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August Sander (1876 #8211; 1964) - Die Photographische Sammlung

August Sander (1876 – 1964) - Die Photographische Sammlung

August Sander gilt als bedeutender Wegbereiter einer zu seiner Zeit neuen Richtung innerhalb der Entwicklung seines Mediums, die heute unter der Bezeichnung der dokumentarisch sachlich-konzeptuellen Photographie Fortsetzung findet. Berühmt wurde der 1876 in Herdorf (Siegerland) geborene Photograph durch das um 1924 entworfene Werk Menschen des 20. Jahrhunderts, in dem er mehrere Hundert seiner Portraits von Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten und Berufsgruppen entsprechend einem von ihm angelegten Konzept über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen Bildmappen zusammenführte. Ausschnitte dieses Werks wurden erstmalig 1927 in einer Ausstellung im Kölnischen Kunstverein gezeigt und 1929 in seiner ersten Buchpublikation unter dem Titel Antlitz der Zeit veröffentlicht. Mit diesem 60 Portraits umfassenden Bildbuch war es Sander gelungen, ein Gesellschaftsportrait seiner Zeit darzustellen, das auf die Reflexion des Individuellen in Beziehung zum Typischen der jeweiligen Gesellschafts- und Berufsgruppe sowie auf die Frage der gegenseitigen Beeinflussung von Mensch und Gemeinschaft abzielte. Die weltweit größte Sammlung zum Werk des 1964 in Köln verstorbenen Photographen befindet sich heute mit unter anderem über 4.500 Originalabzügen und rund 11.000 Originalnegativen in der Photographischen Sammlung der Kulturstiftung der Sparkasse Köln und wird der Öffentlichkeit kontinuierlich in Form von Publikationen und Ausstellungen vorgestellt.

Rubrik: Fotografen :: Portrait -