisationsfilter unterschiedlich eingesetzt: Unerwünschte Reflexionen von glatten, nichtmetallischen Oberflächen (z. B. Wasser, Glas) lassen sich unterdrücken. An nichtmetallischen Oberflächen wird bevorzugt Licht mit einer bestimmten Polarisation reflektiert, insbesondere wenn der Austrittswinkel etwa 30° bis 40° beträgt, also nahe dem Brewster-Winkel liegt. Wenn der Polarisationsfilter geeignet ausgerichtet ist, werden die reflektierten Lichtwellen unterdrückt, so dass der unpolarisierte Hintergrund nicht von den Reflexionen überstrahlt wird. So ist es z. B. möglich, störende Reflexionen auf Fensterscheiben oder Wasseroberflächen auszublenden. Die Grünwiedergabe von Laub und Gräsern wird verbessert, weil das Polarisationsfilter störende (blaue) Reflexe des Himmels teilweise unterdrückt. Das Blau eines wolkenlosen Himmels ist ebenfalls polarisiert. Mit Hilfe eines Polarisationsfilters kann ein Großteil des hellen Himmels zurückgehalten werden, so dass der Himmel auf dem Foto dunkler und somit kräftiger in seiner Farbe erscheint. Weiße Wolken treten deutlicher vor dem blauen Himmel hervor. Dieser Effekt tritt besonders stark im Winkel von 90° zur Sonne auf, bei anderen Winkelwerten geringer bis gar nicht. Beim Fotografieren eines Regenbogens bewirkt ein Polfilter in seinen beiden Extremstellungen folgendes: Da die Farbenlinien polarisiertes Licht sind, werden sie bei geeigneter Polarisation unterdrückt – kein Regenbogen ist sichtbar. Dreht man den Polfilter 90° aus dieser Position heraus, wird der Regenbogen fast vollständig durchgelassen, das zufällig polarisierte Licht der Wolken rundherum wird zu etwas mehr als der Hälfte geschluckt. Relativ zur Umgebung scheint der Regenbogen so viel kräftiger. Unerwünschte Reflexionen an metallischen Oberflächen können beim Einsatz von Kunstlicht durch den Einsatz von Polarisationsfiltern an der Kamera und an den Beleuchtungskörpern unterdrückt werden. Da der finanzielle Aufwand durch die teuren großformatigen Filterfolien für die Scheinwerfer sehr hoch ist, wird dieses Verfahren jedoch nicht im nennenswerten Umfang eingesetzt. Es sollten insbesondere bei analogen und digitalen Spiegelreflexkameras zirkulare Polfilter verwendet werden, da linear polarisiertes Licht in einigen Bauelementen dieser Kameras (z. B. Autofokus und Belichtungsmessung) zu falschen Messergebnissen führen kann. Bei digitalen Kompaktkameras ohne halbdurchlässigen Spiegel genügt grundsätzlich ein lineares Polarisationsfilter. Anzeigen, die auf Flüssigkristallen beruhen, benötigen Polarisationsfilter, da durch ihren Einsatz der Kontrast zur Darstellung der Zeichen geschaffen werden kann bzw. der dazwischenliegende Flüssigkristall unter Wechselstromwirkung optisch aktiv wird (die Polarisationsebene dreht).   Spannungsoptik: Um die mechanische Beanspruchung (Spannungen und Spannungsspitzen) in technischen Bauteilen sichtbar zu machen, werden die Bauteile in Plexiglas nachgebildet, mit Licht durchstrahlt und zwischen Polarisationsfilter gesetzt. Die Spannungen führen zu farblich veränderten Linien, die durch ihre Dichte die Höhe der Spannung anzeigten. Inzwischen wurde das Verfahren durch die rechnerische Bestimmung der Spannungen mittels Finite-Elemente-Methode abgelöst. Eher selten (da teuer) werden Polarisationsfilter für Sonnenbrillen verwendet. Vorteile ergeben sich für Autofahrer, da Reflexionen an Heck- und Windschutzscheiben anderer Fahrzeuge teilweise reduziert werden und der Fahrer daher mehr Durchblick erhält. Filter für Kameras In älteren Kameras konnten lineare Polarisationsfilter verwendet werden. Da inzwischen auch die Belichtungsmessung mit polarisationsempfindlichen Sensoren durchgeführt wird, würde ein lineares Polarisationsfilter zu einer fehlerhaften Belichtungsmessung führen. Auch kann es zu Fehlfunktionen des Autofokus kommen. Aus diesem Grunde haben sich die zirkularen Filter auf dem Markt durchgesetzt. Prinzip eines linearen Polarisationsfilters, das aus einem Gemisch aus zwei senkrecht zueinander polarisierten Lichtstrahlen nur den einen durchlässt. Dargestellt ist das elektrisches Feld als Welle. Die Stäbe sollen Drähte andeuten, die das elektrische Feld kurzschließen. Bei einem optischen Polarisationsfilter wirken anstelle von Drähten atomare Effekte. Ebenso kann man sich vorstellen, dass die Welle das magnetische Feld darstellt. In diesem Fall stellen die Drähte magnetische Drähte dar, bei denen das magnetische Feld kurzgeschlossen wird. Entlang der gedachten Linien schwingt polarisiertes Licht. Zirkular polarisiertes Licht ist links, elliptisch polarisiertes Licht in der Mitte und linear polarisiertes Licht ist rechts dargestellt. Dargestellt ist das Schwingungsverhalten, wenn man direkt von vorne (oder von hinten) auf den Lichtstrahl schaut. D. h. Abhängigkeiten von der Ausbreitungsrichtung sind nicht sichtbar Aufnahme oben ohne, unten mit Polfilter Ein genau 90° zur Sonne aufgenommenes Bild mit Polfilter: In der Mitte ist der Himmel am dunkelsten, gegen beide Seitenränder wird er heller. Aufgrund dieses Aufbaus ist die Wirkung zirkularer Polarisationsfilter auf linear polarisiertes Licht (wie z. B. Reflexionen) nur erkennbar, wenn man von der Seite mit dem λ/4-Plättchen her durchblickt, bei Kamerafiltern ist dies die Seite mit dem Objektivgewinde. In falscher Richtung erzeugt das λ/4-Plättchen aus der linearen eine elliptische oder zirkulare Polarisation, die vom nachfolgenden Polarisationsfilter nur noch teilweise unterdrückt werden kann. Wenn man zwei lineare Polarisationsfilter hintereinander anordnet und gegeneinander verdreht (bei 90° zueinander: „gekreuzt“, „Kreuzpol“), erhält man die Wirkung eines stufenlos verdunkelbaren Graufilters. Will man den Effekt auf aktuellen Kameras nutzen, so geht dies in dieser Anordnung: Das Filter, das motivseitig (vorne) aufgeschraubt ist, muss entweder ein lineares oder ein verkehrt herum benutztes zirkulares sein. Das kameraseitig (hintere) sollte ein zirkular polarisierendes Filter sein, damit die Polarisation des vorderen Filters nicht die Belichtungsmessung beeinflusst. Viele gängige Filter weisen im Blaubereich keine große Sperrwirkung mehr auf. Verwendet man solche gekreuzt, so erhält man ein blaustichiges Bild bei nur mäßiger Abdunkelung. Beispiele Verstärkung von Farben und Kontrasten Im folgenden Beispiel wurde das Motiv zuerst ohne Polfilter und unmittelbar danach mit Polfilter fotografiert. Die Farben von Himmel und Meeresoberfläche wirken durch das Polfilter gesättigter und der Kontrast nimmt zu. Auch das Laub erscheint durch das Filter bunter, zugleich flächiger (weniger räumlich) und matter (weniger glänzend), weil das Filter die Glanzlichter auf den Blättern schluckt, welche dem Betrachter Information liefern über die dreidimensionale Form und die Oberflächenbeschaffenheit der Blätter. Ohne PolarisationsfilterMit Polarisationsfilter   Vermeidung von Spiegelungen Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Polfilter die Spiegelungen an elektrisch nichtleitenden Oberflächen, wie z. B. Lack, Glas und Wasser, beeinflusst. Ohne Polarisationsfilter Filter steht in der Polarisationsebene der Reflexionen Filter steht quer zur Polarisationsebene der Reflexionen Beispiele für die Auswirkung eines Polfilters: Links: Motiv ohne Polfilter Mitte: Die besonders auffälligen Spiegelungen des Hauptmotivs (Auto) werden nicht gefiltert, da die Polarisationsebene des Filters gleich der Polarisationsebene der dominanten Reflexionen ist. Auf das Licht, das von anderen Stellen unpolarisiert reflektiert wird, wirkt das Polfilter wie ein Graufilter. Wenn die Kamera auf automatische Belichtungskorrektur eingestellt ist, wird das Bild aufgehellt, dadurch entsteht beim Betrachter der Eindruck, dass die Spiegelungen verstärkt werden. Rechts: Die Spiegelungen des Hauptmotivs werden stark gedämpft, man kann durch die Windschutzscheibe des Wagens hindurchsehen. Eine automatische Belichtungskorrektur in der Kamera hebt die Helligkeit des Bildes an. Vergleicht man die Hauswand in den Bildern (rechter Bildbereich), so erreicht die Anhebung der Helligkeit durch die automatische Belichtungskorrektur im mittleren Bild nicht ganz das Niveau des ungefilterten Bildes (links), im rechten Bild wird dagegen die Belichtung (bezogen auf die Hauswand im ungefilterten Bild) überkorrigiert. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Polarisationsfilter " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Portraitobjektiv Ein Porträtobjektiv ist ein spezielles fotografisches Wechselobjektiv, das zur Erstellung von fotografischen Porträts besonders geeignet ist. Brennweite und Bildwinkel Porträts oder Brustbilder von Menschen wirken besonders natürlich, wenn sie mit einem Arbeitsabstand etwa im Bereich zwischen deutlich über einem und etwa drei Metern erstellt werden, also in einem Abstand, in dem auch die normale, alltägliche Interaktion mit anderen Menschen stattfindet. Für ein formatfüllendes Porträtfoto ergibt sich hieraus ein Bildwinkel zwischen etwa 15° und 30°, deutlich kleiner als der von typischen Normalobjektiven mit etwa 45 bis 55°.   Porträtobjektiv mit der für Kleinbildkameras typischen Brennnweite von 85 mm   Während mit Normalobjektiven durchaus gute Porträtfotos gelingen können, sind Weitwinkelobjektive für klassische Porträtaufnahmen ungeeignet, da der Arbeitsabstand für ein formatfüllendes Portrait sehr klein wird und es dadurch zu einer starken Verzeichung („Mondgesicht“ bzw. grosse Nase) kommt. Auch ein Freistellen durch Unschärfe vor unruhigem Hintergrund ist mit kurzen Brennweiten schwierig oder unmöglich. Im Bereich der Kleinbildkameras (mit einem Kleinbildformat 36 x 24 mm) haben typische Porträtobjektive deshalb eine Brennweite zwischen etwa 80 und 135 mm. Es sind sogenannte „leichte“ oder „kleine“ Teleobjektive. Bei diesem Brennweitenbereich wird die Darstellung als angenehm verzerrungsfrei empfunden, aber noch nicht als „flach“, wie bei einem Teleobjektiv längerer Brennweite bzw. kleinerem Bildwinkel. Bei Mittelformatkameras verwendet man für Porträtaufnahmen in Abhängigkeit vom grösseren Aufnahmeformat längere Brennweiten, während bei sogenannten „Crop-Sensoren“ digitaler Spiegelreflexkameras entsprechend dem Formatfaktor kürzere Brennweiten eingesetzt werden. Lichtstärke Eine wichtige Gestaltungsmöglichkeit bei Porträtaufnahmen ist das sogenannte Freistellen mittels sehr geringer Schärfentiefe. Hierzu sind große Anfangsblenden erforderlich, weshalb Portraitobjektive im Kleinbildbereich in der Regel Anfangsöffnungen von 1:2,8 oder besser aufweisen, verfügbar sind hier Objektive bis zu einer Anfangslichtstärke von 1:1,2. Mit offener Blende kann das Gesicht oder die gesamte Person vom Hintergrund und gegebenenfalls dem Vordergrund optisch „herausgelöst“ werden. Bei genauer Fokussierung auf die Pupille(n) kann dabei ein besonderer Akzent auf die Augenpartie gelegt werden. Weitere Besonderheiten Beim Entwurf von Portraitobjektiven legen die Hersteller häufig Wert auf ein angenehmes Bokeh und gehen dabei unter Umständen Kompromisse bei anderen Eigenschaften wie Bildfeldebnung oder Randschärfe ein. Gerade im Portraitbereich haben moderne Zoomobjektive, auch wenn sie ausreichende Lichtstärke haben, oft unzufriedenstellende Abbildungseigenschaften, weshalb spezielle Porträtobjektive immer noch ihre Berechtigung haben. Einige Objektive für die Portraitfotografie sind mit speziellen Funktionen für Weichzeichnereffekte ausgestattet. Geschichte Der erste spezielle Entwurf für ein Porträtobjektiv war das vergleichsweise lichtstarke sogenannte Petzvalobjektiv aus dem Jahr 1840. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Portraitobjektiv " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Schärfentiefe Der als Schärfentiefe bezeichnete Schärfebereich ist die Ausdehnung des Bereichs im Objektraum eines abbildenden optischen Systems, der auf der Bildebene hinreichend scharf abgebildet wird. Das bedeutet, ein Objekt kann im Bereich der Schärfentiefe bewegt werden, ohne dass sein Bild auf der Bildebene merklich unscharf wird. Umgangssprachlich werden die Begriffe Tiefenschärfe und Schärfentiefe synonym verwendet. Das ist jedoch fachlich und sprachlich nicht korrekt, denn die Tiefen(un)schärfe steht semantisch auf einer Stufe mit z.B. Bewegungsunschärfe, Verwacklungsunschärfe, Beugungsunschärfe. Die Schärfentiefe ist eine Strecke im Raum und damit ein Zahlenwert, die Tiefenschärfe hingegen beschreibt Verwischungsstärken und -formen im Bild und ist damit ein Stilmittel. Insbesondere für das Erscheinungsbild der Tiefenunschärfe hat sich der Begriff Bokeh etabliert. Als scharf empfindet ein Betrachter ein Bild dann, wenn Linien und Kanten klare Grenzen aufweisen. Die durch jede Optik entstehenden Unschärfekreise der Abbildung sind dann kleiner als das Auflösungsvermögen des Betrachters. In der Fotografie wird der Entfernungsbereich vor der Kamera, der in einem Bild scharf erscheint, in der Schärfentiefe betrachtet. Geometrische Schärfentiefe In der geometrischen Optik können nur diejenigen Punkte als scharfe Bildpunkte in der Bildebene (Film, Chip) wiedergegeben werden, die auf der Ebene liegen, die sich in der Gegenstandsweite zur Linse befindet. Alle anderen Punkte, die sich auf näher oder weiter entfernt liegenden Ebenen befinden, erscheinen in der Bildebene nicht mehr als Punkte, sondern als Scheibchen, so genannte Zerstreuungskreise oder Unschärfekreise (Z). Zerstreuungskreise entstehen, weil die von der Linse (Objektiv) auf die Bildebene (den Film) fallenden Lichtkörper Kegel sind; durch Schnitt der Bildebene mit einem Kegel entsteht auf der Ebene ein Kreis. (s. Grafik) Eng nebeneinander liegende Punkte, die nicht in der Gegenstandsebene liegen, werden durch eng nebeneinander liegende Zerstreuungskreise abgebildet, die sich überdecken und in den Randbereichen vermischen, wodurch ein unscharfes Bild entsteht. Der für die Akzeptanz von Schärfe maximal tolerierbare Zerstreuungskreisdurchmesser für einen Fotoapparat wird mit Z bezeichnet. Die absolute Größe des maximalen Zerstreuungskreises Z ist abhängig vom Aufnahmeformat, da sie 1/1500 der Diagonalen beträgt. Solange die Unschärfekreise nicht größer als Z werden, liegen sie unterhalb der Auflösegrenze des Auges, und die Abbildung wird als scharf erachtet. Dabei entsteht der Eindruck, das Bild weise nicht nur eine Schärfenebene, sondern einen Schärfebereich auf. Die folgende Tabelle veranschaulicht die maximale Größe der Zerstreuungskreise je nach Aufnahmeformat des jeweiligen Fotoapparats: AufnahmeformatAbbildungsgrößeZ1/3"-Digitalkamera-Sensor4,4 mm × 3,3 mm4 µm 1/2,5"-Digitalkamera-Sensor5,3 mm × 4,0 mm5 µm 1/1,8"-Digitalkamera-Sensor7,3 mm × 5,5 mm6 µm 2/3"-Digitalkamera-Sensor8,8 mm × 6,6 mm8 µm APS-C-Sensor22,2 mm × 14,8 mm18 µm APS-C-Sensor23,7 mm × 15,7 mm20 µm Kleinbildformat36 mm × 24 mm30 µm Digitales Mittelformat48 mm × 36 mm40 µm Mittelformat 4,5 × 656 mm × 42 mm50 µm Mittelformat 6 × 656 mm × 56 mm50 µm Großformatez. B. 120 mm × 90 mm90-100 µm Größere Formatebis 450 mm × 225 mm>100 µm Beispiel für einen kleinen Schärfentiefebereich bei einer Makroaufnahme eines Textes, der schräg zur optischen Achse liegend aufgenommen wurde   Schärfentiefe berechnen Verschiedene Strahlengänge zum Bestimmen der Schärfentiefe. Es wird auf die hyperfokale Entfernung fokussiert. Der Fernpunkt liegt damit im Unendlichen. Verschiedene Strahlengänge zur Bestimmung der Schärfentiefe. Fokussierung vor der hyperfokalen Entfernung. Der Fernpunkt liegt nicht im Unendlichen.   Folgende Variablen werden benötigt: die Objektiv-Brennweite f in mm, z. B. 7,2 mm, 35 mm oder 200 mm die Blendenzahl κ (Arbeitsblende, dimensionslos), z. B. 5,6 oder 22 die fokussierte Entfernung (Gegenstandsweite vom Linsenmittelpunkt aus) g in mm, z. B. 500 mm Ferner wird für die Schärfentiefen-Berechnung eine kameraabhängige Konstante benötigt: der Zerstreuungskreisdurchmesser Z in mm, z. B. 0,006 mm Für eine Annäherung an Z kann folgende Formel mit d als Formatdiagonale des Aufnahmeformates in mm verwendet werden: Dieser Näherung liegt die Annahme zugrunde, dass das menschliche Auge über die Bilddiagonale maximal 1500 Punkte auflösen kann. Zuerst wird die hyperfokale Entfernung d h vom Linsenmittelpunkt aus in mm berechnet: Ein Objektiv, das auf seine hyperfokale Entfernung fokussiert ist, bildet alle Gegenstände, die zwischen der halben hyperfokalen Entfernung und unendlich liegen, in guter Näherung scharf ab. Anschließend können wir den Nahpunkt d n berechnen: Die Formel liefert die Entfernung zum Nahpunkt vom Linsenmittelpunkt aus in mm. Ebenso können wir den Fernpunkt d f berechnen: Die Formel liefert die Entfernung zum Fernpunkt vom Linsenmittelpunkt aus in mm. Der Schärfentiefebereich Δ d erstreckt sich vom Nahpunkt d n bis zum Fernpunkt d f: Wellenoptische Schärfentiefe Alle optischen Abbildungen sind durch Beugung begrenzt, so dass ein einzelner Punkt niemals auf einen Punkt, sondern nur auf ein Beugungsscheibchen (oder Airyscheibchen) abgebildet werden kann. Die Trennschärfe zweier benachbarter Beugungsscheibchen definiert analog zum fotografischen Film einen maximal zulässigen Zerstreuungskreis. Nach dem Rayleigh-Kriterium muss die Intensität zwischen zwei benachbarten Bildpunkten um 20% abfallen, um als scharf zu gelten. Die Größe des Beugungsscheibchens ist abhängig von der Wellenlänge des Lichts. Man definiert die Rayleighsche Schärfentiefe als Hierbei ist λ die Wellenlänge, n die Brechzahl und u der Aperturwinkel des abbildenden Systems. Die Rayleighsche Schärfentiefe ist bei beugungsbegrenzten optischen Systemen relevant, zum Beispiel in der Mikroskopie oder in der Fotolithografie. In der Fotografie macht sich eine wellenoptische Unschärfe jenseits der förderlichen Blende bildwirksam bemerkbar. Hierbei ist der maximal zulässige Zerstreuungskreis, der Abbildungsmaßstab und die Wellenlänge. Für übliche Anwendungen (kleiner Abbildungsmaßstab) in der Kleinbild-Fotografie ergibt sich eine förderliche Blende von über f/32, so daß Beugung außer in der Makrofotografie kaum eine Rolle spielt. Da die kleinen Sensoren moderner Kompakt-Digitalkameras aber sehr kleine zulässige Zerstreuungskreise erfordern, rückt in den Bereich üblicher Blendenzahlen. Für einen 1/1,8"-Sensor z. B. liegt die förderliche Blende bei ca. f/8, im Nahbereich noch darunter. Lochkamera Bei einer Lochkamera hängt die Größe der Unschärfekreise von der Gegenstandsweite g, der Bildweite b und dem Lochdurchmesser D ab. Ein Objekt wird hinreichend scharf abgebildet, wenn gilt: . Der Fernpunkt d f einer Lochkamera liegt immer im Unendlichen. Für sehr große Gegenstandsweiten g vereinfacht sich die Bedingung zu: . d. h. Der Lochdurchmesser darf nicht größer werden, als der zulässige Zerstreuungskreisdurchmesser, sonst ist mit einer Lochkamera auch im Fernbereich keine hinreichend scharfe Abbildung mehr möglich. Anwendung in der Fotografie Links: Große Schärfentiefe mit Blende 8. Rechts: geringe Schärfentiefe mit Blende 2,8 Das Freistellen eines Objektes durch geringe Schärfentiefe am Beispiel eines einzelnen Radfahrers, der aus dem Peloton herausgehoben wird. Blende 22. Der scharf dargestellte Bereich reicht von vorne bis hinten. Blende 10. Der scharf dargestellte Bereich liegt in der Mitte. Die Übergänge zu den unscharfen Bereichen sind deutlich sichtbar. Blende 2. Der scharf dargestellte Bereich ist nun nur noch auf die Margeriten in der Bildmitte begrenzt. Nah- und Fernpunkt liegen nahe beieinander.   Bildgestaltung mit Schärfentiefe Der gezielte Einsatz der Schärfentiefe durch Einstellen der Blende, der Entfernung und der Brennweite ermöglicht es, den Blick des Betrachters auf das Hauptmotiv zu lenken. Dazu schränkt der Fotograf die Schärfentiefe so eng wie möglich um die Ebene ein, auf der sich das Hauptmotiv befindet. Der Vorder- und Hintergrund wird dadurch unscharf abgebildet. Diese selektive Unschärfe lenkt weniger vom Hauptmotiv ab, das durch die selektive Schärfe akzentuiert wird. Bei kleinen Aufnahmeformaten, z. B. beim Erstellen von Ausschnittsvergrößerungen oder beim Einsatz von Digitalkameras mit kleinen Bildsensoren (Formatfaktor) verkleinert sich der maximal zulässige Zerstreuungskreis. Dadurch wird die Schärfentiefe entsprechend größer und es wird zunehmend schwieriger die selektive Schärfe als fotografisches Gestaltungsmittel einzusetzen. Faktoren zur Beeinflussung der Schärfentiefe Der Schärfebereich kann durch mehrere Faktoren beeinflusst werden: Durch Abblenden der Blende wird er ausgedehnt und durch Aufblenden eingeengt. Je kleiner die Blendenöffnung ist, desto größer ist also der Schärfebereich. Eine weitere Einflussgröße auf die Schärfentiefe ist der Abbildungsmaßstab m. Der Abbildungsmaßstab hängt von der Brennweite des Objektivs f und der Gegenstandsweite g ab ( b ist die Bildweite). Je kleiner der Abbildungsmaßstab, desto größer ist die Schärfentiefe. Ein Weitwinkelobjektiv mit einer kürzeren Brennweite erzeugt, bei gleicher Gegenstandsweite, eine größere Schärfentiefe als ein Teleobjektiv mit einer langen Brennweite. Die Verteilung der Schärfentiefe vor und hinter dem fokussierten Objekt variiert mit der eingestellten Entfernung: im engen Nahbereich wird ungefähr ein Verhältnis von 1:1 erreicht, mit wachsender Entfernung wächst der Anteil hinter dem fokussierten Objekt kontinuierlich an; Letzteres extrem, wenn die Unendlicheinstellung noch eben in den Schärfebereich gelegt wird (= hyperfokale Entfernung). Die Schärfentiefe ändert sich in bestimmten Bereichen praktisch nicht, wenn ein Motiv einmal mit kurzer Brennweite aus geringer Entfernung und einmal mit langer Brennweite aus größerer Entfernung derart abgebildet wird, dass es im Bild die gleiche Größe hat. Der vorgenannte Einfluss der Brennweite wird durch die andere Gegenstandsweite kompensiert. Diese Regel gilt, wenn in beiden Fällen die gleiche Blende verwendet wird und wenn die Entfernung zum Motiv bei der kurzen Brennweite kleiner als etwa ein Viertel der hyperfokalen Entfernung ist. Kameraeinstellungen Beim manuellen Einstellen der Kamera ist es bis zu einem Abbildungsmaßstab von 1:1 (nicht im Makrobereich) üblich, den Schärfebereich über Blende und Abbildungsmaßstab zu bestimmen (mit Objektivtabellen, entsprechenden Schieberechnern). Dafür gibt es Formeln (siehe z. B. unten). Bei Kameras mit computergestützten Automatik-Funktionen wird der Maßstab in Brennweite und Abstand aufgelöst. Bei diesen Kameras kann der Schärfentiefebereich bei vorgegebener Gegenstandsweite über die Arbeitsblende und die Brennweite beeinflusst werden. Dies gilt nicht für Vollautomatik-Programme. Einige Kameras von Canon bieten die Möglichkeit an, zuerst den vorderen und dann den hinteren Punkt des gewünschten Schärfebereiches mit dem Auslöser zu markieren. Die Kamera berechnet dann die dafür benötigte Blende und stellt den Fokus so ein, dass die Schärfe genau dem markierten Bereich entspricht. Bei der Fachkamera kann mit der Scheimpflug-Einstellung der Schärfebereich auch von oben, unten, links nach rechts oder diagonal schräg in das Motiv gelegt werden. Für Klein- und Mittelformatkameras gibt es für den gleichen Einsatzzweck spezielle Tilt-/Swing-Balgengeräte bzw. sog. Tilt-Objektive (eine Funktion, die oft auch mit einer Shift-Funktion zur möglichen Parallelverschiebung der Schärfenebene einhergeht). Für das Minolta-Spiegelreflexsystem mit manuellem Fokus (SR-Bajonett) existieren zwei in ihrer Art einzigartige Objektive (das MC/MD VFC 2,8/24 mm und das MC/MD Shift CA 2,8/35 mm), die über eine Funktion der variablen Objektfeldwölbung (VFC = variable field curvature) verfügen, die ähnlich einer Tilt-Funktion arbeitet, aber rotationssymmetrisch die stufenlose konvexe oder konkave Durchbiegung der Schärfenebene erlauben. Die Schärfentiefe des Bokeh-optimierten Minolta Smooth Trans Focus 2,8/135 mm [T4,5] Objektivs für das A-Bajonett (bzw. des baugleichen Sony-Nachfolgers) lässt sich nur schwer quantifizieren, da es aufgrund der stufenlos einstellbaren STF-Funktion über einen nicht mit herkömmlichen Objektiven vergleichbaren Verlauf derselben verfügt. Ein Apodisationsfilter im Objektiv bewirkt einen besonders weichen Übergang zwischen dem Bereich der Schärfe und der Unschärfe. Die effektive Schärfentiefe ist deutlich kleiner als der Wert der Transmissionsblende 4,5 vermuten lassen würde, aber auch größer, als über die nominelle geometrische Offenblende 2,8 errechnet werden kann. Es gelten - mit blendenabhängig variabler Ausprägung - praktisch mehrere geometrische Blenden gleichzeitig. Die Minolta Dynax 7 (analog) verfügt über eine spezielle STF-Automatik, die innerhalb eines bestimmten Arbeitsbereichs mit beliebigen Objektiven bei (für mindestens zwei Sekunden lang) statischen Motiven den Effekt des oben genannten speziellen STF-Objektivs nachahmt. Dazu wird, von den aktuellen Belichtungseinstellungen ausgehend, vollautomatisch eine Sequenz aus sieben Mehrfachbelichtungen mit zunehmend kleineren Blenden, dafür aber immer längeren Zeiten, ausgelöst. Durch Überlagerung resultiert so ein Bild mit einer im Bereich der Schärfenebene ausgedehnten Schärfentiefe bei gleichzeitig ruhigerer Abbildung des Hintergrunds. Die hohe Anzahl der Mehrfachbelichtungen reicht bereits aus, um die Stufung des Effekts nicht mehr deutlich erkennbar zu lassen. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Schärfentiefe " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Tilt-und-Shift-Objektiv Ein Tilt & Shift-Objektiv (auch TS-Objektiv, T&S-Objektiv) ist ein Spezialobjektiv für die Fotografie oder Projektion, welches das Verschieben (engl.: Shift) und das Verschwenken (engl.: Tilt) des Linsensystems gegenüber der Filmebene ermöglicht. Durch paralleles Verschieben des Linsensystems ( Shift) gegenüber der Filmebene aus der Bildmitte lassen sich verschiedene Effekte erreichen: Perspektivkorrekturen: Beseitigung stürzender Linien an hohen Bauwerken oder Erzeugen von stürzenden Linien Bei der Projektion ermöglicht ein Shiftobjektiv eine genaue Bildüberlagerung (Überblendung) von Bildern aus zwei oder mehreren Projektoren, wenn diese über- oder nebeneinander stehen. Der Linsenmittelpunkt lässt sich meist über einen Objektivring verstellen und ermöglicht es, das Bild verzerrungsfrei in alle Richtungen zu verschieben. Bei der Aufnahme nimmt man das Motiv einmal in der einen Richtung geshiftet und dann in der anderen Richtung geshiftet auf, um sie dann zu einem Panorama zu kombinieren. Seitliches Ausweichen: Wenn ein störendes Objekt in der direkten Sichtlinie (z. B. Mast) liegt, kann man sich beispielsweise neben den Mast stellen und die Perspektive durch Shiften in die Sichtlinie zurückkorrigieren. Änderung von Spiegelungen: Wenn sich der Fotograf oder ein unerwünschtes Objekt im Motiv spiegelt, kann durch Shiften die Position so verändert werden, dass sich eine vorteilhaftere Spiegelung im Motiv ergibt. Die letzten beiden Effekte können nicht ohne weiteres durch eine automatische Funktion eines Bildbearbeitungsprogrammes ersetzt werden, da durch die Shift-Funktion Informationen mit dem Bild aufgezeichnet werden, die mit einem normalen Objektiv so nicht im Bild enthalten wären. Hingegen kann eine Perspektivkorrektur oder die Zusammensetzung verschiedener Bilder zu einem Panorama ohne weiteres durch ein Bildverarbeitungsprogramm bewältigt werden.   Shift-Objektiv Das erste verschiebbare Objektiv für das Kleinbildformat, 35 mm PC-Nikkor (1961) 6x7 Zentimeter Mittelformat SLR mit Shiftobjektiv f4.5/75 mm Durch Verschwenken des Linsenssystems ( Tilt) lässt sich die Schärfeebene verlagern (Scheimpflugsche Regel). Die Schärfeebene kann an die gewünschte Objektebene angepasst werden. Dies kann technischen Zwecken (durchgehende Schärfe in einer schiefen Ebene) als auch bildgestalterischen Zwecken dienen (Arbeiten mit selektiver Schärfe, wird genutzt, um eine geringere Schärfentiefe zu simulieren). Auch hier kann die Erweiterung der Schärfe nicht ohne weiteres durch eine automatische Funktion eines Bildbearbeitungsprogrammes ersetzt werden, da durch die Tilt-Funktion Informationen mit dem Bild aufgezeichnet werden, die mit einem normalen Objektiv so nicht im Bild enthalten wären. Hingegen kann die zusätzliche (selektive) Unschärfe (bei Portraits gelegentlich gewünscht) mit einem Bildverarbeitungsprogramm nachempfunden werden. Diese Aufnahmetechniken stammen eigentlich aus dem Bereich der Großformat- bzw. Fachkameras, bei denen die Verstellbarkeit zumindest der Frontstandarte üblich ist. Für Kleinbild-Spiegelreflexkameras bieten derzeitig Canon, Hartblei, Leica und Nikon Shift- und TS-Objektive an. Derzeit (Stand 2007) gibt es TS-Objektive mit 24 mm, 45 mm und 90 mm Brennweite für das Canon-System, ein 28-mm-Shift-Objektiv für das Leica R-System (das baugleich mit dem Schneider-Kreuznach PC-Super-Angulon ist), ein 24mm-TS-Objektiv, ein 28-mm- und ein 35-mm-Shift-Objektiv, ein 45mm- und ein 85 mm TS-Objektiv für das Nikon-System, drei Hartblei Superrotator (2 x 360 Grad Freiheiten für Shift und Tilt) Objektive mit f4/40 mm, f2.8/80 mm sowie f4/120 mm Makro für alle gängigen 35-mm-Spiegelreflexsysteme, sowie ein 28-mm-Shift-Objektiv der Firma Schneider-Kreuznach mit Bajonett-Adapter für viele gängige Spiegelreflexkameras. Die Firma Zörk in München stellt Shift-Adapter für alle gängigen (D)SLR-Kameras her, mit deren Hilfe sich relativ günstige Mittelformat-Objektive als Shift-Objektive verwenden lassen. Ebenso wird ein Tilt-Adapter angeboten, mit dessen Hilfe sich Vergrößerungsobjektive an (D)SLRs als Tilt-Objektiv verwenden lassen. An die Qualität des Linsensystems werden deutlich höhere Anforderungen gestellt als bei einem Normalobjektiv. Der Bildkreis muss größer sein, um beim Verschieben keine Abschattungen zu bekommen. Die Randschärfe muss exzellent sein, um oben angesprochene Vorteile beim Verschwenken überhaupt zu ermöglichen (Arbeiten bei offener Blende). Aus diesen Gründen ist ein solches Spezialobjektiv auch sehr kostenintensiv. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Tilt-und-Shift-Objektiv " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Weitwinkelobjektiv Als Weitwinkelobjektiv bezeichnet man in der Fotografie ein Objektiv mit einem Bildwinkel, der größer ist als es dem natürlichen Eindruck des menschlichen Auges entspricht. Es hat gegenüber einem Normalobjektiv eine kürzere Brennweite und einen größeren Bildwinkel. Damit kann ein größerer Bereich abgebildet werden; die Gegenstände werden jedoch kleiner abgebildet, da „mehr“ auf das Bild gelangt. Ein Weitwinkel verkleinert bei gleicher Motiventfernung also den Bildmaßstab. Daraus ergibt sich auch die für Weitwinkelobjektive charakteristische große Schärfentiefe. Lichtstarke Weitwinkelobjektive erfordern einen sehr hohen konstruktiven Aufwand, weshalb preiswerte Weitwinkelobjektive meist eine gegenüber typischen Normalobjektiven relativ geringe Lichtstärke aufweisen. Winkel und Brennweiten Kleinbildformat Dem natürlichen menschlichen Blickfeld entsprechen Objektive mit etwa 40 bis 50° Bildwinkel, die sogenannten Normalobjektive. Das entspricht beim Kleinbildformat einem Objektiv mit einer Brennweite von 45 bis 60 mm, beim Mittelformat6x6 cm entsprechend 75 bis 85 mm. Bei kleineren Filmformaten und insbesondere kleineren Sensorgrößen bei Digitalkameras verringert sich die Normalbrennweite entsprechend. Weitwinkelobjektive sind nicht zu verwechseln mit Teleobjektiven von längerer Brennweite und Zoomobjektiven, die eine Verstellung der Brennweite erlauben, jedoch nicht zwingend eine Weitwinkel-Brennweite erreichen müssen. Andere Formate Bei der Mittelformatfotografie und beim Großformat sind die Weitwinkelbrennweiten entsprechend dem größeren Filmformat größer als etwa beim regulärem und für den Vergleich herangezogenen 35-mm-Kleinbildformat. Gleiches gilt auch für entsprechende Normalbrennweiten und Telebrennweiten. Für kleinere Bildformate, etwa für die meist kleineren digitalen Sensoren, für die Halbformatkameras und bei kleineren Bildformaten, errechnet sich entsprechend eine kleinere Brennweite für den (gleichbleibenden!) Weitwinkel. Varianten Je nach Brennweite und dem typischen Verwendungszweck werden Weitwinkelobjektive in verschiedene Klassen eingeteilt: Gemäßigte Weitwinkelobjektive (Reportageobjektive) Reportageobjektive sind Weitwinkelobjektive mit einer sogenannten leichten bis mittleren Weitwinkelwirkung, die sich bei einem diagonalen Bildwinkel zwischen 60° und 75° und einer auf Kleinbild bezogenen Brennweite zwischen etwa 28 mm und 38 mm einstellt. Sie werden auf Grund der höheren Schärfentiefe und der noch relativ geringen Verzerrungen gerne für die Reportagefotografie verwendet. Typische Reportagebrennweiten werden auch von den meisten preiswerten Weitwinkelobjektiven und Universalzooms (oft als Kit-Objektiv bezeichnet) abgedeckt. In diesem Brennweitenbereich gibt es für analoge und digitale Spiegelreflexkameras auch Objektive mit sehr hohen Lichtstärken. Als gemäßigte Weitwinkelbrennweiten (auf Kleinbildformat bezogen) gelten: 35 mm (diagonaler Bildwinkel 63°) und 28 mm (diagonaler Bildwinkel 75°). Superweitwinkelobjektive Als Superweitwinkelobjektive werden Weitwinkelobjektive mit diagonalen Bildwinkeln über 80° angesehen. Superweitwinkelobjektive werden auch als Ultraweitwinkelobjektive bezeichnet, gängige Abkürzungen sind SWW und UWW. Solche Objektive werden gezielt beispielsweise in der künstlerischen und Naturfotografie, aber gelegentlich auch in der Aktfotografie eingesetzt, um spektakuläre Effekte durch die für diese Brennweiten typischen Verzerrungen zu erzielen. Das Superweitwinkelobjektiv mit der kürzesten Brennweite, das noch relativ verzerrungsfrei und scharf abbildet, ist das Goerz-Hypergon, das einen Bildwinkel von 130° abbilden kann.   Weitwinkelobjektiv für Kleinbild- Spiegelreflexkameras Weitwinkelobjektiv an einer Großformatkamera „Stürzende Linien“ entstehen durch eine schräg gehaltene Kamera, ein häufiger Fehler beim Einsatz eines Weitwinkelobjektivs Extremer Weitwinkel (vgl. den rechts und links sichtbaren Weg): Bei schmalem Ausschnitt sind Verzerrungen kaum sichtbar Strahlengang eines Superweitwinkelobjektives Typische Superweitwinkelbrennweiten für das Kleinbildformat sind: 24 mm (diagonaler Bildwinkel 84°), 20 mm (diagonaler Bildwinkel 94°), 17 mm (diagonaler Bildwinkel 104°) und 14 mm (diagonaler Bildwinkel 114°). Zoom-Objektive mit Weitwinkelbereich Zoom-Objektive (nach altem Sprachgebrauch „Gummilinsen“) haben einen veränderlichen Bildwinkel, der teils auch Weitwinkel-Abbildung mit umfassen kann. Dann spricht man von einem „Tele-Weitwinkel-Zoom“ oder einem „Übergangszoom“. Die besonderen optischen Gegebenheiten sorgten in der Vergangenheit dafür, dass Zoomobjektive für den Weitwinkelbereich sehr viel zögerlicher auf den Markt kamen als Telezooms – die Abbildungsfehler waren und sind erheblich schwieriger zu beherrschen als bei langen Brennweiten. Rechnergestützte Konstruktion und neuartige Spezialgläser erlauben heute jedoch auch brauchbare Weitwinkel-Zoomobjektive. Übergangs-Zooms begannen in den 1970er Jahren mit Bereichen 35-70 mm, also vom leichten Weitwinkel bis zu Portrait-Brennweiten über die Normalbrennweiten hinaus, haben sich hieraus jedoch enorm weiterentwickelt. Beispiele heutzutage sind die sogenannten „Reisezooms“ mit Brennweiten 28 bis 200 mm, also vom starken Weitwinkel bis zu Tele-Brennweiten. In kritischen Aufnahmesituationen, beispielsweise in der Architekturfotografie, haben Festbrennweiten aber immer noch Vorteile. Insbesondere die sogenannten Superzoomobjektive, die einen sehr großen Brennweitenbereich abdecken, zeigen am kurzen Ende oft drastische Abbildungsfehler, insbesondere Verzeichnung und Randunschärfen. Im anderen Fall umfassen die variablen Bildwinkel eines Zooms nur Weitwinkel-Brennweiten: dann spricht man von einem Weitwinkel-Zoom. Typische Weitwinkel-Zoomobjektive für das Kleinbildformat sind: 24–70 mm (diagonaler Bildwinkel 34°...83°), 17–40 mm (diagonaler Bildwinkel 57°...104°), 16–35 mm (diagonaler Bildwinkel 63°...107°) und 12–24 mm (diagonaler Bildwinkel 83°...122°). Fischaugen-Objektive Von Fischaugenobjektiv spricht man bei Brennweiten unter 20 mm dann, wenn sie rund verzeichnen, also gerade Linien biegen (siehe Bild). Ein Fischauge, das die diagonalen Ecken in einem Bildwinkel von 180 Grad erfasst, hat eine Brennweite von 16 mm. Ein Fischauge, das in jeder Diagonale rundum mindestens 180 Grad abbildet, hat nur eine Brennweite von 8 mm. Das Bild ist dann mittig kreisrund mit schwarzen Restflächen. Ein Fischaugen-Objektiv (engl. Fisheye) weist also im Gegensatz zu Superweitwinkelobjektiven eine andere Art der Projektion auf: Gerade Linien, die nicht durch den Bildmittelpunkt gehen, werden nach außen gebogen. Raumwinkel werden weniger als bei Superweitwinkelobjektiven verzerrt dargestellt. Es sind Bildwinkel von bis zu 180°, teilweise auch darüber hinaus möglich, die bei normalen Objektiven prinzipiell nicht möglich sind. Ein Fischaugenobjektiv hat zwei wesentliche Eigenschaften: Die Brennweite: Die Brennweite legt den Abbildungsmaßstab fest. In der Bildmitte haben Fischaugen-Objektiv und Superweitwinkelobjektiv bei gleicher Brennweite auch den gleichen Abbildungsmaßstab. der von der Optik abgebildete Winkelbereich (typisch sind 150° bis 180°, Ausnahmen bis 220°) Je nach verwendetem Sensor bzw. lichtempfindliche Filmfläche können folgende Fälle der Abdeckung zwischen Optik und Aufnahmefläche auftreten: Der Sensor wird vollständig vom Objektiv belichtet (normales rechteckiges Bild). Bei Sensoren in Kleinbildgröße und 180° Bildwinkel ist das ab 14 mm Brennweite der Fall. Der Sensor wird teilweise vom Objektiv belichtet, es geht gleichzeitig auch Licht am Sensor vorbei. Bei Sensoren in Kleinbildgröße und 180° Bildwinkel ist das zwischen 8 mm und 13,5 mm Brennweite der Fall. Das gesamte von der Optik kommende Licht landet auf dem Sensor (rundes, zirkulares Bild). Bei Sensoren in Kleinbildgröße und 180° Bildwinkel ist das bis 7,5 mm Brennweite der Fall. 16 mm (diagonaler Bildwinkel 180°, Vollformat) 7,5 mm oder 8 mm (rundes Bild) Ein Exot ist das Nikkor mit 6 mm Brennweite und 220° Bildwinkel, seit den 1960er Jahren in unterschiedlichen Versionen auf dem Markt, das ebenfalls ein rundes Bild erzeugt, aber dabei gewissermaßen ein Stück weit „nach hinten“ schauen kann. Fischaugen-Zoom-Objektive 1995 brachte Pentax ein Fisheye-Objektiv mit variabler Brennweite von 17 bis 28 mm für das Kleinbildformat auf den Markt, das bis 2004 produziert wurde. In Kooperation mit Tokina hat dieses Objektiv 2006 mit dem 10–17mm/f 1:3,5-4,5 einen Nachfolger für digitale Spiegelreflexkameras mit Cropsensor gefunden. Das Weitwinkelobjektiv an der Kamera Generelle Konstruktionsprobleme Weitwinkelobjektive können als Wechselobjektiv an geeignete Systemkameras angesetzt werden oder sind in diese fest integriert. Wegen der großen Schärfentiefe haben preiswerte Kameras oft ein Fixfokus-Objektiv im (gemäßigten) Weitwinkelbereich. Der Bau von Weitwinkel-Brennweiten für Spiegelreflex-Kameras ist nicht einfach, da vor dem Film der Schwingbereich für den Spiegel auf einer Tiefe von ca. 40 mm freigehalten werden muss, und aus diesem Grunde sogenannte „Retrofokus“-Konstruktionen nötig werden. Diese verlegen den Brennpunkt künstlich zurück, ohne zu verzerren und zu vignettieren. Durch diese Bauart wird die Konstruktion aufwendiger, die Objektive werden größer, schwerer und teurer. Einige Spezialkonstruktionen, die nicht in Retrofokusbauweise hergestellt wurden, konnten nur an Spiegelreflexkameras verwendet werden, deren Spiegel sich manuell arretieren ließ. Es wurde dann ein aufsteckbaren Sucher verwendet, da der Sucherspiegel nicht verwendbar war. Weitwinkel-Vorsatzlinsen und -Konverter Es werden auch Weitwinkelkonverter angeboten, die, vor ein Objektiv geschraubt, den Bildwinkel des Objektivs vergrößern. Übliche Multiplikatoren der Brennweite liegen zwischen 0,3 und 0,8, teilweise mit Fischaugeneffekt. Ein solcher Vorsatzkonverter mit dem Faktor 0,8 verkürzt also beispielsweise ein 28-mm-Weitwinkelobjektiv für Kleinbildkameras auf eine Brennweite von etwa 22 mm und vergrößert den diagonalen Bildwinkel von 75° auf etwa 90°.   Fischauge an einer Mittelformatkamera Fischauge-Bild mit deutlich erkennbaren Verzeichnungen Weitwinkelkonverter Digitale Kompaktkamera mit Adapter und Vorsatzkonvertern   Während speziell auf ein Kameramodell angepasste Vorsätze abgesehen von stärkerer tonnenförmiger Verzeichnung meist durchaus brauchbare Bildergebnisse liefern, verursachen universelle Weitwinkelvorsätze, die nicht speziell für eine bestimmte Kamera oder für ein bestimmtes Objektiv berechnet sind, gelegentlich starke Verzeichnungen, Randabschattungen oder Farbsäume durch chromatische Aberrationen. Wie die meisten Objektivvorsätze werden auch Weitwinkelkonverter mit typischen Einschraubgewinden geliefert, für digitale Kompaktkameras ohne Filtergewinde sind zu Montage oft recht aufwendige Adapterhalterungen („Filteradapter“) erforderlich. Bildkreis größer als Filmformat Mitunter werden bei der Fotografie mit Fachkameras als Weitwinkel alle jene Objektive bezeichnet, die einen möglichst großen Bildkreis aufweisen, über den Bedarf des Filmformates hinaus. Dieser größere Bildkreis ermöglicht weitgehende Verstellungen des Objektivs an der Kamera, z.B. Achsverschiebungen („Shift-Objektive“ zur verzerrungsfreien Darstellung von Gebäuden) oder Verwinkelungen der optischen Achsen („Tilt-Objektive“). Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Weitwinkelobjektiv " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben Zwischenring Zwischenringe werden bei Kameras mit Wechselobjektiven, wie z. B. Spiegelreflexkameras, zwischen das Objektiv und das Kameragehäuse eingesetzt. Dies dient wie bei Balgengeräten der Verlängerung der Bildweite, um einen größeren Abbildungsmaßstab für den Nahbereich zu erhalten. Optische Wirkung Zwischenringe verlängern den Abstand zwischen dem Objektiv und der Bildebene (Film in analogen Kameras oder Sensor in Digitalkameras). Dadurch wird zum einen das Motiv größer auf dem Film abgebildet, und zum anderen gibt es die Möglichkeit, näher an das Motiv heranzugehen. So werden vergrößernde Makroaufnahmen mit herkömmlichen Objektiven möglich. Vor- und Nachteile Vorteile: Die optische Abstimmung mit dem Objektiv ist nicht erforderlich; dessen optische Qualität bleibt weitenteils erhalten. Mechanisch einfacher und kostengünstiger Aufbau, es werden lediglich Anforderungen an Koaxialität und Steifigkeit gestellt. Da der Zwischenring an den Anschluss der Kamera eingesetzt wird, ist er nur von deren Anschlussmaßen abhängig und kann so mit verschiedenen Objektiven kombiniert werden. Im Gegensatz hierzu müssen beispielsweise Nahlinsen jeweils zum Objektiv passen. Nachteile: Die Lichtstärke sinkt. Und zwar um etwa eine Blendenstufe bei einem Abbildungsmaßstab von 1:2 und zwei Blendenstufen bei einem Abbildungsmaßstab von 1:1. Dieser Effekt tritt bei vielen Makro-Objektiven auch auf. Es ist nicht möglich, weiter entfernte Objekte mit eingesetzten Zwischenringen scharf abzubilden. Spezialisierte Makro-Objektive sind für gute Abbildung im Nahbereich besser korrigiert. Da Normalobjektive meist für längere Distanzen gut korrigiert sind, ist bei Überschreiten des Abbildungsmaßstabes 1:1 (Bild größer als Objekt) oft die Retrostellung des Objektives sinnvoll, um eine gute Abbildungs-Qualität zu erhalten. Ein Retroring mit Filtergewinde und Bajonett wird hierfür benötigt. Zu einer Verringerung der Schärfentiefe kommt es nur in Verbindung mit der Vergrößerung des Abbildungsmaßstabs. Dies ist nicht anders als bei spezialisierten Makro-Objektiven. Für die Erweiterung der Brennweite eines Objektivs sind stattdessen Telekonverter notwendig, für die Verkürzung der Naheinstellgrenze eine Nahlinse . Zwischenringe in verschiedenen Längen (12, 20, 36 mm) mit Canon-Bajonett   Zwischenringe gibt es in verschiedenen Größen. Deren Verlängerung wird in Millimetern angegeben; sie bezeichnet die zusätzliche Entfernung zwischen Objektiv und Bildebene, die durch Einsatz des Zwischenrings entsteht. Bei Objektiven mit kurzen Brennweiten können nur entsprechend kurze Zwischenringe eingesetzt werden, da der Brennweitenbereich zwischen unendlich und der Naheinstellgrenze über die Fokussierung (Fokusring am Objektiv) begrenzt ist. Zu lange Zwischenringe bei kurzen Objektivbrennweiten können dazu führen, dass mit dem vorgegebenen Verstellbereich kein Bild mehr scharf gestellt werden kann. Zwischenringe können meist auch problemlos zu mehreren aneinandergereiht werden für größere Bildweiten und Abbildungsmaßstäbe. Jedoch sinkt mit jeder Verlängerung die Lichtstärke. Ohnehin empfiehlt es sich oft, bei Macro-Aufnahmen ein Stativ einzusetzen. Technik Zwischenringe enthalten meist keinerlei optische Elemente. Im optischen Sinne handelt es sich lediglich um lichtdichte Rohre. Je nach Kameramodell müssen Zwischenringe die elektrischen und mechanischen Anschlüsse zwischen Objektiv und Kameragehäuse herstellen, damit Blende und Autofokus weiterhin funktionsfähig bleiben. Andererseits werden -je nach Kamera- auch Daten vom Objektiv übertragen, bei Zoom-Objektiven beispielsweise die aktuell eingestellte Brennweite. Es gab vereinzelt auch Telekonverter zur Brennweiten-Verlängerung, deren optische Elemente mittels eines inneren Bajonetts entriegelt und entfernt werden konnten, und auf diese Weise alternativ auch ein Zwischenring bereitstand. Berechnung Für Zwischenringe gelten folgende Berechnungsformeln: Der Abbildungsmaßstab gibt an, wie groß das Bild auf dem Sensor im Vergleich zum Objekt ist: G = Größe des Gegenstands B = Größe des Abbilds m = Maßstab der Abbildung; m = 1 bedeutet, dass Bild und Gegenstand gleich groß sind. b = Breite des Zwischenrings f = Brennweite des Objektivs Die Aufnahmedistanz d zwischen Bildebene (Film/Sensor) und Gegenstand berechnet sich nach folgender Formel: Wichtig: Wenn nur die maximale Aufnahmedistanz bestimmt werden soll, also das Objektiv auf unendlich gestellt ist, kann B durch b und G durch f ersetzt werden! Bei Objektiven mit Auszug kann der Abbildungsmaßstab ermittelt werden, in dem die Auszugsdistanz zum Zwischenring hinzuaddiert wird. Beispiel: Ein spezielles 135-mm-Objektiv möge ohne Zwischenring auf 900 mm scharf gestellt werden können. Dabei erzielt es bereits einen Auszug von ca. 30 mm. Wenn dieses Objektiv jetzt auf den Zwischenring gesetzt wird, kann man die Aufnahmedistanz und den Abbildungsmaßstab für den Zwischenring mit nah-eingestelltem Objektiv mit obiger Formel einfach errechnen, indem man diesen Objektivauszug zur Breite b des Zwischenringes addiert. Quelle:Dieser Artikel basiert auf dem Artikel " Zwischenring " aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Die Liste der Autoren ist unter dieser Seite verfügbar.   nach oben     GNU Free Documentation License Version 1.2, November 2002 Copyright (C) 2000,2001,2002 Free Software Foundation, Inc. 51 Franklin St, Fifth Floor, Boston, MA 02110-1301 USA Everyone is permitted to copy and distribute verbatim copies of this license document, but changing it is not allowed. 0. PREAMBLE The purpose of this License is to make a manual, textbook, or other functional and useful document "free" in the sense of freedom: to assure everyone the effective freedom to copy and redistribute it, with or without modifying it, either commercially or noncommercially. Secondarily, this License preserves for the author and publisher a way to get credit for their work, while not being considered responsible for modifications made by others. This License is a kind of "copyleft", which means that derivative works of the document must themselves be free in the same sense. It complements the GNU General Public License, which is a copyleft license designed for free software. We have designed this License in order to use it for manuals for free software, because free software needs free documentation: a free program should come with manuals providing the same freedoms that the software does. 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AGGREGATION WITH INDEPENDENT WORKS A compilation of the Document or its derivatives with other separate and independent documents or works, in or on a volume of a storage or distribution medium, is called an "aggregate" if the copyright resulting from the compilation is not used to limit the legal rights of the compilation's users beyond what the individual works permit. When the Document is included in an aggregate, this License does not apply to the other works in the aggregate which are not themselves derivative works of the Document. If the Cover Text requirement of section 3 is applicable to these copies of the Document, then if the Document is less than one half of the entire aggregate, the Document's Cover Texts may be placed on covers that bracket the Document within the aggregate, or the electronic equivalent of covers if the Document is in electronic form. Otherwise they must appear on printed covers that bracket the whole aggregate. 8. TRANSLATION Translation is considered a kind of modification, so you may distribute translations of the Document under the terms of section 4. Replacing Invariant Sections with translations requires special permission from their copyright holders, but you may include translations of some or all Invariant Sections in addition to the original versions of these Invariant Sections. You may include a translation of this License, and all the license notices in the Document, and any Warranty Disclaimers, provided that you also include the original English version of this License and the original versions of those notices and disclaimers. In case of a disagreement between the translation and the original version of this License or a notice or disclaimer, the original version will prevail. If a section in the Document is Entitled "Acknowledgements", "Dedications", or "History", the requirement (section 4) to Preserve its Title (section 1) will typically require changing the actual title. 9. TERMINATION You may not copy, modify, sublicense, or distribute the Document except as expressly provided for under this License. Any other attempt to copy, modify, sublicense or distribute the Document is void, and will automatically terminate your rights under this License. However, parties who have received copies, or rights, from you under this License will not have their licenses terminated so long as such parties remain in full compliance. 10. FUTURE REVISIONS OF THIS LICENSE The Free Software Foundation may publish new, revised versions of the GNU Free Documentation License from time to time. Such new versions will be similar in spirit to the present version, but may differ in detail to address new problems or concerns. See http://www.gnu.org/copyleft/ . Each version of the License is given a distinguishing version number. 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